Wirtschaftsplan 2026 der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Gebäudemanagement der Stadt Aachen
E 26/0008/WP19 · Entscheidungsvorlage
Beratung
Herr Dipl. Betriebswirt (FH) Hauschild, Kaufmännische Betriebsleitung des Gebäudemanagements, erläutert ergänzend zur eingebrachten Vorlage anhand einer Präsentation die wesentlichen Merkmale des Wirtschaftsplanes 2026 und legt die wesentlichen Eckdaten nochmals strukturiert zusammenfassend dar.
Herr Hauschild weist darauf hin, dass die Mitzeichnung durch Dezernat II (Dezernat Finanzen und Recht) erfolgt ist. Er zeigt auf, dass der Wirtschaftsplan 2026 im Bereich der Investitionen in Abstimmung mit dem Finanzdezernat im Wesentlichen auf dem Haushaltsplan 2025 bzw. der Mittelfristplanung des Haushalts 2025 basiert und der Investitionsplan 2026 unter dem Vorbehalt der politischen Beratungen steht.
Herr Hauschild stellt die Struktur der geplanten Erträge und Aufwände sowie den Erfolgsplan zusammengefasst wie folgt dar:
2026 | Vorjahr | |
Aufwendungen im Erfolgsplan | 128,2 Mio. € | 120,3 Mio. € |
Erträge im Erfolgsplan | 112,6 Mio. € | 106,8 Mio. € |
JahresergebnisVerlust | 15,6 Mio. € | 13,5 Mio. € |
Herr Hauschild erläutert detailliert, dass sich der planmäßige Verlust zusammensetzt aus nicht erstatteter Abschreibung unter Berücksichtigung der Sonderposten und unter Berücksichtigung des operativen Verluste:
./.3,597 Mio. €operativer Verlust
+8,483 Mio. €Erstattung Zinsen Gesellschafterdarlehen
+5,5Mio. €Auflösung Sonderposten
+3,0Mio. €Erstattung Abschreibung Sondervermögen
./.8,483 Mio. €Aufwand Zinsen Gesellschafterdarlehen
./. 20,5Mio. €Abschreibung Sondervermögen
./. 15,597 Mio. €Planmäßiger Verlust
Im Weiteren zeigt Herr Hauschild die Eckdaten der Ertragsstruktur sowie der Aufwandsstruktur anhand von Kreisdiagrammen auf.
Herr Hauschild erläutert in Bezug zum Aufwand für städtische Gebäude, dass der Bewirtschaftungsaufwand, der zum einen die Bewirtschaftungskosten und zum anderen die Instandhaltungskosten beinhaltet, für 2026 mit einer leichten Erhöhung zum Vorjahr beplant wurde.
Er erläutert detailliert die einzelnen Positionen der Aufwandsstruktur, die in der Vorlage mittels Grafik dargestellt sind und benennt die wesentlichen Faktoren, die zu den jeweiligen Plandaten führen. Insbesondere die Erhöhung bezüglich des Instandhaltungsaufwandes städtischer Gebäude um + 1,2 Mio. € ist mit 600 T€ WB sowie Preissteigerung u. Übernahme zusätzlicher Objekte zurückzuführen.
Er zeigt ebenso die Kapitalkosten – Zinsaufwand und Abschreibungen - in Bezug zum Aufwand für städtische Gebäude auf und legt die Summe der unmittelbaren Gebäudeaufwendungen und damit einhergehend die prozentualen Anteile vom Gesamtaufwand dar.
Herr Hauschild berichtet über den Aufwand für Serviceleistungen für die Stadt sowie für die Städteregion, stellt die Entwicklung des Aufwands für Serviceleistungen im Zeitraum von 2019 bis aktuell 2026 und den Anteil am Gesamtaufwand (17,3 %) dar.
In einer Gegenüberstellung zeigt er erläuternd die Entwicklung des betrieblichen Aufwandes zum Vorjahr mit der jeweiligen Ausweisung der betrieblichen Aufwendungen und dem prozentualen Anteil am Gesamtaufwand.
Den Investitionsplan stellt er zusammengefasst wie folgt dar:
2026 | Vorjahr | |
Volumen Investitionsplan | 30,85 Mio. € | 49,36 Mio. € |
Zuzüglich Neues Kurhaus | 5,00 Mio. € | 7,78 Mio. € |
Summe | 35,85 Mio. € | 57,14 Mio. € |
Zzgl. zu verarbeiten aus Vorjahren Zzgl. Neues Kurhaus aus Vorjahren | 130,84 Mio. € 9,33 Mio. € (Prognosen) | 113,29 Mio. € 14,25 Mio. € |
Herr Hauschild weist darauf hin, dass in den Summen das Schulische Reparaturprogramm, Nicht-schulisches Reparaturprogramm sowie Brandschutz enthalten sind.
Im Weiteren weist er darauf hin, dass die Werte 2026 „Zu verarbeiten aus Vorjahren“ Prognosewerte (Verfügbare Mittel 2025 abzgl. Istkosten 2025), basierend aus einer Auswertung zum Stand 16.12.2025 sind und hierbei noch nicht berücksichtigt und geprüft ist, ob gfs. Mittel im Rahmen der Ermächtigungsübertragung nach 2026 abgesetzt werden können.
Es liegen verschiedene Wortmeldungen vor.
Ratsherr Dr. Breuer fragt nach, ob die Beauftragungen durch die Städteregion in gleichbleibender Größenordnung vorliegen.
Herr Hauschild legt dar, dass durch Wegfall eines Objekts die Serviceleistungen für die StädteRegion Aachenleicht gesunken seien, jedoch ein Anstieg durch hinzukommende Objekte zu erwarten sei. Er führt aus, das die Aufwendungen für die Serviceleistungen für die Städteregion eine neutrale Position darstellen, da in gleichlautender Höhe den Erträgen Aufwendungen gegenüberstehen.
Frau Schlierkamp erkundigt sich nach dem Delta der geplanten Stellen zu den besetzten Stellen und der zu Grunde liegenden Ursache.
Herr Hauschild führt aus, dass zum einen mit dem Wirtschaftsplan neu bewilligte Stellen erst nach Rechtskraft des Wirtschaftsplanes ausgeschrieben werden können und dies zu einer erst verzögerten Besetzung führt.
Im Weiteren erläutert er, dass Stellen trotz mehrmaliger Ausschreibung oder sogar Dauerausschreibungen aufgrund des Fachkräftemangels – insbesondere im Bereich der Elektrotechnik und TGA - nur sehr schwer nachbesetzt werden können und diese Vakanzen entsprechend ausgewiesen werden.
Frau Schlierkamp fragt nach, ob diesem Fachkräftemangel nicht entgegengewirkt werden könne, indem beispielsweise die Eingruppierung oder auch andere Lösungsansätze attraktiver gestaltet und erfolgen können.
Herr Hauschild stellt klar, dass das Gebäudemanagement der Stadt Aachen an die Maßgaben des Tarifvertrages öffentlichen Dienst (TVöD) sowie gesamtstädtische Maßgaben gebunden ist.
Ratsfrau Dr. Oidtmann fragt nach, wieso der dargelegte Wirtschaftsplan in den vergleichenden Bezügen zum Vorjahr ausschließlich die Plandaten ausweist und keine IST-Kennzahlen darstellt. Sie zeigt auf, dass im Vergleich zu anderen Eigenbetrieben der Stadt – wie z. B. dem Aachener Stadtbetrieb - auch Ist-Zahlen genannt werden und wünscht dies auch für den Wirtschaftsplan des Gebäudemanagements.
Herr Hauschild antwortet, dass er diese Anregung aufnimmt und bietet zur Klärung von konkret gewünschten Ist-Kennzahlen einen Austausch an.
Herr Thomas, Dezernat Klima, Stadtbetrieb und Gebäude, versteht den Hinweis, dass es den Vergleich von Wirtschaftsplänen vereinfache, gibt jedoch auch zu bedenken, dass es zwischen den Eigenbetrieben auch Unterschiede gibt die sich auch in den Wirtschaftsplänen darstelle. Er führt aus, dass zu diesem Anliegen der Darstellung von Ist-Zahlen eine Prüfung erfolgt.
Weitere Wortmeldungen liegen nicht vor.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag für den Betriebsausschuss Gebäudemanagement
Der Betriebsausschuss Gebäudemanagement empfiehlt dem Rat der Stadt Aachen, den Wirtschaftsplan für 2026 unter folgendem Vorbehalt zu beschließen: „Die Ergebnisse der politischen Beratung im Bereich der Investitionen im städtischen Haushalt für 2026 werden nach ihrem Abschluss in den Wirtschaftsplan 2026 eingearbeitet“.
Beschlussvorschlag für den Haupt- und Finanzausschuss
Der Haupt- und Finanzausschuss nimmt den Wirtschaftsplan Gebäudemanagement für 2026 zur Kenntnis.
Beschlussvorschlag für den Rat der Stadt Aachen
Der Rat der Stadt Aachen beschließt auf Empfehlung des Betriebsausschusses des Gebäudemanagements der Stadt Aachen den Wirtschaftsplan 2026 unter folgendem Vorbehalt:„Die Ergebnisse der politischen Beratung im Bereich der Investitionen im städtischen Haushalt für2026 werden nach ihrem Abschluss in den Wirtschaftsplan 2026 eingearbeitet“.
Erläuterungen
Wirtschaftsplan 2026
Gebäudemanagement
der Stadt Aachen
Vorbemerkungen
Der Haushaltsplan der Stadt Aachen wird voraussichtlich im Rat der Stadt Aachen am 17.12.2025 beraten; die geplante weitere Beratung erfolgt im Betriebsausschuss Gebäudemanagement am 13.01.2026.
Aufgrund der zeitlich versetzten Einbringung zum städtischen Haushaltsplan für das Jahr 2026 basiert der Wirtschaftsplan 2026 im Bereich der Investitionen in Abstimmung mit dem Finanzdezernat im Wesentlichen auf dem Haushaltsplan 2025 bzw. der Mittelfristplanung des Haushalts 2025.
Er steht somit unter dem Vorbehalt, dass die Ergebnisse der politischen Beratungen zum Investitions-Haushalt 2026 abschließend eingearbeitet werden
A) Entwicklung von Transferzahlungen und maßgeblicher Kennzahlen
Entwicklung der Transfer - Zahlungen des Haushalts an den Betrieb (in Euro)
2025 (Plan) | 2026 (Plan) | 2027 (Plan) | 2028 (Plan) | 2029 (Plan) |
54.714.500 | 59.095.900 | 59.885.600 | 60.246.200 | 63.001.600 |
Die Transfer-Zahlung an den Betrieb setzt sich aus verschiedenen Positionen zusammen:
-Erstattung von Zinsaufwand für Investitionen (Gesellschafterdarlehen)
-Erstattung des gesamtstädtischen Aufwands für den Betrieb (Verwaltungskosten)
-Erstattung der Gebäude - Abschreibung (in Teilen)
-jährliche Einmalzahlung („Zuschuss“) zur Abdeckung der nicht durch unmittelbare interne oder externe Erträge erstatteten gebäudewirtschaftlichen Kosten
Die Transfer-Zahlung ist in ihrer Summe von verschiedenen Faktoren (z.B. Investitionshöhe, Entwicklung des Zinsniveaus, aber auch von Flächenveränderungen, Zunahme von Dienstleistungen für die Stadt und Preis- und Tarifsteigerungen) abhängig. Diese sind größtenteils nicht vom Betrieb zu beeinflussen. Vom Betrieb beeinflussbar ist die wirtschaftliche Wahrnehmung der ihm übertragenen Aufgaben.
Entwicklung der Eigenkapital-Quote in Prozent (einschließlich Sonderposten)
2024 (Ist) | 2025 (Plan) | 2026 (Plan) | 2027 (Plan) | 2028 (Plan) | 2029 (Plan) |
33,8 | 32,0 | 30,0 | 28,0 | 26,0 | 24,0 |
Die Sonderposten sind der Stadt Aachen überwiegend ohne Rückzahlungsverpflichtung gewährt worden, so dass sie de facto wie Eigenkapital zu werten sind.
Laut Beschluss des Finanzausschusses vom 26.02.2008 soll das Rücklagenkapital nicht unter 15 % der Bilanzsumme sinken. Gemäß Vereinbarung mit der städtischen Finanzsteuerung wird die Berechnung der Eigenkapital-Quote unter Einbezug der Sonderposten festgelegt.
Entwicklung der durch den E 26 zu betreuenden Flächen (BGF / m2)
2024 (Ist) | 2025 (Plan) | 2026 (Plan) | 2027 (Plan) | 2028 (Plan) | |||
1.329.734 | 1.340.000 | 1.340.000 | 1.340.000 | 1.340.000 | |||
Davon Anmietungen: | |||||||
150.000 | |||||||
In die Planung wurden lediglich die Flächen aufgenommen, die aufgrund des städtischen Investitionsprogramms und / oder absehbarer Veränderungen (z.B. politische Beschlüsse) verbindlich planbar sind. Eine darüberhinausgehende Prognose ab 2025, insbesondere auch für den Bereich der Anmietungen, wurde aufgrund der damit verbundenen Planungsunsicherheit nicht getroffen.
In der Regel sind zusätzliche Anmietungen durch die Fachbereiche („Bedarfsträger“) einzuplanen und werden dem Betrieb erstattet, so dass dies zumindest für die Sachaufwendungen im Wirtschaftsplan einen neutralen Vorgang darstellt.
Die Serviceleistungen haben weiterhin Auswirkung auf den erforderlichen Personaleinsatz (siehe dazu die nachfolgende Tabelle Entwicklung der Serviceleistungen für die Stadt Aachen und die Erläuterungen zur Stellenübersicht).
Entwicklung der Serviceleistungen für die Stadt Aachen in Euro
2025 (Plan) | 2026 (Plan) | 2027 (Plan) | 2028 (Plan) | 2029 (Plan) |
16.963.000 | 17.339.000 | 17.426.000 | 17.513.000 | 17.602.000 |
Die Serviceleistungen bewegen sich auch weiterhin auf hohem Niveau.
Entwicklung des umzusetzenden Investitionsvolumens in Euro
2025 (Plan) | 2026 (Plan) | 2027 (Plan) | 2028 (Plan) | 2029 (Plan) | |
37.113.600 | 26.709.600 | 16.640.100 | 11.438.800 | 7.139.000 | |
Incl. Zu-weisungen | 49.358.400* | 30.848.700* | 18.365.000 | 11.438.800 | 7.139.000 |
Incl. Kurhaus | 57.133.400 | 35.848.700 | 18.365.000 | 11.438.800 | 7.139.000 |
*Werte ohne Neues Kurhaus (Dienstleistung für den E 88)
Die Werte sind - wie eingangs erläutert - dem Haushaltsplan 2025 entnommen und basieren nicht auf dem Haushaltsplanentwurf für 2026.
B) Detaillierte Erläuterungen zur Wirtschaftsplanung 2026
Erläuterungen zum Erfolgsplan 2026 (Anlage 1)
Der im Rahmen der mittelfristigen Planung 2025 fürdas Wirtschaftsjahr 2026 ursprünglich ausgewiesene operative Verlust in Höhe von 5,352 Mio. Euro reduziert sich nunmehr auf 3,597 Mio. Euro.
Die Ertragsstruktur ist im Wesentlichen durch die sog. Einmalzahlung („Zuschuss“) an den Betrieb geprägt, der zur Abdeckung der nicht durch unmittelbare interne oder externe Erträge erstatteten gebäudewirtschaftlichen Kosten dient.
Erläuterungen zu den einzelnen Ertrags-Positionen
Die externen Erträge reduzieren sich in 2026 um 167 T Euro.
Die Erträge Städteregion Fremdverwaltung reduzieren sich saldiert um 113 T Euro und bilden eine neutrale Position dar, da in gleichlautender Höhe den Erträgen Aufwendungen gegenüberstehen.
Die internen Erstattungen steigen um rd. 799 T Euro. Im Wesentlichen resultiert die Erhöhung aus der Position „Kostenerstattungen für andere Fachbereiche“ und Eigenbetriebe.
Seit 2020 werden, um die durch den E 26 umzusetzenden Volumina vollständig darzustellen, Aufgaben für andere Bereiche der Verwaltung nicht mehr nach der Beauftragung und Prüfung der Rechnungen zur Anweisung weitergeleitet, sondern auch die Buchung und Auszahlung durch den E 26 vorgenommen. Die Auftraggeber erhalten im Nachgang eine quartalsweise oder maßnahmenbezogene Abrechnung.
Die direkten Verrechnungen mit dem Haushalt reduzieren sich um 196 T Euro.
Die Einmalzahlung des Haushalts an den Betrieb erhöht sich in 2026 um 4.091 T Euro. Die Erstattung des Verwaltungskostenbeitrags steigt um 174 T Euro; parallel dazu steigt auf der Aufwandsseite der Verwaltungsbeitrag gleichlautend. Weiterhin erfolgten erfolgsneutrale Anpassungen im Bereich der Zinsen. Der sonstige Ertrag wird für den WPL 2026 um 1 Mio. Euro gemäß Absprache mit Dezernat II erhöht.
Der Ertrag aus der Auflösung der Sonderposten erhöht sich in 2026 um 100 T Euro auf 5,5 Mio. Euro.
Das nachfolgende Diagramm zeigt die Ertragsstruktur in 2026:
Siehe Anlage A: Ertragsstruktur des Gebäudemanagements 2026
Die Ertragsstruktur ist im Wesentlichen von der sog. Einmalzahlung geprägt. Wird diese nicht an steigende Aufwendungen angepasst, ergeben sich – neben den Verlusten aus nicht erstatteter Abschreibung – Verluste auch im operativen Bereich.
Das nachfolgende Diagramm zeigt die Aufwandsstruktur in 2026:
Siehe Anlage B: Aufwandsstruktur des Gebäudemanagements 2026
ImBereich der betrieblichen Aufwendungen ergeben sich Veränderungen (Erhöhungen/Reduzierungen) zum Vorjahr im Wesentlichen durch höhere Aufwendungen für:
-Bewirtschaftung
-Personalausgaben
-Instandhaltung
Im Bereich des Bewirtschaftungsaufwandes Städteregion reduzieren sich die Aufwendungen um 138 T Euro. Den Minderausgaben stehen im Ertragsbereich gleichlautende Mindererträge gegenüber.
Im Energiebereich sind rd. 1,351 Mio. Euro bei den Heizkosten sowie rd. 1,170 Mio. Euro Mehraufwendungen im Strombezug zu erwarten. Die Steigerungen im Wärmebereich sind auf die Preisanstiege im Fernwärmebereich zurückzuführen. Der Strompreis für das Jahr 2026 ist durch die in 2025 durchgeführte Stromausschreibung festgeschrieben.
Weiterhin steigen im Bereich der Fremdreinigung die Aufwendungen aufgrund von Mindestlohnanpassungen um 881 T Euro.
Im Instandhaltungsbereich ist die Erhöhung von rd. 1,2 Mio. Euro auf Preissteigerungen und die Übernahme der Unterhaltung zusätzlicher Objekte zurückzuführen.
Den größten Kostenblock der betrieblichen Aufwendungen stellen die Bewirtschaftungsausgaben (Energie, Grundbesitzabgaben, Reinigung etc. exkl. Städteregion) mit rd. 24,63 % dar, gefolgt von den Kapitalkosten (Zinsen und Abschreibung) mit insgesamt rd. 22,61 %.
Die pauschale Erstattung der Gebäudeabschreibung der Stadt an den Betrieb wurde ab 2016 von 1,5 Mio. Euro auf 3 Mio. Euro erhöht. Der planmäßige Verlust setzt sich aus nicht erstatteter Abschreibung unter Berücksichtigung der Sonderposten und unter Berücksichtigung des operativen Verlustes in Höhe von 3,597 Mio. Euro zusammen und ergibt für 2026 einen Verlust von insgesamt rd. 15,597 Mio. Euro.
Erläuterungen zum Vermögensplan 2026 (Anlage 2)
Der Vermögensplan basiert i. W. auf dem Haushaltsplan bzw. der Mittelfristplanung 2025.
Laut Haushaltsplan 2025 sind in 2026 insgesamt rd. 30,849 Mio. Euro (einschließlich Zuweisungen / Investitionszuschüsse) neue Haushaltsmittel durch den Betrieb zu verarbeiten.
In Dienstleistung für den Eurogress sind darüber hinaus weitere 5 Mio. Euro für das Neue Kurhaus umzusetzen.
Zusammen mit den Mitteln aus bereits laufenden Vorhaben aus Vorjahren ist somit auch in 2026 ein erheblicher Investitionsumfang gegeben.
Erläuterungen zum Investitionsprogramm 2026 (Anlage 3)
Das Investitionsprogramm basiert i.W. auf dem Haushaltsplan / Mittelfristplanung für 2025:
2025 | 2026 | 2027 | 2028 | 2029 |
37.113.600 | 26.709.600 | 16.640.100 | 11.438.800 | 7.139.000 |
Incl. Zuweisungen:
49.358.400* | 30.848.700* | 18.365.000 | 11.438.800 | 7.139.000 |
*Werte ohne Neues Kurhaus (Dienstleistung für den E 88)
Incl. Neues Kurhaus
57.133.400 | 35.848.700 | 18.365.000 | 11.438.800 | 7.139.000 |
Erläuterung zur Mittelfristigen Ergebnisplanung 2025 – 2029 (Anlage 4)
Folgende Annahmen / Steigerungen/ Veränderungen wurden der Planung vorgegeben:
-1,5 % im Bereich der Sachausgaben
-2,0 % im Bereich der Personalausgaben ab 2027 ff
-im Bereich der Heizkosten gem. Ausschreibungsergebnis
- im Bereich der Stromkosten Reduzierung gem. Umsetzung PV-Anlagen
Die steigenden Aufwendungen resultieren auf Preis- und Tarifsteigerungen, umzusetzendem Volumen, Flächenveränderungen und Serviceleistungen für die Stadt.
Erläuterungen zur Finanzplanung 2026 (Anlage 5)
Die Finanzplanung 2026 basiert auf der Mittelfristplanung im Haushaltsplan 2025. Die Drittmittel bzw. Zuweisungen basieren auf qualifizierten Schätzungen. Änderungen können sich – auch in Abhängigkeit von der Disposition im städtischen Haushalt – in erheblichem Umfang ergeben.
Mittelfristige Finanzplanung 2026 - 2029 (Anlage 6)
Die Mittelfristige Finanzplanung basiert auf der Mittelfristplanung im Haushaltsplan 2025.
Stellenübersicht 2026 (Anlage 7)
Das umzusetzende Volumen – bei gleichbleibenden zu betreuenden Bruttogeschossflächen – und zahlreiche Zusatzaufgaben haben sich weiter erhöht.
Die Aktualisierung der Personalbemessung bleibt - auch vor dem Hintergrund der anhaltenden Arbeits-belastung im Rahmen der Unterbringung von Geflüchteten und der Bewältigung der anhaltenden Krisen am Bau sowie aufgrund der Überalterung der im Eigentum befindlichen Gebäude (mehr als 50 % der Gebäude stammen aus den 60er bzw. 70er Jahren, oder älter) - Daueraufgabe.
In diesem Zusammenhang wurden in den Bereichen Reinigungsmanagement und Personalwesen Organisationsuntersuchungen durchgeführt, bei denen Personalbedarfsberechnungen zu höheren Bedarfen geführt haben. Weitere Organisationsuntersuchungen erfolgen in den Teams Mieten und Pachten sowie im Rechnungswesen.
Nach wie vor stellt die Zahl der in den kommenden Jahren ausscheidenden langjährigen Mitarbeiter*innen eine besondere Herausforderung der nächsten Jahre dar, teilweise auch in Führungsfunktionen (Kaufmännische Abteilungsleitung, Abteilungsleitung Neu-/Um- und Erweiterungsbau).
Auch der Paradigmen-Wechsel der Bauwirtschaft zu mehr Nachhaltigkeit, Ressourcen-schonendem Materialverbrauch, Kreislaufwirtschaft, Urban Mining, gesundheitsverträglichem Bauen und ähnliche Aspekte eines „Neuen Bauens“ wird weiter in den Folgeauswirkungen zu beobachten sein.
Prognose zur Entwicklung Stellenübersicht
Nach aktuellem Kenntnisstand ergeben sich - unter der Prämisse, dass sich keine Veränderungen im Aufgabenumfang/beim umzusetzenden Volumen ergeben - in Folgejahren folgende Stellenkontingente:
2025 | 2026 | 2027 | 2028 | 2029 |
230* | 235* | 234** | 234** | 234** |
*Sperrvermerk:Existenz einer Planstelle EG 15 AT ab 01.01.2025 nur, sofern die -gegenwärtige Beamtenstelle mit einer*m Tarifbeschäftigten besetzt wird / Sperrvermerk weggefallen ab WP 2027
** Sperrvermerk: Existenz einer Planstelle EG 14 ab 01.01.2026 nur, sofern die -gegenwärtige Beamtenstelle mit einer*m Tarifbeschäftigten besetzt wird
Planmäßiges Ausscheiden von MitarbeiterInnen:
2025 | 2026 | 2027 | 2028 | 2029 |
2 | 7 | 3 | 1 | 6 |
Sofern sich in Folgejahren z. B. durch die sukzessive Einführung des CAFM-Systems oder der elektronischen Rechnungen eine erhebliche Reduzierung von Aufgabenumfang und/ oder umzusetzendem Volumen ergeben sollte, könnte darauf flexibel reagiert werden.
Die Wiederbesetzung mit qualifiziertem Personal stellt auch weiterhin eine hohe Herausforderung dar. Diese konnte über verschiedene Aktivitäten (u.a. Teilnahme an Recruiting-Messen, Einsatz vorn Werkstudenten, Möglichkeit zur Hospitation und Begleitung von Bachelor- und Masterarbeiten) zumindest in den letzten Jahren mit gutem Ergebnis bewältigt werden. Gleichwohl sind für einzelne Qualifikationen (Elektro- und Versorgungsingenieure) Dauerausschreibungen geschaltet, da Recruitingmaßnahmen mit Bewerbungsfristen oft ins Leere gelaufen sind.
Kennzahl Personalintensität Gebäudemanagement in Prozent
2025 (Plan) | 2026 (Plan) | 2027 (Plan) | 2028 (Plan) | 2029 (Plan) | |
17,02 | 17,30 | 17,47 | 17,60 | 17,71 | |
Haushalt* | |||||
21,60 | 22,05 | 21,89 | 22,02 |
*Haushalt = HPL 2025
Kapitalflussrechnung (Anlage 8)
Auf Wunsch des Finanzdezernates wird seit 2018 eine prospektive Rechnung auf der Basis des vorgegebenen gesamtstädtischen Musters erstellt. Diese dient der besseren Übersicht über den Finanzmittelabfluss und somit zur Unterstützung der städtischen Liquiditätsplanung.
Der aktuelle Stand der Sonderkasse deutet darauf hin, dass sich am Jahresende 2026 - wie im Vorjahr - ein positiver Finanzmittelbestand ergeben wird.
Gemäß Vereinbarung mit dem Finanzdezernat wurde die Erhöhung der Tilgungsleistung des Gründungsdarlehens ab Wirtschaftsjahr 2020 von 1,5 Mio. Euro auf 3,0 Mio. Euro in der Kapitalflussrechnung berücksichtigt.
Deckblatt zum Wirtschaftsplan (Anlage 9)
Das Deckblatt basiert auf den Angaben des Wirtschaftsplans 2026 und den Abstimmungen mit dem Finanzdezernat zum Haushaltsplanentwurf 2026.
Produktblatt zum Wirtschaftsplan (Anlage 10)
Das Produktblatt basiert auf den Angaben des Wirtschaftsplans 2026 und im Bereich der Investitionen auf der Mittelfristplanung im Haushaltsplan 2025.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen:
JA | NEIN | ||
x |
Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Folge-kosten (alt) | Folge-kosten (neu) | |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):
siehe Erläuterungen
Klimarelevanz:
Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die
Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)
Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:
gering | mittel | groß | nicht ermittelbar |
Zur Relevanz der Maßnahme für die Klimafolgenanpassung
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Größenordnung der Effekte
Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.
Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:
vollständig | |||
überwiegend (50% - 99%) | |||
teilweise (1% - 49 %) | |||
nicht | |||
nicht bekannt |
Abstimmungsergebnis
Weitere Dokumente (13)
Die Dokumente werden direkt vom Ratsinformationssystem der Stadt Aachen abgerufen und nicht von uns gespeichert oder gehostet.
Technische Details
ID: 1019783
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=1019783
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2025-12-04 E 26_0008_WP19 Wirtschaftsplan 2026 SAO.pdf
10.12.2025
1.4 MB
Metadaten
- TOP
- Ö 8
- Sitzung
- Sitzung des Betriebsausschusses für das Gebäudemanagement
- Gremium
- Betriebsausschuss Gebäudemanagement
- Datum
- Di., 13.01.2026
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Entscheidungsvorlage
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Entscheidungsvorlage
- Federführend
- E 26 - Gebäudemanagement
- Geändert
- 5.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 3. September 2026 um 01:37