Analyse der wirtschaftlichen Situation der städtischen Schwimmsportstätten 2024 - Fortschreibung des Wirtschaftsplanes
FB 52/0008/WP19 · Kenntnisnahme
Beratung
Herr Hangarter sagt, es sei erfreulich, dass die Anzahl der Badegäste erneut gesteigert werden konnte. Er stelle sich die Frage, ob die Verträge mit Anbietern wie z.B. UrbanSportsClub für die Stadt attraktiv seien und ob es denkbar wäre, dem Sportausschuss bei Gelegenheit etwas detaillierter darüber zu berichten.
Frau Prömpler erklärt, dass die Anbieter den ermäßigten Eintritt zahlen und dies auch nach Anzahl der Badegäste personenscharf abgerechnet werde. Eine entsprechende Übersicht könne erstellt werden.
Herr Wende fragt, ob es möglich sei, die in den Tabellen dargestellten Zahlen auch in Diagrammen darzustellen, da dies etwas übersichtlicher sei.
Frau Prömpler teilt mit, dass der Aufwand für die Erstellung der Unterlagen schon jetzt sehr hoch sei und alleine im Sportamt ohne jegliche externe Unterstützung aufbereitet werde. Daher wäre das kaum zu realisieren. Wenn es aber einzelne, konkrete Punkte gebe, zu denen er Fragen habe, könne er sich gerne melden und man werde versuchen, entsprechende Übersichten zu erstellen. Dies müsse aber bitte ausgewählt und in vertretbarem Rahmen bleiben.
Beschluss
Erläuterungen
Durch den Fachbereich Sport wird jährlich ein Wirtschaftsplan für die städtischen Schwimmsportstätten, einschließlich der Schwimmhalle Ost, erstellt, um die Ertrags- und Aufwandssituation in diesem Bereich konkret darzustellen.
Aus der beigefügten Übersicht des Erfolgsplanes ergibt sich für die städtischen Schwimmbäder seit dem Jahr 2017 folgende Entwicklung der Jahresverluste:
Betriebs-ergebnis 2017 | Betriebs-ergebnis 2018 | Betriebs-ergebnis 2019 | Betriebs-ergebnis 2020 | Betriebs-ergebnis 2021 | Betriebs-ergebnis 2022 | Betriebs-ergebnis 2023 | Betriebs-ergebnis 2024 |
4.402 T € | 4.754 T € | 4.866 T € | 4.716 T € | 4.641 T € | 4.387 T € | 4.912 T € | 6.008 T € |
Ein Vergleich der Betriebsergebnisse von 2023 mit 2024 ergibt Folgendes:
- Erhöhung des Betriebsergebnisses insgesamt um rd. 1.096 T €
- Steigerung der Erträge um rd. 63 T €
- Steigerung der Aufwendungen um rd. 1.159 T €
Bei den Erträgen sind die Veränderungen in der Hauptsache in Folgendem begründet:
- Steigerung der Eintrittsgelder um rd. 85 T € , Rückgang der Entgelte um rd. 9 T €
Insgesamt ist festzuhalten, dass sich die Besucherzahlen sowohl in den Schwimmbädern als auch im Freibad gesteigert haben (+ca.43.500). Eine Steigerung der Nutzer*innen hat es erfreulicherweise in allen Bereichen (Erwachsene, Kinder- und Jugendliche, Schul- und Vereinssport) gegeben, weshalb es zu einer Steigerung der Eintrittsgelder gekommen ist. Dieser Anstieg zeigt, dass sich die Schwimmsportstätten nach wie vor großer Beliebtheit erfreuen. Einen leichten Rückgang gab es lediglich im Bereich der Nutzungsentgelte durch Schwimmschulen o.ä. in Höhe von ca. 9.000 €. Dies ist vor allem in kurzfristen Schließungen einzelner Hallen begründet.
Bei den Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr folgende größeren Veränderungen ergeben:
- Steigerung des Personalaufwandes um rd. 433 T €
Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich gestiegen. Die Steigerung ist
durch verschiedene Faktoren zu erklären. Die Ergebnisse der Tarifverhandlungen begünstigten ganz besonders die in den Bädern vielfach vorhandenen Einkommensgruppen, ebenso wie die Auszubildenden. Seit Anfang 2024 wird für die Fachkräfte zur Personalbindung und – gewinnung eine Fachkräftezulage von 130 € monatlich gezahlt. Für alle gab es weitere zehn Monate eine Inflationsausgleichszahlung.
Das seit 2024 bestehende Sicherheitskonzept für das Freibad, durch das auf externe Sicherheitsdienste verzichtet werden kann, verursacht jeweils in der Freiwassersaison auch einen höheren Bedarf an Aushilfen.
- Aufwand für die Gebäudeunterhaltung inklusive der Unterhaltung der technischen Anlagen und Einrichtungen ist im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gestiegen.
Neben den gekauften Containern für die Sanierung des Freibades mussten die Lagercontainer angemietet werden, was zu einem erhöhten Aufwand geführt hat.
Größere Maßnahmen waren zudem Fliesenreparaturen in allen Schwimmhallen, Arbeiten an der Dämmung sowie der Lüftungsanlage in der Elisabethhalle, der Austausch von defekten Spindtüren in der Ulla-Klinger-Halle, sowie verschiedene Instandsetzungsarbeiten in der Schwimmhalle Ost (Chlorgasanlage, Sprungturm, Wasser- und Abwasserleitungen). Die Instandhaltung der Wassertechnik ist in allen Schwimmsportstätten elementar und kostenaufwändig.
- Steigerung des Aufwandes für Energie in Höhe von rd. 444 T €
Die Strommengen für die Jahre 2021 bis 2023 waren aufgrund einer Ausschreibung mit einem Strombezugspreis von 5,1 ct/kWh festgeschrieben. Damit konnte im Jahr 2023 der Strompeak gut überstanden werden. Für die Jahre 2024 und 2025 wurde der Strombezugspreis erneut ausgeschrieben. Das Ergebnis war mit 13,5 ct/kWh deutlich höher. Für die Jahre 2026 bis 2028 konnte ein Strombezugspreis in Höhe von 9,1 ct/kWh erzielt werden, so dass sich ab 2026 die Stromkosten vermutlich wieder reduzieren werden.
Alle Aachener Schwimmhallen werden über Fernwärme versorgt. Der Energielieferant (Stawag) hat die Fernwärmeverträge angepasst und damit im Mittel die Bezugskosten um 30 % erhöht.
Beide Faktoren, Strom- und Wärmepreiserhöhung, sind verantwortlich für die Kostensteigerung, welche auch für das Jahr 2025 zu erwarten ist. Diese Kostensteigerung bezieht sich auf alle städtischen Objekte und ist nicht nur für den Bäderbereich relevant.
Die Gesamtanzahl der Badegäste hat sich von 790.472 auf insgesamt 833.901 leicht erhöht.
Die Zahlen zeigen erfreulicherweise weiterhin einen leichten Aufwärtstrend. Dies ist positiv zu bewerten, da es auch im Wirtschaftsjahr 2024 immer wieder zu personalbedingten, kurzfristigen Einschränkungen bei den Öffnungszeiten gekommen ist.
Es bleibt weiterhin das Ziel, eine Besucherzahl von insgesamt 900.000 und mehr unter normalen Umständen in den städtischen Schwimmbädern, einschließlich der Schwimmhalle Ost, zu erreichen.
In der beigefügten Zusammenstellung „Kennzahlen aller Schwimmsportstätten inkl. Schwimmhalle Ost“ ist die Entwicklung der Kosten bzw. des Zuschusses pro Nutzer für die Jahre 2017 bis 2024 dargestellt. Im Jahr 2024 (2023) betrugen die Kosten pro Badegast 9,07 € (8,10 €) und der Zuschuss pro Badegast 7,20 € (6,21 €). Aufgrund des Gesamtergebnisses haben sich auch die Kosten und der Zuschuss pro Badegast im Vergleich zum Vorjahr um jeweils knapp 1 € erhöht.
Abstimmungsergebnis
Weitere Dokumente (6)
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Technische Details
ID: 1019082
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=1019082
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2025-11-19 FB 52_0008_WP19 Analyse der wirtscha SAO.pdf
25.11.2025
656.9 KB
Metadaten
- TOP
- Ö 14
- Sitzung
- Sitzung des Sportausschusses
- Gremium
- Sportausschuss
- Datum
- Di., 09.12.2025
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- FB 52 - Fachbereich Sport
- Geändert
- 14.1.2026
- Inhalt abgerufen
- 3. September 2026 um 01:40
Beschlussdokument
Sammeldokument öffentlich
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