Zwischenbericht: SolAixQ - Solar lernen im Aachener Quartier
FB 02/0428/WP18 · Kenntnisnahme
Zwischenbericht: SolAixQ - Solar lernen im Aachener Quartier
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Herr Lorenzen, Projektleitung des Projekts „SolAixQ“ im Fachbereich Wissenschaft, Digitalstadt und Europa, gibt anhand einer kurzen Power-Point-Präsentation (Anlage 1 zu TOP 4) einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen im Rahmen des Projekts „SolaAixQ – Solar lernen im Aachener Quartier“. Unter anderem geht er auf den Projektzeitraum, den Trägerverbund, die Projektziele und das zur Verfügung stehenden Projektbudget ein. Dabei hebt er etwaige Erfolge und Herausforderungen des Projekts hervor und skizziert die nächsten Schritte des Projekts.
Herr Deumens bedankt sich bei Herrn Lorenzen für die Präsentation.
Herr Szagunn bedankt sich ebenfalls für den Vortrag. Das Projekt sei seiner Meinung nach ein Statement gegen dysfunktionale Infrastruktur. Zudem erkundigt er sich, was nach dem offiziellen Projektende mit dem Projekt passiere.
Herr Lorenzen erklärt, dass das Förderprogramm den zeitlichen Rahmen vorschreibe und dieser nicht beeinflusst werden könne. Somit werde das Projekt am 30.06.2026 definitiv enden. Der Fachbereich Wissenschaft, Digitalstadt und Europa habe jedoch weitere Bestrebungen über das Projekt hinaus, wobei hierbei noch die Frage der Finanzierbarkeit eines Anschlussprojekts zu klären sei. Eine Fort- bzw. Weiterführung des Projekts mit einem anderen Ansatz werde geprüft.
Herr Dolan bedankt sich ebenfalls für den Vortrag. Das Querschnittsprojekt stelle eine Integration von langzeitarbeitslosen Menschen dar und wirke dabei gleichzeitig dem anstehenden Fachkräftemangel entgegen und fördere die Klimaziele. Er zeigt sich erfreut über den großen Erfolg des Projekts. Zudem erkundigt sich Herr Dolan nach der Altersstruktur der Teilnehmenden.
Herr Lorenzen erklärt, dass das Projekt grundsätzlich für alle Menschen zugänglich sei. Man könne jedoch einen deutlichen Männerüberhang verzeichnen. Dennoch gebe es auch Teilnehmerinnen. Die Altersstruktur erstrecke sich dabei von Mitte 20-Jährigen bis Mitte 50-Jährigen.
Frau Strack bedankt sich ebenfalls für die Präsentation. Sie regt an, keine sogenannten „Swing-Cards“ in Bussen zu Werbezwecken für das Projekt einzusetzen. Diese „Swing-Cards“ an Haltegriffen stellen aus ihrer Sicht eine Gefahr für ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen dar. Besser geeignet sei der Einsatz von Plakaten und Flyern.
Erläuterungen
SolAixQ – Solar lernen im Aachener Quartier
Die Stadt Aachen hat sich mit Unterzeichnung der Circular City Declaration das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 klimaneutral zu sein. Dieses Ziel geht mit einem erheblichen Ausbau der installierten Photovoltaik-Anlagen (PV) auf den Aachener Dächern und einem deutlichen Anstieg des Bedarfs an Arbeitskräften im Montagebereich einher. Mit dem Projekt ‘SolAixQ – Solar lernen im Aachener Quartier‘ verfolgt der FB 02 gemeinsam im Projektverbund mit den Partner*innen dem Sozialwerk Aachener Christen e.V. und der low-tec gemeinnützigen Arbeitsmarktförderungsgesellschaft Düren mbH das Ziel, derzeit nicht beschäftigte Personen als Solarhelfer*innen zu qualifizieren. Ebenfalls sollen kleine und mittlere Unternehmen (KMU), insbesondere im Handwerk, durch Arbeitskräfte und Informationsveranstaltungen unterstützt, ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet und zur Aufwertung der Quartiere beigetragen werden.
Das Projekt wird im Rahmen der Förderkulisse ‘Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier‘ (kurz BIWAQ) mit Mitteln des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds seit dem 01.09.23 bis zum 30.06.26 umgesetzt. Der Trägerverbund erhält zur Umsetzung des Projekts insgesamt eine Förderung in Höhe von 1.307.218 €, die sich auf die drei Vorhabenpartner*innen Stadt Aachen, Sozialwerk Aachener Christen e.V. und low-tec gemeinnützigen Arbeitsmarktförderungsgesellschaft Düren mbH verteilt. Die Gesamtfinanzierung beträgt 1.452.464 €. Die Eigenanteile der Partner belaufen sich auf 110.464 €.
Mit dem Pilotprojekt ‘Solarhelfer*innen‘ schafft das Team eine einzigartige Qualifizierungschance für langzeitarbeitslose und geflüchtete Menschen im Handwerk. Während der Projektlaufzeit werden 300 Teilnehmende fachlich und persönlich auf ihre neue Tätigkeit vorbereitet. Praxisnahe Einblicke durch Praktika erleichtern den Einstieg ins Berufsfeld und ermöglichen erste Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern – für eine nachhaltige berufliche Perspektive.
Es konnten bereits 85 Teilnehmer*innen durch das Projekt erreicht werden. Davon wurden 18 Personen erfolgreich in Arbeit oder eine berufliche Ausbildung vermittelt. Zudem konnte bei 44 weiteren Teilnehmer*innen die Beschäftigungsfähigkeit verbessert und damit eine wichtige Grundlage für eine nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt geschaffen werden. In Anbetracht des verzögerten Starts im Projekt und mit Blick auf die aktuellen Anmelde- und Interessierten-Zahlen ein zufriedenstellender Anteil, mit welchem die Zielvorgabe von 300 Teilnehmenden zu erreichen ist.
Zur Stärkung der lokalen Ökonomie wurden bislang 25 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie bis zu 48 bestehenden Mitarbeiter*innen durch gezielte Maßnahmen, wie Unternehmensbesuche, erreicht. Um diese Reichweite weiter zu erhöhen, ist eine Veranstaltungsreihe in 2025 und 2026 mit Handwerksbetrieben und KMUs geplant, die sich mit den Themen Digitalisierung, Fachkräftesicherung und Nachhaltigkeit befasst. Ein konkretes Beispiel hierfür ist die für Mai angesetzte Veranstaltung „Mittelstand Goes Circular“, die den Fokus auf die clevere Nutzung von Rohstoffen und somit nachhaltige Unternehmensstrategien legt.
Darüber hinaus ist zur Quartiersaufwertung im Juni 2025 ein Solarglas-Workshop geplant. Hierbei haben Schüler*innen aus dem Projektgebiet die Möglichkeit, unter Anleitung ihre eigenen Sonnengläser zu bauen.
So setzen sie sich nicht nur praktisch mit erneuerbaren Energien und nachhaltiger Gestaltung auseinander, sondern erkennen auch die Bedeutung und Notwendigkeit umweltfreundlicher Energiequellen für die Zukunft.
Das Projekt wird durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit und Berichterstattung beworben. Dies geschieht u.a. durch Werbung in Bussen sowie Anzeigen im Stadtmagazin Klenkes, um eine breite Öffentlichkeit zu erreichen und zur Teilnahme an den verschiedenen Maßnahmen zu motivieren. Weitere Werbemaßnahmen sind geplant.
Der Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa wird im Ausschuss über den aktuellen Projektstand berichten.
Technische Details
ID: 1008916
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=1008916
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2025-03-14 FB 02_0428_WP18 Zwischenbericht_ Sol SAO.pdf
19.3.2025
111.6 KB
Metadaten
- TOP
- Ö 4
- Sitzung
- Sitzung des Ausschusses für Soziales, Integration und Demographie
- Gremium
- Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie
- Datum
- Do., 03.04.2025
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- FB 02 - Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa
- Geändert
- 8.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 8. Februar 2026 um 12:12
Beschlussdokument
Sammeldokument öffentlich
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