29. Oktober 2025 um 17:06, Rathaus
TOP 3Öffentlich

Vorstellung der Selbsthilfegruppe "TRANS*UNITY Aachen”

FB 56/0631/WP18 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Liliya Loki Herpers stellt in einem mündlichen Beitrag die Selbsthilfegruppe „TRANS*UNITY Aachen“ vor. Die Selbsthilfegruppe richte sich an jede Person, die sich nicht oder nur teilweise mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht identifiziere. Die Selbsthilfegruppe sei im Jahr 2012 noch unter einem anderen Namen („TX Aachen“) gegründet worden. Im Jahr 2023 sei die Selbsthilfegruppe in „TRANS*UNITY Aachen“ umbenannt worden. Aktuell nutze sie einmal im Monat die Räumlichkeiten des Rainbow e.V. Aachen für ein Austauschtreffen. Die Teilnehmer*innenzahlen seien in letzter Zeit jedoch deutlich angestiegen, weshalb die Selbsthilfegruppe derzeit nach größeren Räumlichkeiten suche. In Folge der wachsenden Teilnehmer*innenzahlen plane die Selbsthilfegruppe zudem, ab Dezember 2025 ein zweites monatliches Austauschtreffen anzubieten. Neben den monatlichen Gruppentreffen würden auch Erstgespräche angeboten, welche in der Regel unter vier Augen stattfinden würden. Meist fänden pro Monat ein bis drei Erstgespräche statt. Zudem bestehe eine aktive Online-Community, in der sich die Teilnehmer*innen untereinander austauschen könnten. Daneben würden Community-Events, wie zum Beispiel ein gemeinsames Grillen oder eine gemeinsame „Shopping-Tour“, angeboten. Die Selbsthilfegruppe sei überdies seit 2017 regelmäßig beim CSD-Aachen dabei.

Herr Demmer bedankt sich bei Liliya Loki Herpers für den Vortrag.

Herr Yenen bedankt sich ebenfalls für die Vorstellung und die wichtige Arbeit der Selbsthilfegruppe. Er regt überdies an, die Website auch auf Englisch zu übersetzen, sodass auch Personen, die der deutschen Sprache nicht mächtig seien, an der Selbsthilfegruppe teilnehmen könnten.

Liliya Loki Herpers teilt dazu mit, dass eine Überarbeitung der Homepage im kommenden Jahr vorgesehen sei.

Herr Özbay richtet seinen Dank an Liliya Loki Herpers aus. Er habe im Internet gelesen, dass die Selbsthilfegruppe „TRANS*UNITY Aachen“ derzeit nach weiteren Räumlichkeiten suche. Zudem fragt Herr Özbay, ob die Selbsthilfegruppe zu dem Verein Knutschfleck e.V. gehöre.

Liliya Loki Herpers erklärt, dass die Selbsthilfegruppe nicht zu dem Verein Knutschfleck e.V. gehöre. Man nutze lediglich die selben Räumlichkeiten von Rainbow e.V..

Frau Braun fragt nach der Altersspanne von den Teilnehmer*innen der Selbsthilfegruppe. Zudem stellt sie heraus, dass Querness auch ein Grund für ein Asylgesuch sein könne. Aus diesem Grund erkundigt sie sich, inwieweit die Selbsthilfegruppe mit Beratungsstellen wie z. B. Refugio e.V. vernetzt sei. Außerdem bittet Sie um Erläuterungen dazu, inwieweit sich die Selbsthilfegruppe in Aachen öffentlich bekannt mache.

Liliya Loki Herpers erklärt, dass die Altersspanne von den Teilnehmer*innen zwischen 16 und 50 Jahren, überwiegend bei ca. 20 bis 40 Jahren liege. Es hätten jedoch auch schon Personen mit 80 Jahren an den Treffen der Selbsthilfegruppe teilgenommen. In diesem Jahr sei das Team der Selbsthilfegruppe vergrößert worden, welches sich nun um die Vernetzung der mit LGBTQ-Community kümmere. Einen Kontakt zu Beratungsstellen im Asylbereich gebe es noch nicht, man sei aber offen dafür.

Frau Schlösser-Al-Janabi erkundigt sich, wie viele Personen aktuell Teil des Teams seien.

Liliya Loki Herpers erklärt, dass die Selbsthilfegruppe zu Beginn des Jahres 2025 von zwei, drei Personen organisiert wurde. Mittlerweile sei das Team auf sieben Personen angewachsen.

Frau Schlösser-Al-Janabi erkundigt sich ferner, ob die Selbsthilfegruppe gedenke, in Zukunft einen Verein zu gründen.

Liliya Loki Herpers erklärt, dass derzeit nicht angedacht sei, einen Verein zu gründen.

Letztblich bittet Frau Schlösser-Al-Janabi um Auskunft, ob die Teilnehmer*innen der Selbsthilfegruppe oft diskriminiert würden.

Liliya Loki Herpers bestätigt, dass die Betroffenen oft diskriminiert werden würden, bis hin zu Fällen von erlittener Gewalt. Aachen sei zwar eine vergleichsweise offene und tolerante Stadt, dennoch würden auch negative Erfahrungen gemacht.

Frau Braun weist darauf hin, dass in den städtischen Gebäuden „Depot“ und „Nadelfabrik“ Veranstaltungsräume zur Nutzung Privater/Dritter angeboten würden. Sie bittet die Verwaltung daher um Auskunft, welche Voraussetzung zur Anmietung solcher Räume bestehen würden.

Herr Frankenberger erklärt, dass die Räume nicht lediglich durch Vereine angemietet werden können. Es bestehe zudem eine soziale Staffelung der Mietbeträge, die auch auf die hier in Rede stehende Selbsthilfegruppe anzuwenden sei, man möge gerne auf die Verwaltung zukommen.

Herr Demmer erklärt, offenbar habe sich die bestehende Niedrigschwelligkeit des Zugangs bewährt, sodass eine Vereinsgründung auch nicht nötig sei, um Betroffene anzusprechen. Abschließend bedankt er sich bei Liliya Loki Herpers für die Vorstellung der Selbsthilfegruppe.

Liliya Loki Herpers gibt einen Flyer mit Informationen zur Selbsthilfegruppe „TRANS*UNITY Aachen“ (Anlage 1 zu TOP 3 Ö) an die Mitglieder des Integrationsrats weiter.

Erläuterungen

Auf Wunsch des stellvertretenden Vorsitzenden des Integrationsrats, Herrn Demmer, wurden Vertreter*innen der Selbsthilfegruppe „TRANS*UNITY Aachen“ in die Sitzung des Integrationsrats am 29. Oktober 2025 eingeladen, um die Arbeit der Selbsthilfegruppe vorzustellen.

Weitere Dokumente (1)

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Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2025-10-08 FB 56_0631_WP18 Vorstellung der Selb SAO.pdf

8.10.2025

72.0 KB

Metadaten

TOP
Ö 3
Sitzung
Sitzung des Integrationsrates
Gremium
Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration
Datum
Mi., 29.10.2025
Uhrzeit
17:06
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 56 - Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration
Geändert
17.11.2025
Inhalt abgerufen
27. März 2026 um 10:57

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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