10. Dezember 2025 um 17:00, Bezirksamt Kornelimünster-Walheim
TOP 7Öffentlich

Fortschrittsbericht zur Standortentwicklung der neuen Feuer- und Rettungswache 2 in Kornelimünster

FB 37/0002/WP19 · Kenntnisnahme

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Beratung

Herr von Thenen begrüßt hierzu von Seiten der Verwaltung Herrn Dr. Celik, Abteilungsleiter Stadtentwicklung beim Fachbereich 61 Stadtentwicklung und Stadtplanung sowie Herrn Nüßler, Abteilungsleiter Einsatzvorbereitung & Liegenschaften beim Fachbereich 37 Feuerwehr und Rettungsdienst.

Zu Beginn erklärt der Bezirksbürgermeister, dass er die Verwaltungsvorlage erst gestern um 17 Uhr erhalten hat. Nach Abwägung verschiedener Aspekte hat er sich letztendlich dazu entschieden, den Tagesordnungspunkt heute aufzurufen, dies insbesondere deshalb, weil sich morgen der Planungsausschuss sowie am 18.12.2025 der Personal- und Verwaltungsausschuss ebenfalls mit dieser Thematik befassen werden.

Nach der Vorlage sollen noch in diesem Jahr wichtige Verträge abgeschlossen werden. Herr von Thenen bittet daher die Bezirksvertreter*innen um Nachsicht, dass er in diesem Fall den Bericht außerhalb der üblichen Fristsetzungen aufgenommen hat. Er fragt, ob hier Widersprüche formaler Art bestehen. Das ist erkennbar nicht der Fall.

Herr Nüßler bedankt sich nachdrücklich, dass er heute Abend trotz der sehr kurzfristigen Vorlage heute Gelegenheit hat, den oben genannten Bericht vorzustellen. Er möchte feststellen, dass neben vielen anderen sowohl Herr Dr. Celik wie auch er dieses Projekt seit Jahren intensiv entwickeln und begleiten. Von ihrer Seite aus vor die Vorlage bereits vor 4 Wochen final abgeschlossen. Daher kann er sich nicht erklären, warum die Weitergabe an die Bezirksvertretung Kornelimünster/Walheim erst gestern erfolgt ist. Er bittet hierfür um Entschuldigung.

Herr Nüßler berichtet zunächst, dass bei einer ersten Bestandsaufnahme im Jahre 2018 massive arbeitsschutz-rechtliche Mängel am aktuellen Standort der Feuer- und Rettungswache Süd in der Oberforstbacher Straße festgestellt worden sind. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse ist es unmöglich, das Bestandsgebäude so herzurichten, dass die Wache den heutigen gesetzlichen Vorschriften entsprechend realisiert werden kann. Als nur ein Beispiel von vielen ist hier der fehlende Platz zur Errichtung von Sanitär- und Umkleideräumen für weibliche Mitglieder der Freiwilligen wie auch der Berufsfeuerwehr genannt.

Deshalb war eine vollkommende Neuplanung an einem neuen Standort unumgänglich. Der Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung hat dann eine intensive Suche nach einem geeigneten Standort gestartet. Letztendlich hat sich dann der Standort an der Abtei als der geeignete herausgestellt. Als wesentliche Vorteile nennt Herr Nüßler zu einem das Argument, dass es hier möglich ist, durch die Anbringung von Toren sowohl an der Vorder- wie auch an der Rückfront unnötige Rückwärtsfahrten der Dienstfahrzeuge auf das absolut Notwendige zu beschränken, was zu einem wesentlichen Gewinn für die Arbeitssicherheit führt. Zum Anderem ist hier die Unterbringung sowohl der Freiwilligen wie auch der Berufsfeuerwehr an einem gemeinsamen Standort möglichen, was zu vielfältigen Vorteilen und natürlich auch wirtschaftlichen Synergieeffekten führt.

Sowohl Dr. Celik wie auch er hoffen, dass noch in diesem Jahr der notarielle Kaufvertrag beurkundet werden kann. Dr. Celik verweist auf die komplexen Vorgaben, die an die Grundstückssuche gestellt wurden. Nicht nur der Fachbereich Feuerwehr und Rettungsdienst und der Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung waren in dieser Suche beteiligt, unter anderem sind hier auch der Eigenbetrieb Gebäude- wie auch der Fachbereich Immobilienmanagement zu erwähnen. Als finales Ergebnis der Prüfung einer Vielzahl der Bedarfe und auch der Beachtung gesetzlicher Vorgaben blieb letztendlich das Gelände an der Abtei als das optimalste aller zur Verfügung stehenden Grundstücke übrig. Die Verhandlungen über den Verkauf haben jetzt aus unterschiedlichen Gründen tatsächlich länger gebraucht, als ursprünglich angenommen. Auch Dr. Celik ist zuversichtlich, dass es noch vor Jahresschluss zu einem Vertragsabschluss kommen wird.

Herr Brunkartz fragt noch einmal nach, ob am genannten Standort es tatsächlich möglich ist, sowohl den Feuer- und Rettungsdienst der Berufsfeuerwehr wie auch die Freiwillige Feuerwehr unterzubringen. Herr Nüßler bestätigt dies und verweist erneut auf die vielfältigen Vorteile dieser Variante.

Herr Krott bemerkt, dass nach seiner Wahrnehmung in der letzten Zeit eine Vielzahl von Neubauten und/oder grundlegenden Sanierungen nicht nur im Bereich der Feuerwehr, sondern insbesondere bei den Schulen fest-zustellen ist. Er erklärt im Namen seiner Fraktion, dass ein gemeinsamer Standort von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr einen unschätzbaren Vorteil und eine optimale Lösung darstellen. Er bedankt sich bei allen Beteiligten für die Planungsarbeiten und empfindet den geplanten Standort als eine optimale Lösung für die wichtige Aufgabe des Brandschutzes und Rettungsdienstes.

Herr Dunker fragt, ob es nicht verkehrliche Bedenken gegeben hat, weil es von der Abtei aus einige Straßen gibt, die eher eng als breit genug, insbesondere für Fahrzeuge der Feuerwehr, erscheinen. Herr Nüßler bestätigt, dass auch dieser Aspekt geprüft und berücksichtigt wurde. Von Seiten der Feuerwehr sind hier keine Bedenken geäußert worden.

Herr Hoffner fragt die beiden Herren, ob es auch für den geplanten Neubau der Feuerwache Walheim positive Nachrichten gibt. Er hegt die Hoffnung, dass durch die Tatsache, dass man seitens der Vorplanung einen dicken Haken unter dem Neubau Kornelimünster machen kann, vermutlich freie für Walheim zur Verfügung stehen.

Herr Nüßler führt aus, hierzu keine Aussage treffen zu können.

Frau Nußbaum betont die Einigkeit in der Bezirksvertretung, dass der geplante Neubau für die Menschen im Stadtbezirk sehr wichtig ist. Sie hofft sehr, dass die notarielle Beurkundung des Kaufvertrages noch dieses Jahr erfolgt. Umso schneller ist dann natürlich die weitere Umsetzung des Neubaus zu erwarten.

Herr von Thenen fasst die seit gestern vorliegende Verwaltungsvorlage dergestalt zusammen, dass seitens der Stadtverwaltung insgesamt 10 Flächen geprüft worden sind. Hierbei hat sich die Fläche 8 als die Geeignete gezeigt. Von den drei dort möglichen Varianten wird hier die Variante 2 priorisiert. Er bittet um kurze Darlegung der Entscheidungsfindung.

Herr Nüßler verweist auf die verschiedenen Fachbereiche, von denen jeder einzelne explizit aus seiner Sicht diverse Aspekte betrachtet. Diese Ansichten zusammengefasst hat man sich gemeinsam zu der Variante 2 des Vorschlages 8 als für alle Beteiligten tragbaren Kompromiss entschieden.

Herr Dr. Celik hat diese Matrix mit den einzelnen Entscheidungen vorliegen. Als wichtigste und sozusagen unverhandelbare Prämisse hat die Feuerwehr die Unterbringung von Rettungsdienst, der Berufs- und der Freiwilligen Feuerwehr „unter einem Dach“ an einem Standort benannt, daran anschließend die Möglichkeit, die Fahrzeughallen von beiden Seiten befahren zu können. Dem Fachbereich Umwelt war es besonders wichtig, so viele Bestandsbäume wie möglich zu erhalten. Tatsächlich doch zu fällende Bäume werden durch Neupflanzungen, so gut es geht, kompensiert.

Herr von Thenen möchte den Planern mit auf dem Weg geben, dass im Kreuzungsbereich Oberforstbacher Straße/Auf der Gallich die Vorfahrtsberechtigung geprüft werden sollte, um eine eventuelle Unfallgefahr in einem Einsatzfall zu reduzieren.

Frau Nußbaum fragt noch einmal explizit nach Sanitär- und Umkleidebereichen für die weiblichen Einsatzkräfte. Herr Nüßler bestätigt, dass solche Aspekte bei allen Um- und natürlich gerade bei Neubauten selbstverständlich berücksichtigt werden.

Der Bezirksbürgermeister stellt fest, dass keine weiteren Wortmeldungen mehr gewünscht werden. Er stellt nunmehr den Beschlussvorschlag der Verwaltung zur Abstimmung:

Beschluss

Die Bezirksvertretung Aachen-Kornelimünster / Walheim nimmt den Sachverhalt zur Kenntnis.

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Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2025-11-06 FB 37_0002_WP19 Fortschrittsbericht SAO.pdf

9.12.2025

8.4 MB

Betroffene Straßen

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Metadaten

TOP
Ö 7
Sitzung
Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Kornelimünster / Walheim
Gremium
Bezirksvertretung Aachen-Kornelimünster / Walheim
Datum
Mi., 10.12.2025
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 37 - Feuerwehr und Rettungsdienst
Geändert
13.1.2026
Inhalt abgerufen
9. September 2026 um 01:32

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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