Kommunaler Klimaschutz Förderprojekt #AachenMooVe!1hier: Prüfung der Verbreiterung des Vennbahn-Radweges
FB 61/1498/WP17 · Entscheidungsvorlage
Kommunaler Klimaschutz Förderprojekt #AachenMooVe!1hier: Prüfung der Verbreiterung des Vennbahn-Radweges
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Ratsfrau Lürken erwähnt, dass der Punkt schon vom Umweltausschuss behandelt und einstimmig beschlossen worden sei. Aachen könne sich über den Vennbahnweg mit seiner Länge von 125 km bis Luxemburg sehr glücklich schätzen. Durch die zunehmende Beliebtheit trotz der geringen Breite komme es in letzter Zeit vermehrt zu Problemen zwischen den unterschiedlichen Nutzern. Der Wunsch auf Verbreiterung sei nachvollziehbar, zumal bereits im letzten Jahr wegen der verkehrlichen Bedeutung beschlossen worden sei, den Vennbahnweg in die Winterwartung aufzunehmen. Die Verbreiterung führe jedoch zu Zielkonflikten, da aufgrund der besonderen Lage geschützte Arten davon betroffen sein könnten. Im Bereich des neu entstehenden Tuchmacherviertels sei die Verbreiterung jedoch schon vorgenommen worden. Zielkonflikte werde es in Zukunft immer geben, was zum Beispiel die Planung der Radvorrangroute in der Lothringerstraße zeige, von der Bäume im Straßenraum betroffen seien. In Anbetracht der Bedeutung des Vennbahnwegs sei die Planung der Verbreiterung richtig. Daher schließe sich die CDU-BF dem Vorschlag der Verwaltung an.
Herr Hellmann von der SPD-BF kündigt an, dass sich die SPD-BF dem Beschlussvorschlag ebenfalls anschließen werde. Gerade in Brand bestehe eine besondere Situation, weil der Vennbahnweg nicht nur ein Fernradweg sei, sondern auch in der Ortslage allgemein stark frequentiert werde. Daher werde für den Bereich zwischen Trierer Straße und Rombachstraße sogar eine Trennung von Fuß- und Radweg sowie eine Beleuchtung geplant. Brand werde seiner Ansicht nach einen großen Mehrwert von diesem Projekt haben.
Ratsherr Blum von der FDP teilt mit, dass dieses Thema für ihn ein besonderes sei, da damals der Vennbahnweg in Kornelimünster endete und der weitere Ausbau auf viele Widerstände gestoßen sei. Die FDP sei schon damals ausdrücklich für den Ausbau gewesen und spreche sich auch heute für den weiteren Ausbau aus.
Herr Hußmann von der Grünen-BF bekräftigt, dass es beim Ausbau, an den Stellen wo es möglich ist, eine bauliche Trennung zwischen Fußgängern und Radfahrern geben solle, um Konflikte zwischen den einzelnen Verkehrsteilnehmern zu vermeiden.
Herr Auler von der CDU-BF ergänzt, dass es im Zuge des Ausbaus wichtig sei, die betroffenen Kreuzungspunkte mit in die Planung einfließen zu lassen. Dies beziehe sich zum einen auf den Knotenpunkt Vennbahnweg/Rombachstraße, weil dort verschiedenste Verkehrsteilnehmer betroffen seien. Es sei eine Schulwegbeziehung, außerdem ein Buslinienweg und ein wichtiger Knoten für Rad- und KFZ-Verkehr. Zum anderen sei die Kreuzung Vennbahnweg/Brander-Feld-Weg mit in die Planung einzubeziehen. Die seinerzeit festgelegte Vorfahrtregelung sei zwar richtig, doch müssten Sichtverhältnisse an der Kreuzung verbessert werden, um Konflikte zu vermeiden.
Ratsherr Palm begrüßt ebenfalls die Verbreiterung, da so ein besserer Schutz für Fußgänger und Radfahrer entstehe.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis und empfiehlt dem Mobilitätsauschuss, die Verwaltung damit zu beauftragen, die vorgeschlagene Verbreiterung desVennbahnweges unter Berücksichtigung der Belange des Natur- und Landschaftsschutzes zu prüfen und die Ergebnisse des Landschaftspflegerischen Begleitplans und die Ergebnisse der Planung in einer der nächsten Sitzungen vorzustellen.
Die Bezirksvertretung Aachen-Mitte nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis und empfiehlt dem Mobilitätsauschuss, die Verwaltung damit zu beauftragen, die vorgeschlagene Verbreiterung desVennbahnweges unter Berücksichtigung der Belange des Natur- und Landschaftsschutzes zu prüfen und die Ergebnisse des Landschaftspflegerischen Begleitplans und die Ergebnisse der Planung in einer der nächsten Sitzungen vorzustellen.
Die Bezirksvertretung Aachen-Brand nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis und empfiehlt dem Mobilitätsauschuss, die Verwaltung damit zu beauftragen, die vorgeschlagene Verbreiterung desVennbahnweges unter Berücksichtigung der Belange des Natur- und Landschaftsschutzes zu prüfen und die Ergebnisse des Landschaftspflegerischen Begleitplans und die Ergebnisse der Planung in einer der nächsten Sitzungen vorzustellen.
Die Bezirksvertretung Aachen-Eilendorf nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis und empfiehlt dem Mobilitätsauschuss, die Verwaltung damit zu beauftragen, die vorgeschlagene Verbreiterung desVennbahnweges unter Berücksichtigung der Belange des Natur- und Landschaftsschutzes zu prüfen und die Ergebnisse des Landschaftspflegerischen Begleitplans und die Ergebnisse der Planung in einer der nächsten Sitzungen vorzustellen.
Die Bezirksvertretung Aachen-Kornelimünster / Walheim nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis und empfiehlt dem Mobilitätsauschuss, die Verwaltung damit zu beauftragen, die vorgeschlagene Verbreiterung des Vennbahnweges unter Berücksichtigung der Belange des Natur- und Landschaftsschutzes zu prüfen und die Ergebnisse des Landschaftspflegerischen Begleitplans und die Ergebnisse der Planung in einer der nächsten Sitzungen vorzustellen.
Der Mobilitätsauschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, die vorgeschlagene Verbreiterung des Vennbahnweges unter Berücksichtigung der Belange des Natur- und Landschaftsschutzes zu prüfen und die Ergebnisse des Landschaftspflegerischen Begleitplans und die Ergebnisse der Planung in einer der nächsten Sitzungen vorzustellen.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Anlass
Ein wichtiges strategisches Ziel der Vision Mobilität 2050 im Rahmen der Verkehrsentwicklungsplanung der Stadt Aachen ist die Förderung des Fuß- und Radverkehrs für Alltags- und Freizeitzwecke. Dementsprechend werden für den Fußverkehr die Vision „Erlebe und entdecke deine Stadt zu Fuß. Jeden Tag“ und für den Radverkehr die Vision „FahrRad in Aachen – Möglichst sicher und komfortabel“ formuliert.
Im Kontext dieser übergeordneten Zielvorstellungen sowie des Aachener Gesamtkonzept zur NO2-Minderung hat die Stadt Aachen 2018 einen Greencity Masterplan verabschiedet sowie zur Reduktion der CO2-Emissionen das konkrete Umsetzungsprojekt #AachenMooVe! geplant, welches seit Sommer 2019 aus dem Landesprogramm Kommunaler.Klimaschutz.NRW gefördert wird. Im Arbeitspaket „Ausbau Rad- und Fußwegenetz“ ist zur Verbesserung der regionalen Rad- und Fußverkehrsverbindungen die Verbeiterung des Vennbahnweges Bestandteil des Förderprojektes.
Bestand
Der in Teilen schon in den 90er Jahrenim Stadtgebiet Aachen hergestellte Vennbahnweg (ab 2013 über 125 km von Aachen nach Luxemburg) hat aufgrund der attraktiven Streckenführung eine überregionale radtouristische Bedeutung. Der Fernradweg wurde 2015 vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) als „Qualitätsroute“ mit vier (von fünf möglichen) Sternen ausgezeichnet. Für Alltagswege nutzen vor allem zahlreiche Schüler und Berufspendler aus dem Aachener Ost- und Südraum den Vennbahnweg, um die autofreie, landschaftlich attraktiv geführte Radwegeanbindung bis in die Innenstadt Aachens zu nutzen. Insbesondere auch Nutzungen zum Zwecke der Naherholung führen dazu, dass der Vennbahnweg abschnittsweise und temporär sehr hohe Nutzerzahlen aufweist.
Auf Aachener Stadtgebiet wurde der Vennbahnweg seit den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in mehreren Ausbaustufen in einer Breite von in der Regel 2,5 m in einer Asphaltdecke als separat geführter kombinierter Geh- und Radweg hergestellt. Der Weg verläuft von der Stadt- bzw. Staatsgrenze zu Belgien über Walheim und Kornelimünster nach Brand und weiter südlich von Eilendorf bis zum Bahnhof Rothe Erde über eine Länge von 17,3 km. Im Verlauf der gesamten Strecke führt der Vennbahnweg durch differenzierte Gebietsstrukturen (Waldgebiete, landschaftlich genutzte Abschnitte, schwach bebaute Abschnitte, Ortsdurchfahrten etc.) im Innen- und Außenbereich mit unterschiedlichen Schutzbedürfnissen hinsichtlich des Landschafts- bzw. Naturschutzes.
Planung
Unter Berücksichtigung der bereits stetig steigenden Nutzerzahlen sowie des übergeordneten Ziels, dass mehr Wege mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegt werden, ist der Vennbahnweg aus heutiger (und zukünftiger) Sicht zu schmal. Aus Gründen der Verkehrssicherheit und der Attraktivitätssteigerung soll der Vennbahnweg daher im Abschnitt zwischen Bahnhof Rothe Erde und Kornelimünster auf einer Länge von rund 9,2 km da wo möglich um 1,5 m auf ein Regelmaß von 4,0 m verbreitert werden. Durch größere Bewegungsräume soll hierdurch ein sicheres und komfortables gemeinsames Miteinander von Radfahrenden und zu Fuß Gehenden ermöglicht werden. In Abschnitten mit punktuell erhöhtem Fußverkehrsaufkommen und einer ausreichenden Flächenverfügbarkeit („Pocket Park“ Brand, Bahnhofsvision Kornelimünster, Ortslage Walheim) soll eine bauliche Trennung zwischen Fuß- und Radverkehr erfolgen (s. Anlage).
Vorgehensweise
Die verkehrsplanerisch angestrebte Verbreiterung des Vennbahnweges soll unter Berücksichtigung der Belange des Landschafts- und Naturschutzes erfolgen. Innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile ist die Baumschutzsatzung der Stadt Aachen zu beachten. Als Beurteilungsgrundlage hierfür wird im Sommer 2020 ein landschaftspflegerischer Begleitplan erarbeitet. In Bereichen, die ein erhöhtes landschaftliches Schutzbedürfnis aufzeigen, soll die Möglichkeit der Wegeverbreiterung gesondert (in Abhängigkeit der begleitenden Grünstruktur gegebenenfalls auf ein geringes Maß) geprüft werden. Sich (kurzfristig) ergebende Synergieeffekte sollen zur Verbreiterung des Vennbahnweges genutzt werden, z.B. in Bereichen in denen Kanalarbeiten stattfinden (siehe Beckergelände AC-Brand). Darüber hinaus soll die Verbeiterung sukzessive im Rahmen der Förderlaufzeit erfolgen. Aufgrund der übergeordneten Belange des Naturschutzes und eines bestehenden Planfeststellungsbeschlusses ist eine Verbreiterung des Vennbahnweges im Abschnitt zwischen Kornelimünster und Walheim im Rahmen des Projektes nicht mehr vorgesehen. Die Verbeiterung des Abschnittes zwischen Bahnhof Rothe Erde und der Kleebachstraße (Abzweig in Richtung Eilendorf) wurde hingegen neu in das Förderprojekt #AachenMooVe! integriert, da die ursprünglich geplante Umsetzung dieses Abschnittes im Rahmen des Förderprojektes Rad-Vorrang-Route AC1 zeitlich nicht erfolgen konnte.
Förderung / Finanzierung
Die Kosten der Maßnahmen im dem Förderprojekt #AachenMooVe! werden zu 80% aus EU/EFRE-Mitteln bezuschusst, sofern die Umsetzung der Maßnahmen im Rahmen des vorgegebenen Zeitrahmens (bis Juni 2022) abgeschlossen werden kann.Bei Nicht-Erreichen wesentlicher Projektziele und –bestandteile müssen ggf. erhaltene Mittel wieder zurückgezahlt werden. Die Mittel für den Ausbau des Vennbahnweges sind im Haushalt (PSP-Element: 5-120102-900-09300-300-1) eingeplant. Die Planung der Verbreiterung soll durch die Verwaltung erfolgen. Die Kosten für den extern zu vergebenden Landschaftspflegerischen Begleitplan werden auf bis zu 15.000 EUR geschätzt. Diese Kosten sind aus dem o.a. PSP-Element zu bedienen. Weitere Kosten entstehen erst mit dem Ausführungsbeschluss.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
JA | NEIN | ||
x |
PSP-Element 5-120102-900-09300-300-1 Vennbahnradweg – Ausbau (KKS) | ||||||||
Investive Auswirkungen | Ansatz 2020 | Fortgeschriebener Ansatz 2020 | Ansatz 2021 ff. | Fortgeschriebener Ansatz 2021 ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | ||
Einzahlungen | -959.400 | -959.400 | -1.152.600 | -1.152.600 | 0 | 0 | ||
Auszahlungen | 1.199.300 | 1.199.300 | 1.440.800 | 1.440.800 | 0 | 0 | ||
Ergebnis | 239.900 | 239.900 | 288.200 | 288.200 | 0 | 0 | ||
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | ||||||
Deckung ist gegeben | Deckung ist gegeben | |||||||
PSP-Element 4-120102-981-7 Vennbahnradweg – Ausbau (KKS) | ||||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 2020 | Fortgeschriebener Ansatz 2020 | Ansatz 2021 ff. | Fortgeschriebener Ansatz 2021 ff. | Folgekosten (alt) | Folgekosten (neu) | ||
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
Abschreibungen | 72.000 | 72.000 | 86.500 | 86.500 | 0 | 0 | ||
Ergebnis | 72.000 | 72.000 | 86.500 | 86.500 | 0 | 0 | ||
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | ||||||
Deckung ist gegeben | Deckung ist gegeben | |||||||
Abstimmungsergebnis
Weitere Dokumente (1)
Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.
Technische Details
ID: 100677
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=100677
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2020-07-28 FB 61_1498_WP17 Kommunaler Klimaschu SAO.pdf
8.11.2024
6.8 MB
Betroffene Straßen
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Metadaten
- TOP
- Ö 7
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Brand
- Gremium
- Bezirksvertretung Aachen-Brand
- Datum
- Mi., 02.09.2020
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Entscheidungsvorlage
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Entscheidungsvorlage
- Federführend
- FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
- Geändert
- 18.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 17. Februar 2026 um 23:28