Erster Quartalsbericht 2026 des Gebäudemanagements der Stadt Aachen
E 26/0015/WP19 · Kenntnisnahme
Beratung
Herr Dipl. Betriebswirt (FH) Hauschild, Kaufmännische Betriebsleitung des Gebäudemanagements, ergänzt die
zur Beratung eingebrachte Vorlage mittels Präsentation.
Er teilt mit, dass dieser 1. Quartalsbericht 2026 dem Fachbereich Finanzsteuerung (FB 20) sowie dem Dezernat
Finanzen und Recht (Dezernat II) zur Kenntnis vorgelegt worden ist.
Herr Hauschild hebt hervor, dass aufgrund der aktuellen Haushaltslage und der durch die Kämmerin angeordnete Haushaltssperre derzeit viele Unwägbarkeiten vorliegen und gemäß dem kaufmännischen Vorsichtsprinzip agiert wird.
Er führt aus, dass auf dieser Grundlage die Darstellungen zum 1.Quartalbericht 2026 zu den Erträgen, Aufwendungen und Umsetzungstand des Investitionsvolumen basieren.
In einem Fazit fasst er zusammen, dass sich nach derzeitigem Kenntnisstand zum 31.12.2026 leichte, das operative Ergebnis verbessernde Veränderungen i. H. v. 22 T€ ergeben können.
Somit vermindere sich voraussichtlich das operative negative Jahresergebnis auf rd.-3,575 Mio. € und das Jahresergebnis insgesamt auf rd. -15,575 Mio. €.
Es liegt eine Wortmeldung vor.
Ratsfrau Dr. Oidtmann schlägt vor, die Darstellung im Quartalsbericht am Beispiel der Position „Materialaufwand“ um Angaben, was führt zu diesem Ergebnis und wie ist die Gegenmaßnahme zu ergänzen.
Herr Hauschild bedankt sich für die Anregung.
Weitere Wortmeldungen liegen nicht vor.
Erläuterungen
Erster Quartalsbericht 2026
Gebäudemanagement
der Stadt Aachen
Erläuterungen
Der Wirtschaftsplan 2026 wurde – mit Ausnahme des Investitionsbereichs – vom Betriebsausschuss am 13.01.2026 beraten und am 28.01.2026 vom Rat beschlossen. Auf der Basis des abschließend politisch beschlossenen Haushaltsplans für 2026 wurde der Wirtschaftsplan des Gebäudemanagements entsprechend angepasst.
Erläuterungen zur Erfolgsplanung (Anlage 1)
Der Erfolgsplan ist wie folgt gegliedert:
1.Plan 2026
2.Buchungs-Stand zum 15.03.2026
3.Prognose zum 31.12.2026
4.Abweichung (Spalte 3 zu 1)
Erläuterungen zu den Ertragspositionen
Externe Erträge
Im Bereich der externen Erträge ergeben sich saldiert Mehrerträge in Höhe von 316 TEUR.
Städteregion Vermietung
Es ergibt sich eine Ertragsveränderung bei der Kostenmiete in Höhe von - 201 TEUR, die sich im Wesentlichen durch Abmietungen bei der Hackländerstraße ergeben hat.
Interne Erträge
Es ergeben sich Mehrerträge von 47 TEUR. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen lediglich um eine Positionsverlagerung aus dem Bereich der direkten Verrechnung mit dem Haushalt (FB 45/FB 54).
Direkte Verrechnung mit dem Haushalt
Hier ergibt sich eine höhere Erstattung von saldiert 114 TEUR. Diese setzt sich u. a. zusammen aus der zuvor genannten Verlagerung, einer höheren Erstattung von Anmietungen für den FB 54 (Kita Karlstraße) sowie einer höheren Erstattung durch die Anmietung von Räumlichkeiten in der Aachen-Münchener-Allee 1, der ein entsprechender Aufwand entgegensteht. Darüber hinaus sind hier geringere Erstattungen durch den FB 56 für Anmietungen im Bereich der Flüchtlingsunterbringung enthalten, die jedoch analog im Aufwandsbereich entfallen und somit ebenfalls neutral sind.
Periodenfremde Erträge
Hier sind zum Stichtag 15.03. rd. 57 T EUR Erträge zu verzeichnen, größtenteils aus dem Bereich der Betriebskostenabrechnungen.
Zusammenfassung zur Ertragsentwicklung
Insgesamt erhöhen sich die Erträge im Vergleich zur Planung um rd. 333 TEUR. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf zusätzliche externe und interne Mieterträge zurück zu führen, denen zum Teil korrespondierende höhere Aufwendungen gegenüberstehen.
Erläuterungen zu den Aufwandspositionen
Bewirtschaftungsaufwand
Bei den Heizkosten ergeben sich prognostizierte Mehrkosten i. H. v. 100 TEUR aufgrund erhöhter Abschläge für CO2-Kosten.
Die Istkosten im Bereich Energie sind zum 15.03.2026 noch sehr niedrig aufgrund einer systembedingten Abrechnungsumstellung (rollierende Abrechnung) bei der Stawag.
Im Bereich des Sonstigen Bewirtschaftungsaufwands werden Mehrkosten von 171 TEUR prognostiziert, die sich jedoch im Wesentlichen durch eine rein bilanzielle Verlagerung der Kosten für Hausmeisterdienste aus dem Bereich der Instandhaltungskosten ergeben und die insofern neutral sind.
Instandhaltung
Bei dieser Position wird die bilanzielle Verlagerung der Hausmeisterkosten i. H. v. 175 TEUR aufgeführt, die jedoch kostenneutral ist (s. Bewirtschaftungsaufwand).
Serviceleistungen für die Stadt
Die Serviceleistungen für die Stadt erhöhen sich um voraussichtlich 211 TEUR. Dies resultiert im Wesentlichen aus den geringeren Kosten für die Unterbringung von Geflüchteten sowie höheren Kosten im Bereich der Anmietungen für FB 45/FB54 und die Sonstige Stadt.
Den höheren Aufwendungen stehen zum großen Teil höhere Kostenerstattungen / Erträge gegenüber. Veränderungen ergeben sich ebenfalls durch die An- bzw. Abmietung von Verwaltungsflächen, die durch die Kostenerstattung „Einmalzahlung Haushalt an den Betrieb“ neutralisiert werden.
Periodenfremder Aufwand
Hier sind zum Stichtag 15.03.2026 4 TEUR zu verzeichnen aus dem Bereich der
Betriebskostenabrechnungen.
Zusammenfassung zur Aufwandsentwicklung
Insgesamt erhöhen sich die Aufwendungen um rd. 311 TEUR.
Resumé Erfolgsplan
Das insgesamt durch den Betrieb umzusetzende Volumen im konsumtiven Bereich – ohne Abschreibungen und Zinsen und bereinigt um den Verwaltungskostenbeitrag – ist im Laufe der Jahre kontinuierlich und teilweise erheblich gestiegen und liegt in 2026 bei rd. 97,0 Mio. EUR (Vorjahr 89,6 Mio. EUR).
Nach derzeitigem Kenntnisstand ergeben sich zum 31.12.2026 leichte das operative Ergebnis verbessernde Veränderungen in Höhe von 22 TEUR.
Somit verbessert sich voraussichtlich das operative Jahresergebnis auf rd. –3,575 Mio. EUR und das Jahresergebnis insgesamt auf rd. -15,575 Mio. EUR.
Erläuterungen zur Vermögensplanung (Anlage 2)
Der Buchungsstand der Maßnahmen wurde mit Datum zum 15.03.2026 ausgewertet.
Neue und Fortführungsmaßnahmen im Wirtschaftsplan (Zeilen 1 bis 73)
Zum 15.03.2026 sind von den insgesamt zur Verfügung stehenden Mitteln in Höhe von rund 108 Mio. EUR zuzüglich rd. 25 Mio. EUR Investitionszuschüsse (insgesamt 133 Mio. EUR) 29 % im Bereich der Investitionsmittel und 8 % im Bereich der Investitionszuschüsse verfügt.
Der Umsetzungsstand in Prozent ist nur bedingt aussagekräftig, da in größerem Umfang bei Maßnahmen Mittel zur Verfügung im Haushalt und somit Wirtschaftsplan stehen, jedoch aus verschiedenen Gründen noch nicht verausgabt werden können:
-teilweise fehlen die Grundlagen, um Planungen beginnen zu können (z.B. Grundstücksfrage und/oder Bedarf unklar) oder die Maßnahmen bedürfen weiterer Klärung aufgrund von neuen Erkenntnissen, u.a. Überlegungen zur Durchführung im Rahmen von Investorenmodellen, Umstellung der Umsetzungsverfahren u.ä.; diese werden in den jeweiligen Berichten mit „ruht“ gekennzeichnet
-Maßnahmen in erheblichem Umfang befinden sich noch in den Planungsphasen, der maßgebliche Mittelabfluss tritt mit zeitlicher Verzögerung während der Bauphase ein
Sanierung Spielcasino Monheimsallee (Neues Kurhaus)
Durch den Betrieb ist die Maßnahme in Dienstleistung für Aachen Event zu erbringen. Hier beträgt der Bearbeitungsstand der für die Restabwicklung der Maßnahme noch zur Verfügung stehenden Mittel 73 %.
Zusätzliche energetische Sanierungen im Rahmen des Integrierten Klimaschutzkonzeptes (IKSK)
Eine Besonderheit seit dem Haushalt 2023 und Folgejahre stellen die neu hinterlegten Sondermittel für energetische Sanierungen dar. Durch den Finanzausschuss in der Sitzung vom 02.03.2021 wurde der Beschluss gefasst, die dem Wirtschaftsplan in Vorjahren zweckgebunden für Maßnahmen im Zusammenhang mit Verwaltungsgebäuden zur Verfügung gestellten 9,2 Mio. EUR nunmehr auch für energetische Sanierungen im Rahmen des Integrierten Klimaschutzkonzeptes (IKSK) verwenden zu können.
Unter der Annahme, dass die 9,2 Mio. EUR ausschließlich für diesen neuen Zweck verwendet werden sollen, ist vor dem Hintergrund eines realistischen Umsetzungszeitraums von einer mehrjährigen Umsetzung in verschiedenen Einzelmaßnahmen auszugehen.
Für 2026 FF steht der fortgeschriebene Ansatz aus Vorjahren in Höhe von 5,5 Mio. EUR zur Verfügung. Der Bearbeitungsstand dieser noch verfügbaren Mittel liegt zum 15.03.2026 bei 24 %.
Maßnahmen für andere eigenbetriebsähnliche Einrichtungen und Fachbereiche (Anlage 2a)
Darüber hinaus sind durch den Betrieb weitere rd. 15,9 Mio. EUR zu verarbeiten, die aus Mitteln anderer eigenbetriebsähnlicher Einrichtungen oder Fachbereichen zur Verfügung gestellt werden. Hier beträgt der Umsetzungstand zum 15.03.2026 rund 56,6 %.
Nach wie vor finden nicht alle Dienstleistungen des Gebäudemanagements und die dafür erforderlichen Personalkapazitäten ihren Niederschlag in den umzusetzenden Mitteln der Wirtschaftsplanung. Beispielhaft genannt seien umfangreiche Voruntersuchungen sowie Nutzerwünsche und Varianten-Untersuchungen im Auftrag von anderen Fachbereichen und Eigenbetrieben, durch die erhebliche personelle Kapazitäten gebunden wurden.
Resumé
In 2026 verbleibt es bei einem als hoch einzustufenden zu verarbeitenden Investitionsvolumen und vielfältigen Zusatzaufgaben.
Entwicklung der durch den Betrieb zu betreuenden Flächen
Der Aufwand in der Gebäudewirtschaft (Sach- und Personalaufwand) hängt in hohem Maße von den zu betreuenden Flächen ab. Aus diesem Grund gehört die Betrachtung der Entwicklung der Flächen zu den strategischen Größen in der Haushalts- und Wirtschaftsplanung.
Zum 31.12.2025 liegt die Summe der zu betreuenden Flächen bei 1.329.907 m² und somit annähernd im Vergleich zum Vorjahreswert.
Weitere Dokumente (3)
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Technische Details
ID: 1023196
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=1023196
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2026-03-30 E 26_0015_WP19 Erster Quartalsberic SAO.pdf
30.3.2026
327.2 KB
Betroffene Straßen
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Metadaten
- TOP
- Ö 9
- Sitzung
- Sitzung des Betriebsausschusses für das Gebäudemanagement
- Gremium
- Betriebsausschuss Gebäudemanagement
- Datum
- Di., 05.05.2026
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- E 26 - Gebäudemanagement
- Geändert
- 6.5.2026
- Inhalt abgerufen
- 24. Juli 2026 um 01:23