3. Februar 2026 um 17:00, Verwaltungsgeb. Mozartstraße Zi.207
TOP 4Öffentlich

„CuBi“ – Container und Begegnung inklusiv in Forst

im Ratsinformationssystem anzeigen
Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Frau Ophoff und Frau Odarteifio (Familienentlastender Dienst der Lebenshilfe Aachen) stellen das Projekt „CuBi – Container und Begegnung inklusiv in Forst“ anhand einer PowerPoint-Präsentation (s. Anlage zur Niederschrift im Ratsinformationssystem) vor.

Frau Wallraff dankt den beiden Vortragenden für die Ausführungen. Es handele sich ihrer Ansicht nach um ein spannendes und gelebtes Projekt. Sie erkundigt sich zum einen danach, was mit dem Container geschehe, sollte das Projekt auslaufen und in dem Zusammenhang nach möglichen, weiteren Förderungen wie beispielsweise über das Land oder den Bund. Zum anderen bittet sie um Auskunft, wie bekannt das Angebot bei Eltern sei, deren Kinder gepflegt werden müssten.

Frau Ophoff erläutert, dass der Container langfristig in Forst verbleiben solle, auch wenn das Projekt beendet würde. Notfalls sei es auch möglich, den Container an einen anderen Standort zu versetzen. Derzeit werde aber auch beispielsweise über weitere Nutzungsmöglichkeiten nachgedacht, u.a. sei geplant, einmal wöchentlich Beratungen anzubieten. Sie könne sich daher gut vorstellen, dass der Container künftig auch von verschiedenen Gruppen genutzt werde. Das Projekt werde noch zwei Jahre gefördert, im Anschluss werde der FeD Unterstützung bei der Stadt Aachen ersuchen. Der FeD sei bestrebt, auch weiterhin Jugendarbeit in Forst zu betreiben. Zur Frage des Bekanntheitsgrades führt sie aus, dass im letzten Jahr eine Förderung der Aktion Mensch dazu genutzt worden sei, um Flyer in alle Forster Haushalte einzuwerfen. Sie gehe davon aus, dass zumindest alle Menschen in Unterforst das Angebot kennen würden. Die Pflegemöglichkeit sei zwar vorhanden, diese werde aber noch nicht genutzt. Sie vermute, dass hier die Hemmnisse noch zu hoch seien.

Frau Odarteifio ergänzt, dass das Angebot überwiegend durch Mundpropaganda verbreitet werde. Es würden auch Menschen ohne Kinder den Container aufsuchen.

Herr Küppers erkundigt sich nach der ungefähren Altersspanne der jungen Menschen, da es oftmals schwierig sei, Jugendliche für Angebote zu gewinnen.

Frau Odarteifio bestätigt, dass viele Familien mit Kindern unter fünf Jahren die Angebote nutzen würden. Die jungen Menschen selbst seien durchschnittlichen zwischen 8 und 14 Jahren. Die Jugendlichen über 14 Jahren würden sich vorrangig Materialien ausleihen. Dennoch würden sich mittlerweile mehr Jugendliche auf dem Platz aufhalten als zuvor.

Frau Ophoff erläutert, dass es in Unterforst kaum eine alternative Möglichkeit für Jugendliche gebe, sich zu treffen. Die jetzigen, jüngeren Kinder würden zudem älter werden und dann, so hoffe sie, die Angebote weiter nutzen. Es bestehe eine gute und enge Zusammenarbeit mit den Falken, die mit einem Bauwagen auf dem anderen Spielplatz Jugendarbeit leisten würden. Bei auftretenden Konflikten könnten die Jugendlichen auch auf den jeweils anderen Platz ausweichen.

Frau Schmitt-Promny lobt den Pragmatismus der Akteure, die sich offen an die Aufgabe gewagt hätten. Umso mehr freue es sie, die positive Entwicklung beobachten zu können. Bezugnehmend auf die weiteren Angebote der Falken und des Driescher Hofs entwickele sich eine gute Struktur in der Kinder- und Jugendarbeit. Sie erkundigt sich, ob und inwieweit die Jugendlichen und ihre Familien sich eigenständig einbringen könnten.

Frau Ophoff bestätigt, dass der Aufbau einer guten Struktur mit festen Räumlichkeiten und konstanten Ansprechpersonen auch der Wunsch des FeD sei. Es bestehe ein regelmäßiger Austausch mit den weiteren Akteuren, unter anderem auch mit der Verwaltung zum ISEK Forst. Die Eigenbeteiligung der jungen Menschen werde stets mit bedacht und gefördert. Der FeD habe zwei ehrenamtlich Tätige gefunden, die sich freiwillig und täglich beteiligen würden.

Herr Brehm schließt sich dem Lob für das Angebot an. Gerade in der aktuellen Zeit, in der junge Menschen in immer mehr Verpflichtungen eingebunden würden, sei es für sie von großer Bedeutung, über die Gestaltung ihrer freien Zeit mitentscheiden zu können. Das Angebot diene daher auch einer positiven Persönlichkeitsentwicklung.

Frau Jebavy-Kara (Fachbereich Klima und Umwelt – FB 36) berichtet, dass der Spielplatz an der Trierer Straße, der von den Falken genutzt werde, umgestaltet werden solle. Geplant sei die Realisierung eines neuen Treffpunkts. Es sei bereits vereinbart, dass die Falken für die Zeit des Umbaus den Container mit nutzen könnten.

Frau Ophoff weist abschließend darauf hin, dass der Spielplatz lediglich an einer Seite in Richtung des angrenzenden Hochhauses beleuchtet werde. Insbesondere in der dunklen Jahreszeit sei dies ein großes Sicherheitsproblem. Es bestehe daher der Wunsch, mehr Beleuchtung auf dem Platz anzubringen.

Herr Tillmanns gibt diese Bitte an die Verwaltung zur Prüfung mit.

Weitere Dokumente (1)

Die Dokumente werden direkt vom Ratsinformationssystem der Stadt Aachen abgerufen und nicht von uns gespeichert oder gehostet.

Technische Details

Grunddaten

TOP
Ö 4
Sitzung
Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses
Gremium
Kinder- und Jugendausschuss
Datum
Di., 03.02.2026
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Status
gemischt