Bericht über die Anmeldezahlen an den Aachener allgemeinbildenden Schulen für das Schuljahr 2025/2026 inkl. Antrag auf Mehrklassenbildung am Anne-Frank-Gymnasium und am Einhard-Gymnasium
FB 45 n/0022/WP18 · Entscheidungsvorlage
Bericht über die Anmeldezahlen an den weiterführenden Aachener Schulen für das Schuljahr 2025/2026 und Antrag auf Genehmigung von Mehrklassen am Anne-Frank-Gymnasium und am Einhard-Gymnasium
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Frau Heider kritisiert die beantrage Mehrklassenbildung am Anne-Frank-Gymnasium und am Einhard Gymnasium. Laut Ihrer Erinnerung habe sich die Politik vor Jahren für eine Begrenzung der Übergangsquoten in die Gymnasien ausgesprochen und eine maximal Zahl von 30 Zügen für die 5. Klassen an den Gymnasien festgelegt. Zudem würden seit Jahren viele Kinder im Verlauf der Schullaufbahn von den Gymnasien an andere Schulformen abgeschult und dies sei immer ein schlimmes Erlebnis für die Kinder und ihre Eltern. Sie sehe die Schulpolitik verantwortlich für die gesamte Aachener Schullandschaft und wenn immer mehr Kinder ein Gymnasium besuchen würden, schwäche dies gleichzeitig die anderen Schulformen in den 5. Klassen, insbesondere die Haupt- und Realschulen. Doch genau diese Schulen müssten dann im weiteren Verlauf wieder Kinder von den Gymnasien aufnehmen und würden so in den Jahrgangsstufen 7 und 8 an ihre Grenzen stoßen. Ein weiteres Argument sei, dass viele Kinder keinen Platz mehr an ihrer Wunschschule bekommen würden und auch dies sei belastend für junge Menschen. Aus ihrer Sicht sei hierbei eine gute Zusammenarbeit zwischen den Schulen notwendig um alle Kinder möglichst fair auf die Aachener Schulen verteilen zu können. Die Vorlage lasse Zweifel an guten Kooperation erkennen. Durch eine Mehrklassenbildung am Anne-Frank-Gymnasium würde der Heinrich-Heine-Gesamtschule weiter geschadet, zumal es sich um zwei Schulen im selben Gebäude handele. Auch im unmittelbaren Umfeld des Einhard-Gymnasiums gebe es noch Gymnasien mit freien Kapazitäten. Es sei sehr irritierend, dass in diesen Fällen offenbar keine Umberatung der Eltern möglich gewesen sei. Zwar werde ihre Fraktion der Vorlage heute zustimmen, jedoch sei es enorm wichtig, dass die Prozesse im Anmeldeverfahren genau angeschaut und evaluiert würden. Ein entsprechender Ratsantrag sei derzeit in Erarbeitung.
Nach Auffassung von Herrn Tillmanns argumentiere Frau Heider unlogisch, da sie im Grunde gegen die Bildung von Mehrklassen sei, gleichzeitig wolle die Fraktion den Anträgen jedoch zustimmen. Die vorgetragene Begründung sei durchaus nachvollziehbar, jedoch gebe es schon lange das Spannungsfeld zwischen dem Elternwillen und dem Scheitern der Kinder an der Wahlschule. So bliebe letztendlich doch der Elternwille das entscheidende Kriterium bei der Wahl der Schule und seiner Auffassung nach wolle die GRÜNE Fraktion davon abrücken. Seine Fraktion stehe nach wie vor hinter dem Elternwunsch.
Frau Griepentrog betont, dass ihre Fraktion den Elternwillen sehr wohl ernst nehme. Jedoch würden auch rund 130 Kinder an den Gesamtschulen abgelehnt, was deutlich dafür spreche, dass es nicht genügend Schulplätze in Aachen für diesen Elternwunsch gebe.
Frau Schmitt-Promny sieht in erster Linie die Gymnasien in der Pflicht, die aufgenommenen Kinder gut durch die Schullaufbahn zu begleiten und Misserfolge möglichst zu verhindern.
Herr Rohé ergänzt, dass der Elternwunsch für eine bestimmte Schulform gelten könne, jedoch nicht für eine ganz spezielle Schule. Denn es seien schließlich an anderen Gymnasien noch freie Kapazitäten vorhanden. An den Gesamtschulen sei dies schwieriger, denn dort müssten Eltern von Brand dann an einen Schulplatz am anderen Ende der Stadt, nach Laurensberg, vermittelt werden.
Frau Muckel betont, dass es aus ihrer Sicht zwar erstrebenswert sei, den Elternwillen zu befolgen, in der Realität bekämen jedoch immer mehr Kinder keinen Schulplatz an der Schule der ersten oder zweiten Wahl. Hier bestehe demnach in jedem Fall Handlungsbedarf. Zudem sehe sie die Grundschulempfehlungen nach wie vor als sehr aussagekräftig, doch leider würden diese viel zu häufig missachtet. Und nach einer missglückten Laufbahn am Gymnasium dann einen Schulplatz an einer Realschule zu finden, sei nahe zu unmöglich. Die einzigen Möglichkeiten seien dann die Heinrich-Heine-Gesamtschule oder eine Hauptschule. Daher sehe sie auch einen hohen Nachholbedarf bei der Elterninformation vor dem Wechsel auf eine weiterführende Schule.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Der Ausschuss für Schule und Weiterbildung nimmt die Ausführungen der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis und genehmigt im Schuljahr 2025/2026 einmalig
- die Bildung einer Mehrklasse am Anne-Frank-Gymnasium
- die Bildung einer Mehrklasse am Einhard Gymnasium.
Erläuterungen
- Anmeldeverfahren
Das Anmeldeverfahren für die weiterführenden Schulen in Aachen wurde in folgenden Zeiträumen
durchgeführt:
Städtische Schulen:
Gesamtschulen 07.02. bis 14.02.2025
Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien 24.02. bis 21.03.2025
Private Ersatzschulen:
Bischöfliches Pius-Gymnasium 10.02. bis 15.02.2025
Gymnasium St. Ursula 08.02. bis 15.02.2025
Viktoriaschule 07.02. bis 12.02.2025
Amos-Comenius-Schule 27.01. bis 31.03.2025
- Anmeldesituation
Gesamtschulen
Das Koordinierungsgespräch der Gesamtschulen in der Stadt Aachen mit dem Fachbereich 45 fand unter Beteiligung der zuständigen Schulaufsichtsbeamtin der Bezirksregierung Köln am 20.02.2025 statt. Anmeldeüberhänge bestanden an der Gesamtschule Brand und an der 4. Aachener Gesamtschule. Freie Kapazitäten bestanden an der Maria-Montessori-Gesamtschule und der Heinrich-Heine-Gesamtschule.
Zwischenzeitlich sind die freien Plätze an der Maria-Montessori-Gesamtschule belegt.
Die Heinrich-Heine-Gesamtschule hat mit 49 Anmeldungen (Stand: 02.04.2025) weiterhin noch freie Kapazitäten.
Haupt- und Realschulen
An den Haupt- und Realschulen konnten alle angemeldeten Schülerinnen und Schüler aufgenommen werden.
Gymnasien
Das Koordinierungsgespräch der Gymnasien in der Stadt Aachen mit dem Fachbereich 45 fand unter Beteiligung der zuständigen Schulaufsichtsbeamtin der Bezirksregierung Köln am 28.03.2025 statt.
Anmeldeüberhänge bestanden am:
- Anne-Frank-Gymnasium
- Einhard Gymnasium
- Kaiser-Karls-Gymnasium
- Gymnasium St. Leonhard
Freie Kapazitäten waren am:
- Couven Gymnasium
- Geschwister-Scholl-Gymnasium
- Rhein-Maas-Gymnasium
zu verzeichnen.
Das Anne-Frank-Gymnasium und das Einhard-Gymnasium beantragen aufgrund der hohen Anmeldezahlen jeweils die Bildung einer Mehrklasse. Bei Bildung der Mehrklassen könnten das Anne-Frank-Gymnasium und das Einhard-Gymnasium alle angemeldeten Schülerinnen und Schüler aufnehmen.
Die übrigen Anmeldüberhänge konnten in gemeinsamer Abstimmung, entsprechend den freien Kapazitäten an den anderen städtischen Gymnasien und vereinzelt an die Realschulen, vermittelt werden. Darüber hinaus konnten im geringem Umfang Kinder mit Wohnsitz außerhalb Aachens an dortige Gymnasien vermittelt werden.
Somit könnte bei Bildung der beiden Mehrklassen jeder Schülerin und jedem Schüler, die/der für den Besuch eines Gymnasiums angemeldet wurde, ein Platz zur Verfügung gestellt werden.
- Antrag auf Bildung einer Mehrklasse des Anne-Frank-Gymnasiums und des Einhard-Gymnasiums
Das Anne-Frank-Gymnasium ist dreizügig und beantragt aufgrund der hohen Anmeldezahl von 110 Kindern eine vierte Klasse im Jahrgang fünf einzurichten (s. Anlage 1).
Das Einhard Gymnasium ist vierzügig und beantragt aufgrund der hohen Anmeldezahl von 143 Kindern eine fünfte Klasse im Jahrgang fünf einzurichten (s. Anlage 2).
Im Rahmen der Verteilergespräche wurde deutlich, dass eine Verteilung der Anmeldeüberhänge sowohl unter Berücksichtigung der Zweit- und Drittwünsche der Kinder und unter Berücksichtigung der Kapazitäten der übrigen Schulen nicht möglich ist.
Aus Sicht des Schulträgers sind die Voraussetzungen entsprechend § 81 Abs 4 SchulG NRW für die Bildung einer Mehrklasse an beiden Gymnasium erfüllt und die Genehmigung beider Anträge wird aufgrund der Gesamtanmeldesituation an den Aachener Gymnasien befürwortet.
Seitens der zuständigen Schulaufsichtsbeamtin der Bezirksregierung Köln bestehen keine Einwände gegen die beantragte Mehrklassenbildung an beiden Schulen.
Die Anmelde- und Aufnahmezahlen der weiterführenden Schulen werden in der Sitzung vorgelegt.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen:
JA | NEIN | ||
x |
Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Folge-kosten (alt) | Folge-kosten (neu) | |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):
Keine
Klimarelevanz:
Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die
Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)
Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:
gering | mittel | groß | nicht ermittelbar |
Zur Relevanz der Maßnahme für die Klimafolgenanpassung
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Größenordnung der Effekte
Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.
Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels) |
Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:
vollständig | |||
überwiegend (50% - 99%) | |||
teilweise (1% - 49 %) | |||
nicht | |||
nicht bekannt |
Abstimmungsergebnis
Technische Details
ID: 1011542
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=1011542
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2025-04-10 FB 45 n_0022_WP18 Bericht ueber die Anm SAO.pdf
10.4.2025
867.2 KB
Betroffene Straßen
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Metadaten
- TOP
- Ö 13
- Sitzung
- Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses/des Ausschusses für Schule und Weiterbildung
- Gremium
- Kinder- und Jugendausschuss
- Datum
- Di., 29.04.2025
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Entscheidungsvorlage
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Entscheidungsvorlage
- Federführend
- FB 45 - Fachbereich Jugend und Schule
- Geändert
- 8.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 8. Februar 2026 um 12:12
Beschlussdokument
Sammeldokument öffentlich
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