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Bericht über das 1. Quartal 2020 der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Aachener Stadtbetrieb

E 18/0228/WP17 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beschluss

Ohne weitere Aussprache nimmt der Betriebsausschuss Aachener Stadtbetrieb den Bericht über das 1. Quartal 2020 der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Aachener Stadtbetrieb einstimmig zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Betriebsausschuss Aachener Stadtbetrieb nimmt die Ausführungen der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis.

Erläuterungen

Erläuterungen:

  1. Einleitung

Nach § 16 der Betriebssatzung des Aachener Stadtbetriebes hat die Betriebsleitung den Oberbürgermeister, die Stadtkämmerin sowie den Betriebsausschuss halbjährlich über die Entwicklung der Erträge und Aufwendungen sowie über die Abwicklung des Vermögensplans zu unterrichten. Nach § 7 Abs. 2 der Betriebssatzung sind der Stadtkämmerin zudem die Vierteljahresübersichten zuzuleiten.

Die Gegenüberstellung der Plan- und Istwerte der Erträge, kumulierten Aufwendungen und Investitionen des ersten Quartals 2020 sowie ein Forecast für das Jahr 2020 erfolgt in einer tabellarischen Aufstellung. Zur näheren Erläuterung der Ist-Werte und Plan-Abweichungen wird in diesem Bericht textlich detailliert auf die verschiedenen Positionen eingegangen.

  1. Erträge 1. Quartal 2020
  • Erläuterungen zur Ertragsentwicklung im 1. Quartal 2020
  • Umsatzerlöse (ohne Betriebskostenzuschuss)

Gemessen an der Planvorgabe konnte im ersten Quartal 2020 der erwartete Umsatzerlös nicht erreicht werden. Es wird im ersten Quartal eine Mindereinnahme von 60 T€ verzeichnet. Im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres kann ebenfalls eine Mindereinnahme von 129 T€ verzeichnet werden. Der größte Anteil der Umsatzerlöse liegt in den Erlösen aus dem Verkauf von Altpapier. Diese betragen ca. 50 % der Erlöse aus Drittgeschäften. Die Abweichung zum Vorjahreswert des ersten Quartals 2019 liegt vor allem darin begründet, dass die Nebenentgelte der Dualen Systeme im ersten Quartal 2020 noch nicht verbucht wurden. Aufgrund dessen wird sich die Abweichung im zweiten Quartal 2020 wieder relativieren. Ein weiterer Grund für die Abweichung ist der gesunkene Papierpreis. Während im ersten Quartal 2019 noch hohe Erträge pro Tonne Papier-Pappe-Kartonage (PPK) erzielt werden konnten, ist im Laufe des Jahres der Wert gefallen, so dass im ersten Quartal 2020 zum Vorjahreswert eine Preisminderung um ca. 20 % festgestellt werden kann.

Weitere relevante Positionen bei den Umsatzerlösen sind die Erlöse der Straßenunterhaltung (104 T€), die Erlöse der Grünflächenunterhaltung (102 T€) und die Erlöse der Werkstatt (24 T€). Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist in diesen Positionen eine leichte Steigerung der Erlöse zu verzeichnen.

Die Erlöse sind unterjährig kritisch zu beobachten, da insbesondere die Entwicklung auf dem Papiermarkt einen entscheidenden Einfluss auf die Einhaltung der Planvorgabe hat. Aus heutiger Sicht ist damit zu rechnen, dass der Planwert nicht vollständig erreicht werden kann.

  • Sonstige betriebliche Erträge

Im ersten Quartal des Jahres wurde die Position der sonstigen betrieblichen Erträge im Vergleich zum Planwert um 23 T€ unterschritten. Im Vergleich zum Vorjahreswert ist hier eine Minderung der Einnahmen von 4 T€ zu verzeichnen. Es ist davon auszugehen, dass sich der Wert für die sonstigen Erträge in den folgenden Quartalen durch Verkäufe des Anlagevermögens dem Planwert annähert.

  • Fazit

Insgesamt wurden die Planvorgaben des ersten Quartals um ca. 83 T€ unterschritten, was einer Planerfüllung von 91 % entspricht. Aus heutiger Sicht ist davon auszugehen, dass die Planvorgabe der Erträge insgesamt für das Jahr 2020 nicht eingehalten werden kann. Maßgeblichen Einfluss auf die Planerfüllung haben die unterjährig schwankenden Marktpreise für das Altpapier. Durch das interne Berichtswesen wird daher die Entwicklung der Erträge permanent verfolgt.

  1. Aufwendungen 1. Quartal 2020
  • Materialaufwand

Der Planwert des ersten Quartals für die Position Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurde vollständig erreicht bzw. geringfügig überschritten. In dieser Position schlagen vornehmlich die Kosten für Kraftstoffe mit rund 222 T€ für das erste Quartal 2020 zu Buche, so dass die Entwicklung der Marktpreise für Diesel hier wesentlichen Einfluss nimmt. Im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahrs haben sich die Ausgaben für die Kraft- und Betriebsstoffe kaum verändert. Durch den aktuellen Verfall des Preises für Rohöl sinken die Preise für Diesel und Benzin, weshalb zumindest im 2. Quartal mit einem Rückgang dieser Aufwendungen zu rechnen ist. Weitere größere Positionen sind die Aufwendungen für Werkstattmaterialien (67 T€) und Bau- und Schüttstoffe (51 T€).

Die Aufwendungen der bezogenen Fremdleistungen beruhen hauptsächlich auf den Gebühren für die thermische Abfallverwertung, welche sich im ersten Quartal auf ca. 2.306 T€ belaufen. Weitere relevante Positionen sind Reparaturaufträge an Fachwerkstätten (281 T€) und vergebene Fremdleistungen der Straßenunterhaltung und Brückenbau (105 T€). Bei den Fremdleistungen im Bereich Garten- und Landschaftsbau (89 T€) handelt es sich hauptsächlich um Baumpflegearbeiten und Beseitigungen von Sturmschäden. Die akuten Auswirkungen und unmittelbar sichtbaren Schäden durch das Sturmtief „Sabine“ sowie den anschließenden Ausläufer des Sturms „Victoria“ führten beim Aachener Stadtbetrieb zu keinen wesentlichen Mehraufwendungen. Allerdings bleibt die Gefahr möglicher Folgewirkungen, insbesondere in Verbindung mit zu erwartenden Trockenperioden, welche sich insbesondere auf die Vitalität des Baumbestandes der Stadt auswirken können. Maßnahmen der Baumkontrolle werden daherintensiviert.Insgesamt wurde der Planwert des Quartals für die Fremdleistungen um 135 T€ unterschritten, was einer Ausschöpfung des Planwerts von 96 % entspricht.

Erfahrungsgemäß liegen die Kosten in den folgenden Quartalen höher als im Ersten. Dies trifft im Besonderen auf die Abfallwirtschaft, Grün- und Freiflächenpflege und die Straßenunterhaltung zu. Die Ausschöpfung des Planwerts für den Materialaufwand gesamt liegt im ersten Quartal 2020 bei 97 %, was einer Planabweichung von -135 T€ entspricht. Im Planwert des Quartals ist bereits eine saisonal bedingte Schwankung kalkuliert. Es ist aus heutiger Sicht davon auszugehen, dass der Planwert des Jahres eingehalten wird.

  • Personalaufwand

Die Personalkosten des ersten Quartals 2020 unterschreiten den Planwert um 89 T€. Dies entspricht einer Ausschöpfung des Planwerts von 99 %. Im Vergleich zum Quartalswert des Vorjahres ist eine Steigerung des Aufwands um 478 T€ gegeben, was im Wesentlichen durch die Tariferhöhung begründet ist. Aus heutiger Sicht ist davon auszugehen, dass der Planwert ausreichend bemessen wurde.

  • Abschreibungen

Der Quartalswert von 1.040 T€ für die handelsrechtlichen Abschreibungen beruht auf einer Hochrechnung, da die Veränderungen des Anlagespiegels abschließend im Jahresabschluss gebucht werden und somit erst zu diesem Zeitpunkt die endgültigen Abschreibungsbeträge feststehen. Im Vergleich zum Vorjahreswert kann eine Steigerung des Aufwands um 136 T€ verzeichnet werden. Dies ist vor allem in den gestiegenen Anschaffungspreisen für Fahrzeuge und Geräte begründet.

  • Zinsaufwand

Der Aufwand für Zinsen und Tilgung des Darlehens der Stadt Aachen an den Aachener Stadtbetrieb wird halbjährlich gezahlt. Im ersten Quartal findet daher keine Buchung statt.

  • Sonstiger betrieblicher Aufwand

Der Planansatz des sonstigen betrieblichen Aufwands wurde für das erste Quartal 2020 lediglich zu 88 % ausgeschöpft. Dies bedeutet eine Unterschreitung des Planansatzes um 146 T€. Die relevanten Positionen des sonstigen betrieblichen Aufwands sind die Miet- und Leasingkosten (595 T€), wovon 310 T€ auf die Leasingrate für das Gebäude Madrider Ring fallen, EDV-Kosten (170 T€) und Instandhaltung der Gebäude (160 T€). Eine Überschreitung des Planwerts ist lediglich bei der Position „Instandhaltung der Gebäude“ zu verzeichnen. Eine noch geringe Ausschöpfung des Planwerts wird bei der Position Versicherung verzeichnet (30 %). Dies liegt an der noch fehlenden Buchung der allgemeinen Haftpflichtversicherung und Eigenschadenversicherung(81 T€), die in den vorherigen Jahren im ersten Quartal verbucht wurde. Der Verwaltungskostenbeitrag (992 T€) wird erst am Ende des Jahres verbucht, weswegen im ersten Quartal keine Zahlung erfolgt.

Insgesamt liegen die Aufwendungen des sonstigen betrieblichen Aufwands im ersten Quartal deutlich unter dem Planwert, so dass von einer Einhaltung des Budgets bis zum Jahresende auszugehen ist.

  • Steueraufwendungen

Diese fallen unterjährig zu verschiedenen Zeitpunkten an. Insbesondere durch Zahlungen der Kfz-Steuerliegen die Aufwendungen im ersten und vierten Quartal deutlich höher als in den übrigen Quartalen. Die bislang verbuchten Steuern belaufen sichauf 26 T€ und sind lediglich derKfz-Steuer zuzuordnen.

  • Fazit

Die Aufwendungen liegen im ersten Quartal 2020 461 T€ unterhalb der Planwerte, welche zu 97 % ausgeschöpft wurden. Im weiteren Verlauf des Jahres ist in einigen Bereichen aufgabenbedingt mit höheren Ausgaben zu rechnen, welche anhand interner monatlicher Berichte permanent verfolgt werden. Da der Planwert des Quartals diese saisonalen Schwankungen bereits berücksichtigt, ist aus heutiger Sicht von einer Einhaltung des Planwertes auszugehen. Eine belastbare Prognose wird aber erst nach Abschluss des dritten Quartals möglich sein.

  1. Vermögensplan 1. Quartal 2020

Die Beschaffung von Vermögen unterliegt einer klaren Budget- und Freigabestruktur. Es werden ausschließlich Anschaffungen getätigt, die zur Aufgabenerfüllung oder als Ersatz für Anlagegüter, deren Reparatur nicht mehr wirtschaftlich ist, notwendig sind. Hierzu muss seitens der fachverantwortlichen Abteilung ein genehmigungsfähiger Investitionsantrag gestellt werden.

Die Position Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen bezeichnet hier tatsächliche Rechnungseingänge im ersten Quartal 2020 für Anlagegüter.

Im Laufe des ersten Quartals erfolgte eine Bündelung und Priorisierung der Investitionsmaßnahmen, welche anschließend formal auf den Weg gebracht wurden. Je nach Investitionsvolumen oder Spezifikation des Wirtschaftsguts kann der Prozess von Ausschreibung, Submission, Vergabe und Lieferung der Leistung mehrere Wochen und Monate bis über ein Jahr hinaus andauern. Somit ergibt sich eine zeitliche Verschiebung zwischen der Mittelanmeldung und dem tatsächlichen Mittelabruf. Nach Ende des ersten Quartals beträgt die Investitionsquote lediglich 12 % (1.249 T€). Dem gegenüber stehen die Abschreibungen mit 1.040 T€ und die Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens, die am Ende des ersten Quartals 28 T€ betragen. Somit ergibt sich im Vermögensplan ein negatives Saldo von 181 T€.

  1. Resümee und Quartalsergebnis

Die Entwicklung der Erlöse und Aufwendungen des Aachener Stadtbetriebes weisen nach Abschluss des ersten Quartals Abweichungen zu einzelnen Planwerten auf. Die Umsatzerlöse des ersten Quartals sind niedriger als erwartet, was hauptsächlich an der noch ausstehenden Verbuchung der Nebenentgelte sowie an der negativen Preisentwicklung des Altpapiermarktes liegt. Die Aufwendungen für das erste Quartal liegen bei 14.798 T€, was einer Minderausgabe von 461 T€ gegenüber dem Planwert entspricht. Das Ergebnis des ersten Quartals 2020 verzeichnet unter Berücksichtigung des von der Stadt gezahlten Betriebskostenzuschusses von 16.279 T€ ein positives Ergebnis von 3.051 T€, was sich im weiteren Verlauf des Jahres jedoch in Richtung des Planwertes verändern wird. Es gilt, die künftige Entwicklung im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres durchgehend zu beobachten. Hier werden, bedingt durch die saisonalen Anforderungen, höhere Ausgaben als zu Beginn des Jahres erwartet.

Weitere Dokumente (1)

Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2020-07-03 E 18_0228_WP17 Bericht ueber das 1. sao

Betroffene Straßen

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Metadaten

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Ö 4
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sondersitzung des Betriebsausschusses für den Aachener Stadtbetrieb
Gremium
Betriebsausschuss Aachener Stadtbetrieb
Datum
Do., 01.10.2020
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
E 18 - Aachener Stadtbetrieb
Geändert
18.2.2026
Inhalt abgerufen
17. Februar 2026 um 23:42

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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