13. Mai 2025 um 17:05, Verwaltungsgebäude Marschiertor
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Sachstandsbericht des Gebäudemanagements zum Schulreparaturprogramm 2025

E 26/0234/WP18 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Herr Diplom-Ingenieur Stephan Ganser, Abteilungsleiter Hochbautechnisches Gebäudemanagement Instandhaltung, stellt anhand einer Präsentation den Sachstandsbericht des Schulreparaturprogramm 2025 und stellt insbesondere die Maßnahme „Grundschule Oberdorfstraße“ dar.

Herr Ganser stellt die wesentlichen Probleme der Dacheindeckung vor:

Die Dächer bestehen aus asbesthaltigen Welleternit-Platten, die sich in einem schlechten Zustand befinden. Aufgrund ihrer Beschaffenheit sowie der Bemoosung ist eine punktuelle Instandsetzung nicht möglich. Zudem können sie weder gereinigt noch betreten werden, oder nur unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen.

Herr Ganser erläutert, dass aufgrund eines unabsehbaren Wassereintritts, die Entscheidung getroffen wurde, eine umfassende energetische Dachsanierung durchzuführen. Im Rahmen dieser Maßnahme wird eine Deckenstrahlheizung verbaut. Zudem wird die Dachfläche so konstruiert, dass sie für die Aufnahme von Photovoltaik-Modulen geeignet ist.

Die Planung ist in den letzten Zügen und für die Herbstferien vorgesehen, da dies für die Sommerferien nicht mehr möglich war. Die Turnhalle ist für die Dauer der Maßnahme nicht nutzbar. Die Schulleitung und Schulverwaltung ist entsprechend informiert und weitere Abstimmung eingebunden.

Herr Hauschild weist darauf hin, dass etwa 50 % aller städtischen Gebäude aus den 60er und 70er Jahren stammen und mittlerweile ein Alter von rund 50 Jahren erreicht haben, diese Gebäude stellen uns nun vor große Herausforderungen.

Herr Gilles meldet sich zu Wort. Herr Gilles findet es technisch gelungen und möchte wissen, was für Kosten auf uns zukommen.

Ratsfrau Radermacher erkundigt sich nach dem Sachstand der Grundschule Michaelsberg.

Herr Thomas, Dezernent für Klima und Umwelt, Stadtbetrieb und Gebäude (Dezernat VII), teilt mit, dass nach seinem Kenntnisstand beabsichtig ist, das Gebäude weiter zu nutzen, das weitere Vorgehen beziehungsweise die Beratung zur Nutzung jedoch dem Fachbereich Jugend und Schule (FB 45) obliegt.

Ratsherr Becker meldet sich zu Wort.Er möchte auf Frau Radermachers Frage Bezug nehmen. Die Fraktion ist weiterhin an einer Nutzung interessiert, da die derzeit bestehenden Räume ausgelastet sind und für den schulischen Raum in den Jahren 2028, 2029 und 2030 bestehe.

Ratsherr Kehr meldet sich zu Wort und fragt an, ob die Dachsanierung in der kalten Jahreszeit nicht fahrlässig sei?

Herr Ganser antwortet, dass es durchaus wegen des Wassers problematisch ist, diese Maßnahme jedoch erforderlich ist, um weitere Schäden zu vermeiden.

Es liegen keine weiteren Wortmeldungen vor!

Erläuterungen

Ausgangspunkt dieses Programms war der in 2002 dem Rat vorgestellte Bericht über den „Baulichen Zustand der Aachener Schulen - Unterhaltungsstaubericht 2002 “. In diesem Bericht wurden die Auswirkungen der zu geringen Instandhaltungsmittel dargestellt und der sich hierdurch ergebende Instandhaltungsstau monetär bewertet.

Die Ausgangslage war gekennzeichnet durch einen jährlichen Bedarf an Instandhaltungsmitteln in Höhe von 1,2 % der Gebäudewiederbeschaffungswerte gemäß Empfehlung der KGSt (Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement) aus 1984. Der Arbeitskreis “Kommunale Gebäudewirtschaft“, Städtetag NRW, empfiehlt, diesen Wert auf 1,5 % anzuheben.

Dem gegenüber stand eine Bereitstellung von 0,6 - 0,7 %, also lediglich ca. 50 % des Soll - Wertes.

Der Rat der Stadt Aachen hat aus dem Bericht Konsequenzen gezogen und ab 2003 zusätzliche jährliche Finanzmittel zur Verfügung gestellt, um den dokumentierten Instandhaltungsstau im sog. Schulreparaturprogramm aufzuarbeiten.

Im Kalenderjahr 2025 ist das in 2002 festgelegte Wertvolumen des Instandhaltungsstaus erreicht worden. Um weiterhin dringend notwendige Maßnahmen projekthaft umsetzen zu können, ist eine Fortführung des Programms mit dem Finanzdezernat abgestimmt.

Die entsprechenden Mittel in Höhe von jährlich 4 Mio. Euro sind im Haushalt respektive Wirtschaftsplan des Gebäudemanagements der Stadt Aachen für die Jahre 2025 ff eingeplant.

In Fortführung des Schulreparaturprogramms sind auch in diesem Jahr baufachlich erforderliche Maßnahmen an den verschiedenen Schulen vorgesehen.

Die Einzelmaßnahmen sind der beigefügten Übersicht (Anlage 1) zu entnehmen.

Hinsichtlich der Klimaschutzrelevanz ist die Gesamtheit der Sanierungsmaßnahmen als positiv zu bewerten, da in der Regel nach dem aktuellen Stand der Technik saniert wird und mit energetischen Vorteilen zu rechnen ist.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2025-02-19 E 26_0234_WP18 Sachstandsbericht de SAO.pdf

15.4.2025

110.6 KB

Metadaten

TOP
Ö 5
Sitzung
Sitzung des Betriebsausschusses für das Gebäudemanagement
Gremium
Betriebsausschuss Gebäudemanagement
Datum
Di., 13.05.2025
Uhrzeit
17:05
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
E 26 - Gebäudemanagement
Geändert
8.2.2026
Inhalt abgerufen
8. Februar 2026 um 12:12

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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