Haus der Neugier - Planungsfortschritt LPH 3 (Präsentation des Architekturbüros) - Planerische Umsetzung des Raumprogramms - Fassadengestaltung, Fassadenbegrünung und Dachabschluss
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Oberbürgermeisterin Keupen begrüßt Herrn Lange und Herrn Wittfeld vom Architekturbüro kadawittfeld und erläutert, dass sogleich die Präsentation zur planerischen Umsetzung des Rahmenprogramms sowie zur Fassadengestaltung, -begrünung und zum Dachabschluss vorstellen werden. Die Präsentation werde mit den entsprechenden Erläuterungen im Nachgang allen Hauptausschussmitgliedern zur Verfügung gestellt, heute diene sie dazu, einen ersten Eindruck auf die Planungen zu erhalten und mögliche Fragen im Anschluss zu klären. In der Sitzung am 24.09.2025 werde man sodann in die Beschlussfassung gehen, diesbezüglich habe es eine Mitteilung gegeben, die leider aufgrund technischer Probleme nicht alle erreicht habe.
Herr Lange und Herr Wittfeld bedanken sich und stellen die Präsentation vor.
Oberbürgermeisterin Keupen bedankt sich für die Vorstellung und erkundigt sich bei den Hauptausschussmitgliedern nach Fragen.
Ratsherr Pilgram (Grüne) bedankt sich fragt, ob ein Wochenplan bezüglich der Öffnungszeiten der verschiedenen Bereiche erstellt werden könne. Dies sei gerade in Bezug auf die Volkshochschule und die Stadtbibliothek besonders wichtig.
Herr Wittfeld erläutert, dass im Jahr 2026 ein Betriebskonzept erarbeitet werde, hält jedoch vorab fest, dass sich die Funktionsart der VHS und der Bibliothek mit dem Haus der Neugier verändern werde.
Ratsfrau Schmeer (CDU) möchte wissen, ob die Passerelle zwischen Mefferdatis- und Komphausbadstraße die einzige Zugangsmöglichkeit zum Fahrrad- und Kinderwagenabstellbereich sein werde. Zudem möchte sie verstehen, was es mit der Küstenlinie im Erdgeschoss auf sich habe und wie der Aufführungsraum zwischen klein und groß moduliert werden solle.
Ratsfrau Brinner (Grüne) trägt vor, dass in der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Klima zum Thema Altstadtquartier Büchel mitgeteilt worden sei, dass eine öffentliche Toilettenanlage nicht vorgesehen sei. Somit sei die Frage aufgekommen, ob die Möglichkeit bestehe, dass die Toilettenanlage im Haus der Neugier mitgenutzt werden könnte, da das Haus mit Sicherheit ausgedehnte Öffnungszeiten haben werde.
Ratsfrau Lürken (CDU) bedankt sich für die Präsentation und betont die ambitionierte Einhaltung des Zeitplans und die Einbindung der Nutzerinnen und Nutzer, die über die Ferien hinweg vorgenommen wurde. Dies vermittle ein gutes Gefühl bei der Planung dieses besonderen Projektes. Bezüglich der Passerelle äußert sie Bedenken, da diese eventuell zu dunkel sei. Sie plädiert dafür, das Ganze freiraumplanerisch begleiten zu lassen, da es ein ziemlich schmaler Streifen sei, sicherlich stecke da noch mehr Potenzial. Die vorgestellte Planung werde man mit in die Fraktionen nehmen. Sie äußert Interesse an genaueren Quadratmeterzahlen des Gastronomiebereichs und bittet um genauere Angaben. Zudem bittet sie um genauere Angaben zu den Schattenbereichen, durch die großen Fensterflächen sollte es auch angemessene Schattenmöglichkeiten geben.
Herr Lange möchte sich im Namen des Architekturbüros kadawittfeld ebenfalls für das besondere Vertrauen, die gute Kommunikation und Zusammenarbeit bedanken.
Herr Wittfeld beginnt mit der Beantwortung der Fragen zum Erdgeschoss und führt aus, dass sich dort ca. 400 Sitzplätze und mobile Trennwände befinden, die sich verschieben lassen und mit einer Breite von ca. 2 Metern hohe Schallschutzmöglichkeiten bieten können. Sechs Stufen weiter nach oben befinde sich noch ein „Background“, eine Art Vorhang mit weiteren 100 Plätzen und eine Bühne. Es gebe verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten, wie der Bereich genutzt werden könne. Die Küstenlinie sei angedacht, um beispielsweise Stellwände aufzustellen oder sich auf ein Gespräch zu treffen. Darunter befinde sich ein kleiner Hohlraum, der als Staufläche genutzt werden könne. Zur Passerelle erläutert er, dass es kein dunkler Raum sei, sondern vorne und hinten ein kurzer Überbau sei, sie werde einem himmelfreien Hof ähneln und man könne über den Aufzug den direkten Zugang ins Erdgeschoss erreichen.
Herr Lange bestätigt, dass die Toilettennutzung zu den Öffnungszeiten selbstverständlich möglich sein werde.
Ratsherr Hucke (Grüne) bedankt sich ebenfalls und hält fest, dass die Begleitung des Prozesses ein Privileg sei und große Freude bereite. Er möchte wissen, wie die Schnittstelle zwischen Hochbau und Innenarchitektur entwickelt werde. Zudem wünscht er sich eine Visualisierung über die Nutzung des Hauses.
Ratsherr Pilgram (Grüne) möchte wissen, wann man mit dem Betriebskonzept rechnen könne. Zudem möchte er wissen, ob alle Bücher aus der Stadtbibliothek mitgenommen werden.
Ratsherr Linden (SPD) bedankt sich ebenfalls für die Präsentation und möchte ebenfalls genauere Informationen zu den Gastronomieflächen. Weiterhin würde er gerne wissen, welche Kapazitäten das Erd- und 4. Obergeschoss umfassen, wie viele Personen hineinpassen und wie die Vorstellung des Aufenthalts in den Räumen sei.
Ratsherr Beus (Die Linke) möchte nähere Informationen zur Fassadenbegrünung erhalten.
Ratsherr Schaadt (Grüne) bedankt sich und fügt zur Fassadenbegrünung hinzu, dass im Gebäudemanagement eine Expertin sitze, die in dem Thema helfen könne.
Herr Lange bedankt sich für den Hinweis und erläutert, dass sich mit dem Betriebskonzept noch vieles weiterentwickeln lasse.
Herr Wittfeld hält abschließend fest, dass zu den Gastronomieflächen natürlich die Frage der Bespielung im Raum stehe, er jedoch ein eigenständiges Restaurant oder eine Cafeteria eher nicht sehe.
Zur Passerelle erläutert er, dass ein Lichtkonzept entwickelt werde, das Tageslicht simulieren werde und der Raum nicht den Charakter eines Hinterhofs haben werde.
Oberbürgermeisterin Keupen bedankt sich herzlich für die Präsentation und die Weiterentwicklung der Pläne in den Nutzer*innenworkshops über die Sommerpause, die gut genutzt worden sei. Die Pläne seien sehr gut qualifiziert, man habe eine konkrete Vorstellung des Hauses und könne die Beratung der weitergehenden Leistungsphasen fortsetzen, um im Herbst den Bauantrag einzureichen und den Zeitplan aufrecht erhalten.
Weiterhin bedankt sie sich bei den Mitarbeitenden der Stadtbibliothek und der Volkshochschule, dies zeige, wie Herr Lange bereits erwähnt habe, dass besonders Wert darauf gelegt werde, dass co-kooperativ und co-kreativ mit den Nutzer*innen zusammengearbeitet werde. Dies verspreche ein Haus, das von Anfang an auch von den Nutzer*innen angenommen und mit herausragenden Angeboten belebt werde. Herausragend und vor allem herausfordernd sei auch das Betriebskonzept, da das Ziel nicht das Zusammenbringen zweier Mieterinnen sei, sondern ein Gesamtkonzept ineinanderwirken solle, sodass am Ende ein neues Bildungsangebot, gespeist aus Bibliothek und VHS entwickelt und Hand in Hand verzahnt arbeite.
Beigeordneter Herr Brötz erläutert zur Frage des Betriebskonzeptes, dass es toll gewesen wäre, wenn dieses parallel hätte entwickelt werden können. Dies sei jedoch aufgrund der vielen Facetten des Konzeptes nicht möglich gewesen. Man werde sich im Jahr 2026 explizit damit auseinandersetzen. Der Prozess müsse in erster Linie strukturiert werden, da dieser viele Einzelaspekte beinhalte, wie das institutionelle Ineinandergreifen der Volkshochschule und der Stadtbibliothek, die Öffnungszeiten, die Toilettennutzung, die Medienplanung, hier stelle sich die Frage, ob eine Haus der Neugier App für die Bürger*innen entwickelt werden solle. Weiterhin stehe auf der Agenda das Thema Wochenplan und Raumbuchungssystem und wer Zugang zu den Räumen erhalten solle. Diesen und vielen anderen Dingen werde man sich mit Unterstützung der Projektkoordinierung und externer Beratung widmen. Er hält zudem fest, dass vieles bereits architektonisch abgebildet sei, was ab 2026 im Rahmen des Betriebskonzeptes konkretisiert werde. Das Konzept werde man nicht auf der Leitungsebene entwickeln, sondern mit den 110 Mitarbeitenden, dem Personalrat und vielen andere Stellen der Stadt Aachen. Man werde mit „Desk-Sharing“ arbeiten, nicht jede Person werde mit einem eigenen Arbeitsplatz ausgestattet werden können.
Zu der Frage, ob alle Bücher mitziehen werden, erläutert er, dass dies nicht der Fall sein werde. Dies sei von Anfang auch so kommuniziert worden. Die Situation im Gewölbekeller der Stadtbibliothek sei bekannterweise nicht gut, hierfür müsse eine Lösung gefunden werden.
Zur Gastronomie erklärt er, dass Frau Dr. Rüdiger bereits Kontakt zu lokalen Gastronomen aufgenommen habe, um vor allem die Frage zu klären, was ein Gastronom benötige, um überhaupt rentabel im Haus der Neugier agieren zu können.
Oberbürgermeisterin Keupen bedankt sich für die Ausführungen und verabschiedet die Herren Lange und Wittfeld.
Abstimmungsergebnis
Weitere Dokumente (1)
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Technische Details
ID: 1016010
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Grunddaten
- TOP
- Ö 4
- Sitzung
- Sondersitzung des Hauptausschusses
- Gremium
- Hauptausschuss
- Datum
- Mi., 03.09.2025
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Status
- gemischt
Beschlussdokument
Sammeldokument öffentlich
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