„Richtlinien für Fahrradabstellanlagen und -ladestationen festlegen“, Ratsantrag der SPD Fraktion vom 18.02.2021
FB 68/0153/WP18 · Kenntnisnahme
Beratung
Er empfehle, das Thema auch in den PLA zu geben, so Herr van den Hurk. Schließlich handele es sich um ein Thema der Stadtgestaltung. Die Farbe der Stationen sei ihm persönlich egal, wichtiger sei die Nutzbarkeit für alle, weswegen er dafür sei, die Stationen höher zu bauen. Diesen Aspekt stelle er über die Belange der Stadtgestaltung.
Herr Lindemann schickt sich an, die vereinbarten Maßnahmen des Radentscheids zu evaluieren. Dort vereinbart seien 2.500 Plätze in bewachten Fahrradparkhäusern und weitere 2.500 Plätze in solchen Stationen und ähnlichem. Stattdessen habe man bis heute nur die Richtlinien bekommen. Die Farbe sei ihm persönlich auch egal.
Ratsherr Fischer verweist darauf, dass die Verwaltung bereits vieles in die Wege geleitet habe, was dann aus den unterschiedlichsten Gründen stagniert sei, wie zum Beispiel das Fahrradparkhaus am Bahnhof Rothe Erde oder die Station am BlueGate Gebäude. Die Idee zur Erarbeitung von Richtlinien hingegen stamme von einem Ratsherrn und nicht von der Verwaltung.Er möchte wissen, warum man nicht auf die standardisierte Radbox NRW zurückgreife und so mit dem Design ein nrw-weit einheitliches Erkennungsbild generiere.
Grundsätzlich sei ihr die Farbe auch egal, so Frau Strack. Wichtig sei jedoch die kontrastreiche Hervorhebung mittels Sicherheitsstreifens.
Man nehme die Anregung der Beteiligung des PLA gerne mit, so Beigeordnete Burgdorff. Auch die Argumentation bezüglich der Höhe der Anlage könne sie nachvollziehen. Es sei schlicht eine stadtgestalterische Entscheidung. Sie sei letztens in Düsseldorf gewesen, wo die Boxen alle die gleiche Höhe gehabt hätten, wie die in der Jakobstraße. Hinweisen wolle sie darauf, dass die Politik den Radentscheid gefällt habe und auch die in ihm enthaltenen Zahlen festgelegt habe. Die Fachverwaltung habe nicht dazu Stellung genommen, wie realistisch dies sei.
Sein Argument sei an die Koalition und nicht an die Verwaltung gerichtet gewesen, konkretisiert Herr Lindemann.
Beschluss
Erläuterungen
Anlass
Mit der Annahme des Radentscheids im Jahr 2019 wurde auch das Ziel 5 „Fahrradstellplätze umfassend ausbauen“ angenommen. Um dieses Ziel zu erreichen wurden in den vergangenen Jahren bereits viele Fahrradbügel aufgestellt. Im letzten Jahr wurden zudem die ersten überdachten und gesicherten Abstellanlagen (Bike – Stations) im Stadtgebiet in Betrieb genommen. Diese sind vor allem für E-Bike und Pedelec Nutzende von großer Bedeutung.
Sachstand
Fahrradbügel werden im Aachener Stadtgebiet bereits seit einigen Jahren aufgestellt. Gemäß Gestaltungshandbuch der Stadt Aachen werden die Fahrradbügel im Bereich der Innenstadt sowie in Teilen des Frankenberger Viertels und Burtscheids pulverbeschichtet (in dunkelgrau DB 703 - Eisenglimmer). Gleiches gilt für die Bike - Stations. Auch hier wurde das Gestaltungshandbuch beachtet und eine entsprechende graue Farbe verwendet. Das Design wurde im Vorfeld mit der Abteilung für Stadtgestaltung abgestimmt.
In der Gesamtkonzeption rund um das Thema Schaffung von neuen Fahrradabstellanlagen geht die Stadt Aachen künftig folgendermaßen vor: In der gesamten Stadt werden weiterhin Fahrradbügel aufgestellt. In dicht bebauten Quartieren sollen in den kommenden Jahren vor allem kleinere, gesicherte Anlagen für bis zu vier Fahrräder aufgestellt werden. Hierzu wird in diesem Jahr ein Pilotversuch durchgeführt. An drei ausgewählten Standorten werden drei unterschiedliche Modelle hinsichtlich ihrer Gestaltung und Funktion getestet. Die Ausschreibung der drei Testanlagen wird veröffentlicht, sobald die Rechtskraft des Haushaltes gegeben ist. Die Anlagen werden somit voraussichtlich im Sommer dieses Jahres aufgestellt. Nach der Testphase und der Auswertung kann ein stadtweites Rollout gestartet werden.
Bei Straßenplanungen soll zudem geprüft werden, ob ein Bedarf für eine weitere Bike – Station vorhanden ist und ob die Rahmenbedingungen für diese Anlagen gegeben sind. Die Standorte werden dann entsprechend geprüft und den politischen Gremien vorgelegt.
Weiterhin wird die Möglichkeit für Standorte für Sammelschließanlagen an wichtigen Verknüpfungspunkten geprüft und die Planungen der Radstation am Hauptbahnhof wieder aufgenommen, sobald die Arbeiten beim Neubauvorhaben Bluegate weiter geführt wurden.
Gesonderte Ladeinfrastruktur für E-Bikes oder Pedelecs wurde bislang im Aachener Stadtgebiet nicht geplant und aufgestellt. Dies liegt vor allem daran, dass es derzeit noch kein einheitliches System zum Laden der Fahrräder gibt. Die Nutzenden müssen immer das passende Ladegerät mitführen. Es ist nicht möglich, von städtischer Seite verschiedenste Ladegeräte anzubieten. Für herausnehmbare Akkus wäre ein sogenannter Ladeschrank denkbar. Hierbei wählt der Nutzende ein abschließbares Fach aus, in dem er seinen Akku laden kann. Aber auch hier ist die Mitnahme eines individuell passenden Ladegerätes notwendig. Zudem kann solch ein Ladeschrank auf Grund der Größe nicht an jedem Standort aufgestellt werden. Notwendig ist auch ein passender Stromanschluss in der jeweiligen Anlage.
Vorschlag Verwaltung
Die Verwaltung schlägt vor, in Sachen Fahrradabstellanlagen weiterhin dem Gestaltungshandbuch zu folgen. Eine farbliche Änderung der künftigen Bike – Stations wird hinsichtlich eines helleren graus geprüft. Weitere Elemente der Stadtgestaltung (z.B. Mülleimer, Beschilderung, etc.) sind weiterhin in einem dunklen grau gestaltet.
Eine stadtweite Ausbreitung von Ladeinfrastruktur für Fahrräder ist derzeit nicht in Planung, da es bislang kein einheitliches System gibt, welches alle Radfahrenden diskriminierungsfrei nutzen könnten. Grundsätzlich kann geprüft werden, eine bestehende Bike – Station (z.B. eine in den APAG Parkhäusern) versuchsweise mit Ladeinfrastruktur in Form von Ladeschränken nachzurüsten. Dies kann nur unter der Voraussetzung erfolgen, dass es bereits eine vorhandene Stromversorgung gibt. Hinzu kommen Abstimmungen mit der APAG, die als Eigentümer der Fläche und als Betreiber der Bike – Stations ebenfalls dem Vorhaben zustimmen müssten. Ein Pilotversuch für Lademöglichkeiten könnte eingeplant werden, die Verwaltung schlägt aber aufgrund der oben genannten Rahmenbedingungen und einer Vielzahl anderer Projekte vor, solch einen Pilotversuch nicht mit hoher Priorität zu verfolgen.
Technische Details
ID: 1009913
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=1009913
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2025-01-27 FB 68_0153_WP18 _Richtlinien fuer Fah SAO.pdf
26.2.2025
256.1 KB
Metadaten
- TOP
- Ö 17
- Sitzung
- Sitzung des Mobilitätsausschusses und des AVV Beirats
- Gremium
- Mobilitätsausschuss
- Datum
- Do., 13.03.2025
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- FB 68 - Mobilität und Verkehr
- Geändert
- 8.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 8. Februar 2026 um 12:12
Beschlussdokument
Sammeldokument öffentlich
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