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Erweitertes Sonntagsangebot für wohnungslose Menschen in Aachen – Angebot des Caritasverbandes

FB 56/0624/WP18 · Entscheidungsvorlage

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Beratungsergebnis:geändert beschlossen

Beratung

Zu Beginn des Tagesordnungspunkts weist Herr Deumens auf die Tischvorlage der Verwaltung hin und bittet Herrn Frankenberger um weitere Erläuterungen.

Herr Frankenberger erklärt, dass das Tabellenblatt „Finanzielle Auswirkungen“ dahingehend geändert wurde, dass die Maßnahme keine finanziellen Auswirkungen habe. Die Finanzierung sei bereits im Rahmen der Haushaltsberatungen in der Sitzung des Ausschusses für Soziales, Integration und Demographie am 30. Januar 2025 beschlossen wurde. Aus diesem Grund sei der Beschlussvorschlag um den Finanzierungsaspekt gekürzt worden.

Frau Braun bedankt sich für die Klarstellung und zeigt sich erfreut darüber, dass die Sonntagsöffnung in der Zeit von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr nun umgesetzt werden könne. Dennoch solle auch überlegt werden, ob über die Wintermonate eine darüber hinaus erweiterte Öffnungszeit möglich sei. Die Verwaltung möge prüfen, ob dazu noch Mittel verfügbar seien.

Frau van der Meulen schließt sich ihrer Vorrednerin an und weist darauf hin, dass der Winter nicht am 31. Dezember enden werde, sodass auch über eine erweiterte Öffnung des Tagestreffs im kommenden Jahr nachgedacht werden müsse. Zudem stellt Frau van der Meulen die Frage, ob die für dieses Jahr verbleibenden Restmittel in das Jahr 2026 übertragen werden können.

Frau Koentges begrüßt das Angebot der Sonntagsöffnung bis 12:30 Uhr und regt an, das nicht geregelte Delta in der Zeit von 12.30 Uhr bis 15.00 Uhr möglichst noch zu schließen. Sie schlage daher vor, den Beschlussvorschlag wie folgt zu erweitern:

Der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie beschließt ferner, die Verwaltung mit der Prüfung zu beauftragen, ob eine Erweiterung der Öffnungszeiten in der Zeit von 12.30 Uhr bis 15.00 Uhr umsetzbar wäre und welcher Kostenbedarf diesbezüglich bestehen würde.

Herr Deumens erklärt, dass für das aktuelle Haushaltsjahr 20.000 Euro für die erweiterten Öffnungszeiten am Sonntag in der Zeit von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr bereitgestellt worden seien. Für die Umsetzung seien seitens der Caritas jedoch lediglich Kosten in Höhe von rund 9.000 Euro geltend gemacht worden, sodass weitere finanzielle Mittel in Höhe von rund 11.000 Euro noch übrig sein müssten.

Herr Krosch (Caritas) teilt auf Anfrage mit, dass in Absprache mit dem Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration bislang noch nicht mit der Umsetzung der Maßnahme begonnen worden sei, da man den entsprechenden Beschluss des Ausschusses für Soziales, Integration und Demographie habe abwarten wollen. Außerdem erklärt Herr Krosch, dass man den Finanzierungsbedarf der Sonntagsöffnungen in der Zeit von 12.30 Uhr bis 15.00 Uhr zeitnah ermitteln und eine dergestalt erweiterte Sonntagsöffnung rasch umsetzen könne.

Herr Frankenberger erklärt, dass die weitergehende Ausweitung der Öffnungszeiten für das Jahr 2025 geprüft werden müsse. Für das Jahr 2026 könne aktuell noch keine Aussage getroffen werden. Die Übertragung etwaiger Restmittel in das Haushaltsjahr 2026 sei gesondert zu prüfen.

Herr Auler stellt heraus, dass eine Mittelübertrag in der Regel nicht einfach sei. Er rege an, eine solche Maßnahme über eine Leistungsvereinbarung zu regeln, welche eine Laufzeit bis zur Mitte eines Kalenderjahres habe.

Herr Szagunn schlägt vor, die in diesem Haushaltsjahr übrig gebliebenen, finanziellen Mittel zur Schließung der Lücke der Öffnungszeiten für die Zeit von Oktober bis Ostern zu nutzen. Generell wünsche er sich eine Verstetigung des Angebots.

Herr Hissel weist ausdrücklich darauf hin, dass eine Mittelübertragung zwingend mit der Kämmerin abzustimmen sei, die ferner für das laufende Jahr eine Bewirtschaftungsverfügung erlassen habe. Dies gelte auch bei Abschluss einer Leistungsvereinbarung. Nicht verwendete Finanzmittel werden zudem in der Regel von der Kämmerin genutzt, um das Haushaltsdefizit auszugleichen, sodass in jedem Fall eine Abstimmung mit der Kämmerin zwingend erforderlich sei.

Herr Auler schlägt unter Berücksichtigung des Vorschlags von Frau Koentges die Erweiterung des Beschlussvorschlages wie folgt vor:

Der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie beschließt ferner, die Verwaltung mit der Prüfung der bestmöglichen Erweiterung der sonntäglichen Öffnungszeiten im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel zu beauftragen.

Herr Deumens stellt den von Herrn Auler benannten Beschlussvorschlag zur Abstimmung. Der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie beschließt einstimmig den vorgenannten, geänderten Beschlussvorschlag.

Beschluss

Der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis und beschließt, die Erweiterung der sonntäglichen Öffnungszeiten für wohnungslose Menschen im Tagesaufenthalt „Café Plattform“ in der Zeit von 7:30 Uhr bis 12:30 Uhr. Der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie beschließt ferner, die Verwaltung mit der Prüfung der bestmöglichen Erweiterung der sonntäglichen Öffnungszeiten im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel zu beauftragen.

Beschlussvorschlag

Der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis und beschließt, die Erweiterung der sonntäglichen Öffnungszeiten für wohnungslose Menschen im Tagesaufenthalt „Café Plattform“ in der Zeit von 7:30 Uhr bis 12:30 Uhr mit 19.596,12 € zu finanzieren.

Erläuterungen

Mit Beschluss vom 30.01.2025 hat der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie die Verwaltung beauftragt, in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Niedrigschwelligkeit Gespräche mit potenziellen Trägern zur Ausweitung des Sonntagsangebotes für wohnungslose Menschen in Aachen zu führen.

An Sonntagen bieten verschiedene Pfarren im Wechsel ein kostenloses Frühstück für die Zielgruppe an. Der Cafébetrieb des Café Plattform ist sonntags von 15 bis 22 Uhr und damit bis zur Öffnung der Notschlafstelle geöffnet. Zur Finanzierung zusätzlicher sonntäglichen Öffnungszeiten wurden 20.000 € für das Haushaltsjahr 2025 bereitgestellt sowie für die Folgejahre 2026 bis 2028 ein Zuschuss in Höhe von jährlich 20.000 € eingeplant.

Die Verwaltung hat den Arbeitskreis Niedrigschwelligkeit am 05.03.2025 über den Beschluss informiert. Der Auftrag der Politik, ein zusätzliches Angebot an Sonntagen zu initiieren, wurde von allen Teilnehmenden begrüßt. Die Träger fühlen sich in ihrer Arbeit für wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen unterstützt.

Zwischenzeitlich wurden durch den Arbeitskreis Niedrigschwelligkeit die Bedingungen und strukturellen Voraussetzungen, die aus Sicht der Teilnehmenden für ein ergänzendes Sonntagsangebot erfüllt sein müssen, intern abgestimmt. Konkretes Interesse an der Umsetzung bestand sowohl beim WABe e.V. als auch beim Caritasverband. Die jeweils Verantwortlichen haben sich abgestimmt und sich im Sinne der Nutzer*innen des Angebotes darauf geeinigt, dass die zusätzliche Sonntagsöffnung in den Räumlichkeiten des Café Plattform angeboten werden soll.

Mit Schreiben vom 25.06.2025 übersendet der Caritasverband ein Angebot für die zusätzliche Öffnung des Tagestreffs am Sonntag im Umfang von 5 Stunden in der Zeit von 07:30 – 12:30 Uhr. Durch die Öffnung würden somit die Zeiten direkt nach Schließung der Notschlafstelle abgedeckt. Die Angebote im Tagesaufenthalt entsprechen den bisherigen Angeboten für die Nutzer*innen während der Öffnungszeiten an Samstagen (7.30 – 22.00 Uhr) und Sonntagen (bisher ab 15 Uhr). Eine sozialarbeiterische Beratung findet am Wochenende nicht statt. Für Notfälle ist eine Sozialarbeiterin/ein Sozialarbeiter jedoch auch am Wochenende erreichbar.

Die erweiterte Öffnung des Treffpunktes könnte kurzfristig umgesetzt werden. Der Kostenaufwand beläuft sich auf mtl. 1.633,01 € und entspricht damit einem jährlichen Betrag in Höhe von 19.596,12 €.

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen:

JA

NEIN

x

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

4-050101-906-8

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

2025

Fortgeschriebener Ansatz 2025

Ansatz 2026 ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Folge-kosten (alt)

Folge-kosten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

20.000

20.000

20.000

0

0

0

Abschreibungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):

Im aktuellen Haushalt 2025 stehen 20.000 € für ein zusätzliches Sonntagsangebot zur Verfügung. Für die Folgejahre 2026 bis 2028 wurden unter PSP-Element 4-050101-906-8 im Sachkonto 53180000 Mittel für ein zusätzliches Sonntagsangebot jeweils in Höhe von 20.000 € eingeplant.


Klimarelevanz:

Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die

Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)

Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:

gering

mittel

groß

nicht ermittelbar

Zur Relevanz der Maßnahme für die Klimafolgenanpassung

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

Größenordnung der Effekte

Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.

Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels)

Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels)

Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:

vollständig

überwiegend (50% - 99%)

teilweise (1% - 49 %)

nicht

nicht bekannt

Abstimmungsergebnis

Einstimmig

Weitere Dokumente (1)

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Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2025-08-07 FB 56_0624_WP18 Erweitertes Sonntags SAO.pdf

8.8.2025

720.3 KB

Metadaten

TOP
Ö 7
Sitzung
Sitzung des Ausschusses für Soziales, Integration und Demographie
Gremium
Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie
Datum
Do., 25.09.2025
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
FB 56 - Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration
Geändert
14.10.2025
Inhalt abgerufen
12. März 2026 um 20:19

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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