24. Juni 2025 um 18:00, Rathaus
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Verbesserung der Verkehrssituation am Soerser Weg - Erweiterter Antrag an das Bürgerforum vom 01.05.2025

FB 68/0240/WP18 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Der Antragsteller Herr Ehlen erläutert die aktuelle Situation indem er auf den im Herbst 2024 stattgefundenen Ortstermin verweist. Er erklärt sein Thema und betont, dass die vorgeschlagenen Lösungen in der bereitgestellten Vorlage (abrufbar in Allris) angemessen und effektiv sind.

Herr Geulen, Verkehrsplaner des FB 68 erläutert den Sachverhalt mithilfe einer Präsentation, die über Allris verfügbar ist und zeigt mit Hilfe von Bildmaterial den relevanten Bereich des Soerser Wegs. Er erklärt, dass der Abschnitt über den heute gesprochen wird, Teil der geplanten Rad-Vorrang-Route (RVR) ist. Die entsprechende Vorlage wird der Bezirksvertretung Aachen-Mitte vorgelegt.

Herr Ehlen merkt an, dass die Vorlage nur mithilfe der Bilddarstellungen wirklich verständlich ist. Im unteren Abschnitt des Soerser Wegs ist der Parkdruck geringer, allerdings stellt der Wegfall von Parkplätzen dort für Anwohnende ohne Garage ein Problem dar. Im oberen Abschnitt hingegen verfügen viele Anwohnende über Garagen oder Stellplätze, dort parken jedoch überwiegend Besucher*innen, die zu Fuß in die Innenstadt weitergehen.

Eine Anwohnerin des Soerser Wegs berichtet, dass sie bereits dort gewohnt hat, als damals der Radweg angelegt wurde. Ihrer Einschätzung nach ist es im unteren Abschnitt des Soerser Wegs unproblematisch, wenn dort weiterhin auf diesem geparkt wird. Im oberen Bereich ab Hausnummer 4 wird der Radweg derzeit nicht zu geparkt, da es verboten ist. Lediglich an der Kreuzung zur Merowingerstraße kommt es zu Beeinträchtigungen. Jedoch betont sie, dass es zu Schwierigkeiten kommen könnte, wenn Parkplätze gestrichen werden, vor allem für die Mieter, die dort wohnen. Sie erläutert außerdem, dass in der Krefelder Straße in Richtung Stadtpark Anwohnerparken eingeführt wird, was dazu führt, dass andere Anwohnende ausweichen. Teilweise werden Fahrzeuge wochenlang kostenlos im Soerser Weg abgestellt. Besonders rund um das CHIO entstehen dadurch große Parkprobleme. Zum Schluss fragt sie nach den früheren Arbeiten an der Leitung in der Straße: Im Zeitraum 2012/13 wurde die Kanalisation aufgegraben, und sie musste damals etwa 1000 Euro für den Anschluss bezahlen. Besteht die Möglichkeit, dass diese Kosten nun erneut auf sie zukommen?

Herr Kehr schildert seine Eindrücke vom Ortstermin und bestätigt, dass sich das Konzept des alternierenden Parkens grundsätzlich eignet. Er verweist auf einen deutlich erhöhten Parkdruck im Bereich oberhalb der Bäckerei Moss, insbesondere in der Zeit von etwa 7:15 Uhr bis kurz vor 8:00 Uhr. In diesem Zeitraum seien viele Fußgänger*innen sowie Kinder mit dem Fahrrad unterwegs. Teilweise würden Radfahrende sogar klingeln, um sich Platz auf dem Gehweg zu verschaffen, ehe sie schließlich auf die Fahrbahn ausweichen müssten.

Er weist darauf hin, dass das Anwohnerparken bereits ausgeweitet worden sei – allerdings sei der Soerser Weg bislang die einzige Straße im Umfeld ohne Bewohnerparkregelung. Zudem seien im Rahmen von Verkehrsüberwachungen Auffälligkeiten im Purheider Weg festgestellt worden. Er appelliert an die Verwaltung, das Konzept des alternierenden Parkens nun konkret in Angriff zu nehmen und sich dabei zunächst auf den oberen Bereich des Soerser Wegs zu konzentrieren.

Herr Dopatka äußert die Ansicht, dass die Realisierung von Option 2 rasch erfolgen kann. Option 2 sieht vor, dass das Parken auf dem Radweg in Richtung Stadt vollständig untersagt wird. Die beiden präsentierten Optionen widersprechen sich aus seiner Perspektive nicht.

Die Bewohnerin S. merkt an, dass sie beim Ortstermin im November 2024 gerne dabei gewesen wäre. Gerne hätte sie zu diesem Termin ebenfalls eine Wurfsendung im Briefkasten gehabt, wie zur heutigen Sitzung. Sie ist sowohl Radfahrerin als auch Anwohnerin und Autofahrerin und bezeichnet die aktuelle Parksituation als äußerst problematisch. Ihrer Ansicht nach sollte das Parken von Händlern und Besuchern vermieden werden. Tempo 30 alleine reiche hier nicht aus. Fahrzeuge würden im Bereich der Ecke in Richtung Bastei teils weit oben auf der Straße parken, was die Strecke unübersichtlich macht. Da Kinder in Gefahr sind, verlangt sie nach einer deutlichen Markierung des Radweges. Sie lehnt gleichzeitig das alternierende Parken ab, weil sie davon ausgeht, dass es den Radverkehr nicht fördert.

Frau Nüttgens spricht sich im Namen der SPD Fraktion für die kurzfristige, schnelle Umsetzung von Option 2 aus. Sie sieht darin einen Kompromiss für die obere Hälfte des Soerser Wegs. Ihrer Einschätzung nach entstehe dadurch kein Problem für die Anwohnenden, da nur etwa sechs Parkplätze entfallen würden. Gleichzeitig fordert sie, im Zusammenhang mit der Rad-Vorrang-Route (RVR) weitere Prüfungen zum Anwohnerparken vorzunehmen.

Herr Geulen schlägt vor, den unteren Abschnitt des Soerser Wegs anders zu behandeln. Er betont, dass der Soerser Weg Teil der Rad-Vorrang-Route (RVR) ist und durchgängig befahrbar bleiben muss. Obwohl eine durchgängige Radwegführung nicht empfohlen wird, wird dies in der Vorlage berücksichtigt. Die Regionetz-Baustelle betrifft nur Gas und Strom und verursacht keine Kosten. Es bestünden keine Widersprüche zwischen den Varianten; im Rahmen der RVR-Planung werde Option 1 ohnehin verfolgt, da eine ganzheitliche Betrachtung des Straßenraums notwendig sei. Zunächst könne Option 2 kurzfristig umgesetzt werden. Parken auf der Fahrbahn sei im oberen Bereich nicht möglich. Das Thema Anwohnerparken steht auf der Prioritätenliste weit oben.

Frau Falkenhauer, eine Anwohnerin macht darauf aufmerksam, dass aufgrund des Anwohnerparkens vermehrt fremde Autos verschwinden werden.

Frau Scheidt möchte das die Sicherheit der Kinder an oberster Stelle steht. Insbesondere dass Kinder auf die Straße ausweichen müssen sei keine Option. Sie nennt zwei Lösungen: Autos müssen von den Geh- und Radwegen verschwinden. Die Unfallgefahr könnte etwa durch taktile Streifen für Radfahrende verringert werden. Sie sieht die vorgeschlagene kurzfristige Lösung (Option 2) als schnell umsetzbar an und hebt hervor, dass sie auch die Sicherheit für Fußgänger verbessert und eine Gleichberechtigung auf dem Gehweg schafft.

Herr Dopatka stimmt Frau Scheidt zu und betont abermals, dass Option 2 Option 1 nicht ausschließe. Er sieht Option 2 als sinnvollen Zwischenschritt und stellt den Bürger*innen die Frage, ob der Fokus auf die obere Straße gelegt werden soll, da im unteren Bereich kein Problem besteht, oder ob beide Bereiche berücksichtigt werden sollen. Dabei unterstreicht er die Bedeutung einer schnellen Lösung.

Bewohner S. spricht sich dafür aus, den Radweg bis zur Bushaltestelle freizuhalten. Gleichzeitig regt er an, im grün gekennzeichneten Bereich auf der Folie 11, der in Allris zur Verfügung stehenden Präsentation zusätzliche Parkplätze zu schaffen (Kreuzung Merowingerstraße rechts in den Soerser Weg).

Herr Dopatka verweist auf Folie 4 und stellt die Frage, ob der blaue Abschnitt als Radweg freizuhaltend markiert ist. Er äußert die Annahme, dass es vermutlich nicht realisierbar sein wird, zusätzliche Parkplätze in dem mit Grün markierten Bereich einzurichten (siehe Folie 11), vermutlich aufgrund der Nähe zu Kreuzungen und Einfahrten.

Frau Schmidt-Promny äußert ihren Ärger über die Rücksichtslosigkeit mancher Verkehrsteilnehmenden und befürwortet ausdrücklich, den Radweg freizuhalten. An Herrn Geulen richtet sie die Bitte, die Situation schnell zu überprüfen, insbesondere im Hinblick auf mögliche Verlagerungen der Parkprobleme. Sie betont, dass Anwohnerparken eine Möglichkeit sei, verweist jedoch zugleich darauf, dass kein grundsätzlicher Anspruch auf öffentlichen Parkraum bestehe.

Ein Anwohner berichtet, dass seine Tochter täglich mit dem Fahrrad unterwegs sei und insbesondere der Bereich vor der Bäckerei, welcher als Treffpunkt für viele Schulkinder dient, problematisch ist. Er plädiert dafür, den Fokus auf den oberen Abschnitt des Soerser Wegs zu legen. Im unteren Bereich hingegen sei eine geänderte Parkraumordnung denkbar. Zudem hat er beobachtet, dass viele Fahrzeuge den Soerser Weg stadtauswärts als Durchgangsstrecke nutzten. Geschwindigkeitsüberschreitungen würden bei Kontrollen durch die Polizei deutlich weniger auftreten, in der Alltagsrealität ist das Verhalten jedoch häufig nicht regelkonform.

Ein Anwohner der Merowingerstraße befürwortet ebenfalls Option 2, da sie aus seiner Sicht mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden schafft. Er warnt, dass wechselseitiges Parken zusätzliche Risiken mit sich bringt. Er schlägt vor, eine genaue Prüfung des Bereichs vor der Bäckerei durchzuführen und den Radweg in Richtung Stadt durch bauliche Maßnahmen, wie beispielsweise Abpollerung, zu sichern.

Herr Deumens betont, dass der Soerser Weg Teil der geplanten Rad-Vorrang-Route ist. Option 1 ordnet er in die weiterführende Planung der RVR ein, während Option 2 aus seiner Sicht eine kurzfristig umsetzbare Maßnahme darstellt, um schon jetzt konkrete Verbesserungen für den Radverkehr zu erreichen.

Herr Dopatka stimmt zu, dass Option 2 schnell umsetzbar sei. Er bittet Herrn Geulen zunächst das Augenmerk auf das Gebiet zu richten, dass auf Folie 11 mit den Parkplatzkapazitäten von 4, 2, 1, 2, 2 angegeben ist. Im Bereich mit fünf Parkplätzen im grünen Bereich ist das Parken erlaubt, während die Bereiche mit 4,3 und 3 Parkplätzen vorerst unverändert bleiben können. Er weist zudem auf mögliche Verlagerungseffekte hin, die von den Anwohnenden beobachtet werden sollten. Insgesamt würden netto etwa sechs Parkplätze entfallen.

Ein Bürger erkundigt sich, wann mit einer Umsetzung der Maßnahme zu rechnen sei und was konkret als Nächstes passiere.

Herr Dopatka erläutert, dass der Punkt zunächst zur Kenntnis genommen und anschließend zur weiteren Beratung an die Bezirksvertretung Aachen-Mitte verwiesen wird.

Herr Geulen kündigt an, dass auf Basis der heutigen Diskussion eine überarbeitete Vorlage entsteht, in der die angesprochenen Inhalte und Lösungsansätze einfließen. Diese stimmt die Verwaltung anschließend mit der Straßenverkehrsbehörde und dem Straßenbaulastträger ab. Ziel ist es, den Prozess zügig voranzubringen. Vor der Umsetzung plant die Verwaltung eine Evaluation, um die Wirkung möglicher Maßnahmen einschätzen zu können. Innerhalb von zwei bis drei Wochen bringt sie die überarbeitete Vorlage in die politische Beratung ein, zunächst in die Bezirksvertretung Aachen-Mitte, dann in den Mobilitätsausschuss. Eine Entscheidung erwartet die Verwaltung bis Ende des Jahres.

Frau Scheidt plädiert dafür, die politischen Gremien frühzeitig einzubeziehen und hebt hervor, dass die Neubesetzung der relevanten Ausschüsse noch aussteht. Sie regt an, die Vorlage nur geringfügig zu überarbeiten, und bittet die Verwaltung um eine zügige Weiterbearbeitung des Anliegens in der Bezirksvertretung Aachen-Mitte.

Frau V., eine Bewohnerin, schließt sich Frau Scheidt an und betont die Bedeutung der Verkehrssicherheit, vor allem für Kinder. Sie spricht sich dafür aus, die vorgeschlagenen Maßnahmen möglichst noch vor Beginn des neuen Schuljahres auf den Weg zu bringen.

Herr Kehr schließt sich den Ausführungen von Frau Scheidt an. Er spricht sich dafür aus, auch das Anwohnerparken zeitnah umzusetzen.

Herr Dopatka merkt an, dass die Umsetzung des Anwohnerparkens nicht kurzfristig möglich sei. Die nächste Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Mitte ist am 3. September 2025. Bis dahin sollte die Abstimmung in der Verwaltung über die besprochenen Maßnahmen aus Option 2 erfolgen. Er lädt die Bürger*innen dazu ein.

Beschluss

Das Bürgerforum nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis und bittet die Verwaltung zur Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Mitte am 03. September 2025 die besprochenen Maßnahmen Abzustimmen und der B0 vorzustellen.

Erläuterungen

  1. Anlass

Der vorliegende Bürgerantrag gemäß §24 GO NRW (siehe Anlage 1) bezieht sich auf den Soerser Weg im Abschnitt zwischen dem Soerser Winkel und der Krefelder Straße. In diesem Bereich gibt es in stadteinwärtiger Fahrtrichtung einen ehemaligen Radweg auf Gehwegniveau. In einigen Abschnitten ist dieser Radweg mit dem Fahrrad befahrbar; in anderen Abschnitten ist er für Kraftfahrzeuge zum Parken freigegeben (siehe Anlage 2). Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit wird gefordert, dass das Parken auf dem Radweg nicht mehr erlaubt sein soll. Es wird vorgeschlagen, dass Fahrzeuge stattdessen alternierend am Fahrbahnrand parken. Auf diese Weise könne auch die Geschwindigkeit reduziert werden, sodass die Strecke für Durchgangsverkehr unattraktiver werde und die Lärmimmissionen der Anwohnenden des Soerser Wegs sinken.

  1. Vorangegangene Beratung im Bürgerforum

Im Antrag wird auf eine vorangegangene Beratung im Bürgerforum am 03.09.2024 verwiesen (Vorlage FB 68/0103/WP18). Anlass und Inhalt dieser Vorlage war jedoch die Wiederherstellung der stadtauswärtigen Nebenanlage nach dort durchgeführten Leitungsbauarbeiten. Dort war vor dem Umbau ebenfalls ein ehemaliger Radweg vorhanden, der auf dieser Seite jedoch zum Großteil legal beparkt wurde. In der Vorlage wurde erläutert, warum dieser Radweg im Anschluss an die Regionetz-Arbeiten nicht wiederhergestellt, sondern der angrenzende Gehweg verbreitert wurde.

In der Sitzung wurde von gefährlichen Situationen zur morgendlichen Hauptverkehrszeit berichtet. Es wurde vereinbart, einen gemeinsamen Ortstermin mit Bürger*innen, Politik und Verwaltung durchzuführen.

  1. Ortstermin

Dieser Ortstermin wurde am 27.11.2024 im Zeitraum von ca. 07:30 bis 08:30 Uhr morgens durchgeführt. Die Gruppe bestand aus etwa zehn Personen. Man beobachtete gemeinsam die Situation an der Kreuzung Soerser Weg/Purweider Weg vor der Bäckerei.

Im Fokus stand nicht die Nebenanlage der stadtauswärtigen Seite, die Gegenstand des vorangegangen Bürgerforums war, sondern vielmehr die Situation in stadteinwärtiger Fahrtrichtung. Es konnte beobachtet werden, dass der Radverkehr durch das legale und illegale Halten und Parken auf dem Radweg beeinträchtigt wird. Zu dieser Tageszeit waren viele Schüler*innen unterwegs. Da, wo Fahrzeuge den Radweg blockierten, wichen viele Radfahrende eher auf den Gehweg als auf die Fahrbahn aus.

Es zeichnete sich unter den anwesenden Personen die Mehrheitsmeinung ab, dass eine durchgängige Radverkehrsführung an dieser Stelle wünschenswert wäre, auch wenn dies zulasten von Parkraum gehen würde. Dabei wurden die folgenden zwei Optionen entwickelt:

  1. Neuordnung des Parkens hin zu alternierendem Parken, sodass mindestens die Nebenanlage des stadteinwärtigen Radwegs vom Parken freigehalten wird
  2. Ersatzloser Entfall der Parkstände auf dem stadteinwärtigen Radweg
  1. Fachliche Einschätzung

Der Soerser Weg ist Teil der in Planung befindlichen Rad-Vorrang-Route (RVR) Berensberg. Besonders vor diesem Hintergrund wird eine möglichst durchgängige und intuitive Führung des Radverkehrs angestrebt. Als Teil einer Tempo-30-Zone stellt die Führung des Radverkehrs im Mischverkehr die Regellösung dar. Die Anlage benutzungspflichtiger Radwege ist gemäß §45 Absatz 1c der Straßenverkehrsordnung (seit dem 01.02.2001) nicht zulässig. Lediglich bereits bestehende bauliche Radwege können weiterhin als nicht-benutzungspflichtige Wege erhalten bleiben.

In stadteinwärtige Fahrtrichtung hat der Radverkehr ab dem Eulersweg die Möglichkeit, in der Nebenanlage (also auf Gehwegniveau, nicht benutzungspflichtig) baulich getrennt vom Kfz-Verkehr zu fahren. Bis ca. 140 m vor der Krefelder Straße gibt es auf diesem rund 1,6 km langen Teilstück der RVR lediglich zwei Ausnahmen: An den in Anlage 2 hervorgehobenen Abschnitten muss der Radverkehr auf die Fahrbahn wechseln. Aufgrund der vorhandenen Steigung wäre aus Sicht der Verwaltung ein durchgängiges Angebot einer baulich getrennten Radverkehrsanlage stadteinwärts anzustreben. Im Zulauf auf die Krefelder Straße fährt der Radverkehr auf einem Schutzstreifen, der es ermöglicht, stehende Fahrzeuge zu passieren. Zudem ist der Soerser Weg in Abschnitten Teil der geplanten Erweiterungen der Bewohnerparkzonen E und E2.

Die oben beschriebene Option 1 (alternierendes Parken) würde eine ganzheitliche Neuordnung des Parkraums im Soerser Weg bedeuten. Auf der stadtauswärtigen Seite wird der Gehweg durch legales Gehwegparken auf das Maß von 1,50 – 2,00m eingeschränkt. Dieses Defizit würde mit der beschriebenen Neuordnung ebenfalls adressiert und behoben. Diese Option ist jedoch planerisch deutlich aufwendiger, da der Parkraum so angeordnet werden muss, dass der Soerser Weg für die ASEAG gut befahrbar bleibt. Hierfür sind Ausweichflächen für Bus-Pkw- und Bus-Bus-Begegnungen vorzusehen. Vor dem Hintergrund der kurvigen Streckenführung des Soerser Wegs ist diese Aufgabe mit höherem Aufwand verbunden als in anderen Straßen. Gleichzeitig soll der stadtauswärts auf der Fahrbahn fahrende Radverkehr durch parkende Fahrzeuge nicht übermäßig behindert werden. Zusammengefasst ist für Option 1 eine detaillierte Planung notwendig. Es ist vorgesehen, diese Planungsarbeit im Rahmen der Umsetzung der Rad-Vorrang-Route zu leisten (siehe dazu auch Abschnitt 5). Es ist derzeit nicht absehbar, wie viele Parkmöglichkeiten durch die Einrichtung von alternierendem Parken entfallen würden.

Die Einrichtung von alternierendem Parken hat in der Regel eine geschwindigkeitssenkende Wirkung. Die Verwaltung geht jedoch davon aus, dass die Befahrbarkeit durch Linienfahrzeuge dazu führt, dass Pkw durch die parkenden Fahrzeuge kaum beeinträchtigt werden und der verlangsamende Effekt im Soerser Weg nur gering ausfallen würde.

Option 2 (Entfall Parken stadteinwärts) wäre vergleichsweise kurzfristig umsetzbar. Durch Be-/Entschilderung würde das in Anlage 2 dargestellte gestattete Parken auf dem Radweg zurückgenommen. Es würden ca. 21 Parkmöglichkeiten entfallen. Es könnte in diesem Rahmen geprüft werden, ob der ehemalige Radweg auf der gegenüberliegenden Seite vor den Hausnummern 43 - 45 teilweise zum Parken freigegeben werden könnte. Dadurch könnten ca. fünf zusätzliche Parkmöglichkeiten entstehen, wodurch insgesamt nur 16 Parkstände entfallen würden. Dieser Radweg ist heute nur auf einem ca. 50 m langen Stück befahrbar und damit als Radverkehrsanlage vernachlässigbar. In stadtauswärtige Fahrtrichtung fährt der Radverkehr zwischen der Krefelder Straße und dem Soerser Winkel auf der Fahrbahn. Hierbei wäre zu prüfen, wie die Belange des ruhenden Verkehrs berücksichtigt wären, insbesondere das kurzfristige Halten in Höhe der Bäckerei. Eine adäquate Lösung wäre im Hinblick auf illegales Halten auf dem Gehweg für die Verkehrssicherheit nötig.

Bei beiden Optionen sollte der stadteinwärtige Radweg in regelmäßigen Abständen mit Fahrrad-Piktogrammen versehen werden, um die Benutzbarkeit durch Radfahrende zu verdeutlichen und illegalem Parken vorzubeugen. Beide Optionen sind zudem als kurzfristige, temporäre Übergangslösungen zu verstehen, die durch die Planung der RVR Berensberg und die Einrichtung der Bewohnerparkzonen hinsichtlich einer dauerhaften Lösung überprüft würden.

  1. Weiteres Vorgehen

Die kurzfristige Anpassung der Parkordnung zugunsten eines durchgehend befahrbaren Radwegs kann mit einer Empfehlung des Bürgerforums in der Bezirksvertretung Aachen-Mitte und im Mobilitätsausschuss beraten werden.

Die mittelfristige Planung des Soerser Wegs im Kontext der RVR Berensberg wird ab Herbst 2025 verstärkt vorangetrieben. Die Planungsvarianten sollen im kommenden Jahr politisch beraten werden.

Abstimmungsergebnis

Einstimmig angenommen
Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2025-06-16 FB 68_0240_WP18 Verbesserung der Ver SAO.pdf

16.6.2025

4.8 MB

Betroffene Straßen

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Metadaten

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Ö 5.1
Sitzung
Sitzung des Bürgerforums
Gremium
Bürgerforum
Datum
Di., 24.06.2025
Uhrzeit
18:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Status
öffentlich
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 68 - Mobilität und Verkehr
Geändert
8.2.2026
Inhalt abgerufen
8. Februar 2026 um 12:12

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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