18. Dezember 2025 um 17:00, Rathaus
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Kreuzung Amsterdamer Ring / Hanbrucher Straße / Kronenberg sicherer machen, Ratsantrag der Fraktionen SPD und Grüne im Rat der Stadt Aachen vom 24.06.2025

FB 68/0002/WP19 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Herr Fischer frage sich im Anbetracht von 10 gemeldeten Unfällen, wann es zu einer getrennten Signalisierung komme. Es handele sich hier um eine Kreuzung, die von vielen Schulkindern frequentiert werde. Wenn man dort nur einen von vier Konflikten entschärfe, sei dies aus seiner Sicht zu wenig. Der Ausschuss brauche hier eine Rückmeldung, weswegen er einen Ortstermin vorschlage. Danach könne man dann noch einmal beraten. Er appelliere, an dieser Stelle an das Wohl der Kinder zu denken.

Man habe selbstverständlich die Verkehrssicherheit im Blick, so Herr Müller. Allerdings könne er natürlich gerne einen Ortstermin arrangieren.

Derzeit stehe man im Austausch mit dem Landesbetrieb, ergänzt Herr Larscheid. Alle warteten auf den Beginn durch die Signalbaufirma, allerdings könne die Stadt hier mangels Zuständigkeit nicht selbst tätig werden.

Herr Baal schlägt vor, abzuwarten, bis alle Maßnahmen umgesetzt worden seien. Dann könne eine kurze Mitteilung der Verwaltung erfolgen und dann könne man wegen eines Ortstermins schauen.

Beschluss

Der Mobilitätsausschuss nimmt den Sachverhalt zur Kenntnis.

Erläuterungen

Erläuterungen

Mit dem in Anlage 1 beigefügten Ratsantrag beauftragten die Fraktionen SPD und Grüne die Verwaltung, die Schaltung der Lichtsignalanlage an der Kreuzung Amsterdamer Ring / Hanbrucher Straße / Kronenberg zu untersuchen. Insbesondere soll eine Schaltung mit Fußgängerphase („Rundum-Fußgänger-Grün“) zur Beseitigung folgender Konfliktfälle geprüft werden:

- linksabbiegende Kfz vom Kronenberg mit querenden Fußgängerinnen und Fußgängern über den Amsterdamer Ring,

- vom Amsterdamer Ring auf den Kronenberg abbiegende Kfz mit querenden Radfahrenden aus Richtung Vaalser Straße,

- vom Amsterdamer Ring auf den Kronenberg linksabbiegende Kfz mit Radfahrenden aus Richtung Lütticher Straße.

Am 07.11.2024 wurde der Knotenpunkt als Unfallhäufungsstelle in der Unfallkommission behandelt. Es hatten sich insgesamt 10 Unfälle ereignet. Ein Zusammenhang der Unfälle ließ sich insbesondere mit der Fahrstreifenaufteilung vom Kronenberg auf den Amsterdamer Ring erkennen. Auf der Basis einer Verkehrszählung vom 12.09.2024 wurde entschieden, die Fahrstreifen neu aufzuteilen. Im Zuge der Fahrbahnsanierung des Amsterdamer Rings, die am 05.11.2025 abgeschlossen wurde, wurden ein Linksabbiegefahrstreifen in Fahrrichtung Vaalser Straße und ein Geradeaus- / Rechtsfahrstreifen (anstatt wie bisher Geradeaus / Links und Rechts) markiert. Der Linksabbiegefahrstreifen wird im nächsten Schritt mit einer eigenen Signalisierung ausgestattet. Durch die getrennte Signalisierung des Linksabbiegers vom Fußverkehr fällt ein im Antrag genannter Konfliktpunkt weg.

Aufgrund von früheren Bürgereingaben und einem gemeinsamen Ortstermin mit dem Landesbetrieb wurde entschieden,

zusätzlich zwei Furten mit Schutzblinkern auszustatten: die Furt über den Kronenberg und die Furt über den südlichen Knotenarm des Amsterdamer Rings. Dadurch wird auch der zweite im Antrag genannte Konfliktpunkt entschärft.

Die neue Signalisierung wurde von der Stadt Aachen geplant, ein Angebot bei der Signalbaufirma eingeholt und beides an den Landesbetrieb Straßenbau NRW zur Beauftragung weitergeleitet, da sich der Knotenpunkt in dessen Baulast befindet.

Der Radweg des Amsterdamer Rings, der den Kronenberg quert, ist kein Beidrichtungsradweg. Radfahrende die dort aus Richtung Lütticher Straße entlangfahren, sind also regelwidrig unterwegs. Signaltechnische Maßnahmen, die ausschließlich diese Fahrbeziehung sichern, unterstützen das verbotswidrige Fahrverhalten und werden daher nicht vorgesehen.

Laut Richtlinien für Lichtsignalanlagen (RiLSA) kann Rundum-Grün für Fußgänger an Knotenpunkten mit starkem Fußgängerverkehr und geringem Kraftfahrzeugverkehr angewendet werden. Dessen Auswirkungen auf den Verkehrsfluss wurden dennoch mittels Leistungsfähigkeitsnachweis untersucht. Gemäß Handbuch für die Bemessung von Straßenverkehrsanlagen (HBS) ergibt sich bei Schaltung einer Fußgängerphase die Qualitätsstufe „F“. Damit ist die Nachfrage größer als die Kapazität und die Signalanlage somit überlastet.

Bei allen geplanten Maßnahmen an dem Knoten ist die Zustimmung des Landesbetrieb Straßen.NRW als Baulastträger erforderlich. Dieser hat ein Rundum-Grün abgelehnt.

Von Seiten des Landesbetriebs wurde ebenfalls das Versetzen des Steuergeräts zur Verbesserung der Sichtverhältnisse geprüft. Im Rahmen der Veränderung, die aufgrund der Deckensanierung vorgenommen wurden, ist es nicht möglich gewesen.

Aus Sicht der Verwaltung sind daher keine weiteren Maßnahmen erforderlich, die über die des Beschlusses der Unfallkommission bzw. des anschließenden Ortstermins hinausgehen.

Abstimmungsergebnis

Einstimmig

Weitere Dokumente (1)

Ratsantrag_Grüne
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Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2025-11-11 FB 68_0002_WP19 Kreuzung Amsterdamer SAO.pdf

1.12.2025

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Betroffene Straßen

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Metadaten

TOP
Ö 13
Sitzung
Sitzung des Mobilitätsausschusses
Gremium
Mobilitätsausschuss
Datum
Do., 18.12.2025
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 68 - Mobilität und Verkehr
Geändert
22.12.2025
Inhalt abgerufen
23. Februar 2026 um 16:29

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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