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Sachstandsbericht zur Parksituation in Aachen (Dezember 2025): Auslastung der Parkhäuser, Übersicht über die Park-and-Ride-(P+R)-Angebote, Steuerungsinstrumente und die entsprechenden wirtschaftlichen Folgen in Aachen

FB 02/0024/WP19 · Kenntnisnahme

Sachstandsbericht zur Parksituation in Aachen (Dezember 2025): Auslastung der Parkhäuser, Übersicht über die Park-and-Ride-(P+R)-Angebote, Steuerungsinstrumente und die entsprechenden wirtschaftlichen Folgen in Aachen, hier: Tagesordnungsantrag der SPD vom 06.02.2026

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Herr Hennes und Herr Müller präsentieren zum Thema.

Herr Linden dankt den beiden dafür und betont noch einmal die Wichtigkeit eines Großereignisses wie dem Weihnachtsmarkt, der allen Beteiligten viel abverlange, damit das Konzept gelinge. Schön sei es, dass die Besucherzahlen wieder stiegen, was wichtig für den Einzelhandel und die Gastronomie sei. Dafür sei es indes notwendig, dass man die Abläufe stetig verbessere. Man brauche pragmatische Sachstandsanalysen damit die Dinge optimal funktionierten. In der Präsentation habe man sehen können, dass einige Parkhäuser am 13.12. unter Volllast gestanden hätten, so dass durchaus der subjektive Eindruck habe entstehen können, dass alles voll gewesen sei. Umso wichtiger sei es, sich hier mit den Daten auseinander zu setzen und zu beschäftigen.

Dem möchte sich Herr Ritzau anschließen. Wichtig finde er die Aussage, dass Aachen weiterhin auch mit dem Auto gut erreichbar sei. Die Baustellen in der Stadt hätten immer auch einen ernsten Hintergrund um die kaputte Infrastruktur zu sanieren. Es sei zunächst einmal positiv, dass immer freie Parkplätze verfügbar gewesen seien. Um die subjektive Frustration nun noch zu verringern, müsse man zwingend den Fokus auf die Parkleitsysteme legen. Er erkundigt sich bei der Verwaltung, ob das Stadtnavi beworben werde.

Auch die Zahlen zur Kaufkraft finde er sehr aussagekräftig. Diese seien ein Zeichen dafür, dass man nicht die einzelnen Gruppen wie Radfahrende oder Autofahrende gegeneinander ausspielen solle.

Herr Röhr erkundigt sich, inwieweit das Mobilitätsdashboard in Sachen Kommunikation mit Google oder anderen Anbietern offen sei.

Auch Herr Baal dankt für die hilfreichen Vorträge. Natürlich müsse man zwischen subjektiver und objektiver Wahrnehmung unterscheiden, wenngleich die subjektive Wahrnehmung immer die maßgebliche für die Entscheidung sei, ob man weiter suche oder nicht. Wichtig sei es, die bekannten Daten an die potenziellen Nutzer*innen zu bringen, wobei das Stadtnavi noch zu wenig bekannt sei. Immerhin nutze jeder Besucher der Stadt mit Umsatz.

Frau Strack erkundigt sich, warum in dem Vortrag nichts zu den Behindertenparkplätzen gesagt worden sei. Außerdem würde sie gerne wissen, wie viele es gebe und ob diese barrierefrei seien. Weiterhin erkundigt sie sich bei der Verwaltung, welche Maßnahmen gegen Fehlbelegung es gebe.

Herr Szagunn wünscht sich eine Aufwertung des Stadtnavis durch Zusatzinfos wie beispielsweise die erwartete Auslastung.

Die Daten bezögen sich ausschließlich auf die Innenstadt, so Herr Müller, also einen Bereich, wo es proportional weniger Parkplätze gebe. Auch er sieht die Herausforderung, die Informationen möglichst direkt an die Menschen zu bringen, die sie benötigen. Wenn man auf die einzelnen Parkhäuser klicke, bekomme man im Mobilitätsdashboard noch viele weitere Infos. Dort habe man nun neu auch ein Widget zur Auslastung der Behindertenparkplätze installiert, was man beständig anpasse. Rund 130-140 dieser Behindertenparkplätze gebe es derzeit. Diese seien alle in dem Stadtplan für Menschen mit Behinderung erfasst.

Bezüglich des P+R Systems habe es in den vergangenen Jahren immer mal wieder von allen Fraktionen Anträge gegeben, so Herr Dohmen. Eine daraus resultierende Verbesserung könnte er allerdings nicht feststellen. Die Beschilderung sei zum Beispiel teilweise richtig schlecht. Sobald die haushalterische Situation es erlaube, solle man aus seiner Sicht hier einmal einen Fokus drauflegen. Der P+R Tivoli sei zudem unattraktiv, weil das Parkhaus zu weit von der Haltestelle entfernt läge.

Herr Hecker bittet darum, die Präsentation künftig jährlich im Ausschuss zu halten und dabei die absoluten Zahlen der Auslastung gegen prozentuale zu tauschen.

Dies sei alles machbar, auf Wunsch auch jederzeit bilateral, bietet Herr Müller an.

Natürlich brauche man auch qualitätsvolle Parkhäuser und die Kritik am P+R Tivoli könne er nachvollziehen.

Herr Esser erkundigt sich, ob eine dynamische Signalisierung wie während der Sperrung der A544 eine Option sei.

Herr Ritzau möchte von der ASEAG wissen, was aus ihrer Sicht an dem P+R notwendig sei um eine Art Gelinggarantie zu erreichen.

Der Tivoli sei schwierig, so Frau Driessen, der Westfriedhof indes optimal. Man habe sogar schon über kleinere Shuttle bis zur Haltestelle nachgedacht, die Idee aber dann unter anderem wegen der Wendekreise wieder verworfen. Eine bessere Beschilderung sei immer gut, außerdem arbeite man in Kooperation mit der APAG daran, das P+R Ticket über die Mova App zu implementieren.

Beschluss

Der Mobilitätsausschuss nimmt den Sachverhalt zur Kenntnis.

Erläuterungen

Anlass

Die SPD-Fraktion beantragte am 06.02.2026 für eine der nächsten Sitzungen des Ausschusses für Arbeit, Wirtschaft, Wissenschaft und Regionalentwicklung die Vorlage eines Sachstandsberichts zur Parksituation in Aachen (Dezember 2025). Dabei sollen die Auslastung der Parkhäuser, eine Übersicht über die Park-and-Ride-(P+R) - Angebote, Steuerungsinstrumente und die entsprechenden wirtschaftlichen Folgen in Aachen dargestellt werden (Anlage 1).

Begründet wird der Antrag mit den im Dezember wiederholt auftretenden Rückstaus im inneren Ring und den Überlastungen der Parkhäuser.

Einschätzung des Fachbereichs Mobilität und Verkehr (FB 68) zu den Punkten 1-3:

Grundsatz

Die Verkehrssituation in der Vorweihnachtszeit ist u.a. aufgrund der Attraktivität des Aachener Weihnachtsmarktes insbesondere an den Samstagen besonders angespannt. An diesen Tagen ist die Parkraumnachfrage sehr groß, sodass seit Jahren ein weihnachtliches Lenkungskonzept unter Einsatz von Verkehrskadetten und Polizei die bestehenden Verkehrsleiteinrichtungen unterstützt. Dabei werden unter Beachtung der vor-Ort erkennbaren Parkhausbelegung den Parkplatzsuchenden Informationen über Parkplatzverfügbarkeiten in anderen Parkhäusern gegeben und ggfs. bestimmte Parkhauszufahrten temporär gesperrt. Dieser gemeinschaftliche Einsatz hat sich in den vergangenen Jahren bewährt und trägt zur Entzerrung der Situation bei, ohne diese jedoch vollständig aufzulösen.

Das letztjährige Verkehrskonzept rund um den Weihnachtsmarkt war geprägt durch die Sondersituation, dass das Parkhaus „Rathaus“ in der Mostardstraße nicht zur Verfügung stand. Dieses Parkhaus ist aufgrund seiner Lage direkt am Weihnachtsmarkt vor dem Aachener Rathaus in der Vergangenheit ein zentraler Anlaufpunkt für die Parkplatzsuchenden gewesen. U.a. durch den Parkhausbetreiber wurde eine ausreichende Ausweisung mit Beschilderung und neuer temporärer Verkehrsführung im betroffenen Bereich umgesetzt. Vor Ort wurden keine Auffälligkeiten im Parksuchverkehr in der Umgebung gemeldet, weswegen auch keine nennenswerten Eingriffe in das Verkehrsgeschehen durchgeführt wurden.

An den Tagen, an denen neben dem Weihnachtsmarkt auch die Heimspiele der Alemannia Aachen im Tivoli stattfanden, gestaltete sich die Parkplatzsuche schwieriger, da die Kapazitäten des Parkhauses „Tivoli“ für den Stadionbetrieb genutzt wurden.

Insgesamt ist festzuhalten, dass das Verkehrslenkungskonzept mit den Hinweisen auf frei verfügbare Parkkapazitäten (Parkleitsystem + Zusatzbeschilderung) in Parkhäusern und dem P+R mit einer insgesamt guten ÖPNV-Anbindung dazu geführt hat, dass von den Einsatzkräften keine besonderen Lagen festgestellt werden konnten.

Aktuelle Auslastungsdaten der Aachener Parkhäuser

Zur Auslastung der Aachener Parkhäuser werden die Belegungsdaten des Parkleitsystems herangezogen. Die Daten stehen grundsätzlich vollkontinuierlich zur Verfügung, vereinzelt treten allerdings – bedingt durch Übertragungsfehler - auch Datenlücken auf.

An das Parkleitsystem der Stadt sind 17 Parkhäuser angeschlossen (vgl. Anlage 2). Davon sind die Parkhäuser „Rathaus“ (Betreiber APAG) und „City Center“ (Betreiber City Parkhaus Hermans) aktuell im Umbau und daher nicht angeschlossen, während vom Parkhaus „Lothringer Straße“ (Betreiber Conti Park) wegen technischer Probleme im Zeitraum zwischen dem 19.11. und 18.12. keine Daten vorliegen. Insgesamt fließen damit die Nutzungsdaten von 14 Parkhäusern mit insgesamt 6.140 Parkplätzen in die Betrachtung ein. 580 Parkplätze standen in den in Sanierung befindlichen Parkhäusern nicht zur Verfügung, während über die 348 Parkplätze im PH „Lothringer Straße“ für den genannten Zeitraum keine Aussagen gefällt werden können.

Für eine Analyse der Auslastungssituation während des Weihnachtsmarkts 2025 wurden die Daten für den Zeitraum 21.11.2025 bis 23.12.2025 ausgewertet. Zur besseren Verständlichkeit wurden die Zeitdaten dahingehend aggregiert, dass jeweils eine Vormittags- (09-13 Uhr), Nachmittags- (14-18 Uhr) und Abendbetrachtung (19-22 Uhr) zusammengefasst wurde. Zum Vergleich: Der Weihnachtsmarkt war in diesem Zeitraum zwischen 11 und 21 Uhr geöffnet.

In einer Gesamtbetrachtung ist festzuhalten, dass es zu keinem Zeitpunkt eine vollständige Auslastung aller angeschlossenen Parkhäuser gegeben hat.

In der Vergangenheit wurde eine kumulierte Parkplatzverfügbarkeit unter 1.000 freien Plätzen in folgenden Zeitabschnitten festgestellt:

Samstag, 29.11.2025 nachmittags (707 freie Plätze)

Samstag, 06.12.2025 nachmittags (907 freie Plätze)

Samstag, 13.12.2025 nachmittags (634 freie Plätze) und abends (874 freie Plätze)

Montag, 22.12.2025 vormittags (917 freie Plätze) und nachmittags (642 freie Plätze)

Zu den am stärksten nachgefragten Parkhäusern zählen die Parkhäuser Galeria Kaufhof, Seilgraben und Aquis Plaza. In der Sitzung wird auf einzelne Parkhäuser detaillierter eingegangen.

Übersicht über die bestehenden P+R – Angebote

Grundsätzlich ist das P+R-Angebot im regionalen Kontext zu betrachten. In den vergangenen Jahren wurden dazu an zahlreichen Haltepunkten des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) in der Region (z. B. den Bahnhöfen Herzogenrath, Geilenkirchen und Stolberg) umfangreiche Parkierungsanlagen geschaffen, die – in Verbindung mit einer Ausweitung des Bahnangebots – zum Umstieg vom Kfz auf Bahn und Bus insbesondere für die Berufspendelnden beigetragen haben.

Weitere regionale Ansätze – auch unter Berücksichtigung des Busverkehrs – werden innerhalb des NEMORA-Netzwerks mit den regionsangehörigen Kommunen, der StädteRegion, der ASEAG und dem AVV diskutiert.

Unabhängig davon wurde innerhalb der Stadt an den Schnittstellen zum überörtlichen Straßennetz das P+R-System mit dem Umstieg zum straßenbezogenen ÖPNV weiterentwickelt.

In Aachen gibt es derzeit 5 Standorte, an denen das P+R-Angebot genutzt wird.

•Westfriedhof (Vaalser Straße) – im Westen: ca. 180 Parkplätze

•Hangeweiher (Hermann-Löns-Allee) – im Südwesten: ca. 120 Parkplätze (Nutzung derzeit nur außerhalb der Freibadsaison)

•Waldfriedhof (Monschauer Straße) – im Süden: ca. 100 Parkplätze

•Jülicher Straße (Jülicher Straße/Berliner Ring) – im Osten: ca. 80 Parkplätze

•APAG Parkhaus Tivoli (Krefelder Straße) – im Norden: ca. 1.200 Parkplätze

Bis auf den Standort Hangeweiher liegen alle P+R-Parkplätze außerhalb der Umweltzone am Rand der Innenstadt und werden mit dem ÖPNV in einem Takt zwischen 5 und 20 Minuten angefahren. Die aktuell genutzten Flächen befinden sich in städtischem Eigentum und stehen, neben dem P+R, teilweise weiteren Nutzergruppen zur Verfügung. Die Anlage 3 bietet mit Steckbriefen einen detaillierten Überblick über die einzelnen Standorte.

Im Jahr 2022 wurde in Richterich ein temporärer P+R-Standort im Zusammenhang mit der Sanierung der Brücke Turmstraße eingerichtet. Aufgrund nur geringer Nachfrage wurde das Angebot, nach politischer Beratung, an diesem Standort im Jahr 2023 wieder eingestellt.

•Für die aktuelle Weihnachtsmarktzeit 2025 wurden zwei neue Mobilitätsangebote zur Reduzierung des innerstädtischen Vorweihnachtsverkehrs erarbeitet und umgesetzt:

•Mit dem Parkhaus des Uniklinikums in der Kullenhofstraße wurde ein weiterer temporärer P+R-Ausweichstandort am Uniklinikum in Zusammenarbeit mit der APAG, der ASEAG und dem Uniklinikum neu installiert.

•Das Park+Train – Angebot des Mobilitätsanbieters Arriva, bietet besonders niederländischen Besucher*innen, mit der Anreise per Zug und einem gesicherten Parkplatz in Heerlen, ein gutes alternatives Anreiseangebot. Für 19,50 € kann vorab ein Parkhausplatz in Heerlen gebucht und mit maximal 5 Personen der Zug in die Aachener Innenstadt und zurück genutzt werden.

Für ein gutes Gelingen sind neben den infrastrukturellen Voraussetzungen attraktive Tarifangebote erforderlich. In Aachen wurde dazu das P+R-Angebot „5 für 5“ eingeführt. Für 5 € können bis zu 5 Personen von einem der P+R-Standorte mit dem Bus in die Innenstadt und retour fahren. Dieser attraktive Tarif ist eingängig und wurde in den vergangenen Jahren nicht erhöht. Im Parkhaus Tivoli gilt der entsprechende Parkausweis als P+R-Ticket im Bus, an allen anderen Standorten kann das P+R-Ticket direkt im Bus erworben werden.

Die Auslastung der P+R-Standorte variiert saisonal und je nach Lage sehr stark. Aufgrund der Mischnutzung ist die tatsächliche Auslastung der Parkplätze nicht unmittelbar mit einer hohen P+R-Nutzung gleichzusetzen. Die Nutzungszahlen können nur anhand der P+R-Ticket-Verkäufe der ASEAG ermittelt werden. Nicht berücksichtigt sind P+R-Nutzende, die bereits über ein (Abo-)Ticket für die ÖPNV-Nutzung verfügen.

P+R wird am intensivsten in der Vorweihnachtszeit genutzt; die Standorte Westfriedhof und Waldfriedhof stechen hier heraus (siehe Anlage 4). Informiert wird über die P+R Nutzung über unterschiedliche Kanäle. Dazu zählen P+R-Flyer und -Beschilderung, Kommunikation in den ortsüblichen Medien, die Publikationen des MAC und ATS sowie über ASEAG und AVV. In der Vorweihnachtszeit wird zudem über Radiospots auch in Belgien und den Niederlanden auf die Angebote hingewiesen.

Analyse der Steuerungsinstrumente

Wie oben beschrieben stehen zur Steuerung des Parksuchverkehrs in Aachen normalerweise rund 7.000 Stellplätze in 17 Parkhäusern zur Verfügung, die an das städtische Parkleitsystem angebunden sind. Das Parkleitsystem weist den Autoverkehr vom Alleenring auf dem kürzesten Weg über die fünf Parkhauszonen Markt, Bushof, Kaiserplatz, Theater und Dom in die freien Parkhäuser in der Innenstadt sowie die Parkhäuser Eurogress und Hauptbahnhof, die keiner Parkhauszone zugehörig sind.

Das Parkleitsystem umfasst insgesamt 69 Schilderstandorte. Auf 83 dynamischen Schildersegmenten wird die freie Anzahl an Stellplätzen in Echtzeit angezeigt. Hinzu kommen 69 statische Schildersegmente, die nur den Weg zu den Parkhäusern weisen.

Das Parkleitsystem wurde im Jahr 1991 errichtet und zuletzt im Jahr 2015 technisch modernisiert. Die Steuerung und Überwachung des Parkleitsystems erfolgt über den städtischen Verkehrsrechner. Die Schrankenanlagen der Parkhäuser erfassen die ein- und ausfahrenden Autos und übermitteln die Daten an die Zentrale, wo die Daten verarbeitet und an die Schilder übermittelt werden. Aktuell wird die weitere Modernisierung des Systems geplant.

Um die Nutzung für die Verkehrsteilnehmenden zu verbessern ist das Parkleitsystem mit dem Mobilitätsdashboard (https://verkehr.aachen.de) der Stadt Aachen verknüpft.

Die Preisgestaltung der Parkhaustarife obliegt den einzelnen Parkhausbetreibern. Städtische Beschlüsse zu Parktarifen beschränken sich auf das Parkangebot im öffentlichen Straßenraum.

Einschätzung des Fachbereichs Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa (FB 02) zu Punkt 4:

Wirtschaftliche Folgen

Bezüglich der wirtschaftlichen Auswirkungen der Parksituation in der Aachener Innenstadt liegen der Stadtverwaltung sowie weiteren angefragten Institutionen keine belastbaren absoluten Zahlen vor, die eine fundierte Bewertung von Kaufkraftveränderungen ermöglichen würden.

Hinsichtlich der Besuchsfrequenz ist jedoch festzuhalten, dass der Aachener Weihnachtsmarkt eine unverändert hohe Anziehungskraft entfaltet und die Innenstadt in der Vorweihnachtszeit täglich belebt. Mit rund 1,35 Millionen Gästen wurde ein Besuchsniveau erreicht, das dem des Vorjahres entspricht (Quelle: Märkte und Aktionskreis City e. V.). Beobachtbar ist hierbei lediglich eine leichte Verschiebung der Besucherströme vom Wochenende hin zu den Werktagen (ebd.).

Unabhängig von lokalen Mobilitätsgegebenheiten ist im Einzelhandel bundesweit eine gewisse Kaufzurückhaltung festzustellen, die insbesondere auf gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen zurückzuführen ist. Vor dem Hintergrund multipler Krisen sowie einer anhaltenden Inflation zeigen sich deutliche Auswirkungen auf das Konsumverhalten der Bevölkerung. So stellte das „GfK Konsumklima powered by NIM“ im Dezember 2025 fest, dass die Sparneigung der deutschen Bürgerinnen und Bürger einen Höchststand seit der Finanz- und Wirtschaftskrise erreicht hat. Einfluss darauf habe eine Verunsicherung aufgrund von Inflationsängsten und die Diskussionen über die Zukunft der Rentenversicherung. In Korrelation dazu stellte der Handelsverband Deutschland (HDE) in einer Trendumfrage in der Woche vor dem vierten Advent fest, dass lediglich 17 Prozent der befragten Handelsunternehmen mit dem bisherigen Verlauf des Weihnachtsgeschäftes zufrieden waren, während 66 Prozent ihre Unzufriedenheit zum Ausdruck brachten (HDE). Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass wirtschaftliche Entwicklungen im innerstädtischen Einzelhandel sowie in der Gastronomie nicht isoliert, durchaus aber auch auf die lokale Verkehrssituation zurückgeführt werden können.

Der Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa steht im engen Austausch mit den Akteur*innen aus Handel und Gastronomie. Dabei zeigt sich, auf Basis von Einzelstimmen, ein ausgewogenes Stimmungsbild in der Händler*innenschaft zum Weihnachtsgeschäft. Das Citymanagement im Fachbereich wird weiterhin unterstützend tätig sein, um die Attraktivität und Belebung der Innenstadt nachhaltig zu sichern sowie die Innenstadt als Einkaufs- und Aufenthaltsort weiter zu stärken. Des Weiteren treibt das Citymanagement aktuell den Aufbau eines zahlenbasierten Analysebereiches voran.

Weitere Quellen:

Nürnberg Institut für Marktentscheidungen e.V. (2025): Konsumklima: Enttäuschender Ausblick für das Jahr 2026: https://www.nim.org/konsumklima/detail-konsumklima/konsumklima-enttaeuschender-ausblick-fuer-das-jahr-2026

Handelsverband Deutschland (2025): Woche vor dem vierten Advent - Weihnachtsgeschäft vor dem Endspurt: Handelsverband zieht schwache Zwischenbilanz: https://einzelhandel.de/presse/aktuellemeldungen/15051-woche-vor-dem-vierten-advent-weihnachtsgeschaeft-vor-dem-endspurt-handelsverband-zieht-schwache-zwischenbilanz

Abstimmungsergebnis

Einstimmig

Weitere Dokumente (4)

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Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2026-03-19 FB 02_0024_WP19 Sachstandsbericht zu SAO.pdf

7.4.2026

17.4 MB

Betroffene Straßen

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Metadaten

TOP
Ö 4
Sitzung
Sitzung des Mobilitätsausschusses
Gremium
Mobilitätsausschuss
Datum
Do., 30.04.2026
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 02 - Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa
Geändert
4.5.2026
Inhalt abgerufen
19. Mai 2026 um 15:39