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Baustellen im Bezirk Laurensberg in 2026

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Der Vorsitzende begrüßt Herrn Müller, Fachbereichsleiter des Fachbereichs Mobilität und Verkehr, und verweist auf die in den vergangenen Monaten angespannte Baustellensituation im Bezirk Laurensberg.

Herr Müller trägt anhand der Niederschrift als Anlage beigefügten Präsentation zum Thema „Baustellen in Laurensberg“ vor. Er führt einleitend aus, dass Laurensberg im stadtweiten Vergleich nicht überproportional betroffen sei. Im Jahr 2025 habe es stadtweit rund 3.000 verkehrsrechtliche Anordnungen im öffentlichen Raum gegeben; hinzu kämen Anordnungen von Straßen.NRW, der StädteRegion Aachen, dem Aachener Stadtbetrieb sowie der Autobahn GmbH. Rund 90 % der Maßnahmen gingen auf die RegioNetz zurück; nur ein geringer Teil seien eigene Baumaßnahmen der Stadt Aachen. Der überwiegende Anteil der Maßnahmen sei der maroden Infrastruktur geschuldet. Von den ca. 3.000 Maßnahmen seien rund 1.100 Notmaßnahmen. Diese seien nicht planbar und führten regelmäßig dazu, dass geplante Maßnahmen zeitlich und organisatorisch angepasst werden müssten.

Planbare Baumaßnahmen würden quartalsweise in einer Abstimmungsrunde aller vorgenannten Beteiligten koordiniert. Aktuell befänden sich noch über 400 Baumaßnahmen in der Planung. Herr Müller betont die Notwendigkeit einer mehrjährigen Koordinierung. Zeitliche Vorstellungen der Maßnahmenträger verschöben sich u. a. aufgrund begrenzter Ressourcen (Personal, Bauunternehmen, Materialverfügbarkeit). Herr Müller stellt anhand verschiedener Karten dar, wo und welche Maßnahmen in Laurensberg geplant seien.

Anschließend stellt Herr Müller anhand verschiedener Karten die wesentlichen geplanten bzw. absehbaren Maßnahmen im Bezirk Laurensberg dar, darunter insbesondere:

Ochsenstock und Akerweg: Deckensanierung (ab 2030)

Laurensberger Straße (Vetschau): Leitungsbau

Laurensberger Straße (Laurensberg): Kanalsanierung in geschlossener Bauweise (ab Ende 2026)

Hohlweg: Deckensanierung (ab 2030)

Am Sandhäuschen: Endausbau (voraussichtlich 2027)

Laurentiusstraße / Karl-Friedrich-Straße bis Tittardsfeld / Beulardstein: Leitungsbau

Adele-Weidtmann-Straße / Rahemühle sowie Roermonder Straße: Fernwärmeausbau (ab Ende 2026)

Schloss-Rahe-Straße: Erneuerung von Wasserleitungen (ab Ende 2026)

Seffenter Weg: Kanalsanierung (voraussichtlich 2026/2027)

Toledoring: Sanierung der Brücke zum Seffenter Weg / Forckenbeckstraße

Krefelder Straße: Regiotram – Leitungsbau

Sportpark Soers: Entwicklung (ab Ende 2027)

Melatener Straße / Hollandwiese: Kanalbau (ab Ende 2027)

Brücke Dorbachtal: Erneuerung unter Vollsperrung (ab Ende 2027)

Neuenhofer Weg: Pflasterarbeiten (ab Ende 2027; nach Neubau Abiomed)

Püngeler Straße: Vollausbau (ab Ende 2026)

Eburonenstraße: Kanalerneuerung (ab Ende 2026)

Frau Bezirksvertreterin Perschon-Adamy (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen) lobt, dass in der jüngeren Vergangenheit auf Probleme (u. a. Ampelschaltungen) sehr schnell reagiert worden sei.

Herr Bezirksvertreter Peters (CDU-Fraktion) fragt nach dem zeitlichen Ansatz der Maßnahmen und erkundigt sich, an welchen Leitungen auf der Schurzelter Straße gebaut werde. Zudem möchte er wissen, ob die Verkehrseinschränkungen besser geplant werden könnten, um den Straßenverkehr zu entlasten. Herr Müller erläutert, dass ein Großteil der genannten Maßnahmen voraussichtlich im Jahr 2028 umgesetzt werde. Zahlreiche Maßnahmen erforderten zudem eine enge Abstimmung mit der Bahn sowie mit dem Land, insbesondere im Hinblick auf Vergabe- und Fördermittelverfahren; einzelne Maßnahmen müssten fristgerecht realisiert werden, damit Fördermittel nicht verfielen. Die Maßnahme Schurzelter Straße sei eine Wassermaßnahme und derzeit noch ohne konkreten Termin.

Zur Frage des Aufwands von Baustelleneinrichtungen erläutert Herr Müller, dass die Richtlinien für die verkehrsrechtliche Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen verschärft worden seien (erhöhter Arbeitsschutz). Dies erfordere regelmäßig mehr Platz. Zudem bestünden seitens der ausführenden Firmen häufig Bedarfe an größeren Flächen, insbesondere für Materiallagerung und den Einsatz von Arbeitsmaschinen.

Herr Bezirksvertreter Gurr (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen) merkt an, dass zwei Baustellen, die in die Innenstadt führten, parallel verliefen (Roermonder Straße und Süsterfeldstraße). Herr Müller erläutert, dass dies aus unterschiedlichen Gründen derzeit nicht anders umsetzbar sei.

Ergänzend führt Herr Müller aus, dass er zum Thema Sportpark Soers derzeit noch wenig Konkretes sagen könne; ein Start sei für 2027 vorgesehen, hierzu werde weiter berichtet. Die Regiotram entlang der Krefelder Straße in Richtung Innenstadt werde nach derzeitiger Planung nicht vor 2030 umgesetzt; die Linienführung verlaufe in Richtung Justizvollzugsanstalt Aachen. Die Berensberger Straße sowie der Soerser Weg würden vom Land saniert. Die Kanalsanierung am Ferberberg erfolge in geschlossener Bauweise und werde voraussichtlich nur geringe Auswirkungen auf den Verkehr haben. Herr Müller weist ferner darauf hin, dass die A4 die Bezirksvertretung aufgrund diverser Planungen voraussichtlich noch über viele Jahre beschäftigen werde (u. a. Oberfläche, Bauwerke/Brücken). Der Bau des Regenrückhaltebeckens am Lousberg befinde sich aktuell im Zeitplan. Weitere Themen seien u. a. der Ausbau der Püngeler Straße, die Kanalerneuerung in der Eburonenstraße ab Ende 2026 sowie nachgelagerte Pflasterarbeiten im Zusammenhang mit der privaten Baumaßnahme „Abiomed“. Zudem müsse die Brücke Dorbachtal saniert werden.

Der Vorsitzende bedankt sich für den Vortrag und weist darauf hin, dass die Situation aus Sicht vieler Bürger*innen als sehr belastend wahrgenommen worden sei. Er äußert die Sorge, dass zu viele Akteure zeitgleich agierten (u. a. mehrere Maßnahmen der RegioNetz sowie Glasfaserausbau). Er bittet darum, die Maßnahmen sehr eng abzustimmen und den Blick aus Sicht der Bevölkerung stärker zu berücksichtigen. Insbesondere die drei gleichzeitig laufenden Maßnahmen in Alt-Laurensberg seien für die Laurensberger*innen sehr belastend gewesen.

Herr Bezirksvertreter Triebels (SPD-Fraktion) führt aus, dass aus seiner Sicht weniger die Anzahl als vielmehr die Qualität der Maßnahmen im Vordergrund stehe; einzelne Aspekte der Umsetzung seien aus seiner Sicht nicht zufriedenstellend gewesen. Er fragt nach Fertigstellungsfristen. Er habe Phasen wahrgenommen, in denen aus seiner Sicht keine Bautätigkeit erkennbar gewesen sei. Zudem seien Anwohnende nicht über die Abschaltung der Straßenbeleuchtung informiert worden. Er bittet um eine bessere Abstimmung der Maßnahmen untereinander.

Frau Bezirksvertreterin Dr. Höflich (SPD-Fraktion) fragt nach der Einordnung der rund 1.100 Notmaßnahmen. Herr Müller erläutert, die Infrastruktur sei sehr alt und müsse erneuert werden; man komme mit Sanierung und Erneuerung nicht nach, weshalb Notmaßnahmen erforderlich würden. Es sei unrealistisch, alles gleichzeitig zu erneuern. Die rund 3.000 Maßnahmen seien zudem auf ca. 240 Arbeitstage zu verteilen und würden im Wesentlichen von vier Sachbearbeiter*innen betreut; dies stelle eine erhebliche Herausforderung dar. Hinzu komme, dass die Stadt lediglich über zwei Baustellenkontrolleur*innen verfüge.

Herr Bezirksvertreter Gurr (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen) fragt nach dem Baubeginn in der Eburonenstraße. Herr Müller erläutert, dass der Baubeginn ab Ende 2026 vorgesehen sei.

Frau Bezirksvertreterin Epstein (Fraktion Die Linke) erkundigt sich nach Pausen bzw. Stillständen auf Baustellen. Zudem hätten viele Autofahrende die Brunnenstraße als Alternative genutzt, wodurch diese stärker befahren werde. Sie fragt ferner, wie Anwohnende besser informiert werden könnten. Herr Müller führt aus, die Ressourcen seien begrenzt; nicht alle Baustellen verliefen langsam. Teilweise müssten Firmen kurzfristig umdisponieren, teilweise seien unterschiedliche Gewerke bzw. Firmen innerhalb einer Maßnahme aufeinander abzustimmen, was nicht immer vollständig koordinierbar sei. Für die Information der Menschen vor Ort seien grundsätzlich die ausführenden Firmen zuständig; bei 3.000 Maßnahmen könne die Stadt dies nicht in jedem Fall leisten. Bei eigenen städtischen Maßnahmen erfolge die Information entsprechend.

Frau Bezirksvertreterin Schmitt-Promny (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen) bewertet den Vortrag positiv und fragt, wie die Informationen im Internet besser aufbereitet werden könnten, insbesondere ob eine allgemeine Bürger*inneninformation online möglich sei. Zum Thema Fernwärme erkundigt sie sich, ob Anwohnende sich nachträglich anschließen könnten bzw. ob es rechtliche Möglichkeiten gebe, Hausbesitzer*innen einen späteren Anschluss zu ermöglichen. Zudem äußert sie Unverständnis hinsichtlich der Kritik an gleichzeitigen Maßnahmen, da drei Maßnahmen nun abgeschlossen würden und künftige Projekte dadurch entlastet würden. Herr Müller verweist auf das Baustelleninformationssystem auf aachen.de; dort sehe er Verbesserungsbedarf, insbesondere hinsichtlich der grafischen Darstellung, da sehr viele Informationen abgebildet würden. Dort könnten Bürger*innen grundsätzlich alle Informationen finden. Ergänzend berichtet er, dass Ende 2024 ein Baustelleninformationsabend im Depot Talstraße stattgefunden habe; die Beteiligung sei gering gewesen (sieben Teilnehmende).

Frau Bezirksvertreterin Perschon-Adamy (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen) weist darauf hin, dass angesichts der maroden Infrastruktur Geduld erforderlich sei. Sie ergänzt, dass bei den Maßnahmen der Radweg auf der Roermonder Straße nicht ausreichend berücksichtigt worden sei; es gebe einen Beschluss, den Radweg dort fertigzustellen. Herr Müller erläutert, dass die Maßnahme „Radweg Roermonder Straße“ derzeit noch nicht abgeschlossen werden könne, da noch eine kleinere Baustelle der RegioNetz vorhanden sei. Der Neubau des Radwegs solle nach dem Fernwärmeausbau erfolgen; bis dahin sei eine Markierung vorgesehen.

Der Vorsitzende verweist abschließend auf die Vielzahl der beteiligten Akteur*innen (Land, Bund, Stadt, Private) und betont, dass die grundsätzlichen Problemlagen nachvollziehbar seien. Er bedankt sich für die geleistete Arbeit. Zugleich führt er aus, dass die Kommunikation gegenüber der Bevölkerung verbessert werden müsse; beispielhaft nennt er die Maßnahme an der Schlossparkstraße, die aus seiner Sicht hätte zurückgestellt werden können. Insgesamt sei eine noch bessere Koordinierung erforderlich.

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Technische Details

Grunddaten

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Ö 5
Sitzung
Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Laurensberg
Gremium
Bezirksvertretung Aachen-Laurensberg
Datum
Mi., 04.02.2026
Uhrzeit
17:30
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Status
gemischt