13. Mai 2025 um 17:05, Verwaltungsgebäude Marschiertor
TOP 6Öffentlich

Sachstandsbericht des Gebäudemanagements zum Nicht-schulischen Reparaturprogramm 2025

E 26/0235/WP18 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Herr Ganser hält eine Präsentation über das Verwaltungsgebäude Lagerhausstraße Dachsanierungs- und Begrünungsanlagen.

Herr Ganser zeigt zum Vergleich Bilder, wie der Zustand des Daches vor der Sanierung ausgesehen hat. Es herrschte ein schlechter Pflegezustand und zunehmende Überwucherung.

Herr Ganser erläutert, dass eine Bitumen-Regenerationslage, sowie neue Abläufe, Notüberläufe, Lichtkuppel, Dachrandabdeckung, Wartungsgeländer und neue Laufwege umgesetzt werden. Auch der Blitzschutz wird in dem Zuge überarbeitet.

Um Klimafolgeschäden vorzubeugen ist ein Biodiversitätsgründach mit intensiver Begrünung, sowie pflanzenspezifischer Geländemodellierung inkl. Wasserspeicherelement geplant worden. Zudem wird eine Fassadenbegrünung über vier Etagen umgesetzt.

Es liegen verschiedene Wortmeldungen und Nachfragen unter Beteiligung von Ratsherr Schaadt, Ratsfrau Brinner und Ratsfrau Rademacher vor. Es wird das Ausmaß der Fassadenbegrünung und der damit verbundenen fachtechnischen Anforderungen erörtert und durch Herrn Ganser beantwortet.

Die Umsetzung des Projektes der Fassadenbegrünung findet Anerkennung in den Fraktionen „Die Zukunft“ und „Bündnis 90 / Die Grünen Stadt Aachen“.

Ratsherr Jacoby ist ab 17:32 Uhr anwesend.

Es liegen keine weiteren Wortmeldungen vor. Herr Schaadt bedankt sich für den Vortrag!

Ratsherr Schaadt informiert Ratsherrn Jacoby darüber, dass aufgrund der Beschlussfähigkeit die Tagesordnung umgestellt wurde und stellt nun die Beschlussfähigkeit des Ausschusses fest.

Erläuterungen

Das Nicht-schulische Reparaturprogramm (NSR)

Bis zum Jahr 2010 konnten Arbeiten an nicht-schulischen Gebäuden ausschließlich im Rahmen der zur Verfügung stehenden konsumtiven Mittel im Erfolgsplan für die laufende Instandhaltung erfolgen. Dies ermöglichte lediglich Maßnahmen zur Erfüllung von sicherheitstechnischen Auflagen sowie akut notwendige Arbeiten. Größere, zusammenhängende Instandsetzungsarbeiten waren nur in Ausnahmefällen möglich.

Aus der Differenz zwischen den für die Instandhaltung städtischer Gebäude erforderlichen Mitteln - angesetzt wurden diese seinerzeit mit dem KGSt-Wert (Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement) 1,2 % der Wiederherstellungswerte aus 1984 - und den in der Vergangenheit de facto zur Verfügung stehenden erheblich geringeren Mitteln resultierte ein Instandhaltungsstau an städtischen Gebäuden.

Der Arbeitskreis “Kommunale Gebäudewirtschaft“, Städtetag NRW, empfiehlt, diesen Wert auf 1,5 % anzuheben.

Dieser Instandhaltungsstau wurde im Rahmen der Betriebsgründung des Gebäudemanagements und der damit zusammenhängenden Vermögensbewertung objektbezogen per Stichtag erfasst und bilanziell wertmindernd berücksichtigt.

Unter Berücksichtigung von Abgängen/Verkäufen in der Folgezeit sind letztlich insgesamt rd. 23 Mio. Euro aufzuarbeiten.

Dieser Instandhaltungsstau wird im Bereich der Schulgebäude bereits seit 2004, im Bereich der nicht-schulischen Gebäude seit 2010 im Rahmen von Programmen (Sondermittel im Investitionsprogramm) systematisch abgebaut. Berücksichtigung finden in diesen Programmen Maßnahmen bis zur Höhe der insgesamt pro Objekt getätigten Wertkorrekturen.

Bis Ende 2024 konnten insgesamt rd. 12,7 Mio. Euro (Ist-Ausgaben) abgearbeitet werden, so dass noch rd. 10,3 Mio. Euro verbleiben. Davon befinden sich rd. 1,5 Mio. Euro in der laufenden Bearbeitung aus Vorjahren. In 2025 werden weitere 1 Mio. Euro zur Verfügung gestellt.

Gesamtüberblick (Werte gerundet)

Insgesamt abzuarbeiten im Rahmen des NSR

23,0 Mio. EUR

Im NSR abgearbeitet (Ist-Ausgaben)

12,7 Mio. EUR

Noch im NSR umzusetzen

10,3 Mio. EUR

Davon bereits in laufenden Maßnahmen gebunden (Reste)

1,5 Mio. EUR

Priorisierung und Vorgehensweise im NSR

Wie auch in den Vorjahren ist die Grundlage für die jährliche Priorisierung die sich aus den Schadensanalysen ergebenden Dringlichkeiten, sowie die von den jeweiligen Objektmanagern und den Nutzern rückgemeldeten akuten Notwendigkeiten.

Gliederung nach Objekt- und Kostengruppen

Aus den Schadensanalysen, kombiniert mit den fachlichen Einschätzungen der Objektmanager aus den Begehungen, ergibt sich für 2025, dass erneut Schwerpunkte im Bereich der Gebäudehüllen (Dach, Fenster, Fassadenarbeiten) sowie Bodenbeläge zu setzen sind.

Die geplanten Maßnahmen im Bereich Technik fallen vor allem in den Bereich Erneuerung und Ertüchtigung elektrischer Anlagen.

Schon zu Beginn des Programms lagen die Schwerpunkte in den Bereichen „soziale Einrichtungen“ und „Kindertagesstätten“.

Diese Arbeiten sind in den Vorjahren bereits in größerem Umfang umgesetzt worden bzw. werden teilweise auch im Rahmen von U3-Maßnahmen oder umfassenden Gebäude-Sanierungen weitergeführt.

Auch in 2025 hat die Objektgruppe „Verwaltung“ und „Jugend“ den größten monetären Anteil an den neu zur Verfügung stehenden Mitteln.

Anlage 1 gibt einen Überblick über die Objekte, die Art der Maßnahme und die jeweilige Objektkategorie.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2025-02-19 E 26_0235_WP18 Sachstandsbericht de SAO.pdf

17.4.2025

117.8 KB

Metadaten

TOP
Ö 6
Sitzung
Sitzung des Betriebsausschusses für das Gebäudemanagement
Gremium
Betriebsausschuss Gebäudemanagement
Datum
Di., 13.05.2025
Uhrzeit
17:05
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
E 26 - Gebäudemanagement
Geändert
8.2.2026
Inhalt abgerufen
8. Februar 2026 um 12:12

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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