Verlängerung Kita-Auslagerungsstandort GGS Schönforst
FB 45/0772/WP17 · Entscheidungsvorlage
Beratung
Herr Krott informiert darüber, dass der Schulausschuss dem Beschlussvorschlag in seiner Sitzung am 20.08.2020 gefolgt sei.
Herr Fischer ergänzt, dass die Fraktion Die Linke den Beschlussvorschlag abgelehnt hätte, da sie der Argumentation der Grundschule folgen würden. Zwar verfüge die Schule über gute räumliche Kapazitäten, aber dennoch habe sie Bedenken gegen eine längerfristige Nutzung der betreffenden Räumlichkeiten für die Auslagerung von KiTas, auch mit Blick auf die erhöhte Anzahl an Kindern mit einem sprachlichen Förderbedarf. Zudem habe er Kenntnis von Bemühungen seitens der Stadt Aachen, alternative Auslagerungsstätten für den Ausbau von KiTas zu finden, das Ergebnis würde die Fraktion gerne abwarten. In diesem Zusammenhang erkundigt er sich danach, ob in absehbarer Zeit weitere KiTas im Umfeld der Schule ausgelagert werden müssten sodass die Nutzung der schulischen Räume notwendig werde.
Herr Tillmanns betont zunächst, dass die Grundschule unabhängig von der aktuellen Diskussion um die Auslagerungsstätte eine gute Arbeit leiste. Dennoch könne er das vorgetragene Argument hinsichtlich einer erhöhten Lärmbelastung durch die KiTa nicht nachvollziehen. Weiterhin stehe der KiTa-Ausbau in Aachen vor großen Herausforderungen, auch dadurch bedingt, dass es anAuslagerungsstätten mangele. Es sei eine Arbeitsgruppe gegründet worden mit Vertretungen freier Träger und der Verwaltung um sich diesem Problem anzunähern und Lösungen zu finden. Aktuell jedoch sei die Nutzung der vorhandenen Auslagerungsstätten unabdingbar. Auch für die betreffenden KiTas sei die Situation herausfordernd. Die Grundschule verfüge über überdurchschnittliche Räumlichkeiten und somit über ein höheres Potenzial als andere Schulen. Weiterhin könne hier die Verzahnung von KiTa und Schule forciert werden.
Herr Fischer entgegnet, dass eine Entscheidung zur Nutzung der Räumlichkeiten als Auslagerungsstätte auch getroffen werden könne, sobald eine konkrete Notwendigkeit bestehe. Aktuell werde er die Schule unterstützen.
Herr Deloie berichtet, dass auch die Bezirksvertretung Aachen-Mitte die Bedenken der Fraktion Die Linke nicht mitgetragen sondern den Beschluss, wie vorgeschlagen, gefasst habe. Zwar erhoffe er sich ebenfalls ein positives Ergebnis der Suche nach alternativen Auslagerungsstätten, bestenfalls auch für die temporäre Unterbringung von bis zu fünf Gruppen. Gleichzeitig dürfe die bestehende Möglichkeit in der Grundschule nicht aufgegeben werden, bis eine andere Lösung gefunden worden sei, denn der Bedarf der betreffenden KiTas mit Umbauplanungen sei nach wie vor hoch. Er bedaure von der Fraktion Die Linke keine alternativen Vorschläge zu erhalten.
Frau Schwier unterstützt, dass die Verwaltung die Nutzung der freien Schulräume für eine gute Übergangslösung halte. Die Kapazitäten seien vorhanden. Ihrer Ansicht nach könne es für alle Beteiligten vorteilhaft sein, wenn eine enge Verzahnung zwischen KiTa und Schule stattfinde. Die Verwaltung werde bei Bedarf und räumlicher Möglichkeit immer wieder auf derartige Maßnahmen zurückkommen.
Herr Krott ergänzt, dass dies an manchen Standorten gelebte und gewünschte Praxis sei.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Die Bezirksvertretung Mittenimmt die Ausführungen der Verwaltung zu der Verlängerung der Auslagerungsstätte in die Grundschule GGS Schönforst zur Kenntnis und empfiehlt dem Kinder- und Jugendausschuss und dem Schulausschuss zu beschließen,
die zurzeit für schulische Zwecke in der GGS Schönforst nicht benötigten Räume herzurichten und weiterhin als Auslagerungsstätte (2 Gruppen) für, im Umbau befindliche, Kindertageseinrichtungen zur Verfügung zu stellen.
Der Schulausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis und beschließt,
die zurzeit für schulische Zwecke in der GGS Schönforst nicht benötigten Räume herzurichten und weiterhin als Auslagerungsstätte (2 Gruppen) für, im Umbau befindliche, Kindertageseinrichtungen zur Verfügung zu stellen.
Der Kinder- und Jugendausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis und beschließt,
die zurzeit für schulische Zwecke in der GGS Schönforst nicht benötigten Räume herzurichten und weiterhin als Auslagerungsstätte (2 Gruppen) für, im Umbau befindliche, Kindertageseinrichtungen zur Verfügung zu stellen.
Erläuterungen
Erläuterungen:
- Ausgangslage
Die Stadt Aachen betrieb eine eingruppige KiTa (25 ü3 Plätze) in einem ehemaligen Schulpavillon in der Stettiner Straße, dessen Räume allerdings nicht mehr den Anforderungen an eine KiTa entsprachen.
Die im Jahr 2012 durchgeführte Machbarkeitsstudie an städtischen Kindertagesstätten hat aufgezeigt, dass der auf dem Schulgelände befindliche eingruppige KiTa-Standort die Option eines Abrisses und die Errichtung eines vier- bis fünfgruppigen Neubaus an gleicher Stelle bietet.
Um die Umsetzung des Abrisses und der Errichtung eines Neubaus durchführen zu können, musste die KiTa Stettiner Straße ausgelagert werden.
Da die GGS Schönforst Räumlichkeiten aus ihrer Nutzung entbehren konnte, die sich für eine Auslagerung angeboten haben, wurde mit Beschluss vom 27.09.2016 die Herrichtung dieser Räumlichkeiten für die Auslagerung einer zweigruppigen KiTa entschlossen.
Zu den erforderlichen Umbauten zählten die Herrichtung von zwei Gruppenräumen mit Nebenräumen, die Herrichtung eines Verwaltungsbereichs, eines Ruheraums und eines Wickelbereichs sowie der Einbau zusätzlicher sanitärer Anlagen. Darüber hinaus wird ein Teil des Außengeländes der Grundschule GGS Schönforst als separater Außenbereich für die KiTa abgetrennt. Im Rahmen der Umgestaltung des Außenbereichs wurde ein Außenspielgerät angeschafft.
Die Kosten für die Herrichtung der Auslagerung betrugen ca. 156.000 € zzgl. Ausstattungs- und Rückbaukosten.
- Entwicklung
Der Neubau der KiTa Stettiner Straße ist abgeschlossen, sodass die KiTa aus der Auslagerung zurückgezogen ist.
Die CDU und SPD Fraktionen im Rat der Stadt Aachen haben die Verwaltung damit beauftragt, den Beschluss zu fassen, die zurzeit für schulische Zwecke in der GGS Schönforst nicht benötigten Räume, weiterhin als Auslagerungsstätte (2 Gruppen) für im Umbau befindliche Kindertageseinrichtungen zur Verfügung zu stellen.
Aufgrund des Antrages wurde der Sachverhalt durch die Verwaltung geprüft. Die Schule äußert Bedenken an einer langfristigen Nutzung als Auslagerungsstätte, da die pädagogische Arbeit auf Grund einer hohen „Lärm“-Emission beeinträchtigt würde. Zudem bestehe ein Interessenkonflikt bezüglich der Nutzung der Räumlichkeiten. Die Verwaltung teilt die Auffassung, dass die GGS Schönforst als GL – Schule und mit einem hohen Anteil sprachlich zu fördernden Kindern vor besonderen Herausforderungen steht. Allerdings hat die Schule im Vergleich zu anderen zweizügigen Grundschulen auch eine gute Raumbilanz, da nicht nur ein Klassen und ein Mehrzweckraum im Überhang sind, sondern auch vier separate und große OGS Räume zur Verfügung stehen. Daher ist der Weiterbetrieb der Auslagerungsstätte aus Sicht der Verwaltung vertretbar.
Der KiTa-Ausbau ist nicht abgeschlossen. Es werden derzeit und in naher Zukunft weiter neue KiTas erbaut und bestehende erweitert oder umgebaut. Regelmäßig werden hierfür Auslagerungsstätten benötigt. Wenn diese nicht gefunden werden, verzögern sich Projekte. Ideal ist eine Auslagerungsmöglichkeit von bis zu fünf Gruppen, jedoch helfen auch kleinere Räumlichkeiten weiter.
Folglich könnte die Aufrechterhaltung der zweigruppigen Auslagerungsstätte zumindest in TeilenAbhilfe verschaffen.
- Finanzierung
Die Baugenehmigung zum weiteren Betrieb der Räumlichkeiten als Auslagerungsstätte für eine Kita ist mit Brandschutz-Auflagen versehen. Zur Umsetzung dieser fallen Gesamtkosten in Höhe von ca. 8.000 € an. Die Mittel stehen bei 4-060101-980-6; 52410000 zur Verfügung.
- Vorschlag der Verwaltung
Auf Grundlage der vorgenannten Erläuterungen schlägt die Verwaltung vor, dem Antrag der Fraktionen zu folgen und die zurzeit für schulische Zwecke in der GGS Schönforst nicht benötigten Räume, in Abstimmung mit der Schule weiterhin als Auslagerungsstätte (2 Gruppen) für im Umbau befindliche Kindertageseinrichtungen zur Verfügung zu stellen.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
JA | NEIN | ||
x |
Investive Auswirkungen | Ansatz 2020 | Fortgeschriebener Ansatz 2020 | Ansatz 2021 ff. | Fortgeschriebener Ansatz 2021 ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben | Deckung ist gegeben | ||||||
U3 Ausbau städtische Kitas; Bewirtschaftung der Grundstücke und baul. Anlagen 4-060101-980-6; 52410000 | |||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 2020 | Fortgeschriebener Ansatz 2020 | Ansatz 2021 ff. | Fortgeschriebener Ansatz 2021 ff. | Folgekosten (alt) | Folgekosten (neu) | |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Personal-/ Sachaufwand | 300.000 | 300.000 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | -300.000 | -300.000 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben | Deckung ist gegeben | ||||||
Abstimmungsergebnis
Weitere Dokumente (1)
Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.
Technische Details
ID: 100310
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=100310
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2020-07-14 FB 45_0772_WP17 Verlaengerung Kita-Au SAO.pdf
17.11.2024
789.4 KB
Betroffene Straßen
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Metadaten
- TOP
- Ö 15
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses
- Gremium
- Kinder- und Jugendausschuss
- Datum
- Di., 25.08.2020
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Entscheidungsvorlage
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Entscheidungsvorlage
- Federführend
- FB 45 - Fachbereich Kinder, Jugend und Schule
- Geändert
- 18.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 17. Februar 2026 um 23:20
Beschlussdokument
Sammeldokument öffentlich
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