15. Mai 2025 um 17:00, Rathaus
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Mobilität in Deutschland 2023 - Ergebnisse für Aachen

FB 68/0184/WP18 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Ratsfrau Breuer erkundigt sich bei Herrn Müller nach den aufgewandten Ressourcen für die Erhebung der Daten. Dieser ordnet die entstandenen Aufwendungen kurz ein und verweist auf den dann folgenden Vortrag von Herrn Schrömbges.

Frau Weilandt spricht ihren Dank aus. Es sei signifikant und relevant, dass die Wende funktioniere, auch wenn es manchmal für den einen oder anderen etwas beschwerlich sei.

Sie sehe in den Ergebnissen nicht nur eine Bestätigung, sondern auch einen Auftrag, die Menschen bei ihrem Wandel und ihren Entwicklungen zu unterstützen. Die Ergebnisse bezüglich des ÖPNV seien in Aachen noch ausbaubar.

Man habe 2022 den einstimmigen Beschluss gefasst, sich ein weiteres Mal an der Studie zu beteiligen, so Herr van den Hurk. Und nun sehe man, dass sich die Teilnahme in jedem Fall lohne. Die Mobilitätswende in Aachen sei im vollen Gange und die Aufgabe der Politik und der Verwaltung sei es nunmehr weiter gute Angebote zu schaffen. Er sehe durchaus Chancen in der Entwicklung. Bezüglich des ÖPNV stimme er Frau Weilandt zu, dass man da dran bleiben müsse. Grundsätzlich halte er aber das für 2030 angestrebte Ziel von 64% für realistisch.

Frau Strack erkundigt sich, wie die Daten erhoben würden und ob die Belange von Menschen mit Behinderungen separat erfasst würden.

Es gebe unterschiedliche Methoden, so Herr Schrömbges. Nach einem ersten Anschreiben werde die Befragung entweder telefonisch oder online durchgeführt, um möglichst barrierefei das Ganze anbieten zu können.
Ein Teil der 185 Fragen beziehe sich dabei auf die Belange von Menschen mit Beeinträchtigungen.

Herr Müller fasst zusammen, dass man die anvisierten 64 % damals einstimmig als Zielsetzung beschlossen habe und er allen Beteiligten sehr dankbar sei, dass man dieses ambitionierte, doch mit Anstrengungen realistische Ziel erreichen könne.

Daran zeige sich einmal mehr, wie wichtig es sei, mit Zielen zu agieren, die auch realistisch seien.

Beschluss

Der Mobilitätsausschuss nimmt den Sachverhalt zur Kenntnis.

Erläuterungen

Die Studie „Mobilität in Deutschland (MiD)“ basiert auf einer bundesweiten Befragung von Haushalten zu ihrem alltäglichen Verkehrsverhalten im Auftrag des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV). Sie wurde bereits in den Jahren 2002, 2008 und 2017 erhoben. Die aktuelle Studie von 2023 wurde unter Leitung des Instituts für angewandte Sozialwissenschaften (infas) in Kooperation mit dem Institut für Verkehrsforschung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR), der IVT Research GmbH und infas 360 GmbH durchgeführt.

Die MiD 2023 stellt die erste bundesweit repräsentative Positionsbestimmung zur Alltagsmobilität in Deutschland nach den außergewöhnlich dynamischen, teils von Brüchen geprägten letzten Jahren dar:

 -nach Verabschiedung der Klimaschutzgesetze und den damit verbundenen ambitionierten Zielen für eine Mobilität der Zukunft,

-nach der Corona-Pandemie, in der der öffentliche Verkehr gemieden wurde und die Fahrgastzahlen einbrachen,

 -nach der durch den russischen Angriffskrieg beschleunigten Energiewende und den Impulsen für eine beschleunigte Antriebswende sowie

 -nach Einführung des Deutschland-Tickets (im Mai 2023).

Mehr als 60 regionale Partner haben sich beteiligt, um auch für ihre Teilräume eine repräsentative Stichprobe zu erheben. Hierzu zählen u.a. Stadt Aachen und StädteRegion Aachen per Beschluss ihrer politischen Gremien.

Für die MiD 2023 wurden bundesweit über 218.000 Haushalte und rund 420.000 Personen befragt. Die Auswahl erfolgte nach einem Zufallsverfahren auf Basis der Einwohnermelderegister. Die Haushalte wurden sukzessive zwischen April 2023 und März 2024 um Teilnahme gebeten.

Den ersten Schritt bildete ein Haushaltsinterview, um Angaben zur Zusammensetzung der befragten Haushalte zu erhalten. Danach wurden alle Haushaltsmitglieder gebeten, an je einem zufällig vorgegebenen Berichtstag ihre Wege zu erfassen. Zusätzlich liefert die Befragung Ergebnisse zur Ausstattung mit Verkehrsmitteln, Akzeptanz neuer Mobilitätsangebote, der Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger mit den verfügbaren Verkehrsmitteln, der Wirkung des Deutschlandtickets und zum Zugang zu diesen Angeboten sowie dem Home-Office. Ebenso bietet sie Ergebnisse zum Reiseverkehr.

In Aachen haben sich 1.930 Haushalte mit 3.436 Personen an der Studie beteiligt. Von diesen Personen wurden insgesamt 9.534 Wege an einem vorgegebenen Stichtag dokumentiert, mit u.a. Uhrzeit, Start- & Zielpunkt, Zweck, Verkehrsmittel, Personenzahl, Länge und Dauer des Weges.

Zusätzlich wurden Daten zu den 1.995 Autos dieser Haushalte erfasst.

Zentrale Ergebnisse der Studie werden dem Mobilitätsausschuss bzw. der Öffentlichkeit als Präsentation zur Verfügung gestellt. Zentrale Kennwerte sind Grundlage des neuen Lageberichts Mobilität 2025, der im 2. Halbjahr 2025 in gedruckter Form erscheinen soll.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2025-03-31 FB 68_0184_WP18 Mobilitaet in Deutsch SAO.pdf

8.5.2025

92.1 KB

Metadaten

TOP
Ö 6
Sitzung
Sitzung des Mobilitätsausschusses
Gremium
Mobilitätsausschuss
Datum
Do., 15.05.2025
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 68 - Mobilität und Verkehr
Geändert
8.2.2026
Inhalt abgerufen
8. Februar 2026 um 12:12

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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