Beratung
- Herr Schwenk teilt mit, dass es in jüngster Vergangenheit gehäuft Probleme mit verletzten Wildtieren gegeben habe, bei welchen der NABU um Unterstützung gebeten worden sei. Da sich der Tierpark Aachen diesbezüglich zurückgezogen habe und verletzte Wildtiere nicht mehr aufnehme, erkundigt er sich nach dem Sachstand hinsichtlich einer Kooperation der Stadt Aachen mit dem Kreis Düren. Dazu gibt Herr Röthke bekannt, dass tatsächlich die Schaffung einer überregionalen Tierpflegestation in Kooperation mit dem Kreis Düren geplant sei. Hier gebe es allerdings Verzögerungen. Das Thema stehe jedoch weiterhin im Fokus. Herr Dr. Laurien ergänzt, dass er versuchen werde, über den Kreis Düren Infos zu erlangen.
Herr Thomas führt aus, dass das Problem sehr komplex sei und die mit dem Kreis Düren angedachte Kooperation sich schwieriger als gedacht gestalte. Insbesondere fehle es an personellen Ressourcen. Er gehe daher davon aus, dass eine kurzfristige Lösung nicht zu erwarten sei. Er schlägt vor, das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Naturschutzbeirates zu setzen, so dass seitens der Verwaltung über den aktuellen Sachstand berichtet werden könne.
- Herr Schwenk spricht die auf dem Stadtgebiet Aachen geplante Wasserstoffleitung an, deren Planung bereits in einer Sitzung des Naturschutzbeirates Anfang des Jahres 2025 vorgestellt worden sei. Der NABU sei mit dem Planungsbüro, der Open Grid Europe (OGE) vor Ort im Indetal gewesen, durch welches eine Variante der Trasse führe. Er äußert Bedenken, dass der Naturschutzbeirat nicht in das Verfahren involviert werde, ähnlich wie bei den Planungen bei Camp Hitfeld.
Herr Thomas führt aus, dass die Planungen bei Camp Hitfeld völlig unabhängig von den Planungen zur Wasserstoffleitung seien und er insofern die Befürchtung des Herrn Schwenk nicht teile. Anschließend erläutert Herr Thomas den Stand des Verfahrens. Danach befinde man sich derzeit in der Linienfindung, welche verschiedene Varianten betrachte. Aus naturschutzfachlicher Sicht werde auf dem Stadtgebiet Aachen die Nordvariante entlang der Autobahn priorisiert. Ob sich diese Variante durchsetzen lasse, sei derzeit noch nicht absehbar. Die Stadt Aachen werde zwar beteiligt und könne ihre Ideen einbringen, fraglich sei jedoch, ob sich diese durchsetzten. Das Vorhaben wird im Weiteren über ein Planfeststellungsverfahren genehmigt, in dem die uNB nur eine Stellungnahme im Verfahren abgibt. Die Genehmigung erfolgt dann über die höhere Naturschutzbehörde.
- Herr Slevogt konnte zuletzt vermehrt feststellen, dass Kopfbäume auseinanderbrechen. Er erkundigt sich danach, ob seitens der Stadt Aachen Möglichkeiten bestehen, zu erwirken, dass diese besser gepflegt würden. Herr Röthke erwidert, dass der/die jeweilige Eigentümer*in der Bäume für die Pflege und Unterhaltung zuständig sei und eine Verpflichtung dazu nicht durch die Stadt Aachen auferlegt werden könne. Nur bei Naturdenkmalen sei die Stadt für die Pflege und Unterhaltung zuständig. Der Verlust der Bäume sei der unteren Naturschutzbehörde bekannt. Eine Möglichkeit, Pflegerückstände aufzuarbeiten, wäre ggfls. die Aushandlung entsprechender Verträge mit den Eigentümern*innen. Durch die personelle Verstärkung der uNB kann dies ggf. zukünftig wieder vermehrt fokussiert werden.
- Herr Dr. Stoll, Vertreter von Herrn Prof. Dr. Wagner, nimmt Bezug auf die Niederschrift der letzten Sitzung, in welcher festgehalten worden sei, dass das Thema der Beschilderung in Naturschutzgebieten hinsichtlich einer Hundeanleinpflicht nochmals aufgegriffen werden sollte. Herr Dr. Laurien weist darauf hin, dass Herr Prof. Dr. Wagner zugesagt habe, rechtlich zu überprüfen, ob überhaupt eine Hundeanleinpflicht bestehe. Nach Auskunft von Herrn Dr. Stoll habe er keine entsprechende Info von Herrn Prof. Dr. Wagner erhalten.
Herr Röthke teilt mit, dass das Thema der Neubeschilderung mit Herrn Meiners besprochen worden sei und dieser entschieden habe, dass vor Rechtskraft des neuen Landschaftsplans keine neue Beschilderung erfolge. Diese Entscheidung sei unabhängig davon, ob eine rechtliche Überprüfung ergebe, ob die Hundeanleinpflicht bestehe oder nicht. Das Thema der Hundeanleinpflicht soll nochmals in der kommenden Sitzung besprochen werden.
- Maximilian Schürz, neuer Mitarbeiter der unteren Naturschutzbehörde und Nachfolger von Manuela Dammers, stellt sich vor.
Für diesen Tagesordnungspunkt liegen noch keine Beratungsergebnisse vor.
Technische Details
ID: 1014670
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=1014670
Grunddaten
- TOP
- Ö 5
- Sitzung
- Sitzung des Naturschutzbeirates
- Gremium
- Naturschutzbeirat
- Datum
- Di., 08.07.2025
- Uhrzeit
- 17:05
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Status
- gemischt
Beschlussdokument
Sammeldokument öffentlich
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