Sachstandsbericht Reinigungsmanagement
E 26/0227/WP18 · Kenntnisnahme
Beratung
Herr Hauschild stellt den Abteilungsleiter der Abteilung „Infrastrukturelles Gebäudemanagement“, Herrn Diplom-Verwaltungswirt Stephan Schaffrath, nochmals vor und leitet den Vortrag von Herrn Schaffrath ein.
Herr Schaffrath stellt sich dem Betriebsausschuss mit Beschreibung seines beruflichen Werdegangs vor.
Anhand einer Präsentation nimmt er Bezug auf die eingebrachte Vorlage, insbesondere auf den dieser Vorlage als Anlage beigefügten ausführlichen Organisationsbericht und fasst die wesentlichen Eckdaten dieses Berichtes nochmals zusammen.
Herr Schaffrath merkt an, dass das Reinigungsmanagement des Gebäudemanagements der Stadt Aachen regelmäßig an den Interkommunalen Vergleichsringen (IKON-Vergleichsring) der Kommunalen Gemeinschaftsstelle (KGSt) beteiligt ist und stets in einem guten Austausch mit den beteiligten Kommunen dieses Vergleichsrings steht.
Herr Schaffrath hebt hervor, dass das im Reinigungsmanagement tätige Personal gut eingearbeitet und eingespielt ist, so dass Optimierungen jederzeit möglich sind.
Ausschreibungen / Vergaben erfolgen europaweit; daraus resultierend ergeben sich die jeweiligen Planansätze für die Wirtschaftsbudgetplanung.
Herr Schaffrath weist auf die hohe Qualitätssicherung hin, die auf einem Kontrollsystem mit einem hohen Maß regelhafter Kontrolle durch Reinigungskontrolleure basiert.
Er benennt Kennzahlen im interkommunalen Vergleich, die das Maß des vorliegendem Wissensmanagement und der vorliegenden Systematik abbilden.
Im Weiteren weist er auf die Kennzahlen zu Beschwerden und Rechnungsbearbeitung hin. Er hebt hervor, dass diese Kennzahlen daraus resultieren, dass das Reinigungsmanagement schnell reagiere und neue Erkenntnisse unmittelbar in die weitere, nachfolgende Bearbeitung einfließen und entsprechend eingearbeitet werden.
Herr Schaffrath benennt die Definition der Reinigungsfläche, demnach eine Fläche dann Reinigungsfläche ist, wenn sie mindestens 1x/Jahr gereinigt wird.
Somit sei die Reinigungsfläche neben den Kosten je m² eine wesentliche Berechnungsgröße für das Reinigungsvolumen, dem erforderlichen Reinigungsmanagement und den daraus resultierenden Reinigungskosten.
Herr Schaffrath betont, dass aktuell ein hohe Qualität im Reinigungsmanagement vorliegt und diese durch sehr motivierte Mitarbeitende erzielt wird.
Es liegen verschieden Wortmeldungen und Nachfragen unter Beteiligung von Herrn Lauven, Herrn Dr. Vossen, Ratsfrau Griepentrog und Ratsherrn Dopatka vor.
Herr Schaffrath beantwortet erläuternd die Nachfragen zu Vergabe und der Thematik von Nachverhandlungen, ergänzt konkretisierend die Systematik der Reinigungskontrolle, erläutert die Bestandteile der Overheadkosten und inkludierten Kosten der MAKO (Maschinenkosten).
Herr Schaffrath gibt im Weiteren Auskunft zu Fragen bezüglich der Thematik Fremdreinigung, Preisanpassungsklausel und Stundenverrechnungssatz.
Ratsherr Dopatka moniert den Vergleich von Fremd- und Einigungsreinigung. Er sieht den (Kosten-) Vergleich von Fremd- und Eigenreinigung nicht transparent und nicht nachvollziehbar abgebildet.
Herr Schaffrath merkt an, dass der Organisationsbericht die Arbeit des Reinigungsmanagements des Gebäudemanagements darstellt.
Er erläutert, dass vergleichend Werte im Median der Vergleichskommunen des IKON-Vergleichsrings benannt werden; im IKON-Vergleichsring sind Kommunen aus ganz Deutschland vertreten.
Auf Nachfragen von Ratsherrn Dopatka werden verschiedene Berichtskennzahlen verglichen, seitens der Verwaltung nochmals erläutert und eingeordnet.
Herr Thomas resümmiert, dass die Fragestellung der Fremdvergabe oder Eigenleistung auch in anderen Aufgabenbereichen wie z. B. dem Aachener Stadtbetrieb betrachtet wird. Er betont, dass dies stets einer Gesamtüberlegung unter Berücksichtigung aller Aspekte unterliegt.
Herr Thomas weist darauf hin, dass der eingebrachte Sachstandsbericht zum Reinigungsmanagemnet des Gebäudemanagements die aktuelle Situation darstellt.
Er betont, dass Änderungen in der Ausrichtung des Reinigungsmanagements einer politischen Entscheidung bedürfen und gibt zu bedenken, dass dies mit einer anderen Budgetausstattung verbunden ist.
Ratsherr Hecker verlässt die Sitzung um 18:05 Uhr.
Ratsherr Jacoby merkt an, dass er das städtische Reinigungsmanagement gut aufgestellt sieht. Er wünscht eine höhere Partizipation von Mittelstand und kleineren Firmen im Vergabeverfahren, in dem kleinere Lose ausgeschrieben werden, auch wenn dies einen höheren Aufwand darstelle.
Frau Radermacher schlägt vor, Kosteneinsparungen durch den Einsatz von Industrierobotern zu generieren, wo dieser Einsatz bei entsprechenden Flächen effizient möglich ist.
Herr Schaffrath antwortet, dass diese Überlegungen bereits am Beispiel der Flächenreinigung von Turnhallen erprobt wird respektive wurde, die Ergebnisse derzeit jedoch noch nicht überzeugend sind.
Er führt aus, dass die technische Entwicklung weiter im Blick gehalten wird; wesentlicher Aspekt sei dabei jedoch stets die Wirtschaftlichkeit.
Beschluss
Erläuterungen
Es wird über die Arbeit des Reinigungsmanagements der Stadt Aachen berichtet:
Der beigefügte Bericht zur Organisationsuntersuchung zur Gebäudereinigung bei der Stadtverwaltung Aachen wird vorgestellt. Es handelt sich um die Analyse von Prozessen, Strukturen und Personalbedarf vor dem Hintergrund des Anspruches auf hohe Reinigungsqualität, Professionalität, Mitarbeitenden- und Kund*innenzufriedenheit, Wirtschaftlichkeit sowie Nachrangigkeit.
Die Vergleichsarbeit wird vorgestellt:
Zum Zwecke der Qualitätssicherung und zur Standortbestimmung ist das Reinigungsmanagement der Stadt Aachen Mitglied im Vergleichsring Gebäudereinigung der KGSt. Dort vergleichen sich zur Zeit 19 Kommunen (Aachen, Bochum, Chemnitz, Düsseldorf, Flensburg, Hamburg, Hamm, Hannover, Hildesheim, Koblenz, Köln, LK Landsberg am Lech, Leipzig, Marburg, Oranienburg, LK Rastatt, Regensburg, Solingen und Wolfsburg).
Im Rahmen der Vergleichsarbeit werden Werte in einer Vergleichsdatenbank erfasst, um Kennzahlen zu errechnen und diese dann zu vergleichen.
So lagen die Gesamtkosten je m² Reinigungsfläche im Median in 2023 bei 19,08 EURO. Für den Bereich der Eigenreinigung lagen diese Kosten im Median bei 20,80 EURO für den Bereich der Fremdreinigung im Median bei 18,03 EURO. In Aachen lagen die Kosten je m² Reinigungsfläche bei 10,06 EURO. In Aachen gab es in 2023 insgesamt 1.035.407 m² Reinigungsfläche.
Es wird mündlich zu aktuellen Themen aus dem Bereich Gebäudereinigung berichtet.
So ist erfreulich mitzuteilen, dass sich die Tarifparteien auf einen Abschluss einigen konnten und es somit für die Kommune Rechts- und Planungssicherheit gibt.
Ferner wird über das Problem der Firmen und der Kommunen berichtet, Menschen zu finden, die im Reinigungsbereich arbeiten möchten. Das Reinigungsmanagement wirbt bei den Nutzenden um einen wertschätzenden Umgang mit dem Reinigungspersonal. Viele Menschen stellen an den meisten Tagen eine gute Reinigung sicher und sollten nicht auf wenige Fehler reduziert werden. Ein gutes Miteinander sichert in vielen Objekten eine gute Reinigungsleistung.
Auf Wunsch kann zu weiteren Themen aus dem Bereich Reinigung, wie Vergabeverfahren oder Nachhaltigkeit berichtet werden.
Technische Details
ID: 1006728
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=1006728
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2024-11-28 E 26_0227_WP18 Sachstandsbericht Re SAO.pdf
10.12.2024
3.5 MB
Metadaten
- TOP
- Ö 4
- Sitzung
- Sitzung des Betriebsausschusses für das Gebäudemanagement
- Gremium
- Betriebsausschuss Gebäudemanagement
- Datum
- Di., 21.01.2025
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- E 26 - Gebäudemanagement
- Geändert
- 8.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 8. Februar 2026 um 12:12
Beschlussdokument
Sammeldokument öffentlich
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