Vierteljahresbericht zum Wirtschaftsjahr 2024/2025 per 31.01.2025 (2. Quartal) von Stadttheater und Musikdirektion Aachen
E 46/47/0114/WP18 · Entscheidungsvorlage
Vierteljahresbericht zum Wirtschaftsjahr 2024/2025 per 31.01.2025 (2.Quartal) von Stadttheater und Musikdirektion Aachen
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Herr Tillmann benennt den Tagesordnungspunkt und fragt, ob es Wortmeldungen gebe. Er bietet an, erst alle Wortmeldungen zu sammeln, um dann eine geschlossene Antwort geben zu können.
Ratsherr Pilgram stellt die Frage nach einer einheitlichen Bezeichnung für die Vierteljahresberichte. In der Allris Software gebe es verschiedene Bezeichnungen, mal sei es „Quartalsbericht“, dann „Vierteljahresbericht“; der Eurogress wiederum nutze ganz andere Bezeichnungen. Es würde die Suche in Allris vereinfachen, wenn man diese Begrifflichkeiten vereinheitlichen könnte.
Des Weiteren fragt Herr Pilgram an, wie es sich mit der Rücklage und dem strukturellen Defizit verhalte. Die Rücklage sei irgendwann aufgebraucht und wie man damit umgehen wolle. Dem anschließend meldet sich Ratsfrau Bergs und fragt, warum die Umsatzerlöse planunterschreitend seien, wenn man zeitgleich – vor allem im Winter – das Gefühl gehabt habe, es sei stets ausverkauft. Nachfolgend erkundigt sie sich, wie es kommen würde, dass die Honorare für Gäste so hoch, wohingegen die Ausgaben für Bühnenbilder unter Plan seien. Zuletzt ergänzt sie, dass in der zukünftigen neuen Terminierung der Sinfoniekonzerte ein früherer Beginn am Sonntag vorteilhaft für ältere Menschen und Familien wäre.
Frau Epstein meldet sich nachfolgend und erkundigt sich, warum in den Auswertungen nur 27 Vorstellungen im Musiktheater zu verzeichnen seien. Zugleich gibt sie an, eine Abnahme im Personal wahrzunehmen.
Frau Crumbach-Trommler spricht zu Beginn ein Kompliment aus, dass man sich im Kostenplan befände und weist zeitgleich darauf hin, dass man jedoch auch der Kämmerin gegenüber signalisieren müsse, dass das Ende der Fahnenstange erreicht sei und weitere Einsparungen nicht möglich seien. Die Finanzierung müsse langfristig gesichert werden.
Verwaltungsdirektorin Miriam Sasserath stellt zu Beginn voran, dass man im Rahmen der nächsten Haushaltsgespräche abermals das strukturelle Defizit thematisieren müsse. Dazu sollte man im Vorfeld - auch mit Unterstützung der kulturpolitischen Sprecher und des BaKuT - Strategien und Vorbereitungen treffen. Langfristig sei es unausweichlich für das strukturelle Defizit eine Lösung zu finden. Anschließend entgegnet sie, dass man bei den Umsatzerlösen unter anderem auch auf Wunsch des FB 20 optimistisch plane – auch weil man selbst natürlich von einem stetigen Wachstum der Besuchendenzahlen als Zielwert ausgehe. Der Wunsch nach hohen Auslastungszahlen stehe im Vordergrund, legitimiere den Betrieb und sei der Antrieb aller Beteiligten in der Organisation.
Als nächstes geht Frau Sasserath auf die Frage zum Beginn der Sinfoniekonzerte ein. Man habe vor einigen Monaten eine Umfrage unter den Zuschauenden getätigt, welcher Wochentag bei den Sinfoniekonzerten präferiert sei. Dabei seien auch die Uhrzeiten intern diskutiert worden. Letztlich könne man nicht allen Besuchendengruppen gerecht werden; die Einen bevorzugen einen frühen, die Anderen wiederum einen späteren Beginn.
Generalintendantin Elena Tzavara geht auf die Frage nach den gestiegenen Gasthonoraren im Vergleich zu den niedrigen Bühnenbildausgaben ein. Sie betont, dass man aufgrund der Architektur des Hauses und der damit einhergehenden Besonderheiten, zu denen fehlende Lagermöglichkeiten, fehlende Seitenbühnen sowie Herausforderungen im Brandschutz zählten, keine üppigen Bühnenbilder ausstatten könne. Zudem liege bei vielen Ausstatter:innen der Fokus auf Digitalität und Video. Des Weiteren seien in den vergangenen Jahren die Gagen in der Branche gestiegen, sodass sich die Personalausgaben nicht nur bei den Festbeschäftigen bemerkbar mache, sondern auch bei den Gästen.
Frau Sasserath geht anschließend auf die Fragen nach dem Personal ein. Sie kann den Eindruck von Frau Epstein nicht bestätigen, derzeit seien alle 317 Stellen gemäß Stellenplan besetzt. In der Vergangenheit waren durchaus Positionen vakant, diese seien nun erfolgreich besetzt. Hinsichtlich der Personalkosten gibt sie zu bedenken, dass aufgrund des Fachkräftemangels durchaus auch Zulagen und Gehälter angepasst werden müssten, um gutes Personal gewinnen zu können.
Sie bestätigt zuletzt noch das Argument von Frau Crumbach-Trommler, dass man sich hinsichtlich der Sparmaßnahmen in einem Spannungsfeld bewege. Einerseits müsse man seinen Beitrag zu den Konsolidierungsmaßnahmen leisten und darauf achten, stets in den Budgets zu bleiben. Zeitgleich müsse man aber auch mit immer weniger Mitteln hochwertige Kunst darbieten. Diese Kostenschere sei am Ende angelangt. Man müsse, analog zum strukturellen Defizit, in den Haushaltsgesprächen dem FB 20 und der Kämmerin signalisieren, dass man langfristig zu wenig Mittel habe, um qualitatives und hochwertiges Theater zu machen.
Zuletzt äußert sich Frau Sasserath noch zu der Auslastung und der von Frau Bergs geäußerten Wahrnehmung, dass es doch zeitweise stetig ausverkauft gewesen sei. Hier nennt Frau Sasserath die starke Wahrnehmung für ausgewählte Vorstellungen wie „Die Zauberflöte“, „Oppenhoff. Mohren. Cohn“ oder „Loriot“. Dort seien Vorstellungen regelmäßig ausverkauft gewesen. So würde man es sich immer wünschen. Dem entgegen stünden Theaterabende mit schwächerer Auslastung, besonders wenn jetzt im Frühling viele trockene und sonnige Abende zu erwarten seien. Das mache sich in der Auslastung bemerkbar, sodass man die im Quartalsbericht genannte Angabe entsprechend berechne. Ergänzend gibt Frau Sasserath an, dass die Auslastung bis Ende April jedoch auf knapp 70 % gestiegen sei und sich somit schon verbessert habe.
Beschlussvorschlag
Der Betriebsausschuss Kultur und Theater nimmt den Vierteljahresbericht per 31.01.2025 (2. Quartal) von Stadttheater und Musikdirektion Aachen zur Kenntnis.
Erläuterungen
Vorbemerkungen
- Gemäß §§ 7, 20 EigVO NRW und § 12 Betriebssatzung ist der Vierteljahresbericht per 31.01.2025 (Abschluss
2. Quartal) vorzulegen. - Der Vierteljahresbericht gemäß Anlage zeigt hierzu das buchhalterische Ergebnis der Erfolgsrechnung für den Zeitraum 01.08.2024 – 31.01.2025 (2. Quartal) sowie eine darauf basierende Prognose auf das voraussichtliche Jahresabschlussergebnis (Stand: April 2025).
Erläuterung / Kurzanalyse zur Prognose:
- Wie bereits im ersten Vierteljahresbericht 2024/2025 erläutert, zeichnet sich im Bereich der Umsatzerlöse für diese Spielzeit eine Planunterschreitung ab. Es wird jedoch weiterhin davon ausgegangen, dass die im Vergleich zur Planung fehlenden Umsatzerlöse durch zusätzliche Fördermittel nahezu vollständig kompensiert werden können, sofern die institutionellen Fördermittel des Landes NRW nach der Erhöhung im Jahr 2024 zumindest nicht wieder reduziert werden.
- Im Aufwand für das festbeschäftigte Personal (Kontengruppe 40) wurde gemäß des jüngsten Tarifabschlusses 2025 eine dreiprozentige Tarifsteigerung, die ab April 2025 greift, berücksichtigt. Da die Planung in Abstimmung mit der Kämmerei jedoch eine zweiprozentige Tariferhöhung für die Kontengruppe 40 beinhaltet, die sich über die gesamte Spielzeit erstreckt, zeigt sich an dieser Stelle keine Planüberschreitung. Vielmehr wird der Aufwand für das feste Personal nach aktueller Einschätzung sogar bei knapp 300 TEuro unter Plan liegen. Dies hängt allerdings nicht mit der Tarifentwicklung, sondern mit Einsparungen bei Kontengruppe 40 zusammen, die gleichzeitig zu entsprechenden Mehraufwendungen bei den Teilspielzeitbeschäftigten (Kontengruppe 41; rd. 50 TEuro) sowie bei den selbstständigen Gästen (Kontengruppe 42; ca. 100 TEuro) führen. Darüber hinaus wurde bereits im ersten Vierteljahresbericht auf den zusätzlichen Mehraufwand durch erhöhte Gagen für die Leistungen der zu verpflichtenden Produktionsteams (ebenfalls Kontengruppe 42) hingewiesen. Dieser wird mittlerweile mit rd. 90 TEuro kalkuliert und soll weiterhin nahezu vollumfänglich aus Einsparungen beim Sachaufwand (Kontengruppe 54) gedeckt werden.
Im sonstigen Personalaufwand (Kontengruppe 49) werden im Wesentlichen die Förderprojekte abgebildet, so dass hieraus nun auch der voraussichtliche Personalaufwand für das „Testimonial Lab“ i.H.v. 30 TEuro, der zum Zeitpunkt der Planerstellung noch nicht bekannt war, ersichtlich wird. Letzterer verhält sich jedoch aufgrund von zusätzlichen Fördermitteln in entsprechender Höhe ergebnisneutral. Nach aktueller Einschätzung wird der Personalaufwand demzufolge trotz des neuen Tarifabschlusses 2025 nahezu im Plan liegen. - Beim Sachaufwand zeigen sich im Vergleich zum ersten Vierteljahresbericht keine nennenswerten Veränderungen. So können die zur Deckung der o.g. Mehraufwendungen für Produktionsteams erforderlichen Einsparungen voraussichtlich bei Kontengruppe 54 in den Bereichen Bühnenbildausstattung sowie Kostüme und Maske realisiert werden.
Diesen Einsparungen steht die Erhöhung des städtischen Verwaltungskostenbeitrages um rd. 20 TEuro gegenüber (Kontengruppe 56), die genauso wie die dazu korrespondierende Erhöhung des städtischen Betriebskostenzuschusses nicht im Plan enthalten war und sich somit ergebnisneutral verhält. Folglich wird der Sachaufwand insgesamt betrachtet voraussichtlich bei gut 55 TEuro unter dem Plan liegen. - Bei den Abschreibungen wird nach aktueller Einschätzung keine gravierende Planabweichung erwartet.
- Der städtische Betriebskostenzuschuss für die laufende Spielzeit 2024/2025 wird lediglich um die o.g. Anpassung des Verwaltungskostenbeitrages um rd. 20 TEuro erhöht, so dass sich diese Planabweichung ergebnisneutral verhält.
- Das danach zum jetzigen Zeitpunkt prognostizierte Betriebsergebnis (nach städtischem Betriebskostenzuschuss) für die Spielzeit 2024/2025 liegt demnach bei einem Defizit von rd. 1,8 Mio. Euro und weist somit eine leichte Planunterschreitung i.H.v. knapp 90 TEuro aus. Unter Berücksichtigung des voraussichtlichen Jahresabschlussergebnisses für die Spielzeit 2023/2024 wird der genannte Fehlbetrag vollständig aus der allgemeinen Rücklage aufgefangen.
Investitionen / Vermögensplan:
- Die im laufenden Wirtschaftsjahr zu tätigenden Investitionen werden sich insgesamt voraussichtlich innerhalb der geltenden Vermögensplanung bewegen. Eine Übersicht der getätigten Investitionen (Stand: 01.04.2025) ist als Anlage beigefügt.
- Die Investitionen im Rahmen des Förderprojektes »AKZENT Barock« werden als Investitionszuschuss vollständig aus bewilligten Fördermitteln gedeckt, so dass sich diesbezüglich mögliche Abweichungen jedenfalls nicht negativ auf den Finanzierungsbedarf auswirken würden.
Besucherzahlen:
Die Besucherzahlen per 31.01.2025 (Abschluss 2. Quartal) werden ebenfalls als Anlage beigefügt.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen:
JA | NEIN | ||
Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Folge-kosten (alt) | Folge-kosten (neu) | |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):
Keine
Klimarelevanz:
Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die
Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)
Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:
gering | mittel | groß | nicht ermittelbar |
x |
Zur Relevanz der Maßnahme für die Klimafolgenanpassung
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Größenordnung der Effekte
Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.
Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels) |
Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:
vollständig | |||
überwiegend (50% - 99%) | |||
teilweise (1% - 49 %) | |||
nicht | |||
x | nicht bekannt |
Technische Details
ID: 1011594
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=1011594
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2025-04-10 E 46_47_0114_WP18 Vierteljahresbericht SAO.pdf
16.4.2025
357.7 KB
Metadaten
- TOP
- Ö 7
- Sitzung
- Sitzung des Betriebsausschusses Kultur und Theater
- Gremium
- Betriebsausschuss Kultur und Theater
- Datum
- Do., 08.05.2025
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Entscheidungsvorlage
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Entscheidungsvorlage
- Federführend
- E 46/47 - Stadttheater und Musikdirektion
- Zusätze
- .
- Geändert
- 8.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 8. Februar 2026 um 12:12