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Sachstandsbericht: Integriertes Gesamtkonzept für das Bushofquartier; hier: Tagesordnungsantrag der Fraktion Grüne vom 27.02.2026

FB 02/0023/WP19 · Kenntnisnahme

Sachstandsbericht: Integriertes Gesamtkonzept für das Bushofquartier; hier: Tagesordnungsantrag der Fraktion Grüne vom 27.02.2026

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Frau Penalosa weist auf die Tischvorlage hin, die die Prozessarchitektur zu dem Projekt Integriertes

Gesamtkonzept Bushofquartier enthält.

Herr Begaß stellt zunächst das Projektteam, Frau Lambertus und Frau Holthoff, vor, die seit Februar die beiden Stellen in der Projektentwicklung innehaben. Anhand einer Präsentation, die in Allris einsehbar ist, berichten er und Frau Lambertus zum Sachstand. Sie erläutern u.a. die Meilensteine, die Prozessarchitektur, die

Zielsetzungen, die Fördermittel, die Zeitschiene und geben einen Ausblick auf die weiteren Schritte.

Herr Lindemann betont die Bedeutung des Themas Verkehr in diesem Zusammenhang, wozu auch die

Mobilstationen, Sharing-Angebote etc. wie auch die Regiotram gehörten. Er sei gespannt auf die Entwicklung in diesem Bereich und freue sich darauf.

Frau Luczak teilt mit, viele Flächen seien in privater Hand. Sie erkundigt sich nach den Verhandlungen mit den Eigentümern der Flächen. Darüber hinaus möchte sie wissen, ob das Projekt KRAFTWERK nicht in Konkurrenz stehe zu den Entwicklungen auf dem ehemaligen Schlachthofgelände und wie die Bereiche Mobilität und

Wohnen finanziert werden sollen.

Herr Begaß berichtet, die Miteigentümer stünden vor den gleichen Herausforderungen wie die Stadt. Die

Probleme würden Jahr für Jahr mehr. Die Flächen brach zu legen, sei auch für diese keine optimale Situation. Insofern sitze man in einem gemeinsamen Boot und müsse auch gemeinsam hier zu einer Lösung kommen. Eingehend auf die Frage betreffend die Entwicklung des Schlachthofgeländes verweist er auf die Zeitschiene

und merkt an, die Entwicklung des Bushofquartiers werde frühestens in 8 – 10 Jahren umgesetzt sein.

Fördermittel seien zunächst nur für die Entwicklung des KRAFTWERKS in Aussicht gestellt worden. Aber

danach stehe auch die Förderung und Finanzierung der anderen Bereiche an. Es werde eine Lösung angestrebt, die auf Dauer frei von Fördergeldern sein solle.

Herr Klingebiel begrüßt die vorgesehene Förderung für das KRAFTWERK. Hierdurch gebe es einen Anschub

für die Entwicklung des gesamten Areals. Auch er betont die Bedeutung des Themas Mobilität und dass die

Regiotram mitgedacht werden sollte. Er gibt zu überlegen, ob die Planungen und die Finanzierung für das

Gesamtkonzept ausschließlich durch die Stadt oder ggf. auch z.B. durch externe Investoren erfolgen könnten.

Frau Dr. Keller bezieht sich auf das Thema Wohnen und regt an, auch den Wohnungs- und

Liegenschaftsausschuss mit einzubeziehen.

Beschluss

Die Bezirksvertretung Aachen-Mitte nimmt den Sachverhalt zur Kenntnis.

Erläuterungen

Im Rahmen des Ratsantrags Nr. 398/18 „Schlaglicht Wohnen, Bildung, Innenstadt – Qualität im Quar-tier“ vom 19.12.2023 sowie im darauffolgenden Grundsatzbeschluss des Rates vom 24.04.2024 wurde der Verwaltung der Auftrag erteilt ein integriertes Gesamtkonzept für das Bushofquartier zu erarbeiten, ohne dass zu diesem Zeitpunkt schon Zuständigkeiten und Ressourcen klargestellt waren.

Der Rat der Stadt Aachen hat die Verwaltung am 09.07.2025 damit beauftragt, im Rahmen der Umset-zung des Ratsbeschlusses vom 26.06.2024 zum Ratsantrag Nr. 398/18 „Schlaglicht Wohnen, Bildung, Innenstadt“ neben dem im Bereich Bushof prioritären Wohnungsbau und unter Berücksichtigung der Belange des ÖPNV die Idee des KRAFTWERKs Aachen in das zu erstellende Gesamtkonzept zu integrieren. Diese Idee, die im Austausch mit zahlreichen Akteuren aus Stadt, StädteRegion und Hochschulen entstanden ist, soll das Thema der Frühphasengründungen für die Stadt und umliegende Region stärken und gleichzeitig einen positiven Beitrag zur Steigerung der Attraktivität des Stadtraumes leisten.

Aufgrund fehlender personeller Kapazitäten für das Gesamtprojekt Bushof und der bestehenden För-dermittelfristen musste die Verwaltung den Fokus ihrer Arbeit in 2025 auf die Konkretisierung der För-dermittel legen, um das vom Fördermittelgeber aufgezeigte Zeitfenster für den Austausch über mögli-che Fördergelder bis Ende 2025 zu nutzen und hat dies auch ausdrücklich so kommuniziert.

Dazu wurde in kurzer Zeit und mit hohem Aufwand eine Projektskizze für das KRAFTWERK als Basis für die weiteren Abstimmungen mit dem Land und den Akteuren im Rheinischen Revier erarbeitet. Das Vorhaben und die Projektskizze fanden in der Aufsichtsratssitzung der Zukunftsagentur Rheinisches Revier im Dezember 2025 einvernehmlichen Zuspruch. Mit dem Beschluss des Aufsichtsrates ist eine wichtige Hürde auf dem Weg der Fördermittelbereitstellung genommen. Für die Entwicklung des KRAFTWERKS und damit für die grundlegende Entwicklung des Bushofkomplexes stehen somit Strukturwandelfördermittel im Rheinischen Revier in Aussicht. Dabei ist die enorme Förderquote von 97,5 % möglich.

Wie im AAWWR und Rat im Juli 2025 beschlossen, wurde am 25.02.2026 der für Gründungsthemen fachlich zuständige Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft, Wissenschaft und Regionalentwicklung über den Sachstand und die Projektskizze informiert. Aktuell befindet sich die Verwaltung in der formalen För-derantragstellung.

Parallel wurden zwei Stellen für das Gesamtprojekt Bushof geschaffen, eine für die Projektleitung (Vollzeit) sowie eine für das Projektmanagement (Teilzeit). Diese konnten ab dem 01.02.2026 besetzt werden.

Damit sind nun erstmalig die Voraussetzungen geschaffen, mit zusätzlicher Personalressource ein Gesamtkonzept für das Bushofareal auszuarbeiten, welches über das KRAFTWERK hinaus die we-sentlichen Entwicklungsbausteine Wohnen, Mobilität, Stadtklima und städtebauliches Umfeld um-fasst. Dieses Gesamtkonzept wird im Laufe des Jahres 2026 unter politischer Beteiligung entwickelt werden.

Weiteres Vorgehen

Aufbauend auf der Projektskizze KRAFTWERK und den erarbeiteten Grundlagen bezüglich einer För-derwürdigkeit- und fähigkeit liegt der Schwerpunkt im Moment auf einer vertieften und umfassenden Grundlagenermittlung sowie Analyse der Bestandssituation, um die weiteren Planungsschritte an der logischen Reihenfolge der Leistungsphasen gem. HOAI zu orientieren. Darauf aufbauend werden die Konzepte für die zentralen Bausteine Wohnen, Mobilität und KRAFTWERK erarbeitet bzw. weiter kon-kretisiert. Für die notwendigen Planungsleistungen werden die entsprechenden Ausschreibungen und Vergaben vorbereitet.

Parallel dazu werden die Aspekte einer städtebaulichen Einbindung in die Umgebung, einer möglichen Freiraum- und Aufenthaltsqualität sowie Zielsetzungen in Bezug auf das Stadtklima betrachtet und in das Gesamtentwicklungskonzept integriert. Auf dieser Basis werden gemeinsam mit den eingebundenen Fachbereichen Entwicklungsperspektiven für das gesamte Quartier Bushof entwickelt und formuliert. Ziel ist es, den Bushof nicht nur funktional und städtebaulich weiterzuentwickeln, sondern auch seine Rolle im Stadtraum neu zu definieren: von einem überwiegend durch Transit geprägten Ort hin zu einem lebendigen urbanen Standort, an dem Wohnen, Innovation und Stadtleben zusammenkommen.

Für das Gelingen des Gesamtvorhabens ist eine gute Zusammenarbeit mit allen relevanten verwal-tungsinternen Dienststellen und externen Akteuren wie der ASEAG, dem AVV, der Gewoge, der RWTH und der FH, den bestehenden Gründungseinrichtungen und vielen weiteren gewünscht und notwendig. Erste Gespräche mit Fachbereichen und Eigenbetrieben sowie externen Stellen haben bereits stattgefunden. Darauf aufbauend wird eine Projektstruktur gebildet, die den regelmäßigen Austausch inner-halb der Verwaltung im Rahmen einer Projektgruppe und weiteren Facharbeitsgruppen sicherstellt, während parallel eine Projektkonferenz die regelmäßige Einbindung der zuständigen politischen Gremien und des Verwaltungsvorstandes gewährleistet.

Weitere Dokumente (2)

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Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2026-03-19 FB 02_0023_WP19 Sachstandsbericht_ I SAO.pdf

31.3.2026

482.9 KB

Metadaten

TOP
Ö 5
Sitzung
Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Mitte
Gremium
Bezirksvertretung Aachen-Mitte
Datum
Mi., 15.04.2026
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 02 - Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa
Geändert
21.5.2026
Inhalt abgerufen
8. Juli 2026 um 17:25