4. Februar 2026 um 18:00, Sitzungssaal Bürgerhaus (alt)
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Sachstandsbericht zum Ausbau der Ladeinfrastruktur im Bezirk Haaren - Tagesordnungsantrag der CDU-Fraktion vom 19.01.2026

BA 3/0002/WP19 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Herr Bezirksbürgermeister Hecker begrüßt zu diesem Tagesordnungspunkt Herrn Heusch vom Fachbereich Mobilität und Verkehr (FB 68) der Stadt Aachen und führt aus, dass ohne Wissen der Bezirksvertretung und des Bezirksamtes öffentliche Parkplätze in der Straße Am Kaninsberg mit E-Ladesäulen versehen wurden und mit einer Beschilderung versehen wurden, die niemand versteht.

Herr Heusch erläutert, dass der kürzlich erfolgte Aufbau der Ladesäulen Am Kaninsberg nicht ordnungsgemäß umgesetzt wurde. Die Ausführung entsprach nicht der erteilten Sondernutzungsgenehmigung (u. a. Beschilderung und Abstände). Der Betreiber wurde bereits kontaktiert; eine kurzfristige Korrektur wurde zugesagt. Zudem wird eingeräumt, dass die Bezirksvertretung im Rahmen der Anhörung zur Sondernutzung nicht beteiligt wurde. Dies sei ein Verfahrensfehler, für den man sich ausdrücklich entschuldige.

Zur grundsätzlichen Planung wird ausgeführt, dass im Rahmen eines städtischen Projekts zunächst rund 670 Ladepunkte in Aachen errichtet wurden, darunter mehrere in Haaren. Zur strategischen Einordnung wird ausgeführt, dass der weitere Ausbau der Ladeinfrastruktur seit 2023 überwiegend durch private Betreiber erfolgt. Grundlage sind städtische Bedarfsanalysen (Planquadrate 600 x 600 m mit Prognose bis 2030) sowie Standortvorschläge der Betreiber, u. a. über das Tool „Wunschladesäule“. Für Haaren werden bis 2030 insgesamt rund 20 zusätzliche Ladepunkte prognostiziert.

Aktuell bestehen in Haaren mehrere Ladepunkte im öffentlichen und privaten Raum. Weitere Standorte (u. a. Alt-Haarener Straße, Friedensstraße, Rosengarten) wurden von Anwohnern gewünscht und werden geprüft.

Die Verwaltung betont, dass geeignete Flächen im engen Ortskern begrenzt seien. Daher werde verstärkt für öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur auf privaten Grundstücken geworben, wofür ein Förderprogramm zur Verfügung steht. Jede private Ladesäule entlaste den öffentlichen Raum.

Abschließend wird darauf hingewiesen, dass mit steigender Verfügbarkeit bezahlbarer Elektrofahrzeuge und höherer Reichweite die Ladeinfrastruktur ein zentraler Faktor für den weiteren Ausbau der Elektromobilität sei.

Aus der Bezirksvertretung wird deutliche Kritik geäußert. Herr Bezirksbürgermeister Hecker macht noch einmal deutlich, dass der Wegfall weiterer öffentlicher Parkplätze ohne politische Beteiligung nicht akzeptabel sei und die Bezirksvertretung hätte informiert werden müssen. Hinzu kommt, dass es im vergangenen Jahr noch hieß, dass die Ladesäulen in der Haarener Gracht nur geringfügig ausgelastet seien.

Herr Bezirksvertreter Küppers betont, dass die Standortwahl nicht ausschließlich durch Betreiberinteressen oder Klickzahlen bestimmt werden dürfen, sondern politisch mitgestaltet werden müssten.

Herr Bezirksvertreter F.-J. Kogel erwartet, dass die Bezirksvertretung involviert wird, wenn es um öffentliche Parkplätze geht. Auch Herr Bezirksamtsleiter Geber bestätigt die Zuständigkeit der Bezirksvertretung in dieser Angelegenheit.

Frau Bezirksvertreterin Vogelgesang stellt fest, dass sich die Rahmenbedingungen der Elektromobilität durch neue Förderprogramme deutlich verändert haben und mit einem steigenden Bedarf an Ladeinfrastruktur zu rechnen ist. Sie regt an, ein gemeinsames bezirkliches Konzept zur Ladeinfrastruktur zu entwickeln. Insbesondere für Anwohnerinnen und Anwohner ohne eigene Lademöglichkeit am Wohnort sei eine wohnortnahe öffentliche Ladeinfrastruktur aus ihrer Sicht zwingend erforderlich, um den Umstieg auf Elektromobilität überhaupt realistisch zu machen. Frau Bezirksvertreterin Vogelgesang sieht hier besonders großen Bedarf an Schnellladeinfrastruktur und sieht ebenfalls die Notwendigkeit, die Entwicklung der Ladeinfrastruktur politisch zu begleiten und konzeptionell zu steuern.

Herr Bezirksvertreter T. Kogel verdeutlicht, dass der Bezirk auch bis zum Forsthaus Weiden gehe und man auch solche Bereiche in die Planung mit einbeziehen sollte. Auch er sieht dahingehend eine politische Steuerung der Standorte als notwendig an.

Seitens des Bezirksvertreters Zirbes wird ein transparentes Monitoring der Auslastung der Ladesäulen gefordert.

Herr Heusch sagt zu, Auslastungszahlen erneut vorzulegen und eine gemeinsame Begehung bzw. Abstimmung zur zukünftigen Standortplanung zwischen Verwaltung und Bezirksvertretung zu ermöglichen.

Erläuterungen

Die Fraktion der CDU in der Bezirksvertretung Aachen-Haaren beantragt fristgemäß mit Schreiben vom 19.01.2026 gemäß §3 Absatz 1 Satz 2 der Geschäftsordnung für den Rat und die Bezirksvertretungen der Stadt Aachen zur Sitzung der Bezirksvertretung am 04.02.2026 folgenden Tagesordnungspunkt aufzunehmen:

  • Sachstandsbericht zum Ausbau der Ladeinfrastruktur im Bezirk Haaren.

Der Fachbereich Mobilität und Verkehr wird hierzu in der Sitzung mündlich berichten.

Weitere Dokumente (1)

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Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2026-01-20 BA 3_0002_WP19 Sachstandsbericht zu SAO.pdf

22.1.2026

175.4 KB

Metadaten

TOP
Ö 11
Sitzung
Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Haaren
Gremium
Bezirksvertretung Aachen-Haaren
Datum
Mi., 04.02.2026
Uhrzeit
18:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
B 3 - Bezirksamt Aachen-Haaren
Zusätze
es wird mündlich berichtet
Geändert
23.2.2026
Inhalt abgerufen
2. März 2026 um 16:43