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Wirtschaftsjahr 2019/2020 von Stadttheater und Musikdirektion Aachen – Ausblick auf das voraussichtliche Jahresergebnis per 31.07.2020

E 46/47/0137/WP17 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Herr Ehlert berichtet, die Betriebsleitung von Stadttheater und Musikdirektion Aachen freue sich über die Zahlen des Vierteljahresberichtes. Zu erwarten sei ein Jahresabschlussergebnis mit einem Überschuss in einer Größenordnung von über 2 Mio. Euro.Corona bedingt seien die letzten Monate sehr arbeitsaufwendig für die Verwaltung gewesen und für den künstlerischen Bereich eine große Herausforderung. Umso dankbarer sei er über die gute Arbeit der Verwaltung, wie die umfangreiche Rückabwicklung der Eintrittskarten und die Abwicklung der Kurzarbeit, sowie über die gelungene Umsetzung der im Juni kurzfristig möglich gewordenen Projekte im künstlerischen Bereich. Insbesondere im Bereich der Kurzarbeit hätten alle Abteilungen an einem Strang gezogen. Die Kurzarbeit endemit Ablauf des September.

Der Blick auf die laufende Spielzeit sei, wegen der Corona-Beschränkungenhinsichtlich der Erlöse unerfreulich.Auch bei einer hohen Auslastung sei angesichts der enorm eingeschränkten Platzkapazitäten mit Erlöseinbußenvonknapp zwei Millionen Eurozu rechnen.

Frau Bürgermeisterin Dr. Schmeer bedankt sich für die Ausführungen und die schönen kleinen Vorstellungen. Sie freue sich auch über die neue Bestuhlung im Theater.

Frau Crumbach-Trommler bedankt sich besonders für das Engagement des Orchesters, welcheseinige kleinere Projekte in der Krise umgesetzt hatte.

Herr Pilgram schließt sich dem Dank für das gute Krisenmanagement und die Produktionen an und erkundigt sich nach der aktuellen Probensituation.

Herr Schmitz-Aufterbeck erläutert, die Umstrukturierung des Spielplanes sei nicht einfach gewesen. Es müsse teilweise mit veränderten Fassungen gearbeitet werden, damit die Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden könnten. Aktuell sei es möglich mit 19-21 Orchestermusikern im Orchestergraben zu arbeiten. Die Situation sei für die Mitarbeiter*innen nach wie vor, besonders hinter der Bühne, schwierig. So müssten z. B. die Maskenbildner*innen mit Augen-und Mundschutz, Kittel, sowie Handschuhen arbeiten. Zwischen den einzelnen Schminkterminen müsse jeweils ausreichend Zeit zur gründlichen Desinfektion eingeplant werden. Für die Proben seien geeignete Räume und zum Teil Sonderlösungen notwendig. Bei den Proben für die aktuelle ProduktionDie Irre von Chaillotstießen die Regeln auf hohe Akzeptanz. Die künstlerischen Mitarbeiter*innen seien sehr glücklich darüber, wieder ihrer Arbeit nachgehen zu dürfen.

Auch für den Chor habe sich eine neue Situation ergeben. Durch die Reduzierung des Mindestabstandes bei Sänger*innen seien, zur großen Freude der Sänger*innen, auch Chorproben wieder möglich.

Auf die Frage von Herrn Pilgram, welche Angebote es für Kinder geben werde, antwortet Herr Schmitz-Aufterbeck. Das in der Kammer geplante Kinderstück von Zirkusmaria sei dieBremer Stadtmusikanten, dies werde ab Februar aufgeführt.

Herr Ward berichtet über die geplante Kinderoper Jakub Flügelbunt, die im Depot und auch in der Kölner Philharmonie aufgeführt wird.

Frau Dr. Zeppenfeld berichtet über den Sommernachtstraum. Dieser sei für Zuschauer ab 13 Jahrengeeignet. Zudem berichtet Frau Dr. Zeppenfeld über die Produktion Lokal Europa, welche als interaktiver Abend live oder als Streaming erlebt werden kann. 40 Zuschauer im Depot und 150 Zuschauer online könnten aktiv mitreden, chatten und abstimmen.

Beschluss

Der Betriebsausschuss Theater und VHS nimmt die Ausführungen von Stadttheater und Musikdirektion Aachen zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:


Der Betriebsausschuss Theater und VHS nimmt die Ausführungen von Stadttheater und Musikdirektion Aachen zur Kenntnis.

Erläuterungen

Erläuterungen:


  • Erträge
    Aufgrund der Corona-Pandemie konnte der reguläre Spielbetrieb nur bis zum 11.03.2020 aufrechterhalten werden. In der Zeit danach konnte kein nennenswerter Umsatz mehr generiert werden, so dass die Umsatzerlöse im Vergleich zum Planwert voraus­sichtlich um rd. 1 Mio. Euro geringer ausfallen werden. Die im Vergleich dazu den Planwert leicht übersteigenden sonstigen Erträge spielen demgegenüber eine eher untergeordnete Rolle. Gleichwohl ist in diesem Zusammenhang herauszustellen, dass sich im Rahmen der sehr arbeitsintensiven Rückabwicklung des Ticketvorverkaufs für die ausgefallenen Veranstaltungen eine bemerkenswert hohe Bereitschaft des Theater- und Konzertpublikums gezeigt hat, auf die Rückerstattung des Ticketpreises für ausgefallene Vorstellungen zu verzichten und diese Beträge stattdessen dem Theaterbetrieb als Spende zu belassen. Hierfür bedanken wir uns bei unserem Theater- und Konzertpublikum auch an dieser Stelle nochmals ausdrücklich und sehr, sehr herzlich.
  • Personalaufwand
    Der Personalaufwand wird voraussichtlich um fast 3 Mio. Euro unter Plan liegen. Neben der stets vorausschauend defensiven Bewirtschaftung der Personalkostenansätze (z.B. durch zeitlich verzögerte Nachbesetzung von Vakanzen – auch bei Langzeiterkrankungen, Elternzeiten etc.) ist hierfür im Bereich des festbeschäftigten Personals vor allem ursächlich, dass im Zuge der Corona-Pandemie seit Ende Februar sämtliche Stellenbesetzungsverfahren gestoppt bzw. ausgesetzt wurden, so dass vakante Stellen seit Beginn des Jahres nicht nachbesetzt wurden. Darüber hinaus hat die Einführung von Kurzarbeit in weiten Bereichen des Theaterbetriebes durch die damit verbundenen Erstattungsleistungen durch die Bundesagentur für Arbeit den Personalaufwand deutlich reduziert.

Weiterhin konnten die Rückstellungen für Urlaubsansprüche und für die Abgeltung von Überstunden und Mehrarbeit zu großen Teilen dadurch abgebaut werden, dass die üblicherweise in den Theaterferien durchzuführenden Wartungsarbeiten zeitlich vorgezogen wurden. Im Zuge dessen wurde unter anderem auch in Eigenleistung die Bestuhlung im Großen Haus umfassend instand gesetzt (und im Parkett vollständig erneuert). Damit konnten nahezu sämtliche Beschäftigte ihren Urlaub in den Theaterferien in Anspruch nehmen, so dass diesbezüglich zum Stichtag 31.07.2020 auch keine neuen Rückstellungen – zumindest nicht in der bislang üblichen Höhe – zu bilden sind. Gleiches gilt für die Kontingente von Überstunden und Mehrarbeit, die im Vorfeld der Kurzarbeitsregelung abzubauen waren.

Schließlich führt die Einstellung des Spielbetriebes ab Mitte März auch im Bereich der Teilspielzeitbeschäftigten und selbstständigen Gäste durch das nicht zu Stande kommen ursprünglich geplanter Verträge zu erkennbarem Minderaufwand gegenüber Plan in einer Größenordnung von 400 TEuro.

  • Sachaufwand
    Die Erhöhung des Verwaltungskostenbeitrags im Kalenderjahr 2020 verhält sich aufgrund der gleichzeitigen Erhöhung des städtischen Betriebskostenzuschusses zwar ergebnisneutral, bedeutet aber alleine im Bereich des Sachaufwandes betrachtet zunächst einen Mehraufwand gegenüber Plan. Umso beachtlicher ist, dass der Sachaufwand insgesamt den Planansatz trotz dieser zusätzlichen Kosten voraussichtlich deutlich unterschreiten wird. Ursache hierfür sind insbesondere deutlich geringere Kosten für Mieten, Energie, Reinigungsleistungen u.ä. sowie im Bereich Marketing – bedingt durch den nicht mehr stattgefundenen Spielbetrieb.
  • Gesamtergebnis / Rücklage / Ausblick
    Nach den obenstehenden Ausführungen wird das Jahresabschlussergebnis 2019/2020 insgesamt voraussichtlich deutlich besser als geplant ausfallen. Zum jetzigen Zeitpunkt erscheint ein Jahresüberschuss in einer Größenordnung von deutlich über 2 Mio. Euro als durchaus wahrscheinlich.

Unter Berücksichtigung des derzeit noch in Prüfung befindlichen vorläufigen Jahresabschlussergebnisses 2018/19 (Stand 22.01.2020 rd. 1,1 Mio. Euro Überschuss) würde demzufolge die allgemeine Rücklage zum Stichtag 31.07.2020 voraussichtlich auf deutlich über 3 Mio. Euro anwachsen. Diese Rücklagenentwicklung würde den Theaterbetrieb in die Lage versetzen, den abweichend von der verabschiedeten Wirtschaftsplanung zu erwartenden pandemiebedingten Umsatzausfall, der sich als Folge des in allen Spielstätten erheblich reduzierten Platzangebotes ergeben wird, zumindest in der gerade begonnenen Spielzeit 2020/2021 "aus eigener Kraft" auszugleichen.

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen:

Siehe Erläuterungen

Weitere Dokumente (1)

Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2020-08-26 E 46_47_0137_WP17 Wirtschaftsjahr 2019 SAO.pdf

8.11.2024

158.0 KB

Metadaten

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Ö 7
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Betriebsausschusses für das Theater und die VHS
Gremium
Betriebsausschuss Theater und VHS
Datum
Do., 24.09.2020
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
E 46/47 - Stadttheater und Musikdirektion
Geändert
18.2.2026
Inhalt abgerufen
17. Februar 2026 um 23:40