10. Dezember 2025 um 17:00, Bezirksamt Kornelimünster-Walheim
TOP 4Öffentlich

Forstwirtschaftsplan 2026 für den Münsterwald

FB 36/0611/WP18 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Der Bezirksbürgermeister begrüßt hierzu seitens der Verwaltung Herrn Steinmetz, Revierleiter des Forstbezirkes „Grüne Eiche“ beim Gemeindeforstamt der Stadt Aachen. Dieser beginnt mit einem kurzen Rückblick auf das abgelaufene Forstwirtschaftsjahr 2025 und verweist auf die Verwaltungsvorlage. Im letzten Jahr wurden ca. 3.500 Neupflanzungen vorgenommen, vornehmlich Laubbäume. Im folgenden Jahr 2026 sind insgesamt 4.720 neue Bäume geplant (3.500 Rotbuchen, 1.200 Stieleichen und 20 Vogelkirschen). Aktuell ist das Gemeindeforstamt gut aufgestellt. Die geplanten Maßnahmen konnten in der Vergangenheit in den vorgesehenen Zeitrahmen erledigt werden. Herr Steinmetz ist zuversichtlich, dass dies auch im nächsten Jahr erfolgen kann.

Herr Krott möchte sich beim Gemeindeforstamt bedanken, zum ersten für den heute vorgelegten Forstwirtschaftsplan 2026 für den Münsterwald, zum zweiten aber insbesondere für den guten Zustand des Münsterwaldes. Er fragt Herrn Steinmetz nach dem neuen Forsteinrichtungsplan, der nach seiner Kenntnis im Jahr 2026 für die kommenden 10 Jahre erstellt werden sollte.

Herr Steinmetz berichtet hierzu, dass solche Pläne von externen privaten Firmen erstellt werden. Die Aus-schreibung hierzu wird baldmöglich erfolgen. Das Gemeindeforstamt hat beim zuständigen Regionalforstamt Rureifel – Jülicher Börde einen Antrag gestellt, damit der Plan ein Jahr später erstellt werden kann. Man geht davon aus, dass dem Antrag stattgegeben wird und der nächste Plan den Zeitraum von 2027 bis 2037 umfassen wird.

Weiter stellt Herr Krott fest, dass es im Bereich der Autobahnauf- und abfahrt Aachen-Lichtenbusch zu erheblichen Kahlschlägen am dortigen Baumbestand gekommen ist und bezweifelt die Notwendigkeit der dort getroffenen Maßnahmen für die geplante Sanierung der dortigen Autobahnbrücke.

Herr Steinmetz führt dazu aus, dass Pflanzen und auch größere zusammenhängende Baumbestände im Bereich von Autobahnen keinen Wald im Sinne der geltenden Schutzgesetze darstellen, sondern juristisch lediglich als Begleitgrün anzusehen sind. Allein die Autobahn AG oder zum Teil auch Straßen NRW entscheiden hier, inwieweit dort Rodungen stattfinden, ohne dass weder das Regionalforstamt noch das Gemeindeforstamt Aachen hier ein Mitspracherecht eingeräumt ist. Seitens des Gemeindeforstamtes Aachen hat es einen Austausch mit dem „Hoheitsförster“ Herrn Wintraken beim Regionalforstamt gegeben.

Das angesprochene Baumkataster besteht in Aachen lediglich auch nur für den innerstädtischen Bereich und für Straßenbäume, die auf Flächen stehen, für die es einen gültigen Bebauungsplan gibt. Für die Waldflächen gilt dies ausdrücklich nicht. Angesichts der großen Zahl der dort stehenden Bäume ist dies praktisch auch nicht durchführbar.

Frau Nußbaum bezweifelt das Ausmaß des so von ihr empfundenen Kahlschlages in Lichtenbusch und stellt diesen in Frage. Sie erkundigt sich bei Herrn Steinmetz, wer verlässliche Aussagen treffen kann, ob und in welchem Umfang nach Abschluss der Brückensanierung Rekultivierungsmaßnahmen durchgeführt werden. Herr Steinmetz empfiehlt hierzu eine Anfrage an den Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen oder direkt an die Autobahn GmbH des Bundes.

Herr Krott fragt nach dem Knotenpunktsystem im Aachener Wald, dass bis zur seiner Pensionierung von Herrn Dr. Gleißner federführend begleitet wurde. Herr Steinmetz teilt hierzu mit, dass über die Nachfolge noch nicht entschieden wurde und er hierzu daher keinerlei Auskünfte erteilen kann. Es sollte wohl eine Firma beauftragt werden, diese Knotenpunkte zu erstellen. Ob und wenn ja, in welchem Umfang dies schon geschehen ist, kann er nicht bestätigen.

Herr Gerdom berichtet, dass im Klauser Wäldchen bzw. Frankenwäldchen drei Bäume über die Inde gefallen sind und fragt, ob diese Bäume vom Forstbetrieb entfernt werden. Herr Steinmetz berichtet hierzu, dass es sich um ein Naturschutzgebiet und eine Stilllegungsfläche handelt, in dem grundsätzlich keine Eingriffe des Gemeinde-forstamtes erfolgen, sondern ausschließlich in besonderen Einzelfällen unbedingt erforderliche Verkehrssicherungsmaßnahmen. Selbst wenn man wolle, könne aktuell aufgrund der aufgeweichten Forstwege kein Fahrzeug des Forstamtes dort Arbeiten durchführen. Herrn Steinmetz sind die Bäume bekannt. Maßnahmen sind hier nicht geplant.

Frau Kerkhoff berichtet zum Knotenpunkt 84 in der Nähe des Hasbaches in Fließrichtung Iter. Hier blockiert bereits seit einiger Zeit ein umgestürzter Baum den ausgewiesenen Wanderweg. Insbesondere Menschen mit eingeschränkter Mobilität stellt dieser Baum vor eine Herausforderung. Herr Steinmetz wird diese Information an den zuständigen Mitarbeiter des Forstbetriebes weiterleiten.

Herr Brunkartz teilt, beruhend auf persönlichen Erfahrungen aus Friesenrath, mit, dass der Wasserverband Eifel-Rur sehr schnell auf Meldungen von umgestürzten Bäumen über Fließgewässer reagieren würde.

Herr von Thenen bittet Herrn Steinmetz, die Zuständigkeit in dieser Frage zu klären.

Er fragt ihn, ob seine persönliche Wahrnehmung richtig ist, dass bereits geschlagene Bäume, in der Hauptsache wohl Fichten, doch recht lange entlang der Forstwege gelagert werden, bevor ein Abtransport erfolgt. Der Revierleiter bestätigt die langen Lagerzeiten. Insbesondere im Augustinerwald gab es Probleme mit dem beauftragten Holzfuhrunternehmen, die inzwischen vollends beseitigt sind. Aufgrund des erfreulicherweise im letzten Jahr stattgefundenen Regens wird der Abtransport der an den Waldwegen liegenden Holzeinschläge erst in den kommenden Sommermonaten im Jahr 2026 erfolgen. Dies geschieht zum einen, weil aufgrund der Feuchte eine „Explosion der Borkenkäferpopulation“ nicht zu befürchten ist und zum anderem, um die aktuell aufgeweichten Forstwege nicht unnötig zu belasten.

Zum Abschluss berichtet Herr Steinmetz, dass die Reste der in der Nähe des Freizeitgeländes befindlichen im Juli 2021 zerstörten Eifelsteigbrücke im Jahr 2026 vollständig entfernt werden. Danach wird durch den Aachener Stadtbetrieb eine Fußgängerbrücke mit 1,6 Meter Breite neu errichtet.

Weiterhin kann erfreulicherweise nunmehr eine stabile Population der Europäische Wild- bzw. Waldkatze im Bereich des Münsterwaldes bestätigt werden.

Nachdem Herr von Thenen keine weiteren Wortmeldungen mehr feststellen kann, stellt er den Beschlussvor-schlag der Verwaltung zur Abstimmung.

Beschluss

Die Bezirksvertretung Aachen-Kornelimünster / Walheim nimmt den Sachverhalt zur Kenntnis.
Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2025-10-03 FB 36_0611_WP18 Forstwirtschaftsplan SAO.pdf

26.11.2025

122.4 KB

Betroffene Straßen

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Metadaten

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Ö 4
Sitzung
Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Kornelimünster / Walheim
Gremium
Bezirksvertretung Aachen-Kornelimünster / Walheim
Datum
Mi., 10.12.2025
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 36 - Fachbereich Klima und Umwelt
Geändert
13.1.2026
Inhalt abgerufen
9. September 2026 um 01:31

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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