Parkraumsituation am Parkplatz Hermann-Löns-Allee, Sachstandsbericht
FB 68/0193/WP18 · Kenntnisnahme
Beratung
Herr Mohnen, Fachbereich Mobilität, teilt mit, dass es seit der Einführung des Bewohnerparkens zu Verdrängungseffekten gekommen sei, welche den Parkplatz täglich auslasten. Aufgrund dessen musste zur Eröffnung des Freibades kurzfristig eine pragmatische Lösung gefunden werden, um den Parkdruck vom Parkplatz zu nehmen und den Freibadbesucher*innen eine Parkmöglichkeit zur Verfügung zu stellen. Dauerhaft werde eine Bewirtschaftung des Parkplatzes angestrebt. Darüber hinaus müsse die Oberfläche aufgewertet werden, da diese derzeit viele Schlaglöcher aufweise.
Herr Baal weist darauf hin, dass es im Sportausschuss heute lediglich um eine Kenntnisnahme der Vorlage gehe. Beim Thema Parken könnten intensive Debatten geführt werden, die aber im zuständigen Gremium (Mobilitätsausschuss) von den Expert*innen geführt werden sollten. Dennoch sei wichtig zu erwähnen, dass der Parkplatz eine wichtige Funktion für die Besucher*innen des Freibades darstelle. In der Vergangenheit habe der Parkplatz ein furchtbares Bild abgegeben. Der Zustand der Oberfläche sei nicht gut, zudem gebe es regelmäßig die Problematik der Vermüllung des Geländes. Aus den Gründen sei eine Verbesserung der Gesamtsituation sehr wichtig.
Herr Hangarter schließt sich den Ausführungen von Herrn Baal an. Die jetzige Übergangslösung mit einer Höchstparkdauer von 4 Stunden stelle derzeit keine optimale Lösung dar. Es sei daher wichtig, dass eine gute, tragbare Lösung zur nächsten Saison gefunden werde. Er stelle sich die Frage, ob in den Sommerferien noch eine Sonderlösung mit einer längeren Parkdauer denkbar wäre, da vermutlich aufgrund der Ferienzeit ein geringerer Parkdruck erwartet werden könne.
Herr Offermann ergänzt die Frage von Herrn Hangarter und fragt, ob neben dem Vorschlag zu den Ferien auch eine längere Parkdauer an Samstagen möglich sei?
Herr Dr. Nadzeyka bittet um eine Evaluation der jetzigen Regelung nach einer angemessenen Zeit.
Herr Mohnen sagt, dass eine Echtzeitüberwachung der Situation vorgesehen sei. Kurzfristig sei zudem beabsichtigt, eine Nacherhebung der angrenzenden Bewohnerparkzone zu beantragen. Gegebenenfalls könnten dann die Grenzen der Zone nochmal verändert werden. Den Hinweis zur Bewirtschaftungsdauer während der Ferienzeit und an Samstagen nehme er mit und werde das zunächst intern nochmal erörtern.
Frau Prömpler weist darauf hin, dass eine Freigabe in den Sommerferien oder an Samstagen auch dazu führen könnte, dass dann auch wieder Wohnmobile auf dem Parkplatz abgestellt werden. Eine Beschränkung müsse daher auf jeden Fall erhalten bleiben. Über die Ausgestaltung der Beschränkung könne aber nochmal beraten werden.
Herr Dr. Breuer begrüßt, dass nochmal über eine Ausweitung in der Ferienzeit nachgedacht werde. Aus Sicht der Freibadnutzer*innen wird sicher der Bedarf für eine längere Parkzeit vorhanden sein.
Herr Mohnen sagt, dass man das Thema nochmal intern diskutieren werde. Er weise aber darauf hin, dass zu kurzfristige Änderungen auch die Überwachung verkomplizieren werden.
Herr Baal teilt mit, dass es bei dem Thema viele verschiedene Meinungen geben werde. Es gebe viele Faktoren, die das Thema beeinflussen (z.B. Wetter). Es sei positiv, dass die Grenzen der Bewohnerparkzone nochmal in den Blick genommen werden.
Abschließend weist der Ausschussvorsitzende auf die Anmerkungen der Kommission Barrierefreies Bauen hin. Diese sind dem Fachbereich Mobilität bekannt und werden dort beraten.
Beschluss
Erläuterungen
Anlass
Die Erreichbarkeit des Freibades Hangeweiher und die Parkraumsituation auf dem Parkplatz Hermann-Löns-Allee wurden in den vergangenen Jahren in mehreren Sitzungen des Sportausschusses und des Mobilitätsausschusses thematisiert.
Straßenräumliche Veränderungen, insbesondere die Einführung der Bewohnerparkzone U im Sommer 2024, haben zu großen räumlichen Verlagerungseffekten der Parkraumnachfrage mit Auswirkungen auf den Parkplatz an der Hermann-Löns-Allee geführt und erfordern ein Nachsteuern. In regelmäßigen Abstimmungen verschiedener Fachdienststellen (FB32, FB52 und FB68) wurden die Entwicklungen bewertet, mögliche Lösungsansätze diskutiert und im engen Austausch ausgearbeitet. Die Vorlage gibt einen ersten Sachstandsbericht zu den geplanten Maßnahmen.
Aktuelle Situation
Die Einführung der Bewohnerparkzone U im Sommer 2024 hat einen deutlichen Verlagerungseffekt der Parkraumnachfrage ausgelöst. Sowohl die Straßenräume um den Hangweiher, sowie insbesondere auch der Parkplatz an der Hermann-Löns-Allee, werden von Parksuchenden deutlich häufiger angefahren. Im Februar 2025 wurde von der Verwaltung eine Parkraumerhebung an zwei Werktagen und einem Sonntag durchgeführt. Wie die Auswertung zeigt, ist der Parkplatz Hangeweiher aktuell besonders Werktags von morgens (7 Uhr: 57%) über den Mittag (12 Uhr: 103%) bis in den Nachmittag (16 Uhr: 75%) stark ausgelastet – zeitweise sogar überlastet. Außerdem waren 14% der Stellplätze im Erhebungszeitraum durch Langzeitparker*innen dauerhaft belegt und auch der Umschlag in den Zeiträumen fiel gering aus. An dem Erhebungs-Sonntag war die Auslastung mit 40% bis 53% deutlich niedriger.
Mithilfe einer Halterabfrage für die umliegenden Straßenräume wurde festgestellt, dass der Anteil der Anwohner*innen, die den Parkplatz nutzen mit 3% sehr gering ausfällt.
Seit Ende 2020 wird der Parkplatz Hangeweiher über die Bushaltestelle Goethestraße zudem als P+R-Parkplatz genutzt. Die P+R-Ticketverkäufe der ASEAG aus dem Jahr 2024 zeigen jedoch, dass die P+R-Nutzung am Standort Hangeweiher mit durchschnittlich 19 verkauften Tickets pro Monat eher gering ausfällt und die hohe Auslastung des Parkplatzes nicht maßgeblich beeinflusst.
Aufgrund der Parkzeiten und Standdauer ist davon auszugehen, dass der erhöhte Parkdruck durch berufstätige Pendler*innen fußläufig ansässiger Betriebe ausgelöst wird.
Kurzfristlösung
Da die hohe Auslastung des Parkplatzes mit dem Start der Freibadsaison zu weiteren Überlastungen und Problemen führen würde, haben sich die Fachbereiche Sport (FB52), Sicherheit und Ordnung (FB32), Immobilienmanagement (FB23) und Verkehr und Mobilität (FB68) auf eine vorübergehende und kurzfristig umsetzbare Lösung verständigt.
Mithilfe einer Parkzeitbeschränkung (Parkscheibe werktags (Mo-Sa), 7-21 Uhr, max. 4 Std.) soll zum Beginn der Freibadsaison am 1.5.2025 die bisherige Nutzung durch Langzeitparkende reduziert, der Umschlag auf dem Parkplatz erhöht und somit wieder Parkraum für Besucher*innen des Freibades zur Verfügung gestellt werden. Diese Maßnahme wird als vorübergehend angesehen, soll den aktuellen Parkdruck reduzieren und wird von FB32 durch regelmäßige Kontrollen begleitet.
Die Kurzfristlösung bietet für den überwiegenden Teil der Parkplatznutzenden einen Vorteil durch eine bessere Verfügbarkeit eines Parkplatzes. Allerdings könnte die Begrenzung auf 4 Stunden nicht allen Langzeitbesucher*innen des Freibads ausreichen. Vor dem Hintergrund der kurzfristigen Umsetzung erscheint die vorgeschlagene Lösung jedoch ein geeigneter Kompromiss aus Nutzungsdauer und Verfügbarkeit zu sein. Zudem arbeitet die Verwaltung bereits an einer Langfristlösung zur weiteren Verbesserung der Situation.
Vor den Sommerferien wird routinemäßig eine Nacherhebung der Bewohnerparkzone U durchgeführt. Nach der Analyse der Ergebnisse könnten im Rahmen der politischen Beratung Anpassungen der Zonengrenzen vorgenommen werden, was zu einer weiteren Verbesserung und Entlastung der Parksituation rund um das Freibad Hangeweiher führen könnte.
Ausblick – Langfristlösung und Infrastruktur
Alle beteiligten Fachdienststellen der Verwaltung teilen die Auffassung, dass die Bedürfnisse der Freibadbesucher*innen und der P+R-Nutzer*innen dauerhaft nur durch eine Bewirtschaftung und Beschrankung des Parkplatzes sichergestellt werden kann. Die konzeptionelle Planung dieser Maßnahme wird derzeit von der Verwaltung vorbereitet. Neben den positiven Effekten auf die Parkraumnachfrage wird zudem erwartet, dass das Abladen von wildem Müll auf dem Parkplatz deutlich reduziert werden kann.
Eine Verbesserung der Parkplatzinfrastruktur wird von der Verwaltung geprüft. Die in den vergangenen Vorlagen angeführten Fördermittel sind weiterhin abrufbar und sollen zur Aufwertung des Standortes eingesetzt werden. Neben einer Beleuchtung wird die Möglichkeit der Detektion zur dauerhaften Erhebung der Parkraumauslastung begutachtet. Hierzu finden bereits Gespräche mit dem Zuwendungsgeber statt. Auch eine Verbesserung der Parkplatzoberfläche wird in zukünftigen Planungen Berücksichtigung finden.
Abstimmungsergebnis
Technische Details
ID: 1011244
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=1011244
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2025-04-08 FB 68_0193_WP18 Parkraumsituation am SAO.pdf
7.5.2025
421.8 KB
Betroffene Straßen
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Metadaten
- TOP
- Ö 4
- Sitzung
- Sitzung des Sportausschusses
- Gremium
- Sportausschuss
- Datum
- Di., 20.05.2025
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- FB 68 - Mobilität und Verkehr
- Geändert
- 8.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 8. Februar 2026 um 12:12
Beschlussdokument
Sammeldokument öffentlich
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