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Sachstandsbericht zur Machbarkeitsstudie „Ertüchtigung des Grabenrings als Radverteilerring“

FB 68/0237/WP18 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Die Gäste des Planungsbüros VIA, Herr Gwiasda, sowie Frau Hesse und Frau Dogar, präsentieren zum Thema.

Dank dafür erhalten sie von Herrn Müller, der berichtet, man habe sich noch deutlich mehr Querschnitte angesehen, als hier vorgestellt. Grundsätzlich habe man ein durchgängiges Gestaltungselement haben wollen, was nicht so einfach funktioniere auf Grund der Heterogenität der eingebundenen Straßen. Man sei sehr froh, dass man mit dem Planungsbüro einen äußerst versierten externen und mit Bastian Weiser einen äußerst engagierten internen Partner habe.

In der BV Mitte sei der TOP ohne Vortrag behandelt worden, so Herr Lindemann. Daher seien dort noch einige Fragen offen geblieben, die heute geklärt wurden. Man sei an den Planungen des Radverkehrs auf dem Grabenring nicht unschuldig gewesen. Was er sich allerdings noch frage, sei, ob dies für alle so klappe.

Er wolle derzeit noch keine Aussage zu einer Variante treffen und freue sich lediglich, dass es gehe.

Dass man hier ganz offensichtlich viele Herausforderungen habe, sei klar, so Herr Neumann. Einige Klarheit sei nun geschaffen worden und müsse erstmal sacken gelassen werden. Auch die ASEAG solle einmal darauf schauen und anschließend müsse man in einen strukturierten Abwägungsprozess einsteigen, sowie einen Zeitplan vorlegen. Gerade diese Planungen seien an vielen Stellen ein wichtiger Anker für andere Bereiche.

Er danke für die Vorarbeit, so Herr van den Hurk. Das sei immerhin kein einfaches Projekt, was aber durch die Bepunktung gut eingegrenzt werden könne. Wichtig sei, die Perspektive von allen zu beachten. In Aachen sei schon viel passiert, das nächste Ziel müsse sein, die Kinder und vorsichtigen Erwachsenen auch zu ermutigen, das Fahrrad zu nutzen.

Vermutlich sei er etwas naiv gewesen, so Herr Nositschka, aber er sei etwas enttäuscht gewesen, dass so wenig dabei gewesen sei, was dem Radentscheid entspreche. Man müsse jetzt die Ergebnisse detailliert angehen und dann ggfs. noch einmal weiter denken.

Einige Aspekte bereiteten ihrBauchschmerzen, so Frau Strack. Als Beispiel nennt sie die niveaugleiche Haltestelle im Bereich des Seilgrabens. Grundsätzlich wünsche sie sich für die Haltestellen mindestens einen Zebrastreifen. Der geplante Multifunktionsstreifen sei zudem zu schmal für die Autos. Im Bereich des Templergrabens seien zudem die Bürgersteige zu schmal.

Enttäuscht zeigt sie sich darüber, dass das Ganze nicht in der Kommission vorgestellt worden sei.

Herr Müller dankt dem Gremium für die Rückmeldungen. Derzeit gehe es noch nicht um Festlegungen, wenngleich man sich bewusst sei, dass nicht alles wunschgemäß sei. Letzten Endes habe man eben auch den Baumbestand beachtet. Man werde jetzt eine Richtung ausarbeiten und dann in weiteren Gesprächen die Öffentlichkeit beteiligen. Bezüglich der Gehwegbreite habe man am Teilstück des Templergrabens eine Bestandsvariante vorgestellt, andere Planungen müssten immer mit den Kosten abgewogen werden.

Beschluss

Der Mobilitätsausschuss nimmt den Sachverhalt zur Kenntnis.

Erläuterungen

Auf Grundlage des am 12.09.2019 vom Mobilitätsausschuss einstimmig beschlossenen Rad-Vorrang-Netzes (vgl. Vorlage FB 61/1263/WP17) soll der Grabenring als zentraler „Radverteilerring“ die radial verlaufenden, qualitativ hochwertigen Radverkehrsverbindungen zwischen der Innenstadt und den äußeren Stadtteilen miteinander verknüpfen. Ziel ist eine integrierte Umgestaltung, die eine gesamtheitliche Förderung der Verkehrsmittel des Umweltverbundes (Fuß-, Rad- und öffentlicher Verkehr) auf dem Grabenring ermöglicht.

Zur Prüfung entsprechender Umgestaltungsmöglichkeiten wurde 2021 eine Voruntersuchung durchgeführt (vgl. Vorlage FB 61/0094/WP18). Diese befasste sich sowohl mit Ansätzen zur Reduzierung des Kfz-Verkehrs als auch mit der Eignung verschiedener Führungsformen für einzelne Abschnitte des Grabenrings. Als Ergebnis wurde die Verwaltung einstimmig beauftragt, das vorgestellte Konzept zur Ertüchtigung des Grabenrings weiter zu konkretisieren. Zuletzt wurde über den Sachstand im Rahmen der Behandlung des Bürgerantrages zum „Verkehrs- und Gestaltungskonzept des Grabenrings als Radverteilerring“ im Bürgerforum am 13.12.2022 berichtet (vgl. Vorlage FB 61/0571/WP18).

Auf Basis dieser Voruntersuchung wurde eine vertiefende Machbarkeitsstudie durch das Planungsbüro VIA aus Köln beauftragt. Ziel der Studie ist die Entwicklung richtlinienkonformer, sicherer und komfortabler Lösungen für den Radverkehr, die den Anforderungen einer Radhauptverbindung entsprechen. In Variantenuntersuchungen werden dabei abschnittsweise verschiedene Querschnittsoptionen erarbeitet, deren Auswirkungen auf unterschiedliche Nutzergruppen sowie auf die Gestaltung des Straßenraums bewertet werden. Lageplanskizzen verdeutlichen die grundsätzliche Machbarkeit der jeweiligen Vorzugsvariante.

Folgende Planungsbereiche mit jeweils spezifischen Rahmenbedingungen werden in der Studie betrachtet:

  1. Karlsgraben
  2. Löhergraben / Alexianergraben
  3. Peterstraße
  4. Seilgraben / Hirschgraben
  5. Driescher Gässchen / Templergraben (Ost)

Die Teilbereiche Templergraben (Verstetigung der Maßnahmen des Reallabors), Kapuzinergraben (Theaterplatz) und Kurhausstraße (im Zusammenhang mit der Verkehrslenkung im Projekt „Neue Innenstadtmobilität“) werden in separaten Projekten bearbeitet.

Die Machbarkeitsstudie befindet sich in einem fortgeschrittenen Bearbeitungsstand. Über den aktuellen Sachstand wird in der Bezirksvertretungs- bzw. Ausschusssitzung mündlich berichtet. Der Fokus liegt dabei auf den Zwischenergebnissen zur Auswahl von Vorzugsquerschnitten und Führungsformen in den einzelnen Planungsbereichen.

Abstimmungsergebnis

Einstimmig
Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2025-06-10 FB 68_0237_WP18 Sachstandsbericht zu SAO.pdf

18.6.2025

77.9 KB

Betroffene Straßen

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Metadaten

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Ö 4
Sitzung
Sondersitzung des Mobilitätsausschusses - Bitte beachten Sie, dass der Ratssaal nach derzeitigem Stand nicht barrierefrei erreicht werden kann.
Gremium
Mobilitätsausschuss
Datum
Do., 10.07.2025
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 68 - Mobilität und Verkehr
Geändert
8.2.2026
Inhalt abgerufen
8. Februar 2026 um 12:12

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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