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Sachstandsbericht: Integriertes Gesamtkonzept für das Bushofquartier; hier: Tagesordnungsantrag der Fraktion Grüne vom 27.02.2026

FB 02/0023/WP19 · Kenntnisnahme

Sachstandsbericht: Integriertes Gesamtkonzept für das Bushofquartier; hier: Tagesordnungsantrag der Fraktion Grüne vom 27.02.2026

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Beratung

Der Ausschussvorsitzende Stettner erläutert, dass es eine Ergänzungsvorlage zu der mit der Einladung verschickten Vorlage gibt, die zu Beginn der Sitzung ausgelegt wurde.

Der Vortrag erfolgt durch Herrn Dieter Begaß /Fachbereichsleiter FB 02 und Frau Janina Lambertus/ FB 02.

Herr Begaß erläutert zu der Ergänzungsvorlage, dass die ursprüngliche Vorlage um eine Übersicht zur Steuerungsrunde ergänzt wurde und die Beratungsfolge um den WLA erweitert wurde.

Der Verwaltungsvorstand habe die Prozessstruktur festgelegt .

Die Kolleginnen, die die Maßnahme betreuen, sind erst seit Februar dabei.

Derzeit gehe man von ersten baulichen Maßnahmen in 2033 / 2034 aus.

Nach dem Vortrag dankt der Ausschussvorsitzende für die Informationen.

Ratsfrau Brinner dankt für die vielen Infos. Es sei erkennbar, dass Bewegung in den Prozess käme.

Bezogen auf die Klimafolgenanpassung sei anzumerken, dass in diesen Bereich sehr viel Grün integriert werden müsse. Dieses Thema müsse möglichst frei und offen durch viele Impulse aus verschiedenen Fachbereichen und auch aus der Stadtgesellschaft gedacht werden.

Es handele sich hierbei um das größte städtebauliche Projekt der nächsten Jahre.

Der Prozess müsse gut angelegt werden und es sei wichtig zu planen, wer was mache. Es sei ihr wichtig, Dez. III zu beteiligen.

Weiterhin sei die Beteiligung der Fachausschüsse Mobilität, Städtebau und Umwelt sowie die Beteiligung der Stadtgesellschaft wichtig.

Ratsherr Allemand äußert, dass es für ihn ein gewisses Störgefühl gebe, da die Planung mit dem „Kraftwerk“ begonnen habe und nun in „Gesamtkonzept für das Bushofquartier“ geändert ist.

Für ihn sei die Zuständigkeit bei dieser Größenordnung der Planung eindeutig bei Dez. III .

Herr Begaß erläutert, dass bei den monatlich stattfindenden Gesprächen auch Dez. III und andere Fachbereiche eingebunden seien. Es sei bei der Vielzahl der Aufgaben eine Arbeitsteilung in der Verwaltung notwendig.

Natürlich werden auch die Fachausschüsse bei den weiteren Planungsschritten eingebunden und informiert, hierbei bittet er jedoch auch die vorhandene Stellenkapazität von 1,5Stellen zu berücksichtigen.

Ratsherr Dr. Boester erläutert, dass es hier auch Projektsteuerung gehe. Das Gesamtkonzept beinhalte zusätzlich zum Bushof auch das Haus der Neugier und den Bereich Büchel.

Der AUK habe insofern nicht nur die Planungen, bei denen es um Begrünung gehe, im Blick.

Beim Bushof gehe auch um den zentralen Standort des ÖPNV in der Innenstadt. Daher sei eine Beteiligung des AUK wichtig.

Ratsherr Gilson geht darauf ein, dass viel Zeit nötig sei, alle Beteiligten einzubinden. Er dankt daher für die umfangreichen Informationen und die Bemühungen, alle relevanten Akteure mitzunehmen. Es gebe sehr viele Projekte im innerstädtischen Bereich und es sei wichtig alle Beteiligten zu informieren ohne zu viel ins Detail zu gehen. Daher würde er nicht auf die Zuständigkeiten einzelner Dezernate verweisen wollen.

Ratsherr Allemand hält es dennoch für sinnvoll, die großen Projekte in einer Hand zu lassen, um sich nicht zu verzetteln.

Herr Beigeordneter Thomas führt aus, dass dieses Projekt so groß sei, dass es nicht mit anderen innerstädtischen Projekten verglichen werden könne.

Man starte daher jetzt und er rät dazu, nicht alle Einzelfragen nun direkt zu Beginn beantworten zu wollen.

Als Beigeordneter auch für den Bereich des Gebäudemanagements müsse man sehen, dass in Zukunft die Bibliothek und die VHS aus den bisherigen Gebäuden ausziehen würdeund dann dort ein riesiger Leerstand an Flächen entstehe.

Herr Prof. Dr. Müggenborg möchte wissen, welche Punkte es gebe, die zwangsläufig umgesetzt werden müssten, z.B. ob Gebäude erhalten werden müssten oder ob dort in Zukunft Wohnungen angeboten werden müssten.

Frau Lambertus / FB 02 erläutert, dass es zurzeit noch keine derartigen Vorgaben gebe. Bei den nächsten Schritten werden dann die Ergebnisse dazu zusammengefasst.

Geplant sei, dass bis Ende des Jahres die nächsten möglichen Prozesse erarbeitet werden sollen.

Herr Begaß / FB 02 ergänzt, dass diese unterschiedlichen Szenarien dann in den Ausschüssen vorgestellt würde.

Der Ausschussvorsitzende führt aus, dass die Kommission Barrierefreies Bauen eine Stellungnahme zu der Vorlage an die Geschäftsführung gesandt hab.

Die Unterlagen sind vorab an die Ausschussmitglieder verschickt worden.

Erläuterungen

Im Rahmen des Ratsantrags Nr. 398/18 „Schlaglicht Wohnen, Bildung, Innenstadt – Qualität im Quar-tier“ vom 19.12.2023 sowie im darauffolgenden Grundsatzbeschluss des Rates vom 24.04.2024 wurde der Verwaltung der Auftrag erteilt ein integriertes Gesamtkonzept für das Bushofquartier zu erarbeiten, ohne dass zu diesem Zeitpunkt schon Zuständigkeiten und Ressourcen klargestellt waren.

Der Rat der Stadt Aachen hat die Verwaltung am 09.07.2025 damit beauftragt, im Rahmen der Umset-zung des Ratsbeschlusses vom 26.06.2024 zum Ratsantrag Nr. 398/18 „Schlaglicht Wohnen, Bildung, Innenstadt“ neben dem im Bereich Bushof prioritären Wohnungsbau und unter Berücksichtigung der Belange des ÖPNV die Idee des KRAFTWERKs Aachen in das zu erstellende Gesamtkonzept zu integrieren. Diese Idee, die im Austausch mit zahlreichen Akteuren aus Stadt, StädteRegion und Hochschulen entstanden ist, soll das Thema der Frühphasengründungen für die Stadt und umliegende Region stärken und gleichzeitig einen positiven Beitrag zur Steigerung der Attraktivität des Stadtraumes leisten.

Aufgrund fehlender personeller Kapazitäten für das Gesamtprojekt Bushof und der bestehenden För-dermittelfristen musste die Verwaltung den Fokus ihrer Arbeit in 2025 auf die Konkretisierung der För-dermittel legen, um das vom Fördermittelgeber aufgezeigte Zeitfenster für den Austausch über mögli-che Fördergelder bis Ende 2025 zu nutzen und hat dies auch ausdrücklich so kommuniziert.

Dazu wurde in kurzer Zeit und mit hohem Aufwand eine Projektskizze für das KRAFTWERK als Basis für die weiteren Abstimmungen mit dem Land und den Akteuren im Rheinischen Revier erarbeitet. Das Vorhaben und die Projektskizze fanden in der Aufsichtsratssitzung der Zukunftsagentur Rheinisches Revier im Dezember 2025 einvernehmlichen Zuspruch. Mit dem Beschluss des Aufsichtsrates ist eine wichtige Hürde auf dem Weg der Fördermittelbereitstellung genommen. Für die Entwicklung des KRAFTWERKS und damit für die grundlegende Entwicklung des Bushofkomplexes stehen somit Strukturwandelfördermittel im Rheinischen Revier in Aussicht. Dabei ist die enorme Förderquote von 97,5 % möglich.

Wie im AAWWR und Rat im Juli 2025 beschlossen, wurde am 25.02.2026 der für Gründungsthemen fachlich zuständige Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft, Wissenschaft und Regionalentwicklung über den Sachstand und die Projektskizze informiert. Aktuell befindet sich die Verwaltung in der formalen För-derantragstellung.

Parallel wurden zwei Stellen für das Gesamtprojekt Bushof geschaffen, eine für die Projektleitung (Vollzeit) sowie eine für das Projektmanagement (Teilzeit). Diese konnten ab dem 01.02.2026 besetzt werden.

Damit sind nun erstmalig die Voraussetzungen geschaffen, mit zusätzlicher Personalressource ein Gesamtkonzept für das Bushofareal auszuarbeiten, welches über das KRAFTWERK hinaus die we-sentlichen Entwicklungsbausteine Wohnen, Mobilität, Stadtklima und städtebauliches Umfeld um-fasst. Dieses Gesamtkonzept wird im Laufe des Jahres 2026 unter politischer Beteiligung entwickelt werden.

Weiteres Vorgehen

Aufbauend auf der Projektskizze KRAFTWERK und den erarbeiteten Grundlagen bezüglich einer För-derwürdigkeit- und fähigkeit liegt der Schwerpunkt im Moment auf einer vertieften und umfassenden Grundlagenermittlung sowie Analyse der Bestandssituation, um die weiteren Planungsschritte an der logischen Reihenfolge der Leistungsphasen gem. HOAI zu orientieren. Darauf aufbauend werden die Konzepte für die zentralen Bausteine Wohnen, Mobilität und KRAFTWERK erarbeitet bzw. weiter kon-kretisiert. Für die notwendigen Planungsleistungen werden die entsprechenden Ausschreibungen und Vergaben vorbereitet.

Parallel dazu werden die Aspekte einer städtebaulichen Einbindung in die Umgebung, einer möglichen Freiraum- und Aufenthaltsqualität sowie Zielsetzungen in Bezug auf das Stadtklima betrachtet und in das Gesamtentwicklungskonzept integriert. Auf dieser Basis werden gemeinsam mit den eingebundenen Fachbereichen Entwicklungsperspektiven für das gesamte Quartier Bushof entwickelt und formuliert. Ziel ist es, den Bushof nicht nur funktional und städtebaulich weiterzuentwickeln, sondern auch seine Rolle im Stadtraum neu zu definieren: von einem überwiegend durch Transit geprägten Ort hin zu einem lebendigen urbanen Standort, an dem Wohnen, Innovation und Stadtleben zusammenkommen.

Für das Gelingen des Gesamtvorhabens ist eine gute Zusammenarbeit mit allen relevanten verwal-tungsinternen Dienststellen und externen Akteuren wie der ASEAG, dem AVV, der Gewoge, der RWTH und der FH, den bestehenden Gründungseinrichtungen und vielen weiteren gewünscht und notwendig. Erste Gespräche mit Fachbereichen und Eigenbetrieben sowie externen Stellen haben bereits stattgefunden. Darauf aufbauend wird eine Projektstruktur gebildet, die den regelmäßigen Austausch inner-halb der Verwaltung im Rahmen einer Projektgruppe und weiteren Facharbeitsgruppen sicherstellt, während parallel eine Projektkonferenz die regelmäßige Einbindung der zuständigen politischen Gremien und des Verwaltungsvorstandes gewährleistet.

Weitere Dokumente (2)

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Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2026-03-19 FB 02_0023_WP19 Sachstandsbericht_ I SAO.pdf

31.3.2026

482.9 KB

Metadaten

TOP
Ö 9
Sitzung
Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Klimaschutz
Gremium
Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz
Datum
Di., 28.04.2026
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 02 - Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa
Zusätze
Mündlicher Bericht über die weitere Vorgehensweise
Geändert
29.4.2026
Inhalt abgerufen
31. August 2026 um 01:33