Produktblatt von Stadttheater und Musikdirektion Aachen zum Haushaltsplan 2025
E 46/47/0102/WP18 · Entscheidungsvorlage
Beratung
Ausschussvorsitzender Tobias Tillmann verweist auf die Vorlage und eröffnet das Gespräch. Ratsherr Pilgram gibt an, dass er die Vorlage (Entscheidungsvorlage – E46/47/0102/WP18 - Produktblatt E46,47_HH25_20241104) nicht schlüssig fände, weil die Ziele Steigerung der Besucherzahlen und der Erträge nicht aussagekräftig genug seien. Es bräuchte mehr Kennzahlen, vor allem in Bezug auf Produktziele und Kooperationen. Es wäre wichtig, dass das Theater mehr inhaltliche Ziele, auch gemeinsam mit der Kämmerei, festlegt. Dezernent Heinrich Brötz antwortet, dass die Genese der Produktblätter einer ganz speziellen Logik folge, bei der es gezielt um eine Haushaltsvorschrift ginge, die eine Formalie darstelle und de facto nicht zur realen Steuerung der Fachbereiche und Eigenbetriebe genutzt werde. Die Produktblätter orientierten sich besonders in der Kernverwaltung an den Haushaltspositionen und erlaubten daher keine ganzheitliche, systematische Betrachtung. Die Produktblätter würden in dieser Form den Steuerungsbedarfen der Eigenbetriebe leider nicht gerecht werden. Laut Dezernent Heinrich Brötz wäre es durchaus sinnvoll, diese Fragen noch einmal zu diskutieren, allerdings nicht im Rahmen der Ausschusssitzung. Frau Tirtey schließt sich an und fügt hinzu, dass bereits vor einigen Jahren das Risiko-Management besprochen wurde. Es dürfe bei diesem Thema nicht nur um finanzielle, sondern vor allem um qualitative Kennziffern gehen. Ratsherr Pilgram widerspricht Dezernent Brötz mit der Aussage, dass es sicherlich Produkte gäbe, bei denen man nicht nur haushalterische Zahlen fände, Erträge wären nun mal haushalterische Zahlen. Bei den genannten Produkten ginge es ja nicht nur um Haushaltspositionen. Die Praxis sei, dass alles nur durchgewunken würde. Genau deshalb sollte ein gutes Produktblatt gemacht werden und dafür müssen die Ziele auch quantitativ betrachtet werden. Für ihn sei das Produktblatt nicht aussagekräftig genug, die Ziele Besucherzahlen und Erträge seien zu wenig. Frau Crumbach-Trommler äußert sich positiv zur Bilanz, in der man sehen könne, wie die Besucherzahlen tatsächlich sind, auch dezidiert nach Sparten. So könne man auch qualitative Aspekte erkennen. Darüber hinaus könne man auch andere Kennzahlen abfragen und das im Betriebsablauf mit sehr viel mehr realen Kennzahlen gearbeitet werde. Verwaltungsdirektorin Sasserath stimmt dem zu; man könne sie stets anrufen und fragen. Ergänzend nennt sie die im Vorfeld mehrfach abgefragten aktuellen Besucherzahlen. Der aktuelle Besucherstand zum Stichtag 17.11.2024 sei 14.900 Besucher, die meisten im Konzert, gefolgt vom Musiktheater und dem Schauspiel. Ergänzend bereinige man gerade die Zahlen zur vergangenen Spielzeit 2023/2024, da wäre der aktuelle Stand ohne "Pferd und Sinfonie" 107.000, die Zahlen zu "Pferd und Sinfonie" liegen bei circa 5.000 Besuchern, sodass man bei ungefähr 112.000 Besuchern liege. Frau Crumbach-Trommler gibt an, dass die Besucherzahlen bei "Pferd und Sinfonie" etwas höher als 5.000 liegen würden.
Ausschussvorsitzender Tobias Tillmann fasst zusammen, dass man sich noch einmal über das Produktblatt 2025 austauschen müsse. Dieses Thema sollte jedoch vor dem kommenden Haushalt beendet werden. Deshalb soll nun über das Produktblatt abgestimmt werden und für die weiteren Haushaltsjahre könne man noch einmal diskutieren.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Der Betriebsausschuss Kultur und Theater beschließt, die bislang formulierten Ziele und Kennzahlen im Produktblatt von Stadttheater und Musikdirektion Aachen künftig unverändert fortzuschreiben und als festen Bestandteil in den Wirtschaftsplan von Stadttheater und Musikdirektion Aachen aufzunehmen.
Erläuterungen
Die strategische Zielfeldkarte (Produktblatt), die als wirkungsorientiertes Steuerungsinstrument gilt, soll auf Beschluss der Politik fester Bestandteil des Wirtschaftsplanes sein.
Die wirkungsorientierte Steuerung bedingt den an strategischen Zielen ausgerichteten Ausbau einer weitergehenden Ziel- und Kennzahlenstruktur. Nach § 4 Abs. 2 KomHVO NRW sollen Ziele und Kennzahlen grundsätzlich so ausgerichtet werden, dass sie zur Erreichung der übergeordneten strategischen Ziele beitragen bzw. die Erreichung dieser strategischen Ziele sich an diesen messen und darstellen lassen. Damit bilden letztlich die – sicherlich stetig fortzuentwickelnden – strategischen Ziele die Basis für eine prioritäre Handlungsvorgabe im Rahmen der finanziellen Ressourcen. Daher stellen die Produktblätter grundsätzlich produktrelevante Themenfelder inklusive der Ziele und Kennzahlen in einer übersichtlichen Form dar. Neben den Erläuterungen zum Produkt und den Aufgaben werden ausgewählte Kennzahlen abgebildet und deren Verläufe grafisch dargestellt.
Stadttheater und Musikdirektion Aachen hat die wichtige Funktion, das kulturelle Leben durch eigene Veranstaltungen in den Sparten der darstellenden Künste und der Musik zu pflegen und zu fördern. Hierbei liegt ein besonderes Augenmerk darauf, das Interesse der Jugend an Musik und Theater durch spezielle Veranstaltungen zu fördern. Gleichzeitig wird angestrebt, Kultur für die gesamte Gesellschaft zugänglich zu machen und dabei die Abhängigkeit von städtischen Betriebskostenzuschüssen so gering wie möglich zu halten. Vor diesem Hintergrund werden als Inhalte der strategischen Zielfeldkarte für Stadttheater und Musikdirektion Aachen die Ziele
1. Steigerung der Besucher*innenzahlen
2.Steigerung der Erträge (exkl. städtischem Betriebskostenzuschuss)
formuliert.
Die für die Wirtschaftsjahre 2020/2021 bis 2022/2023 unterstrichen dargestellten Kennzahlen bedeuten jeweils, dass es sich hier um das Rechnungsergebnis gemäß Jahresabschluss handelt. Ab 2023/2024 sind die Planzahlen abgebildet.
Das vorliegende Produktblatt von Stadttheater und Musikdirektion Aachen zum Haushaltsplan 2025 wird laufend fortgeschrieben und künftig Bestandteil der jeweiligen Wirtschaftsplanung sein.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen:
JA | NEIN | ||
X |
Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Folge-kosten (alt) | Folge-kosten (neu) | |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):
Keine
Klimarelevanz:
Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die
Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)
Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
X |
Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:
gering | mittel | groß | nicht ermittelbar |
X |
Zur Relevanz der Maßnahme für die Klimafolgenanpassung
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
X |
Größenordnung der Effekte
Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.
Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:
vollständig | |||
überwiegend (50% - 99%) | |||
teilweise (1% - 49 %) | |||
nicht | |||
nicht bekannt |
Abstimmungsergebnis
Technische Details
ID: 1005144
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=1005144
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2024-10-10 E 46_47_0102_WP18 Produktblatt von Sta SAO.pdf
7.11.2024
178.1 KB
Metadaten
- TOP
- Ö 8
- Sitzung
- Sitzung des Betriebsausschusses Kultur und Theater
- Gremium
- Betriebsausschuss Kultur und Theater
- Datum
- Di., 26.11.2024
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Entscheidungsvorlage
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Entscheidungsvorlage
- Federführend
- E 46/47 - Stadttheater und Musikdirektion
- Geändert
- 8.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 8. Februar 2026 um 15:59
Beschlussdokument
Sammeldokument öffentlich
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