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Beseitigung von Gefahrenpunkten auf dem Radweg Trierer Straße zwischen Kreuzung Josefsallee und Vennbahnweg;Antrag Grüne Fraktion in der Bezirksvertretung Aachen-Brand vom 06.03.2020

FB 61/1511/WP17 · Entscheidungsvorlage

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Herr Bezirksbürgermeister Tillmanns begrüßt Frau Liljegren vom Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen.

Frau Liljegren nimmt Bezug auf die Vorlage und erklärt anhand einer Power-Point-Präsentation die in der Vorlage aufgeführten Punkte im Detail. Dabei geht sie auf die verschiedenen Konfliktpunkte auf der Trierer Straße ein und stellt klar, dass der aktuelle Ausbauzustand der Radverkehrsanlagen zum Umbauzeitpunkt dendamaligen Standards entsprochen hätte, heute aber nicht mehr den Vorgaben entspreche. Die festgestellten Defizite in der Verkehrsführung könnten nur schrittweise entfernt werden. Hierfür werdedie Verwaltung eine Priorisierung vornehmen. Dabei könne der „Druck“ aus der Politik die Umsetzung beschleunigen, denn schließlich sei im letzten Jahr mehr Personal für die Radverkehrsplanungzur Verfügung gestellt worden.Zwar sei die Trierer Straße seinerzeit mit Fördermitteln umgebaut worden und unterliege daher einer Veränderungssperre, doch ließen sich Verbesserungen zu Gunsten der Verkehrssicherheit in der Regel trotzdem realisieren.

Frau Liljegren geht auf Punkt 2 der Vorlage ein und stellt klar, dass aus Sicht der Verwaltungdas angesprochene Problem des „Schneidens“ von Radfahrern durch Autofahrer nicht so gravierend sei, da die Verkehrsführung klar geregelt sei und die Radfahrer die Möglichkeit hätten, den Haltestellenbereich zu nutzen. Für Punkt 3 an der Zufahrt zum Drogeriemarkt werde eine Roteinfärbung des Radwegs und die Entfernung eines Parkplatzes zugunsten von vier Fahrradbügeln vorgeschlagen, da die Sichtverhältnisse schlecht seien. Auch bei Punkt 4 der Einfahrt zur Aachener Bank werde die Roteinfärbung vorgeschlagen. Die Radverkehrsführung an der Einmündung Ringstraße (Punkt 5) sei aufgrund von Beschwerden geändert worden. Um die Fußgänger zu schützen, sei der gemeinsame Geh-/Radweg zugunsten einer Freigabe des Gehwegs für Fußgänger aufgehoben worden. Die Radfahrer könnten dort aber alternativ den Haltestellenbereich nutzen.

Herr Hußmann von der Grünen-BF fasst zusammen, dass die alte Planung nicht mehr dem Standard heutiger Verkehrsführung entspreche. Daher bestehe noch erhebliches Verbesserungspotential, das nunteilweise aufgezeigt werde. Zu Punkt 1 merkt er an, dass die theoretische Verkehrsführung nicht der praktizierten Fahrweise entspreche und sich die Radfahrer bedrängt fühlten.

Im Bereich der Bushaltestellen habe die Grüne-BF gemeinsam mit der Projektwerkstatt „Fahrradfreundliches Brand“ Begehungen durchgeführt. Dabei sei man zu der Erkenntnis gekommen, dass die Bushaltestellenhäuschen zu groß bzw. zu tief ausgeführt worden seien und somit Konflikte auf dem schmalen Bürgersteig zwischen wartenden Fahrgästen und Fahrradfahrernentstünden.Die Grüne-BF werde hierzu in Kürzenach Absprache mit der Projektwerkstatt weitere Verbesserungsvorschläge machen. Zum Thema Verkehrsführung und Verkehrssicherheit gebe es noch viel zu tun.

Herr Auler von der CDU-BF ergänzt zur Situation obere Kreuzung Trierer Straße/Marktstraße, dass es keine durchgehende Radverkehrsführung gebe und sich die Radfahrer somit in den fließenden Verkehr einreihen müssen. Er bittet darum, dies auch noch einmal zu überprüfen.

Herr Hellmann von der SPD-BF findet die Verwaltungsvorlage schlüssig und empfiehlt, die in der Beratung aufgekommenen Fragen separat zu klären.Er macht darauf aufmerksam, dass sich die Fahrradfahrenden auf der Trierer Straße nicht immer an die geltenden Verkehrsregeln halten würden. Häufig würden die Radfahrer auf der falschen Seite (in Fahrtrichtung links) fahren, wasfür aus der Einfahrt kommende Autofahrer aber auch für Fußgänger schwierig und gefährlich sei.

Herr Meyer von der CDU-BF hat noch eine Anmerkung zum Radweg auf der Trierer Straße auf HöheEinmündung Vennbahn-Center. Dort sei die Absenkung des Radweges zur Fahrbahn hin von Anfang an zu hoch gewesen. Deswegen sei dort zum Ausgleich ein provisorischer Betonkeilangebracht worden, der nun in die Jahre gekommen sei und bröckele.Er bittet die Verwaltung um Überprüfung des Zustands.

Ratsherr Palm empfiehlt,ein Verkehrsleitsystem zu entwickeln, das die Radfahrer auf sicheren Routen führt. Die Trierer Straße und die Freunder Landstraße seien für den Radverkehr schlecht geeignet. Solch eine neue Verkehrsführung würde zur Sicherheit der Radfahrer beitragen.

Beschluss

Die Bezirksvertretung Aachen Brand nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis und empfiehlt dem Mobilitätsausschuss, die Verwaltung mit der Umsetzung der in der Vorlage beschriebenen kurzfristigen Maßnahmen (Austausch Pflaster und Piktogramme im Bereich der Zufahrten, 4 Fahrradbügel) entsprechend den Erläuterungen in der Vorlage zu beauftragen.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Die Bezirksvertretung Aachen Brand nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis und empfiehlt dem Mobilitätsausschuss, die Verwaltung mit der Umsetzung der in der Vorlage beschriebenen kurzfristigen Maßnahmen (Austausch Pflaster und Piktogramme im Bereich der Zufahrten, 4 Fahrradbügel) entsprechend den Erläuterungen in der Vorlage zu beauftragen.

Der Mobilitätsausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, die in der Vorlage beschriebenen kurzfristigen Maßnahmen (Austausch Pflaster und Piktogramme im Bereich der Zufahrten, 4 Fahrradbügel) entsprechend den Erläuterungen in der Vorlage umzusetzen.


Erläuterungen

Erläuterungen:

Anlass

Die Grüne Fraktion in der Bezirksvertretung Aachen Brand fordert mit dem in Anlage 1 beigefügten Antrag, dass Maßnahmen zur Beseitigung von mehreren Gefahrenpunkten an der Trierer Straße erarbeitet und umgesetzt werden (s. Anlage 1).

Stellungnahme der Verwaltung

Die Verwaltung hat die im Antrag aufgeführten Örtlichkeiten geprüft und schlägt die nachstehend genannten Maßnahmen vor. Grundsätzlich gibt die Verwaltung zu bedenken, dass die Trierer Straße in der Ortslage Brand erst in den Jahren 2007 bis 2010 mit Fördermitteln umgebaut wurde und somit noch eine Zweckbindungsfrist besteht. Größere Umplanungen müssten mit dem Zuwendungsgeber abgestimmt werden.
Aufgrund einer Vielzahl von Anträgen und Planungsaufträgen zum Thema Verkehrssicherheit insbesondere im Radverkehr (Thema Radentscheid) ist derzeit die Einstellung weiterer Mitarbeiter*innen geplant. Umfangreichere Planungsleistungen und die entsprechende Umsetzung können erst erfolgen, wenn die neuen Planstellen besetzt sind.

Zu den einzelnen im Antrag genannten Gefahrenpunkten hat die Verwaltung Fotos der Örtlichkeiten in Anlage 2 zusammengestellt und nimmt wie folgt Stellung:

1. Josefsallee bis Freunder Landstraße

Der Radverkehr wird hier auf einem 1,75 m breiten Radfahrstreifen ohne Sicherheitstrennstreifen zu den längs parkenden Pkw geführt. Die Verwaltung hat bereits alle Radfahrstreifen im Stadtgebiet überprüft. Die Abschnitte, wo ein Sicherheitstrennstreifen zu den Längsparkständen fehlt, wurden als potenzielle Gefahrenstellen eingestuft. Mit der Einstellung der eingangs genannten neuen Mitarbeiter*innen sollen diese mangelhaften Radverkehrsanlagen stadtweit priorisiert, geplant und ummarkiert oder baulich verändert werden.

2. Rechtsabbieger Freunder Landstraße/Trierer Straße

In der Freunder Landstraße gibt es in dem genannten Abschnitt derzeit keine Radverkehrsanlage. Radfahrende müssen in der Fahrbahn fahren. Nach dem Abbiegen in die Trierer Straße wird der Radverkehr in einem Radfahrstreifen bzw. in der Busspur geführt. Für die Freunder Landstraße wird derzeit ein Planungsauftrag vergeben, der auch die Radverkehrsführung im Kreuzungsbereich mit der Trierer Straße betrachtet. Auf die entsprechende Vorlage in der Bezirksvertretung Aachen-Brand vom 24.06.2020 wird verwiesen.

3. Überquerung Pkw-Zufahrt zum Parkplatz Rossmann

Der Radverkehr wird hier auf einem baulich angelegten, 1,75 m breiten Radweg in den Nebenanlagen geführt.

Der Radweg ist im Bereich der Zufahrt zum Parkplatz Rossmann bereits durch zwei Radfahr-Piktogramme kenntlich gemacht. Zur Verdeutlichung der Situation empfiehlt die Verwaltung eine zusätzliche Roteinfärbung des Radwegs im Bereich der Zufahrt. Da die Haltbarkeit einer roten Markierung auf dem Betonpflaster nicht dauerhaft gewährleistet werden kann, wird der Austausch des grauen Betonpflasters im Bereich der Zufahrt durch rotes Pflaster empfohlen.

Zur Verbesserung der Sicht für die auf den Parkplatz einfahrenden Pkw auf die bergab fahrenden Radfahrer empfiehlt die Verwaltung zudem, einen Längsparkstand zugunsten von vier neuen Fahrradbügeln umzuwandeln.

4. Überquerung der Pkw-Zufahrt zum Parkplatz Aachener Bank

Die Situation ist grundsätzlich vergleichbar mit der unter 3. dargestellten Situation. Die Pkw-Frequenz im Bereich der Zufahrt zur Aachener Bank wird aber als deutlich geringer eingeschätzt. Daher
empfiehlt die Verwaltung an dieser Stelle lediglich, den Radweg durch rotes Pflaster im Bereich der Zufahrt hervorzuheben und mit einem zusätzlichen Radfahr-Piktogramm kenntlich zu machen.

5. und 6. Schlechte bzw. fehlende sichere Regelungen an den stadtauswärtigen Bushaltestellen Ringstraße und Brand

Die beiden stadtauswärtigen Bushaltestellen Ringstraße und Brand sind als Busbuchten ausgebaut. Die Nebenanlagen sind im Bereich der Haltestellen als „Gehweg, Rad frei“ beschildert. Sie stellen mit der Nutzung als Gehweg, als Wartefläche für Fahrgäste und einer Freigabe für den Radverkehr eine Engstelle dar, die jedoch den entsprechenden geltenden Richtlinien entspricht. Nach dem Umbau der Trierer Straße war die Nebenanlage im Bereich der Haltestelle ursprünglich als gemeinsamer Geh-Radweg ausgeschildert worden. Zum Schutz der Fußgänger und der wartenden Fahrgäste wurde diese Beschilderung im Nachgang angepasst und ein „Gehweg, Rad frei“ ausgeschildert. Heute können demnach Radfahrende im Schritttempo die Wartefläche befahren oder auf den rechten Fahrstreifen der Trierer Straße ausweichen. Eine deutliche Verbesserung der Situation für den Radverkehr ist aus Sicht der Verwaltung nur mit umfangreichen, baulichen Anpassungen und durch Reduzierung der Flächen für den Kfz-Verkehr zu erreichen.

Finanzielle Auswirkungen

Für die kurzfristig unter 3. und 4. dargestellten Anpassungen (Austausch Pflaster, Piktogramme, Fahrradbügel) entstehen Kosten in Höhe von rd. 3.000 €, die aus dem PSP-Element 5-120102-900-10000-300-1 / 4-120102-986-6 Radverkehrsmaßnahmen (Sofortprogramm) gezahlt werden können.


Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

x

PSP-Element 5-120102-900-10000-300-1 Radverkehrsmaßnahmen (Sofortprogramm)

Investive Auswirkungen

Ansatz

2020

Fortgeschriebener Ansatz 2020

Ansatz 2021 ff.

Fortgeschriebener Ansatz 2021 ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

800.000

800.000

2.400.000

2.400.000

0

0

Ergebnis

800.000

800.000

2.400.000

2.400.000

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben

Deckung ist gegeben

PSP-Element 4-120102-986-6 Radverkehrsmaßnahmen (Sofortprogramm)

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

2020

Fortgeschriebener Ansatz 2020

Ansatz 2021 ff.

Fortgeschriebener Ansatz 2021 ff.

Folgekosten (alt)

Folgekosten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

120.000

120.000

360.000

360.000

0

0

Abschreibungen

250.000

250.000

750.000

750.000

0

0

Ergebnis

370.000

370.000

1.110.000

1.110.000

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben

Deckung ist gegeben

Abstimmungsergebnis

Einstimmig

Weitere Dokumente (2)

Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.

Anlage 1 Antrag
211.8 KB · PDF
Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2020-08-13 FB 61_1511_WP17 Beseitigung von Gefa SAO.pdf

8.11.2024

1.6 MB

Betroffene Straßen

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Metadaten

TOP
Ö 8
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Brand
Gremium
Bezirksvertretung Aachen-Brand
Datum
Mi., 02.09.2020
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
Geändert
18.2.2026
Inhalt abgerufen
17. Februar 2026 um 23:28