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Erfahrungsbericht zur Umsetzung des Auftraggeber- Auftragnehmermodells

E 18/0233/WP17 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Der sachkundige Bürger Schmitz-Reiber weist daraufhin, dass in der Vorlage leider keine weitergehenden Informationen zum Sachstand des Auftraggeber-/Auftragnehmermodells gegeben werden.Auch habeer bei Gesprächen mitMitarbeitenden des Aachener Stadtbetriebes vor Ort gemerkt, dass zum Teil noch Unklarheiten bestünden, wer für die Auftragserteilung zuständig sei.Er wünsche sich einen Bericht, der nicht nur schildere, was beabsichtigt sei, sondern die derzeitigen Erfahrungen konkret erläutere.

RatsfrauLürken betont, dass es sich bei der Umsetzung des Auftraggeber-/Auftragnehmermodells um einen Prozess handele, der sich entwickeln müsse.Es gebe natürlich noch an der einen oder anderen Stelle Schwierigkeiten, aber der Prozess sei auf den Weg gebracht und grundsätzlich gelungen.

Dass die Mitarbeitenden vor Ort nicht unbedingt wissen, wie die konkreten Aufträge des Fachbereichs Umwelt auf den übergeordneten Ebenen erteilt werden, seinachvollziehbar.

Der Leiter des Fachbereichs Umwelt, Herr Wiezorek, merkt an, dass die Arbeit auf der operativen Ebene sehr gut laufe.

Natürlich gebe es Anlaufschwierigkeiten, aber in der Praxis laufe die Zusammenarbeit sehr gut. Ein paar Punkte, die noch nicht funktionieren, seien noch abzustimmen und in Einzelfällen noch zu regeln.

Auch der Betriebsleiter des Aachener Stadtbetriebes, Herr Thalau, betont, dass beide Bereiche in einem guten und offenen Dialog miteinander seien. Allerdings seien die konkreten Rahmenbedingungen und jeweiligen Rechte wie Pflichten noch nicht verschriftlicht worden. Hierzu hat der Fachbereich 11 zu mehreren Terminen im 4. Quartal geladen, um wesentliche Prozesse zu aufzunehmen und zu beschreiben.

Der Ausschussvorsitzende, Ratsherr Servos, merkt abschließend an, dass der Prozess noch nicht so häufig und intensiv betrieben worden sei, als dass ausführlich über Erfahrungen in der Tiefeberichtet werden könne.

Beschluss

Der Betriebsausschuss Aachener Stadtbetrieb nimmt den Sachstandsberichtbericht zur Umsetzung des Auftraggeber-/Auftragnehmermodells einstimmig zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Betriebsausschuss Aachener Stadtbetrieb nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Der Sachstand des Auftraggeber- / Auftragnehmermodells im Bereich des Grün- und Freiflächenmanagements wurde zuletzt in der Sitzung des Betriebsausschusses Aachener Stadtbetrieb am 10.03.2020 vorgestellt. Es wurde beschlossen, künftig halbjährig über die weitere Entwicklung zu berichten.

Sachstand Auftraggeber FB 36

Im Zuge der Neuorganisation der Zuständigkeiten für städtische Grünanlagen hat der Fachbereich Umwelt (FB 36) die Produktverantwortung für Grün- und Parkanlagen, Straßenbegleitgrün und Spielplätze übernommen. Diese drei Typen städtischer Freianlagen sind in Bezug auf die Funktionen für die Öffentlichkeit strategisch besonders bedeutend. In einem ersten Schritt wurde die planerische Zuständigkeit, welche zuvor auf mehrere Organisationseinheiten der Verwaltung verteilt war, bei FB 36 gebündelt. In einem weiteren Schritt wird die Kooperation zwischen dem FB 36 und dem Aachener Stadtbetrieb (E 18), dort insbesondere dem Geschäftsbereich 'Grünflächen und Friedhofswesen', strukturiert.

Dies erfolgt im Rahmen eines vom Fachbereich Personal und Organisation (FB 11) bereits initiierten Prozesses, bei dem Themenfelder wie z.B. Nachpflanzungen, Planvereinbarungen, Baustellenmanagement, Sondernutzungen etc. behandelt werden. Hierzu wurden seitens des FB 11 für das vierte Quartal 2020 mehrere Termine vorgesehen.

Im Rahmen seiner Produktverantwortung erstellt der Fachbereich Umwelt die strategischen Leitlinien für die Entwicklung der städtischen Grün- und Spielanlagen. Dies erfolgt in Form des Spielplatzkonzepts und des bereits beschlossenen Freiraumkonzepts 'Die Grüne Krone', auf dessen Grundlage flächenspezifische Pflege- und Entwicklungspläne erstellt werden.

Das Freiraumkonzept enthält neben Analysen zur Grünversorgung und zur strategischen Bedeutung einzelner Anlagen auch Einstufungen zur Pflegepriorität. Für eine weitere Differenzierung nach den sogenannten 'Nutzungsarten', also den verschiedenen Flächen- und Ausstattungstypen in den einzelnen Anlagen, ist eine eindeutige Definition und Beschreibung von Pflegezielen notwendig. Um die Anforderungen an den Leistungsumfang abschätzen zu können, hat sich FB 36 über das Betriebsführungssystem des E 18 informiert, welches den Ressourceneinsatz je Objekt dokumentiert.

Die Steuerung eines höheren, gleichbleibenden oder niedrigeren Standards gemäß den strategischen Vorgaben des Freiraumkonzepts erfolgt für die Grünanlagen über eine detaillierte und noch auszuformulierende Pflegevereinbarung zwischen FB 36 und E 18.

Um konkrete Ergebnisse für die jeweiligen Flächen zu erreichen, werden auf die einzelnen Nutzungsarten und Ausstattungen bezogene Pflegeziele und -leistungen definiert.

Über die bereits bestehenden Pflegevereinbarungen hinaus werden in den kommenden Monaten für weitere Grünanlagen in unterschiedlichen Stadien ihres Lebenszyklus Pflegeziele aufgestellt und dokumentiert werden. Hierzu eignen sich als neuwertige Grün- und Spielanlage'Alter Tivoli', als junge Anlage der Rehmplatz, als ältere Grün- und Spielanlage der Ferberpark sowie als renovierungsbedürftige Anlage das Gründreieck am Marschiertor. Eine gemeinsame Besichtigung der Anlagen ist bereits terminiert. Bis zum Frühjahr 2021 sollen zudem Vereinbarungen zur Unterhaltungdes Lousbergs erarbeitet werden, damit die Pflege dieser derzeit noch von einer Arbeitsgruppe des Sozialwerks Aachener Christen e.V. betreuten Anlage auch langfristig gesichert werden kann.

Grundlage der Pflegevereinbarungen soll der bereits im Rahmen der oben genannten Vorlage erläuterte Objektkatalog „Freianlagen“ unter Zuhilfenahme des Bildkatalogs der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung und Landschaftsbau e.V. (FLL) sein. Die für die einzelnen Nutzungsarten und Ausstattungen definierten Pflegeziele und -leistungen sollen mit einem Übersichtsplan und Referenzbildern dokumentiert und in das Betriebsführungssystem übernommen werden.

Die Priorität für die Erarbeitung dieser Pflegevereinbarungen liegt zunächst auf den strategisch besonders wichtigen und den in den vergangenen Jahren neu hergestellten Grünanlagen.

Übergreifendes Ziel des Organisationsprozesses ist es, die jeweiligen Kompetenzen des FB 36 und des E 18 effizient und einander ergänzend einzusetzen, um so den zahlreichen Anforderungen und Herausforderungen in den städtischen Grün- und Parkanlagen bestmöglich gerecht zu werden.

Sachstand Auftraggeber FB 52, E 26, FB 45, FB 23

Der Aachener Stadtbetrieb ist in der Funktion des Auftragnehmers des Weiteren von den nachstehenden Bereichen beauftragt:

FB 52: Unterhaltung der städtischen Sportanlagen

E 26: Pflege und Unterhaltung des Gebäudebegleitgrüns sowie der Grünanlagen auf städtischen bebauten Liegenschaften in der Verwaltung des E 26

FB 45: Kontrolle, Sicherung und Unterhaltung der Spielgeräte an Schulen und Kindertageseinrichtungen

FB 23: Kontrolle und bedarfsgerechte Pflege des Baumbestandes auf unbebauten städtischen Liegenschaften

Für das Jahr 2021 ist es seitens dieser Auftraggeber gewünscht, dass der Stadtbetrieb die bislang erbrachten Leistungen in gleichem Umfang und gleicher Qualität weiterhin gewährleistet. Grundlage ist – ebenso wie im Arbeitsverhältnis zwischen FB 36 und E 18 – eine sehr hohe Zufriedenheit, sowohl in der fachlichen wie bedarfsgerechten Ausführung als auch der flexiblen Umsetzung von Anforderungen, welchevon gegenseitigem Vertrauen und Transparenz geprägt ist.

In Anlehnung an die noch zwischen E 18 und FB 36 zu vereinbarenden Pflegestandards sollen auch die Leistungsinhalte mit diesen Auftraggebern im kommenden Jahr näher definiert werden, um eine stadtweit einheitliche Systematik sicherzustellen. Auf Wunsch dieser Auftraggeber soll der Stadtbetrieb das Unterhaltungsbudget über den Wirtschaftsplan weiterhin wie gewohnt verwalten, um effektiv und flexibel auf Anforderungen und äußere Einflüsse (z.B. Trockenheit) reagieren zu können.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2020-09-14 E 18_0233_WP17 Erfahrungsbericht zu SAO.pdf

Betroffene Straßen

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Metadaten

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Ö 8
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sondersitzung des Betriebsausschusses für den Aachener Stadtbetrieb
Gremium
Betriebsausschuss Aachener Stadtbetrieb
Datum
Do., 01.10.2020
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
E 18 - Aachener Stadtbetrieb
Geändert
18.2.2026
Inhalt abgerufen
17. Februar 2026 um 23:42

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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