Vierteljahresbericht zum Wirtschaftsjahr 2026 per 31.03.2026 (1. Quartal) der Volkshochschule Aachen
E 42/0008/WP19 · Kenntnisnahme
Beratung
Frau Gielsdorf erläutert, dass die Stadtkämmerin, Frau Grehling, den Vierteljahresbericht mit folgenden Hinweisen freigibt, die Frau Gieldorf mündlich in der Sitzung ergänzt.
- Die Auswirkungen der Haushaltssperre gehen nicht an den Eigenbetrieben vorbei.
- Die Zuweisung für das Projekt „Demokratie leben!“ wird in der Jahresprognose berücksichtigt, jedoch kann derzeit nicht von einem Start der geplanten AZAV-Maßnahmen (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) in 2026 ausgegangen werden. Daher ist eine Anpassung in dieser Position in der Jahresprognose erforderlich.
- Durch einen Fehler in ALLRIS ist es zu dem Versand ohne die Zustimmung von DEZ II gekommen. Es wird daher darauf hingewiesen, dass zukünftig kein Versand von Sitzungsunterlagen vor Zustimmung durch DEZ II erfolgen darf.
Frau Reuß hinterfragt den Eingriff in die Arbeit der Volkshochschule durch diese Anmerkungen der Kämmerei.
Frau Gielsdorf antwortet, dass die Anmerkungen nicht nachträglich in die Vorlage eingearbeitet werden konnten und daher die mündliche Ergänzung vorgenommen wurde, die in diesem Sinn keinen Eingriff darstelle.
Ratsherr Pilgram bedankt sich für Bestätigung des Projekts „Demokratie leben!“ und hinterfragt die angesetzte Zeit für die Umsetzung der AZAV-Maßnahmen.
Frau Gielsdorf antwortet, dass die Volkshochschule mit der AZAV-Trägerzulassung ein weiteres Standbein aufbauen möchte. Die Trägerzulassungen selbst waren aufwändiger als zu Anfang gedacht. Daher verschiebt sich der Ablauf der Planungen entsprechend.
Erläuterungen
Es wird auf die beigefügten Anlagen verwiesen. Die dort aufgezeigten wesentlichen Abweichungen bzw. Veränderungen werden gem. den Vorgaben der Stadtkämmerei vom 22.2.2006 wie folgt erläutert:
Allgemeines:
Der Zwischenbericht zeigt in tabellarischer Form die Entwicklung der Erträge und Aufwendungen, ausgehend von den im Wirtschaftsplan festgesetzten Ansätzen. Um ablesen zu können, ob die Entwicklung zu den Stichtagen 31.03., 30.06., 30.09. und 31.12. im vorgesehenen Rahmen verläuft, werden die Ansatzzahlen (Jahresbeträge) durch 12 (Monate) dividiert und anschließend mit der Zahl der Monate bis zum jeweiligen Stichtag multipliziert. Diese theoretischen Sollzahlen werden den zum jeweiligen Stichtag erreichten Ist-Zahlen gegenübergestellt und die sich daraus ergebenden Abweichungen in Plus- oder Minus-Prozenten dargestellt. Zudem wird dem Jahresplanansatz die Jahresprognose ebenfalls im Vergleich mit den sich daraus ergebenden Abweichungen gegenübergestellt.
In der Jahresprognose sind die zum Zeitpunkt der Auswertung bekannten weiteren zu erwartenden bzw. zu reduzierenden Erträge und Aufwendungen ausgewiesen. Die entsprechenden Zahlen des Vorjahres sind zum Vergleich aufgeführt.
Die wesentlichen Entwicklungen sowohl auf der Ertrags- als auch auf der Aufwendungsseite werden mündlich bei der Sitzung des Betriebsausschusses vorgetragen.
Erträge
Zu 1. Umsatzerlöse
Teilnehmer*innenentgelte
Jeweils zum Semesterbeginn zahlen die Teilnehmer*innen in der Regel das gesamte Entgelt für ihre jeweilige Veranstaltung. Eine Gleichmäßigkeit über das ganze Jahr ist daher nicht gegeben.
Die weiterhin hohe Nachfrage bei Angeboten im offenen Programm „Deutsch als Fremdsprache“ und Gesundheitskursen führt zu einer Planungsanpassung der Kurse und prognostizierten Steigerung bei den Umsatzerlösen. Die Jahresprognose wird entsprechend angepasst.
Studienreisen
Der überwiegende Teil der Studienreisen (Bildungsurlaube) wurde mit einem Durchführungszeitraum im ersten Semester geplant. Der Ertrag liegt daher im ersten Quartal über dem geplanten Ansatz.
Zuweisungen
Das Projekt „Demokratie Leben“ wurde für 2026 bewilligt, daher wird die Jahresprognose um die Fördersumme erhöht.
Sonstige Umsatzerlöse
Neben den Werbeeinnahmen der Volkshochschule gehören zu dieser Position auch die Prüfungsentgelte. Geringere Anmeldezahlen bei den Einbürgerungstests und den Cambridge-Prüfungen machen eine Anpassung in der Jahresprognose erforderlich.
Zu 2. Sonstige betriebliche Erträge
Zu dieser Position gehören u.a. die Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen (z.B. Strom, Gas, Wasser, Nebenkosten). Die Nebenkostenabrechnungen liegen noch nicht für alle Gebäude vor.
Aufwendungen
Zu 3. Materialaufwand
a. Aufwendungen für Unterrichtsbedarf, Veranstaltungen, Weiterleitungen
Neben den Aufwendungen für den Unterrichtsbedarf erfolgen aus dieser Position die Weiterleitungen aus Drittmitteln, z.B der Aachener Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (akis) sowie die Erstattung der Fahrtkosten für Teilnehmer*innen der Kurse des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Im Berichtszeitraum erfolgte noch keine Weiterleitung an das Selbsthilfebüro der Städteregion Aachen. Durch die Bewilligung des Projektes „Demokratie leben!“ entstehen Weiterleitungskosten, das macht eine Anpassung in der Jahresprognose erforderlich.
b. Aufwendungen für bezogene Leistungen
Zu den bezogenen Leistungen gehören neben den Honoraren für die Dozent*innen und Prüfungskosten (z.B. der Deutschtest für Zuwanderer, telc- Zertifikate und Cambridge-Prüfungen) auch die Aufwendungen für Studienreisen (z.B. Bildungsurlaube). Die rückläufige Nachfrage nach Cambridge-Prüfungen und Einbürgerungstests (siehe Position sonst. Umsatzerlöse) führt zu geringeren Aufwendungen. Die Honorare werden von vielen Dozent*innen erst mit Kursende abgerechnet, und bei den geplanten Studienreisen liegen noch nicht alle Abrechnungen der Veranstalter*innen vor. Die Aufwendungen für Honorare werden durch die Teilnehmer*innenentgelte, die Prüfungsgebühren und die Drittmittel der Kurse des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gedeckt. Die Jahresprognose wird entsprechend angepasst.
Zu 5. Abschreibungen
Beschaffungen aus dem Anlagevermögen stehen erst im 3. und 4. Quartal an.
Zu 6. Sonstige Aufwendungen
Die gesamten steuerbaren Positionen der sonstigen Aufwendungen werden sparsam und wirtschaftlich bewirtschaftet.
- Raummieten
Für eine transparentere Darstellung wird ein Teil der sonstigen Abgaben ab 2026 den Mietnebenkosten zugeordnet. Die Prognose der Raummieten wurde daher angepasst.
- Energiekosten
Aufgrund der Erhöhung des Abschlags bei den Heizkosten durch die STAWAG ab 2026 fallen höhere Energiekosten an. Die Jahresprognose wurde entsprechend angepasst.
- Instandhaltung und Reinigung
Durch geringere Kosten bei der Gebäudeunterhaltung im ersten Quartal wurde die Prognose entsprechend angepasst.
- Fahrzeugkosten/Fremdkosten
Im Berichtszeitraum erfolgten nur vereinzelt Transporte mit Cambio-Fahrzeugen (z.B. für Ausstellungen).
- Werbung
Es lagen noch nicht alle Rechnungen für den Zeitraum vor.
- Unterrichts- und Veranstaltungskosten
Diese Position beinhaltet neben Kosten für die Dozent*innenfortbildung auch Leasingkosten für den Unterrichtsbedarf (z.B. Beamer).
- Versicherungen und sonstige Abgaben
Siehe Raumieten
- Gebühren und Beiträge
Hierzu gehören u.a. die Urheberrechtsansprüche (GEMA und VG-Wort). Im Berichtszeitraum lagen noch nicht alle Rechnungen vor.
- Kosten der Betriebs- und Geschäftsausstattung
Diese Position beinhaltet neben Leasingkosten der regioIT auch Kosten für Verbrauchsmaterialien. Im Berichtszeitraum lagen noch nicht alle Rechnungen vor.
- Kommunikationskosten
Im Berichtszeitraum lagen noch nicht alle Rechnungen vor.
- Büro- und EDV-Kosten
Im Berichtszeitraum lagen noch nicht alle Rechnungen der regioIT für Servicekosten vor. Durch gestiegene Nebenkosten beim Geldverkehr (Payone) wurde die Prognose leicht angepasst.
- Reisekosten
Der Ansatz beinhaltet neben den Reisekosten vor allem die Aufwendungen für Lehrgänge des Studieninstituts für Kommunale Verwaltung sowie Schulungs- u. Seminargebühren für neue Mitarbeitende. Die Schulungen sind im 2. und 3. Quartal geplant.
- Fremdleistungskosten
Diese Position beinhaltet neben den Bewachungskosten auch die Kosten für die AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung)-Testierung beim TÜV als Träger und für Maßnahmen der Arbeitsförderung.
- Sonstige Aufwendungen
Zu dieser Position gehören u.a. die sonstigen Personalkosten und das Job-Rad-Leasing. Im Berichtszeitraum fielen für Stellenanzeigen in Onlineportalen und Anzeigen in Print-Medien geringere Aufwendungen an.
Wesentliche Maßnahmen im Rahmen des Wirtschaftsplans
Die Sichtung von Förderprogrammen und die Akquisition von Projekten werden weiter vorangetrieben. Im Berichtszeitraum wurden ein Projekt („Demokratie leben!") beantragt und bewilligt.
Die Anzahl der durchgeführten Kurse und der erteilten Unterrichtsstunden konnten im Berichtszeitraum gesteigert werden, während die Anzahl der Teilnehmenden im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken ist. Es besteht weiterhin eine hohe Nachfrage an Sprach- und Integrationskursen. Daher wird ein positives Jahresergebnis prognostiziert und das im Wirtschaftsplan vorhandene Risikoportal von 300 TEURO kann geschlossen werden
Die Anmeldezahlen des jeweils betroffenen Semesters werden zum Vergleich mit Werten des gleichen Semesters der letzten drei Jahre dargestellt. Weitere Kennzahlen wie geplantes und stattgefundenes Kursangebot, Ausfallquote, Unterrichtseinheiten und Honorare werden benannt und ebenfalls zueinander ins Verhältnis gesetzt.
Im Übrigen wird - wie bereits eingangs erwähnt - in der Sitzung des Betriebsausschusses mündlich berichtet.
Weitere Dokumente (3)
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Technische Details
ID: 1023136
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=1023136
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2026-03-30 E 42_0008_WP19 Vierteljahresbericht SAO.pdf
22.4.2026
1.4 MB
Metadaten
- TOP
- Ö 12
- Sitzung
- Sitzung des Betriebsausschusses Kultur, Theater und VHS
- Gremium
- Betriebsausschuss Kultur, Theater und VHS
- Datum
- Do., 07.05.2026
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- E 42 - Volkshochschule
- Geändert
- 29.6.2026
- Inhalt abgerufen
- 27. August 2026 um 01:32