29. April 2026 um 17:00, Bezirksamt AC-Brand
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Beseitigung einer Gefahrensituation an der Ausfahrt Vennbahncenter/ Trierer Straße, Antrag der Fraktion „Bündnis 90/ DIE GRÜNEN“ in der Bezirksvertretung Aachen-Brand vom 22.02.2026

FB 68/0073/WP19 · Kenntnisnahme

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Beratung

A B G E S E T Z T

Erläuterungen

Im Bereich der Ausfahrt des Vennbahncenters auf die Trierer Straße bestehen wiederkehrende Konflikte zwischen dem rechtsabbiegenden Kraftfahrzeugverkehr und dem die Trierer Straßen querenden Fuß- und Radverkehr.

Daher beantragt die Fraktion „Bündnis 90/ DIE GRÜNEN“ in der Bezirksvertretung Aachen-Brand mit dem Antrag vom 22.02.2026 zu prüfen, ob eine gelbe Blichtanlage für den Rechtsabbieger als kurzfristige Maßnahme installiert werden kann. Dieses gelbe Blicht soll rechtsabbiegende Fahrzeuge aus dem Vennbahncenter auf den querenden Fuß- und Radverkehr hinweisen.

Sowohl aus der Politik, als auch aus der Bürgerschaft lagen bereits in der Vergangenheit wiederholt Hinweise auf Konfliktsituationen zwischen abbiegenden Fahrzeugen und querendem Fuß- und Radverkehr vor.

Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit ist daher eine Anpassung der Signalsteuerung bereits geplant und beauftragt. Eine Umsetzung wird vermutlich in diesem Jahr erfolgen.

Ein gelbes Blicht wurde bis jetzt nicht mit eingeplant.

Bestehende Signalisierung

Die derzeitige Signalsteuerung sieht folgenden Ablauf vor:

  • Zunächst erhält der rechtsabbiegende Kraftfahrzeugverkehr aus dem Vennbahncenter eine Grünfreigabe.
  • Anschließend schaltet die Signalgruppe des Rechtsabbiegers auf Gelb und danach auf Rot.
  • Der querende Fuß- und Radverkehr auf dem Vennbahnweg erhält nach der Räumzeit des Rechtsabbiegers (7 Sekunden) seine Grünphase.

In der Praxis kommt es jedoch regelmäßig zu folgenden Situationen:

  • Fahrzeuge räumen den Konfliktbereich nicht rechtzeitig.
  • Einzelne Fahrzeuge fahren noch in der letzten Sekunde der Gelbphase oder in der ersten Rotsekunde in den Knotenbereich ein.
  • Bei Rückstau vor der nächsten Lichtsignalanlage verzögert sich zusätzlich die Räumung des Abbiegeverkehrs.

Hierdurch kommt es dazu, dass sich beim Grünbeginn bzw. während der Grünphase des Fuß- und Radverkehrs noch Fahrzeuge im Konfliktbereich befinden.Eine gleichzeitige Grünzeit der Konfliktströme besteht nicht, so dass ein Blicht hier nicht zielführend ist und eventuell sogar für Irritation sorgen könnte.

Geplante Maßnahme zur Verbesserung der Verkehrssicherheit

Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit ist eine Anpassung der Signalsteuerung vorgesehen.

Ein wesentliches Element ist die Einrichtung einer Staudetektion für den Rechtsabbiegerverkehr aus dem Vennbahncenter. Dadurch kann erkannt werden, ob sich aufgrund eines Rückstaus vor der nachfolgenden Lichtsignalanlage Fahrzeuge im Abbiegebereich befinden.

In Abhängigkeit von der detektierten Verkehrssituation werden die Grünzeiten des Rechtsabbiegers entsprechend angepasst. Ziel ist es, zu verhindern, dass Fahrzeuge in den Konfliktbereich einfahren, wenn eine vollständige Räumung aufgrund eines Rückstaus nicht gewährleistet werden kann.

Damit soll sichergestellt werden, dass der Konfliktbereich vor der Freigabe der Fuß- und Radfahrerquerung vollständig geräumt ist.

Als kurzfristige Maßnahme kann zusätzlich die Verlängerung der Räumzeit (Zeit zwischen Grünende des Rechtsabbiegers und Grünbeginn des querenden Fuß- und Radverkehrs) eine sinnvolle Ergänzung der bereits geplanten Änderungen darstellen.

Ergänzende Maßnahmen im Zuge der Anpassung

  • · Bussignal zur Verbesserung des Linienverkehrs

Zur Verbesserung der Ausfahrtssituation für den Linienverkehr stadteinwärts ist die Einrichtung eines zusätzlichen Bussignals vorgesehen.

Hierdurch kann dem Linienbus eine gesicherte Ausfahrt aus der Haltestelle ermöglicht werden.

In diesem Zusammenhang wird auch die Ausfahrt der Karl-Kuck-Straße in die Signalisierung einbezogen.

Die Ausfahrt soll künftig über einen Dunkel-Rot-Schaltung geregelt werden.

  • · Anpassung der Signalsteuerung zugunsten des Fuß- und Radverkehrs

Der Vennbahnweg stellt eine wichtige und stark frequentierte Fuß- und Radverkehrsverbindung dar. Insbesondere an Wochenenden wird die Strecke verstärkt für Freizeitverkehre genutzt und ist häufig von Familien sowie Freizeitradfahrenden frequentiert.

Vor diesem Hintergrund wird im Zuge der Anpassung der Lichtsignalanlage ein zusätzliches Signalprogramm vorgesehen, das speziell auf die Verkehrsverhältnisse an Wochenenden ausgerichtet ist.

Dieses Programm soll an Sonn- und Feiertagen aktiviert werden und sieht eine erhöhte Priorisierung der Anforderungen des Fuß- und Radverkehrs vor. Ziel ist es, die Wartezeiten nach Anforderung deutlich zu reduzieren und die Querung für Fußgängerinnen, Fußgänger sowie Radfahrende komfortabler und sicherer zu gestalten.

Durch die zeitlich begrenzte Aktivierung des Programms kann den erhöhten Querungsbedarfen des Freizeitverkehrs Rechnung getragen werden, ohne die Verkehrsabläufe im motorisierten Verkehr an Werktagen wesentlich zu beeinflussen.

Kosten

Für die Umsetzung der Maßnahme entstehen Gesamtkosten in Höhe von ca. 30.000 €. Die Mittel stehen im städtischen Haushalt zur Verfügung und nach Rechtskraft des Haushaltes kann mit der Maßnahme angefangen werden.

Fazit

Durch die Anpassung der Signalsteuerung kann die Verkehrssicherheit für den querenden Fuß- und Radverkehr verbessert werden. Gleichzeitig werden die Betriebsabläufe des Linienverkehrs optimiert und die Attraktivität des Vennbahnweges als wichtige Fuß- und Radverkehrsverbindung gestärkt.

Weitere Dokumente (2)

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Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2026-03-19 FB 68_0073_WP19 Beseitigung einer Ge SAO.pdf

18.5.2026

1.9 MB

Betroffene Straßen

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Metadaten

TOP
Ö 6
Sitzung
Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Brand
Gremium
Bezirksvertretung Aachen-Brand
Datum
Mi., 29.04.2026
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 68 - Mobilität und Verkehr
Geändert
22.5.2026
Inhalt abgerufen
23. Juli 2026 um 01:22