Beratung
Frau Dipl. Ing.Bruns, Technische Betriebsleitung des Gebäudemanagements, berichtet mittels Präsentationen zu den nachfolgend aufgeführten Projekten:
- Freibad Hangeweiher
- Bericht „Energieeffiziente Nicht-Wohngebäude in Nordrhein-Westfalen“ mit Bezug zur KiTa „Stettiner Straße“ und KiTa „Breitbenden“
- Fassadenbegrünung „Bunker Zeppelinstraße“
- Montessori Zentrum, Aachen- Eilendorf; Vergleiche
- Kath. Grundschule „Am Römerhof“ – OGS-Erweiterung und Mensa; Beteiligung des Gestaltungsbeirats
Freibad Hangeweiher
Frau Bruns berichtet zum 3. Bauabschnitt des Neubaus Freibadgebäude mittels Präsentation.
Sie beschreibt damit das Projekt der Sanierung des Freibades Hangeweiher, die insgesamt in 3 Projektabschnitten durchgeführt worden ist.
Der nun abschließende 3. Bauabschnitt sei termingerecht und „just in time“ zur Eröffnung der Freibadsaison 2026 fertiggestellt worden.
Unterlegt mit entsprechender Bilddokumentation zum Objekt , gibt sie einen Überblick gegliedert nach den nachfolgenden Aspekten:
1. Anlass und Ziel
2. Projektvorstellung: Konzept
3. Herausforderungen
4. Erfolge
Im Rahmen der Projektvorstellung benennt Frau Bruns die wesentlichen Eckdaten zum Projekt:
Netto-Raumfläche NRF:ca. 1.030 m²
•Davon Nutzfläche NUF: ca. 550 m²
•Brutto-Rauminhalt BRI:ca. 2.900 m³ (Altbau: 5.726 m³)
•Ausführungsstart:September 2023
•Fertigstellung:April 2026
•Architekten:Kaiser Schweitzer Architekten
•Mittelbedarf:ca. 6,8 Mio. €
Frau Bruns hebt hervor, dass es gelungen ist, deine Förderung über das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen Mittel in Höhe von 1.485.000 € zu generieren.
Sie beschreibt das nun im 3. Bauabschnitt fertiggestellte Gebäude mit den wesentlichen Merkmalen:
- Gründächer
- Massivbau mit hinterlüfteter Holzfassade
- Alu-Fenster
- •Heizung und Warmwasser über Fernwärme
- •Energiedach als Stahlbau mit Pfostenriegelkonstruktion und lichtdurchlässigen PV-Modulen, d.h. eine Art stromproduzierendes „Wintergartendach
Das Dach des Gebäudes ist mit einer PV-Anlage versehen, die technischen Daten hierzu lauten wie folgt:
- PV-Generatorleistung: 84,43 kWp
- •PV-Generatorfläche: 526,6 m²
- •Ertragsprognose: 68.735 kWh/ Jahr
- •Eigenverbrauchsprognose: 17.603 kWh/ Jahr
- •Eigenverbrauchsanteil (bilanziell): ca. 25 %
- •Einspeisung ins städtische Stromnetz: ca. 75 %
- •Autarkiegrad: ca. 52%
Frau Bruns betont, dass wesentliche Herausforderung war, dass der Freibadbetrieb durch die Errichtung eines Interimsgebäudes gewährleistet worden ist.
Besondere Herausforderung durch die Sanierung im laufenden Freibadbetrieb waren im Weiteren, die Topographie, der geschützte Baumbestand unddie Einschränkung der Zufahrtsmöglichkeiten im laufenden Umbau erst nach Ende der Freibadsaison in 2025 erfolgen, da dafür das alte Kassenhaus zurückgebaut werden musste.
Frau Bruns führt aus, dass eine weitere Besonderheit, Herausforderung die im Projekt integriert zu errichtende Dienstwohnung vorlag und daher ein Erfolg in der vorzeitigen, bauordnungsrechtlich genehmigten Innutzungnahme im April 2025 zu verzeichnen war.
Sie zeigt die weiteren wesentlichen Erfolge des Projekts auf
- Teilfertigstellung der Außenanlagen 04/2025 (das große Drehkreuztor war zum Saisonbeginn 2025 betriebsbereit)
- Übergabe des Lager-/ Personalbereiches in 09/2025
- Rückbau des Interimsgebäudes 10/2025
- Pünktliche Fertigstellung 04/2026
Frau Bruns dankt insbesondere der für die Projektsteurung zuständigen Projektbetreuerin Frau Dipl. Ing. Petra Pade für das sehr gute Projektmanagement und die gelungene, termingerechte Umsetzung des Projektes.
Bericht der NRW.Energy4Climate GmbH EUREF, Düsseldorf, zu
Energieeffiziente Nichtwohngebäude in Nordrhein-Westfalen - 35 ausgezeichnete Schulen,
Kitas und Bürogebäude -
Frau Bruns berichtet über die Veröffentlichung des Berichts der NRW.Energy4Climate GmbH EUREF, Düsseldorf, zu Energieeffiziente Nichtwohngebäude in Nordrhein-Westfalen - 35 ausgezeichnete Schulen,
Kitas und Bürogebäude -, der auch die ausgezeichneten städtischen KiTas „Stettiner Straße“ und „ Breitbenden beinhaltet.
Sie stellt die entsprechenden Auszüge zu diesen beiden Kitas vor und weist darauf hin, dass der vollständige Bericht über den nachfolgenden Link digital eingesehen werden kann:
https://www.energy4climate.nrw/publikation/energieeffiziente-nichtwohngebaeude-in-nordrhein-westfalen
Fassadenbegrünung Bunker Zeppelinstraße
Frau Bruns berichtet zum Pilotprojekt Fassadenbegrünung am Bunker Zeppelinstraße. Anhand von Fotos zeigt sie eine Vorher-/ Nachher Sicht und schildert den Umsetzungsprozess ebenfalls dokumentiert durch Fotos.
Sie zeigt auf, dass dieser Bereich vorab als Angstraum wahrgenommen wurde, zumal auch eine schlechte Ausleuchtung vorlag.
Sie erläutert, dass bei diesem Projekt der Fassadenbegrünung eine hohe Biodiversität mit insgesamt 560 Pflanzen berücksichtigt wurde. Die Fläche erhielt neue Strukturen mit integrierten Sitzbänken sowie auch eine Beleuchtung, die ein erhöhtes Sicherheitsgefühl ermöglicht.
Sie legt dar, dass mit dieser Fassadenbegrünung eine Verbesserung der Strukturen und insbesondere der Aufenthaltsqualität erzielt werden konnte und insgesamt zu einer Quartiersverbesserung beigetragen hat.
Die Fassadenbegrünung wird durch die Quartiersbewohner gut angenommen, so hat beispielsweise die örtliche KiTa kleine Infotafeln zu den Pflanzenbezeichnungen erstellt und in die Beete eingebracht; zudem wurden bislang wenig Pflanzen entwendet. Darin spiegele sich eine hohe Akzeptanz der Maßnahme.
Frau Bruns erklärt, dass die weitere Instandhaltung, Reinigung der Flächen und Pflanzenpflege durch den Aachener Stadtbetrieb übernommen wird.
Sie zeigt auch auf, dass bereits jetzt nach Fertigstellung und ersten lafuenden Pflegearbeiten erste Lerneffekte für zukünftige Flächengestaltung - z. B. bezgüglich der Auswahl des Flächenbelags - durch dieses Pilotprojekt dann für zukünftige Projekte gewonnen werden konnten.
Montessori- Zentrum Aachen-Eilendorf
Frau Bruns gibt einen Bericht zum Sachstand zu den Vergleichen anhand einer Präsentation. Aufgrund der sehr detaillierten Präsentation wird diese als Anlage im -nicht-öffentlichen Teil zum TOP Mitteilungen der Verwaltungbeigefügt.
Sie zeigt auf, dass der Abschluss dieser Vergleiche als Erfolg zu verzeichnen ist und nur durch das Zusammenwirken verschiedener Akteure gelingen konnte.
Frau Bruns legt dar, dass sie als neue Betriebsleitung – und damit neuer Akteur in einem schon längerandauerndem Projekt - neue Impulse geben und mit dem Zeitpunkt der Neubesetzung als Timing für einen Neustart nutzen konnte. Sie unterstreicht, dass insbesondere eine hohe Leistungsbereitschaft einhergehend mit viel Berufserfahrung im Team Projektmanagement (E26/62) sowie in den Teams Rechnungswesen (E26/11), Team Personal (E 26/12) sowie nicht zuletzt im Fachbereich Recht (FB 30) die Grundlagen für die Ausarbeitung der Vergleiche gebildet haben.
Sie weist darauf hin, dass das Signal der Politik entscheidend war und damit einhergehend die Öffentlichkeit wirken zu lassen.
Sie betont, dass hierbei die Maßgabe Geschwindigkeit vor Genauigkeit - mit dem Ziel der Wiederherstellung des Vertrauens in Handlungsfähigkeit der städt. Bauherrin - zum Erfolg beigetragen hat.
Abschließend beschreibt sie den nun erstellten Bauzeitenplan.
Der Ausschussvorsitzende Ratsherr Schaadt merkt an, dass er es sehr positiv findet, dass zu diesem Projekt weiterhin umfänglich berichtet wird. Er lobt explizit die besondere Weise, wie problemlösungsorientiert mit dem beschriebenen Augenmaß Vergleiche zum Abschluss gebracht wurden.
Er entnimmt dem Bauzeitenplan, dass alle Fertigstellungstermine in diesem Jahr fixiert wurden, so dass er von einer Übergabe im nächsten Jahr ausgeht.
Katholische Grundschule Am Römerhof – OGS-Erweiterung und Mensa
Frau Bruns beschreibt zunächst die Ausgangssituation zu diesem Projekt und gibt mittels einer Luftaufnahme einen Übeblick über die Anordnung des Gebäudeensembles und der Lage in Aachen-Burtscheid.
Sie zeigt die 4 verschiedenen Variantenentwicklungen der Leistungsphase 2 (LPH 2) in ihren verschiedenen Perspektiven und Aufsichten sowie die vergleichende Bewertungsmatrix auf.
Detaillierter beschreibt sie erläuternd die durch den Planungsausschuss beschlossene Variante 1 mit den jeweiligen Grundrissen und zeigt die Perspektiven zu der beschlossenen Variante 1 zum Ende der Leistungsphase 3.
Frau Bruns erläutert die Präsentation im Gestaltungsbeirat am 04.03.2026 und fasst die Anregungen und Hinweise des Gestaltungsbeirates wie folgt zusammen:
Architektur:
Der Gestaltungsbeirat bewertet den Entwurf grundsätzlich positiv, insbesondere den sensiblen Umgang mit dem Bestand. Er regt jedoch an den Entwurf weiterzudenken und die Beziehung zwischen Alt und Neu klarer herauszuarbeiten. Auch wird empfohlen bei der Aufteilung des neuen Baukörpers in einen das Volumen des Bestandes fortsetzenden Baukörper und einen beigestellten moderneren Baukörper die jeweilige Beziehung zum Bestand deutlicher zu differenzieren. Die Wirkung als Ensemble sollte dabei stärker betont werden.
Fassaden:
Die vorgesehenen Materialien und die Holzbauweise wird grundsätzlich positiv gesehen, aber die konkrete Ausarbeitung konnte im Besonderen in Hinblick auf den Bestand nicht ganz überzeugen. Die derzeitigen Formate und die starke Betonung des Rettungsweges in der Fassade am Buschhäuserweg werden hinterfragt. Der Beirat empfiehlt stärker mit stehenden Formaten und Bändern zu arbeiten.
Freiraum:
Die Freiraumgestaltung wird als große Chance gesehen. Es wurde empfohlen die Ausarbeitung zu vertiefen
Frau Bruns gibt eine Übersicht, wie die Hinweise und Anregungen bei der Bearbeitung der Pläne eingeflossen sind und eingearbeitet wurden; hierzu zeigt sie die bearbeiteten Ansichten zu den Perspektiven Schulhof und Buschhäuserweg sowie die Schulhofansicht, Ansicht zum Eingang Am Römerhof, Ansicht Buschhäuserweg und Ansicht Feuerwehrzufahrt auf.
In einem Fazit hält Frau Bruns fest, dass der Gestaltungsbeirat zukünftig für alle architektonisch relevanten Maßnahmen genutzt werden wird,um eine hohe Qualität der Bauten des Gebäudemanagements zu gewährleisten.
Sie meint, dass idealer Zeitpunkt hiezu die Mitte der Vorentwurfsplanung ist, da innerhalb dieser LPH 2 sind Variantenplanungen Grundleistungen der HOAI und damit kostenneutral abzubilden sind.
Sie hebt hervor, dass es sie darüber hinaus es als sinnvoll erachtet, in diese fachlichen Diskussionen einzusteigen, bevor am Ende der LPH 2 oder LPH 3 ein Entwurf in Ausschüssen vorgestellt wird und sich damit in den Köpfen manifestiert.
Sie avisiert, dass im nächsten Gestaltungsbeirat am 13.05.26 die Vorstellung zur Aufstockung der Mensa am St. Leonard Gymnasium - ebenfalls vom Architekturbüro pbs-Architekten - erfolgt und in einem nachfolgenden Termin des Gestaltungsbeirats die Planung zur Sanierung des Adalbertsteinwegs vorgestellt wird.
Der Ausschussvorsitzende Ratsherr Schaadt dankt auch für diesen Vortrag und unterstreicht, dass eine Beteiligung und Nutzen der Angebote des Gestaltungsbeirates ermöglicht, die Qualität bei städtischen Projekten zu sichern.
Weitere Wortmeldungen liegen nicht vor.
Technische Details
ID: 1022258
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=1022258
Grunddaten
- TOP
- Ö 11
- Sitzung
- Sitzung des Betriebsausschusses für das Gebäudemanagement
- Gremium
- Betriebsausschuss Gebäudemanagement
- Datum
- Di., 05.05.2026
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Status
- gemischt