Bedarfsplanung für die Kindertagesbetreuung in der Stadt Aachen für das KiTa-Jahr 2026/2027
FB 54/0006/WP19 · Entscheidungsvorlage
Beratung
Frau Bezirksbürgermeisterin Eschweiler eröffnet den Tagesordnungspunkt und erteilt Frau Pautsch und Frau Backhaus vom Fachbereich KiTa und Kindertagespflege das Wort.
Frau Backhaus beginnt mit der Ermittlung der Kinderzahlen, geht dann auf die gesamtstädtische Ausgangslage ein und präsentiert im Anschluss die Ergebnisse der Bedarfsplanung für das Kita-Jahr 2026/2027 gerade im Hinblick auf die Versorgungsquoten. Im Anschluss legt sie den Fokus auf den Bezirk Eilendorf. Sie berichtet anhand einer Präsentation.
Für zukünftige Entwicklungen und zügige Ermittlungen der Kinderzahlen seien die zuständigen Fachbereiche im engen Austausch mit der Politik und den freien Trägern. Durch die sinkenden Kinderzahlen sei der Druck durch den U3-Rechtsanspruch zurückgegangen. Es wird sich noch zeigen, wie sich die Kibiz-Reform auf die Bedarfsplanung auswirken wird. Die Erhöhung der Baukosten und die Verzögerung von Baumaßnahmen im Kita-Bereich stellt die Fachabteilungen immer wieder vor neue Herausforderungen. Dazu kommen unbesetzte Stellen, krankheitsbedingte Ausfälle, der Fachkräftemangel und die Betreuung von Kindern mit besonderen Förderbedarfen, die das Personal nochmal anders fordern.
Für den Bezirk Eilendorf liegt die Versorgungsquote im Ü3-Bereich bei 110,68 %, somit über der Zielversorgungsquote, allerdings werden die 50 % im U3-Bereich noch nicht erreicht, so dass es dort noch Ausbaubedarf gibt. Die Von-Coels-Straße sei ein bereits bekanntes Investorenprojekt, das bereits läuft. Insgesamt sollen 70 Plätze geschaffen werden. Fertigstellung ist für Mitte 2027 angestrebt.
Herr Bode, CDU, äußert den Wunsch nach konkreten Zahlen für den Bezirk Eilendorf. Er hätte erwartet, dass 2 Zahlenwerke vorgelegt werden, einmal mit Karlinis und einmal korrigiert ohne die Karlinis. Die vorgestellten Zahlen würden nicht die Realität im Stadtbezirk Eilendorf widerspiegeln.
Herr Ernst, Die Grünen, weist auf die Fußnote mit den Sternchen ganz unten auf der Tabellenseite hin, die er zunächst auch nicht gesehen hatte. Dort ist bei der Bedarfsplanung beschrieben, dass die als gesamtstädtisch gewerteten Plätze in den jeweiligen Kitas für das Platzangebot im Sozialraum in Abzug gebracht werden, um eine doppelte Berücksichtigung zu vermeiden.
Frau Kehren, SPD, ist der Meinung, dass die Betriebs-Kitas komplett aus der Berechnung herausgehalten werden sollten, denn unter Umständen gebe es in mehreren Jahren Eltern, die nicht bei einem ortansässigen Unternehmen, wie Babor oder Grünenthal arbeiten, dann gebe es für Eilendorf wieder ein größeres Versorgungsproblem. Aus ihrer Sicht sei die Rechnung weder sozial noch im Sinne der Familien.
Zudem würde sie gerne erfahren, ob die Zahlen in der U3-Betreuung für Eilendorf tatsächlich so positiv ausfallen wie dargestellt. Viele Kitas nehmen die Kinder erst ab 2 Jahren an. Sie bittet daher um eine bessere Aufschlüsselung der Zahlen im U3-Bereich.
Frau Backhaus erklärt, dass im U3-Bereich keine Differenzierung zwischen der Gruppenform 1 für die 2 bis 6-jährigen Kinder und der Gruppenform 2 für Kinder ab 1 Jahr gemacht wird. Sie bietet an, hier nochmal genauer auf die Quotenberechnung zu schauen. Zudem gebe es mit der Kibiz-Reform nochmal Änderungen und neue Betreuungsstundenumfänge.
Frau Bergs, Die Grünen, räumt ein, dass zu Beginn der letzten Ratsperiode nicht nur die U3-sondern auch die Ü3-Plätze in Eilendorf ein Problem waren, hier sei ihrer Ansicht nach viel passiert. Frau Bergs erkundigt sich nach der Montessori-Kita in der Kaiserstraße und bittet um einen kurzen Sachstand. Zudem habe es eine deutliche Vergrößerung der Gruppenanzahl gegeben. Sie würde gerne erfahren, ob Eilendorf personalmäßig gut aufgestellt ist.
Frau Backhaus bestätigt, dass die Montessori-Kita in die neuen Räumlichkeiten in der Karlstraße eingezogen ist. Derzeit wird aktiv Personal gesucht. Der Plan ist, im Sommer 2026 dort fünf Gruppen zu betreuen.
Herr Ernst, Die Grünen, erkundigt sich, in welche Kitas die Kinder aus Eilendorf überwiegend gehen.
Laut Frau Backhaus gehen über 90 % der Kinder aus Eilendorf in eine Eilendorfer Kita. Bei Interesse können Zahlen aufbereitet und nachgeliefert werden.
Frau Eschweiler bedankt sich für die umfangreiche Stellungnahme und bittet um Nachreichung der Zahlen. Weiterhin bittet sie um Nachlieferung der Zahlen für Karlinis.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Der Kinder- und Jugendausschuss empfiehlt dem Rat der Stadt Aachen,
- die vorgelegte Bedarfsplanung für die Kindertagesbetreuung 2026/2027 und das damit verbundene Platzangebot für ü3-Kinder im Umfang von 6.371 Plätzen und für U3-Kinder im Umfang von 2.105 Plätzen in KiBiz-geförderten Kindertageseinrichtungen zu beschließen,
- zur Abdeckung unvorhergesehener Bedarfe die Anmeldung einer „Not-KiTa“ zur Landesförderung mit insgesamt 100 Plätzen (60 in Gruppenform III c und 40 in Gruppenform I c) in Trägerschaft eines „anderen Trägers“ zu beschließen, sowie
- ein Angebot von 700 Betreuungsplätzen in Kindertagespflege zu beschließen.
Der Rat der Stadt Aachen beschließt
- die vorgelegte Bedarfsplanung für die Kindertagesbetreuung 2026/2027 und das damit verbundene Platzangebot für ü3-Kinder im Umfang von 6.371 Plätzen und für U3-Kinder im Umfang von 2.105 Plätzen in KiBiz-geförderten Kindertageseinrichtungen,
- zur Abdeckung unvorhergesehener Bedarfe die Anmeldung einer „Not-KiTa“ zur Landesförderung mit insgesamt 100 Plätzen (60 in Gruppenform III c und 40 in Gruppenform I c) in Trägerschaft eines „anderen Trägers“, sowie
- ein Angebot von 700 Betreuungsplätzen in Kindertagespflege.
Erläuterungen
In der Anlage wird die Bedarfsplanung für die Kindertagesbetreuung 2026/2027 der Stadt Aachen vorgelegt.
Diese ist dem Landesjugendamt bis spätestens 15. März für das im gleichen Kalenderjahr beginnende Kindertagesstättenjahr 2026/2027 verbindlich vorzulegen, um die entsprechenden Landeszuschüsse zu erhalten.
Die Bedarfsplanung führt zu einer Versorgungsquote im ü3-Bereich von 103,29 % und im U3-Bereich von50,29 % im Kindertagesstättenjahr 2026/2027, beginnend mit dem 01.08.2026.
Die unter Punkt 2 des Beschlussvorschlages angemeldeten 100 Plätze der „Not-KiTa“ sind in den vorgenannten Versorgungsquoten nicht berücksichtigt.
Über die Planung wird die Arbeitsgemeinschaft nach § 78 SGB VIII/KJHG in ihrer Sitzung im Januar 2026 beraten. Über das Ergebnis wird mündlich in der Sitzung berichtet.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen:
JA | NEIN | ||
x |
Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Folge-kosten (alt) | Folge-kosten (neu) | |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):
Für die Umsetzung des Bedarfsplans für die Kindertagesbetreuung 2026/2027 sind ausreichende Haushaltsmittel zum Haushaltsentwurf angemeldet und stehen vorbehaltlich der Beschlussfassung des Rates zur Verfügung.
Klimarelevanz:
Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die
Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)
Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:
gering | mittel | groß | nicht ermittelbar |
x |
Zur Relevanz der Maßnahme für die Klimafolgenanpassung
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Größenordnung der Effekte
Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.
Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels) |
Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:
vollständig | |||
überwiegend (50% - 99%) | |||
teilweise (1% - 49 %) | |||
nicht | |||
nicht bekannt |
Abstimmungsergebnis
Weitere Dokumente (1)
Die Dokumente werden direkt vom Ratsinformationssystem der Stadt Aachen abgerufen und nicht von uns gespeichert oder gehostet.
Technische Details
ID: 1019860
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=1019860
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2025-12-12 FB 54_0006_WP19 Bedarfsplanung fuer d SAO.pdf
12.12.2025
54.6 MB
Metadaten
- TOP
- Ö 4
- Sitzung
- Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Eilendorf
- Gremium
- Bezirksvertretung Aachen-Eilendorf
- Datum
- Mi., 21.01.2026
- Uhrzeit
- 17:30
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Entscheidungsvorlage
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Entscheidungsvorlage
- Federführend
- FB 54 - KiTa und Kindertagespflege
- Geändert
- 17.3.2026
- Inhalt abgerufen
- 3. September 2026 um 01:37