15. April 2026 um 17:00, Rathaus
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Sachstand Integriertes Stadtentwicklungskonzept Zukunft Forst

FB 61/0030/WP19 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Herr Deloie bezieht sich auf die gestrige Sondersitzung der Stadtteilkonferenz Forst / Driescher Hof, an der die Bezirksvertretung Aachen-Mitte teilgenommen hat. Hier sei moniert worden, dass der Prozess nicht transparent sei und den Akteur*innen vor Ort die aktuellen Entwicklungen teilweise verschlossen blieben. Es habe Fragen gegeben z.B. zu den Mitten in den einzelnen Bereichen und zu dem Bolzplatz in Schönforst.

Frau Schwarz teilt mit, die Stadtteilkonferenz sei in der Lenkungsgruppe vertreten und in der letzten Sitzung

der Lenkungsgruppe seien alle Maßnahmen vorgestellt worden. Man sei in regelmäßigem Austausch. In der nächsten Sitzung der Lenkungsgruppe könnten diese Maßnahmen auch noch mal thematisiert werden.

Des Weiteren berichtet sie zum Sachstand des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes.

Frau Lüttgen merkt an, es gebe viele engagierte Menschen in dem Bereich. Sie erkundigt sich, ob auch

Maßnahmen außerhalb des ISEK, beispielsweise Spielplätze, parallel zu dem Prozess errichtet würden.

Frau Schwarz informiert, im Rahmen der finanziellen und personellen Ressourcen würden auch solche

Maßnahmen durchgeführt. Sie bezieht sich hier auf das Budget Zwischenzeit, mit dem einige Maßnahmen

schon durchgeführt werden konnten.

Frau Luczak teilt mit, in der Sondersitzung gestern sei auch der Wunsch geäußert worden, die mobile

Jugendarbeit mit den Personen, die aktuell dort für 1 Jahr eingesetzt sind, zu verstetigen.

Frau Schwarz verweist auf die Zuständigkeit des Fachbereiches Jugend und Schule, mit dem man im Austausch sei. An einer der nächsten Sitzungen der Lenkungsgruppe werde auch der Fachbereich teilnehmen und hierzu berichten.

Abschließend weist Frau Schwarz auf die Ausstellung in St. Bonifatius hin, die noch bis zum 29. April stattfinde.

Beschluss

Die Bezirksvertretung Aachen-Mitte nimmt den Sachverhalt zur Kenntnis.

Erläuterungen

In einer ausführlichen Beratungsfolge vom 25.09.2024 bis zum 06.11.2024 wurde der Politik die abgeschlossene Stadtteilperspektive „Zukunft Forst“ als Handlungskonzept für die zukünftige Entwicklung von Forst zur Beschlussfassung vorgelegt (vgl. Vorlage-Nr. FB 61/1019/WP18). Im Hauptausschuss am 06.11.2024 wurde die Stadtteilperspektive final beschlossen. Die Verwaltung wurde beauftragt, das Handlungskonzept in ein Handlungsprogramm zu überführen und die ersten Schritte zur Vorbereitung eines Grundantrages zur Städtebauförderung für ein Programmgebiet in der Förderkulisse „Sozialer Zusammenhalt“ für den Herbst 2026 vorzubereiten.

Aufgrund der neuen Städtebauförderrichtlinien seit Beginn des Jahres 2024 war es erforderlich, die Gesamtmaßnahme und Fördergebiete in ihrer Komplexität und ihrem Umfang zu reduzieren. Im weiteren Prozess wurde daher der Fokus auf die Teilräume Driescher Hof und Schönforst gelegt. Ergänzend wurden in Abstimmung mit der Bezirksregierung Köln und dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung NRW (MHKBD NRW) Impulsprojekte in den Mitten der weiteren Teilräume definiert. Im Juli 2025 hat der Planungsausschuss auf Empfehlung der Bezirksvertretung Mitte die Verwaltung beauftragt, das Handlungsprogramms „Zukunft Forst“ auf der Grundlage der Stadtteilperspektive weiterzuführen. Des Weiteren wurde die Verwaltung beauftragt, die städtebaulichen Maßnahmen für ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept in dem räumlich fokussierten Bereich Driescher Hof und Schönforst zu konkretisieren (vgl. Vorlage-Nr. FB 61/1092/WP18 / Anlage 1).

Konkretisierung der Maßnahmen für das Integrierte Stadtentwicklungskonzept Forst

Die Priorisierung und Konkretisierung der Maßnahmen für den Grundantrag zum Förderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ orientiert sich an dem in der Stadtteilperspektive definierten Leitbild „Mitten in Forst I Mitten verbinden I Mitten im Grünen“. Im Stadtteil Forst fehlt es in allen Teilräumen an Begegnungsorten und Treffpunkten, die den sozialen Zusammenhalt – auch mit Blick auf einen in Zukunft wachsenden Stadtteil – nachhaltig stärken. Daher geht es vorrangig darum, eine neue Mitte sowohl im Fokusraum Driescher Hof als auch im Fokusraum Schönforst zu entwickeln und zu stärken.

In Schönforst soll der Bereich rund um den Bolzplatz an der Albert-Maas-Straße zu einem Ort der Begegnung und Lernraum im Grünen aufgewertet werden. Aus der Akteurslandschaft kamen schon viele Anregungen und Ideen zur Umgestaltung dieses Bereiches, die in der weiteren Planung berücksichtigt werden. Diese neue Mitte im Grünen soll durch den vorderen, ebenfalls aufzuwertenden Bereich des Schulhofes der Grundschule Schönforst ergänzt werden. Dieser wird schon jetzt in den Nachmittagsstunden als Treffpunkt im Viertel genutzt und soll in dieser Funktion gestärkt werden. Auch der öffentliche Platz unmittelbar vor dem Schulgelände soll in die Planung einbezogen werden.

Für den Bereich Driescher Hof soll auf der Fläche der ehemaligen Kirche Christus unser Friede eine neue Mitte entstehen. Die Gestaltung eines Platzes sowie soziale Angebote und Wohnen sollen im Dreiklang entwickelt und eine neue Strahlkraft in das Viertel ausbilden. Hierzu wird ist eine separate Beratung in den zuständigen politischen Gremien vor der Sommerpause geplant. Derzeit befinden sich sowohl die Ausrichtung der Nutzungen sowie die Zeitschiene für die Umsetzung in verwaltungsinterner Abstimmung.

Zu den geplanten „neue Mitten“ in Schönforst und im Driescher Hof als Kernmaßnahmen der Städtebauförderung wurden auf der Grundlage der Stadtteilperspektive ergänzende Teilmaßnahmen konkretisiert. Gemäß dem Leitbild „Mitten in Forst I Mitten verbinden I Mitten im Grünen“ sollen die Teilmaßnahmen dazu beitragen, die neuen Mitten in ihrem Viertel gut in die vorhandenen Alltagswege einzubinden und eine Strahlkraft in das Viertel zu erreichen. Der Fokus liegt hier auf den Wegenetzen und Verbindungen in die angrenzenden Grün- und Freiräume. Das vorhandene Wegenetz soll sowohl in Schönforst sowie im Driescher Hof gestärkt, aufgewertet und mit Sport- und Bewegungsangeboten ergänzt werden. Mit einem attraktiveren und sichereren Wegenetz können die neuen Mitten mit weiteren neu zu gestaltenden Treffpunkten und Spielorten in den erholungsnahen Freiräumen verbunden werden. Diese geplanten Maßnahmen können einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit leisten, insbesondere auch mit Blick auf den demographischen Wandel. Insbesondere im Driescher Hof werden weitere Teilmaßnahmen definiert, die bereits vorhandene Angebote in den Grünraumen für einzelne Zielgruppen noch ergänzen.

Kern- und Teilmaßnahmen in den Fokusräumen:

Folgende Maßnahmen wurden nun in Anlehnung an das Leitbild „Mitten in Forst I Mitten verbinden I Mitten im Grünen“ aus der Stadtteilperspektive für die beiden Fokusräume Schönforst und Driescher Hof konkretisiert (Anlage 2).

Fokusraum Driescher Hof

  • „Mitten stärken“:

1.Kernmaßnahme Mitte Driescher Hof (inkl. Teilbereich Danziger Straße)

2.Konzept / Aktivierung Ladenzeile

  • „Mitten verbinden“:

3.Grünes Wegenetz: Verbindung Zentrum Driescher Hof bis Gleiwitzer Straße

4.Grünes Wegenetz Grünraum Stettiner Straße

  • „Mitten im Grünen“:

5.Grillwiese Herderstraße

6.Wasserbecken Stettiner Straße

7.Bolzplatz Stettiner Straße

Fokusraum Schönforst

  • „Mitten stärken“ und „Mitten im Grünen“

1.Kernmaßnahmen Bolzplatz Schwalbenweg

2.Schulhof GGS Schönforst (inkl. Vorplatz)

  • Mitten verbinden

3.Grünes Wegenetz

Impulsprojekte:

Auch die Impulsprojekte sollen dem Leitbild entsprechend einen Beitrag zur Stärkung des sozialen Zusammenhaltes leisten und Orte der Begegnung fördern. Die Projekte werden in Abstimmung mit den Akteur*innen und der Lenkungsgruppe konkretisiert, da diese Orte einen starken Rückhalt in der Bürgerschaft und das Engagement der Akteur*innen vor Ort benötigen:

Mitte Altforst:

  • Anteilsmäßige Förderung eines barrierefreien Zugangs zu er evangelischen Auferstehungskirche mit stadtteilbezogenen Angeboten

Mitte Unterforst:

  • Treffpunkt / Angebot für die Zielgruppe Kinder und Jugendliche

Mitte Forster Linde:

  • Ninja-Parcour als Baustein eines Mehrgenerationenspielplatzes auf dem ehemaligen Bolzplatz / Kirche St. Katharina

Mitte Trierer Platz:

  • Grünraum Trierer Platz aufwerten
  • Aufenthaltsqualität / Sitzmöglichkeiten im Bereich des Stellplatzes / Wendehammers schaffen

Ergänzende Maßnahmen:

Um die Wirkung im gesamten Stadtteil zu untermauern, soll der in der Stadtteilperspektive finalisierte Betrachtungsraum als große und umfassende Kulisse die räumliche Grundlage für das beantragte Programmgebiet „Sozialer Zusammenhalt“ sein. Auf dieser Basis können auch Förderzugänge wie z. B. der Verfügungsfonds und ein Hof- und Fassadenprogramm, für den gesamten Stadtteil beantragt werden und wirken. Das gilt auch für die Finanzierung einer ergänzenden Quartiersmanagement-Ressource, die die Prozesse und Umsetzung der Maßnahmen des Städtebauförderprogramms Sozialer Zusammenhalt für die Laufzeit von insgesamt 10 Jahren unterstützen und begleiten soll. Die Aufgaben sind mit Blick auf das städtische Quartiersmanagement weiter zu schärfen. Des Weiteren sind im Grundantrag soziale Maßnahmen vorgesehen, die durch das Quartiersmanagement im Rahmen der Programmlaufzeit des Förderprogramms „Sozialer Zusammenhalt“ umgesetzt werden.

In einem verwaltungsinternen Abstimmungsprozess mit den betroffenen Fachbereichen und dem Verwaltungsvorstand wurden die Maßnahmen für die Städtebauförderung konkretisiert. Alle Maßnahmen sind in einem Maßnahmenkatalog aufgelistet, der Bestandteil des Grundantrags wird (Anlage 3). Des Weiteren werden in Steckbriefen die wichtigen Informationen zu allen vorgesehenen Maßnahmen zusammengefasst (Anlage 4). Für alle Kern- und Teilmaßnahmen sind auch die voraussichtlichen Umsetzungszeiträume im Grundantrag darzustellen (Anlage 5). Darüber hinaus einzureichende Kostenschätzungen für den Grundantrag sind aktuell innerhalb der Verwaltung in Arbeit. In Abstimmung mit der Bezirksregierung Köln wird derzeit noch verwaltungsintern geprüft, ob eine Umgestaltung der Zeppelinstraße als städtebauliche Maßnahme noch in den Grundantrag aufgenommen werden kann. Mit Beschluss des ISEK „Zukunft Forst“ vor der Sommerpause wird auch entschieden, ob diese Maßnahme Bestandteil des Maßnahmenkataloges zum ISEK Zukunft Forst sein kann.

Ausblick

Das geplante Vorgehen der Verwaltung erfolgt weiterhin in enger Abstimmung mit der Bezirksregierung Köln und dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung NRW (MHKBD NRW). Im April ist ein weiterer Termin mit dem Fördergeldgeber geplant. Ziel ist es, die Inhalte für den Grundantrag und das Integrierte Stadtentwicklungskonzept Zukunft Forst final abzustimmen. Auf dieser Grundlage kann dann unter Beteiligung der zuständigen Fachausschüsse die Beschlussfassung für das Integrierte Stadtent­wicklungskonzept im Rat vor den Sommerferien vorbereitet werden. Nach der Sommerpause muss der Grundantrag finalisiert und Ende September der Bezirksregierung vorgelegt werden. Die Stadt Aachen rechnet mit einer Bewilligung des Grundantrages im Frühjahr 2027.

Die Verwaltung hat dann die Möglichkeit, bis 2027, (mit möglicher Förderpause bis 2028) in Zusammenarbeit mit den betroffenen Fachbereichen für alle geplanten Maßnahmen die notwendigen Entwurfsgrundlagen bis Leistungsphase 2 und 3 zu erstellen und die Kosten für die jeweiligen Maßnahmen final zu beziffern. Sollte in diesem Zeitrahmen noch eine Korrektur oder das Zurückziehen einer Einzelmaßnahme erforderlich sein, ist das in Abstimmung mit dem Fördergeldgeber möglich. Die finalisierten Unterlagen müssen dem Fördergeldgerber im Folgejahr ergänzend zum bereits vorliegenden Grundantrag nachgereicht werden. Auf dieser Grundlage wird dann mit der Bewilligung des 1. Fortsetzungsantrages im Frühjahr 2028 das Gesamtförderbudget für die Programmlaufzeit über insgesamt 10 Jahre festgelegt. Neben der Grundantragstellung können insgesamt max. 5 Fortsetzungsanträge gestellt werden (d.h. maximal sechs Antrags-Jahre). Die verbleibenden vier Jahre dienen der Umsetzung der beantragten Maßnahmen

Kosten und Finanzierung

Für den Haushalt 2026 wurden 170.000 € unter dem PSP-Element 5-090101-000-01100-300-1 ISEK Forst Driescher Hof für erste notwendige Planungskosten zur Vorbereitung des Grundantrages für das Städtebauförderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ in der Zuständigkeit von FB 61 eingeplant. Zusätzlich wurden Mittel in Höhe von 77.655,27 € in den Haushalt 2026 übertragen.

In den zukünftigen Haushaltseinplanungen sind die aus dem laufenden Prozess notwendigen weiteren Kosten zur Vorbereitung der notwendigen Planungsgrundlagen im Rahmen der Haushaltsplanung einzubringen. Derzeit wird für die bevorstehenden Haushaltsplanung 2027 verwaltungsintern geklärt, ob Planungskosten für Einzelmaßnahmen des ISEK Forst seitens FB 61 gebündelt angemeldet werden oder ob die je nach Fachlichkeit federführenden Dienststellen dies federführend selbst übernehmen. Über die Bereitstellung der Finanzmittel für die jeweiligen fachlichen Einzelmaßnahmen wird die Politik im Rahmen der Beschlussfassung zum ISEK Forst in den entsprechenden Fachausschüssen beraten.

Unter dem PSP-Element 4-090101-055-5ISEK Forst Driescher Hof wurden im Haushalt 2026 50.000 € für weitere ergänzende konzeptionelle Untersuchungen eingeplant.

Weitere Dokumente (5)

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Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2026-02-25 FB 61_0030_WP19 Sachstand Integriert SAO.pdf

5.4.2026

16.7 MB

Betroffene Straßen

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Metadaten

TOP
Ö 14
Sitzung
Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Mitte
Gremium
Bezirksvertretung Aachen-Mitte
Datum
Mi., 15.04.2026
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
Geändert
21.5.2026
Inhalt abgerufen
8. Juli 2026 um 17:26