Preisanpassungen von Stadttheater und Musikdirektion Aachen ab der Spielzeit 2025/2026
E 46/47/0103/WP18 · Entscheidungsvorlage
Beratung
Ausschussvorsitzender Tobias Tillmann verweist auf die Vorlage (Entscheidungsvorlage – E46/47/0103/WP18) und eröffnet das Gespräch. Frau Epstein führt ein, dass ihre Fraktion dem nicht zustimmen könne. Es bestehe die Sorge, dass höhere Preise das Risiko bergen, dass die Besucher wegblieben. Bezüglich der Last Minute Tickets meint sie, dass es sicher Menschen gäbe, die statt 15 Euro auch 17 Euro zahlen können, es aber auch genügend Leute gäbe, die sich nur 15 Euro leisten könnten. Frau Bergs sagt, dass sie zwar auch gegen Preissteigerungen sei und gerne mehr subventionieren würde, es jedoch eine Tatsache sei, dass bereits sehr viel subventioniert werde und mehr nicht möglich sei. Es sei wichtig, Familien und Studierende weiterhin anzusprechen, die Familienkonzerte seien dafür bereits großartig, aber auch Studierende müssen deutlicher angesprochen werden. Es sollten die Leute angesprochen werden, die das Publikum der Zukunft sind. Am Ende schließt sie ab, dass die Preissteigerung sein müsse. Frau Crumbach-Trommler stimmt zu und stellt die Frage nach der Zusammenarbeit mit einer Agentur in der Vergangenheit, die auch zu Preiserhöhungen beraten hätte. Bürgermeisterin Schmeer wirft ein, dass dies wahrscheinlich in der letzten Wahlperiode gewesen sei. Frau Crumbach-Trommler ergänzt, dass man mit der Preiserhöhung vorsichtig sein müsse, weil die letzte Erhöhung in der Musikdirektion noch nicht so lange her sei. Damals sei das Theater nicht mitgezogen worden. Herr Hotz ergänzt, dass es seit der Spielzeit 2018/2019 keine Preisänderung gegeben hätte. In dem von Frau Crumbach-Trommler angebrachten Fall, wäre es damals darum gegangen, die Abonnements durch gezielte Marketingstrategien voranzubringen. Das sei damals gescheitert, weil die Agenturleistungen umsatzsteuerpflichtig gewesen wären, weshalb es sich dann nicht mehr rentiert hätte. Das hatte damals jedoch auf die Eintrittspreise keinerlei Einfluss. Miriam Sasserath ergänzt, dass sie gerne eine Kooperation mit der ASEAG eingegangen wäre und ein integriertes ÖPNV-Ticket angeboten hätte. Es fanden diverse Gespräche statt. Nach einer Recherche an anderen kommunalen Theatern in NRW zeigte sich, dass die Theater zwischen 0,50 Euro und 0,90 Euro pro Ticket an die regionalen Verkehrsverbünde zahlen. Die ASEAG sei deutlich teurer, zuletzt standen Summen von 1,50 Euro pro Ticket im Raum. Daran müsse man zukünftig arbeiten, denn ein Kombiticket mit dem ÖPNV sei mittlerweile Standard und im Sinne der Nachhaltigkeit von Bedeutung.
Frau Epstein merkt an, dass in den einzelnen Preiskategorien die Ermäßigungen unverhältnismäßig gestiegen seien. Frau Sasserath erklärt, dass man die Ermäßigungen einheitlich auf 30 % gesetzt habe. Die alten Ermäßigungen wären unterschiedlich und es hätte einen willkürlichen Eindruck gemacht. Mit einer grundlegenden Ermäßigung von 30 % sei eine Transparenz gegeben.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Der Betriebsausschuss Kultur und Theater nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis und empfiehlt dem Rat der Stadt Aachen, die ab der Spielzeit 2025/2026 geänderten Eintritts- und Abonnementpreise für Stadttheater und Musikdirektion Aachen zu beschließen.
Der Rat der Stadt Aachen beschließt auf Empfehlung des Betriebsausschusses Kultur und Theater die ab der Spielzeit 2025/2026 geänderten Eintritts- und Abonnementpreise für Stadttheater und Musikdirektion Aachen.
Erläuterungen
Letztmalig erfolgte eine Änderung der Eintrittspreise für Stadttheater und Musikdirektion Aachen für die Zeit ab der Spielzeit 2018/2019. Im Rahmen der Wirtschaftsplanung 2025/2026 ergab eine Marktrecherche, dass das seither bestehende Preisniveau im Vergleich zu anderen vergleichbaren öffentlichen Theatern in Nordrhein-Westfalen derzeit unter dem Durchschnitt liegt. Ergänzend wurden die Kundensegmente und Auslastungszahlen von Stadttheater und Musikdirektion Aachen betrachtet sowie die jährlichen Steigerungen der Verbraucherpreisindizes seit 2019 in Deutschland berücksichtigt. Zur weiteren Konsolidierung wurde folglich ein neues angemessenes Preiskonzept erstellt, das eine Preiserhöhung zur Spielzeit 2025/2026 beinhaltet und die Einnahmensituation verbessern soll.
Eckpunkte der Preisänderungen:
-Annäherung der Normalpreise für Vollzahlende an ein marktübliches Preisniveau durch Erhöhungen um rd. 11 - 12 %.
-Nachlass bei ermäßigten Preisen für Einzeltickets und Abonnements durchgehend rd. 30 %
-Preisvorteil beim Abonnement im Vergleich zu Einzeltickets weiterhin rd. 30 %
-Glättung der rechnerisch ermittelten Preise auf volle 0,50 Euro
Der Preis für das sog. Last-Minute-Ticket wird von 15,00 Euro auf 17,00 Euro angepasst. Alle weiteren Sonderpreise (Personal- und Steuerkarten, Gutscheinheft Young, Klassenverbandspreise etc.) bleiben unverändert, sofern sie nicht unmittelbar von den angepassten Normalpreisen abhängen (z.B. Tickets, die mit einer Theater-/PartnerCard gekauft werden und 50 Prozent des Normalpreises kosten).
Ebenfalls unverändert bleibt der Ticketpreis von 10,00 Euro für alle Personen unter 18 Jahren für ausgewählte Familienvorstellungen sowie für alle Familienkonzerte. Diese Entscheidung soll vor allem finanziell schwächeren Familien und jungen Menschen einen Zugang zum Theater ermöglichen, um so auch das Publikum der Zukunft zu sichern.
Ziel der Preisanpassungen ist letztlich, einen Konsolidierungsbeitrag in einer Größenordnung von 100.000 Euro zu erreichen (vgl. oben zu den finanziellen Auswirkungen). Die Entwicklung der Besucher:innenzahlen wird dabei kontinuierlich im betrieblichen Ablauf analysiert und im Rahmen der Quartalsberichte dem Betriebsausschuss Kultur und Theater berichtet.
Nach § 8 Abs. 4 der Betriebssatzung obliegt dem Betriebsausschuss Kultur und Theater die Beratung über die Entgelte vor Beschlussfassung durch den Rat. Die neuen Preise sind den als Anlage beigefügten tabellarischen Übersichten zu entnehmen.
Anlagen/n:
Übersichten zur Änderung der Einzelticket- und Abonnementpreise
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen:
JA | NEIN | ||
x |
Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Folge-kosten (alt) | Folge-kosten (neu) | |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | + 100.000 (*) | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):
(*) Aufgrund der Preisanpassungen und unter der Voraussetzung von ansonsten unveränderten Einflussgrößen (Ceteris-Paribus-Betrachtung) wird mit einer Steigerung der jährlichen Umsatzerlöse aus Ticket- und Abonnementverkauf und damit einem Mehrertrag in einer Größenordnung von 100.000,- Euro kalkuliert.
Klimarelevanz:
Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die
Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)
Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:
gering | mittel | groß | nicht ermittelbar |
x |
Zur Relevanz der Maßnahme für die Klimafolgenanpassung
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Größenordnung der Effekte
Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.
Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:
vollständig | |||
überwiegend (50% - 99%) | |||
teilweise (1% - 49 %) | |||
nicht | |||
nicht bekannt |
Abstimmungsergebnis
Technische Details
ID: 1005145
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=1005145
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2024-11-06 E 46_47_0103_WP18 Preisanpassungen von SAO.pdf
7.11.2024
218.3 KB
Metadaten
- TOP
- Ö 9
- Sitzung
- Sitzung des Betriebsausschusses Kultur und Theater
- Gremium
- Betriebsausschuss Kultur und Theater
- Datum
- Di., 26.11.2024
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Entscheidungsvorlage
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Entscheidungsvorlage
- Federführend
- E 46/47 - Stadttheater und Musikdirektion
- Geändert
- 8.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 8. Februar 2026 um 15:59
Beschlussdokument
Sammeldokument öffentlich
Öffnen