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Quartiersentwicklung -Vaals Grenze- hier: Ergebnis des kooperativen Werkstattverfahrens

FB 61/1074/WP18 · Entscheidungsvorlage

Quartiersentwicklung -Vaals Grenze- hier: Ergebnis des kooperativen Werkstattverfahrens

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Herr Bezirksvertreter Gilson (CDU-Fraktion) stellt als Beteiligter im Werkstattverfahren anhand einzelner Pläne den aktuellen Stand der Quartiersentwicklung im Bereich Vaals Grenze vor. Er lobt die Arbeit der Verwaltung, die in einem sehr straffen zeitlichen Rahmen die Planungsprozesse vorangetrieben habe.

Er berichtet, dass der Investor des Objekts Naanhof auf der niederländischen Seite derzeit die Errichtung eines Parkhauses prüfe. Zudem sei geplant, den S-Oliver-Store näher zur Straße zu verlagern.

Im Rahmen eines Architektenwettbewerbs seien mehrere Planungsentwürfe vorgestellt worden. Der Wettbewerb sei von Workshops begleitet worden, die laut Herrn Bezirksvertreter Gilson (CDU-Fraktion) sehr konstruktiv verliefen. Den Zuschlag habe das Büro CROSS Architecture erhalten. Die abschließende Planung stehe zwar noch aus, solle jedoch in das Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplans übernommen werden.

In den Workshops seien zahlreiche Themen behandelt worden. Unter anderem sei diskutiert worden, wie die Grenze zu den Niederlanden gestalterisch erlebbar gemacht werden könne. Auch die Wohnbebauung auf beiden Seiten der Grenze sei ein zentrales Thema gewesen. Dabei sei auf eine Anpassung an die vorhandene Bebauung auf niederländischer Seite geachtet worden - zu groß oder wuchtig solle das neue Quartier nicht werden.

Geplant sei ein zentraler Platz mit Parkmöglichkeiten, innerhalb des Wohngebietes solle Autoverkehr möglichst reduziert werden. Eine Wendeschleife für Busse sei nicht vorgesehen, da man auf eine enge Kooperation mit den niederländischen Partnern setze - der vorhandene Busbahnhof auf niederländischer Seite solle genutzt werden. Insgesamt handele es sich um ein harmonisch abgestimmtes Konzept.

Die Vorsitzende äußert Unverständnis darüber, dass die Entwürfe nicht öffentlich präsentiert worden seien.

Herr Bezirksvertreter Gilson (CDU-Fraktion) erläutert, dass es Informationsveranstaltungen gegeben habe, bei denen Bürgerideen aufgenommen worden seien. Die Auswahl des Siegerentwurfs sei jedoch allein Aufgabe der Fachjury gewesen. Darüber hinaus seien die Unterlagen online zugänglich.

Herr Bezirksvertreter Klick (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen) erinnert an eine Sitzung der Bezirksvertretung im Jahr 2023, in der bereits umfassend über die Quartiersentwicklung beraten worden sei.

Herr Bezirksvertreter Gilson (CDU-Fraktion) ergänzt, dass es sich um ein standardisiertes Wettbewerbsverfahren gehandelt habe, das üblicherweise nicht öffentlich durchgeführt werde. Im vorliegenden Fall sei der Prozess jedoch ungewöhnlich transparent verlaufen.

Herr Bezirksvertreter Kusch (CDU-Fraktion) bedankt sich für die Ausführungen. Er fragt nach, ob Detailfragen - etwa zu Ladestationen, Toilettenanlagen für Busfahrer*innen oder ähnlichen Themen - bereits aufgenommen worden seien oder erst im weiteren Verfahren behandelt würden.

Herr Bezirksvertreter Gilson (CDU-Fraktion) verweist in diesem Zusammenhang auf das Bebauungsplanverfahren. Solche Detailfragen würden dort behandelt, jedoch zunächst nichtöffentlich. Erst im Rahmen der zweiten Sitzung erfolge die Offenlage und damit die formelle Beteiligung der Öffentlichkeit.

Herr Bezirksvertreter Kusch (CDU-Fraktion) bittet um eine grundsätzliche Einordnung: Was sei der ursprüngliche Gedanke hinter der Quartiersentwicklung gewesen?

Herr Bezirksvertreter Gilson (CDU-Fraktion) erklärt, dass unter anderem der Wohnraummangel, insbesondere für Beschäftigte der Uniklinik Aachen, einer der zentralen Gründe für die Entwicklung des Quartiers sei.

Die Vorsitzende fragt nach dem Zeitpunkt, ab dem die Öffentlichkeit formell beteiligt werde.

Herr Bezirksvertreter Gilson (CDU-Fraktion) erläutert, dass dies mit dem Beschluss des Bebauungsplans durch die politischen Gremien geschehe - zu diesem Zeitpunkt werde die Offenlage eingeleitet.

Herr Bezirksvertreter Hamann-Hensell (SPD-Fraktion) erkundigt sich nach dem weiteren zeitlichen Ablauf.

Herr Bezirksvertreter Gilson (CDU-Fraktion) gibt an, dass mit der Offenlage im vierten Quartal 2025 zu rechnen sei. Bis dahin würden die Nacharbeiten und planerischen Präzisierungen abgeschlossen.

Beschluss

Die Bezirksvertretung Aachen-Laurensberg nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis und empfiehlt dem Planungsausschuss, dem Empfehlungsgremium zu folgen und den vorgeschlagenen Entwurf von Cross Architecture, Aachen | karres en brands, Hilversum als Grundlage für die weitere Entwicklung zu überarbeiten.

Beschlussvorschlag

Die Bezirksvertretung Aachen-Laurensberg nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis und empfiehlt dem Planungsausschuss, dem Empfehlungsgremium zu folgen und den vorgeschlagenen Entwurf von Cross Architecture, Aachen | karres en brands, Hilversum als Grundlage für die weitere Entwicklung zu überarbeiten.

Der Wohnungs- und Liegenschaftsausschussnimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis und empfiehlt dem Planungsausschuss, dem Empfehlungsgremium zu folgen und den vorgeschlagenen Entwurf von Cross Architecture, Aachen | karres en brands, Hilversum als Grundlage für die weitere Entwicklung zu überarbeiten.

Der Planungsausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis und beschließt, dem Empfehlungsgremium zu folgen und den vorgeschlagenen Entwurf von Cross Architecture, Aachen | karres en brands, Hilversum für die weitere Entwicklung zu überarbeiten.

Erläuterungen

  1. Verfahrensablauf

Nach vorheriger Empfehlung der Bezirksvertretung Aachen-Laurensberg am 28.08.2024, hat der Planungsausschuss am 29.08.2024 die Durchführung eines kooperativen Werkstattverfahrens auf Grundlage des Auslobungstextes beschlossen (FB 61/1017/WP18).

Das Werkstattverfahren fand in der Zeit vom 15.11.2024 bis zum 04.04.2025 statt und wurde in zwei Entwurfsphasen mit Zwischen- und Abschlusspräsentation durchgeführt. An dem Werkstattverfahren haben drei Planungsbüros teilgenommen, diese haben sich durch Freiraumplaner verstärken lassen. Begleitet wurde das Verfahren von einem 8-köpfigen Empfehlungsgremium, das aus Vertreter*innen der Politik, der Verwaltung sowie externen Expert*innen bestand. Das Empfehlungsgremium wurde zusätzlich durch den Hauptinvestor, zwei Vertreter*innen der Eigentümer*innen sowie zwei Vertreter*innen der Öffentlichkeit als beratende Mitglieder unterstützt.

Insgesamt wurden drei städtebauliche Konzepte für das Plangebiet erarbeitet. Diese wurden in der Zwischenpräsentation am 31.01.2025 von den jeweiligen Büros präsentiert und die Entwurfsansätze in der Jury beraten. Die jeweiligen Empfehlungen und Hinweise für eine Überarbeitung, wurden den Planungsteams im Nachgang für die weitere Bearbeitung zur Verfügung gestellt.

Alle drei Konzepte wurden im Anschluss weiterbearbeitet und in der Abschlusspräsentation am 04.04.2025 dem Empfehlungsgremium vorgestellt (siehe Anlage 3).

  1. Ergebnis des Empfehlungsgremiums

Das Gremium würdigt die hohe Qualität und die geleistete Arbeit. Das Empfehlungsgremium empfiehlt mehrheitlich (Abstimmungsergebnis: 7:1) den Entwurf vom Team Cross Architecture, Aachen | karres en brands, Hilversum als Grundlage für die weiteren Planungsschritte heranzuziehen. Die in dem Beurteilungstext aufgeführten Prüfaufträge / Überarbeitungshinweise sind in Hinblick auf die Qualifizierung des Entwurfes zu berücksichtigen.

Für den Fall, dass eine überzeugende Weiterentwicklung des empfohlenen Entwurfes des Teams Cross Architecture, Aachen | karres en brands, Hilversum nicht gelingt, ist es auch möglich für die weiteren Planungsschritte, auf die nachrangig platziere Arbeit (bjp, Dortmund | OTTL Landschaftsarchitektur, München) zurückzugreifen.

Der Vorlage liegt das Protokoll der Gremiumssitzung bei.

  1. Weiteres Vorgehen

Das Planungsbüro Cross Architecture, Aachen | karres en brands wird mit der Überarbeitung entsprechend den Empfehlungen des Gremiums beauftragt. Der überarbeitete Entwurf soll im Anschluss die Grundlage für den aufzustellenden Bebauungsplan darstellen. Alle Entwürfe werden zeitnah öffentlich ausgestellt, sodass die Öffentlichkeit die Möglichkeit erhält sich über das Ergebnis informieren zu können.

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen:

JA

NEIN

X

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Folge-kosten (alt)

Folge-kosten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

0

0

0

0

0

0

Abschreibungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):

Keine


Klimarelevanz:

Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die

Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)

Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

X

Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:

gering

mittel

groß

nicht ermittelbar

X

Zur Relevanz der Maßnahme für die Klimafolgenanpassung

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

X

Größenordnung der Effekte

Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.

Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels)

Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels)

Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:

vollständig

überwiegend (50% - 99%)

teilweise (1% - 49 %)

nicht

X

nicht bekannt

Abstimmungsergebnis

Einstimmig (aus Gründen der Befangenheit, hat Herr Bezirksvertreter Liebmann (Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen) nicht an der Abstimmung teilgenommen)

Weitere Dokumente (5)

Die Dokumente werden direkt vom Ratsinformationssystem der Stadt Aachen abgerufen und nicht von uns gespeichert oder gehostet.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2025-04-09 FB 61_1074_WP18 Quartiersentwicklung SAO.pdf

28.4.2025

15.1 MB

Metadaten

TOP
Ö 8
Sitzung
Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Laurensberg
Gremium
Bezirksvertretung Aachen-Laurensberg
Datum
Mi., 14.05.2025
Uhrzeit
17:30
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
Zusätze
Die Anlagen stehen ausschließlich in ALLRIS zur Verfügung.
Geändert
29.4.2026
Inhalt abgerufen
19. Mai 2026 um 16:06

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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