18. Dezember 2025 um 17:00, Verwaltungsgebäude Maria-Theresia-Allee
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Einbringung des Stellenplanentwurfs 2026 und Auswirkungen auf den Personalkostenverbund (1. Lesung)

FB 11/0010/WP19 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Herr Dr. Kremer stellt anhand einer Präsentation den Stellenplanentwurf 2026 sowie die Personalkosten für 2026 dar. Er betont, dass für das Haushaltsjahr 2026 mit einer Anzahl von 30,0 der niedrigste Netto-Stellenzuwachs seit dem Jahr 2013 vorgesehen sei. Die Personalkosten machten rund ein Drittel des gesamtstädtischen Haushaltes aus.

Weiter erläutert Herr Dr. Kremer, dass der Stellenplan im Jahr 2017 grundlegend bereinigt worden sei. Das Stellenplangeschäft sei im Detail sehr komplex. Für das Jahr 2026 seien 86,0 Stelleneinrichtungen vorgesehen, insbesondere im Bereich der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, einschließlich der Feuerwehr. Dieser Bereich sei maßgeblich von Pflichtaufgaben geprägt. Dennoch werde stets sorgsam geprüft, ob die Stellen erforderlich seien.

Vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage betont Herr Dr. Kremer, dass der Haushaltsprozess in den kommenden Jahren deutlich schwieriger werde. Jede Stelle werde intensiv mit dem Verwaltungsvorstand abgewogen, keine Stelleneinrichtung sei eine Selbstverständlichkeit.

Zur Personalbesetzungsquote führt er aus, dass die Stadt Aachen im interkommunalen Vergleich weiterhin gut aufgestellt sei. Während übliche Vakanzquoten zwischen 13 und 15 Prozent lägen, betrage die Quote in Aachen rund 10 Prozent. Die Quote beziehe sich jeweils auf den Stand zum 30.06. und werde zum Jahresende bereinigt und aktualisiert.

Ratsherr Brunkartz (AfD) fragt nach, ob sich die Darstellung ausschließlich auf planmäßige Stellen beziehe oder ob auch freiwillige Aufgaben sowie die Kostenentwicklung berücksichtigt seien. Herr Dr. Kremer (Dezernat V) stellt klar, dass sowohl Pflicht- als auch freiwillige Aufgaben in den dargestellten Zahlen enthalten seien.

Ratsfrau Begolli (DIE LINKE) nimmt Bezug auf die vor Jahren durch Frau Buchem (Dezernat V) vorgestellte Personalstrategie, die insbesondere die Bindung von Mitarbeitenden in den Fokus gestellt habe. Sie bewertet diese Strategie als wesentlichen Faktor für die heutige gute Personalbesetzungsquote. Zudem äußert sie sich positiv zur Betrachtung von Eigenleistungen, die sich sowohl kosten- als auch qualitätsmäßig bewährt hätten. Den Begriff der freiwilligen Leistungen bezeichnet sie als missverständlich, da darunter auch wichtige Aufgaben wie beispielsweise die Schulsozialarbeit fielen.

Ratsfrau Dr. Michulitz (DIE GRÜNEN) bedankt sich für die ausführliche Darstellung und fragt nach der demografischen Struktur der Verwaltung. Sie erkundigt sich, ob Auswertungen zu Altersstrukturen, Ruhestandsentwicklungen und möglichen Konsolidierungspotenzialen für die kommenden fünf bis zehn Jahre vorlägen.

Herr Dr. Kremer erläutert, dass entsprechende Auswertungen vorhanden seien und bis auf Teamebene vorlägen. Diese Daten sollten künftig im Rahmen eines Führungscockpits den Führungskräften zur Verfügung gestellt werden. Das Durchschnittsalter der Mitarbeitenden liege bei rund 43 Jahren. Aufgrund der vergleichsweise jungen Altersstruktur sei die demografische Fluktuation gering. Herausforderungen bestünden vielmehr in der Gesamtfluktuation und im Fachkräftemangel. Ob langfristig ohne weiteren Stellenzuwachs ausgekommen werden könne, lasse sich nicht prognostizieren. Der Maßstab müsse stets die Funktionsfähigkeit der Verwaltung sein. Herr Dr. Kremer sagt zu, dieses Thema in einer der kommenden Sitzungen aufzugreifen, um dem Ausschuss einen Gesamtüberblick zu geben.

Beschluss

Der Personal- und Verwaltungsausschuss nimmt die Vorstellung des Stellenplanentwurfs für das Haushaltsjahr 2026 zur Kenntnis. Zudem nimmt der Personal- und Verwaltungsausschuss die Entwicklung der Personal- und Versorgungsaufwendungen 2026 zur Kenntnis.

Erläuterungen

Diese Vorlage beinhaltet das verwaltungsinterne Ergebnis des alljährlichen Stelleneinrichtungsverfahrens.

Hierin enthalten sind alle Stellenplanveränderungen (Stellenneueinrichtungen, Stelleneinsparungen, Verlängerung/Wegfall von kw-Vermerken, Verkürzung/Anbringung von kw-Vermerken), über die der Verwaltungsvorstand in seinen Klausurtagungen am 10./11. Juli und 30./31. Oktober 2025 beraten und entschieden hat.

Für die weiteren Ausführungen beachten Sie bitte die Dokumente in der Anlage

nachrichtlich: Die Kosten und Refinanzierung der Stelleneinrichtungen für den Stellenplan 2026 werden in den Anlagen dargestellt, Die Beschlussfassung zu den finanziellen Auswirkungen des Stellenplans 2026 erfolgt im Rahmen der Haushaltsplanberatungen im Haupt- und Finanzausschuss und Rat der Stadt Aachen.

Den durch die Verwaltung eingebrachten Stellenplanentwurf 2026 sowie die Auswirkungen auf den Personalkostenverbund nimmt der Personal- und Verwaltungsausschuss hiermit zur Kenntnis.

Abstimmungsergebnis

Einstimmig

Weitere Dokumente (2)

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Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2025-12-17 FB 11_0010_WP19 Einbringung des Stel SAO.pdf

17.12.2025

582.3 KB

Metadaten

TOP
Ö 5
Sitzung
Sitzung des Personal- und Verwaltungsausschusses
Gremium
Personal- und Verwaltungsausschuss
Datum
Do., 18.12.2025
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 11 - Fachbereich Personal und Organisation
Geändert
14.1.2026
Inhalt abgerufen
23. Februar 2026 um 16:30

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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