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Antrag gem. § 25 Abs. 4 Buchst. a S. 2 GeschO; Antrag der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen vom 13.03.2026, lfd. Nr. 4 - Sachstandsbericht zur Entwicklung des Bauvorhabens Vaals Grenze

BA 5/0008/WP19 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Der Vorsitzende begrüßt Frau Steffens vom Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung, Herrn Neßeler von der nesseler Gruppe sowie Herrn Cornelius Wens vom Architekturbüro CROSS Architecture und übergibt Herrn Wens das Wort.

Herr Wens trägt anhand der als Anlage beigefügten Präsentation zum Sachstand des Bauvorhabens Vaals Grenze vor. Er stellt zunächst den bisherigen zeitlichen Ablauf dar und erläutert, in welcher Weise Rückmeldungen aus dem bisherigen Verfahren in die weitere Planung aufgenommen worden seien.

Er führt aus, dass insbesondere Fragen der Barrierefreiheit, der Wirtschaftlichkeit einer Tiefgarage sowie die Ergebnisse des Werkstattverfahrens berücksichtigt worden seien. Aufgrund von Problemen im Zusammenhang mit dem Schutzstreifen der Kanaltrasse habe die Planung angepasst werden müssen. Zur Tiefgarage erläutert er, dass diese in der ursprünglich angedachten Form wirtschaftlich nicht tragfähig sei. Als Alternative werde daher eine Quartiersgarage geprüft. Diese solle nicht zu weit im rückwärtigen Bereich liegen, da dort das Naturschutzgebiet angrenze. Als geeigneter Standort werde derzeit ein Bereich an der Grenzstraat gesehen.

Herr Wens erläutert zudem die vorgesehene Integration von Gewerbe, Einzelhandel und Gastronomie. Er führt aus, dass bei der Verortung dieser Nutzungen insbesondere deren wirtschaftliche Tragfähigkeit sowie ihre Wahrnehmbarkeit im Quartier zu berücksichtigen seien. Daher würden diese Nutzungen vorrangig in den stärker frequentierten und besser erreichbaren Bereichen des Plangebiets vorgesehen. Hierzu stellt er verschiedene Planungsvarianten dar.

Als mögliche Nutzungen benennt Herr Wens unter anderem Wohnnutzungen für Mitarbeitende der Uniklinik Aachen, Wohnraum in Zusammenarbeit mit der gewoge AG, Nutzungen durch die Gemeinde Vaals sowie kleinteiliges Wohnen für Studierende. Zudem seien Einzelhandelsnutzungen vorgesehen. Es gebe bereits Interessenbekundungen eines regionalen Nahversorgers.

Herr Wens führt weiter aus, dass die vorgesehenen Gebäudehöhen im Wesentlichen beibehalten werden sollen. Auf dieser Grundlage seien drei Varianten entwickelt worden, die er im Einzelnen vorstellt. Seitens der Planung werde Variante 1 favorisiert. Im Vergleich zum Werkstattverfahren ergebe sich eine günstigere Versiegelungsbilanz; die Gebäudehöhen blieben im Wesentlichen vergleichbar.

Der Vorsitzende bedankt sich für den Vortrag und erkundigt sich, ob seitens der Verwaltung oder von Herrn Neßeler Ergänzungen bestehen. Dies wird verneint.

Frau Bezirksvertreterin Schmitt-Promny (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen) erläutert, weshalb die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen den Antrag auf Sachstandsdarstellung gestellt habe. Sie führt aus, die Ausführungen seien informativ und nachvollziehbar gewesen. Auch aus ihrer Sicht sei Variante 1 vorzugswürdig. Positiv bewertet sie insbesondere die Lösung im Bereich der Kanaltrasse, da hierdurch Freiflächen gesichert würden. Die Entwicklung der Fläche sei seit Langem ein Wunsch ihrer Fraktion.

Hinsichtlich des Einzelhandels führt sie aus, die vorgesehene Nutzung sei schlüssig. Gleichwohl solle der Bereich mehr bieten als ausschließlich Einzelhandel. Denkbar seien etwa ein Café sowie eine ansprechende Begrünung.

Kritisch sieht Frau Bezirksvertreterin Schmitt-Promny (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen) den Anteil von 45 % Einraumwohnungen. Sie verweist auf mögliche Entwicklungen von Vereinsamung und äußert den Wunsch, die Gebäude so zu entwickeln, dass Wohnungen flexibel geplant und bei Bedarf angepasst werden könnten. Auch betreutes Wohnen und barrierefreies Wohnen sollten mitgedacht werden. Bedauerlich sei, dass ein Hotel nach aktuellem Stand nicht realisiert werde; hierfür habe sich offenbar kein Betreiber gefunden.

Herr Bezirksvertreter Kusch (CDU-Fraktion) schließt sich den Ausführungen an. Die Grenzbebauung in Variante 1 bewertet er positiv. Er erkundigt sich nach den möglichen künftigen Bewohner*innen und verweist darauf, dass ein wesentliches Argument für die Entwicklung der Fläche auch der Wohnraumbedarf der Uniklinik Aachen für Mitarbeitende gewesen sei. Weiter fragt er, ob der Weg entlang des Kanals öffentlich zugänglich sein werde oder ob weiterhin die bisherigen Wegeverbindungen genutzt werden müssten.

Als weiteren Punkt spricht Herr Bezirksvertreter Kusch (CDU-Fraktion) die im Verfahren eingebrachten Wünsche nach einer Toilette für Busfahrende, Parkplätzen für Besucher*innen sowie Ladestationen an. Er weist darauf hin, dass die Parkgarage nun offenbar vorrangig für Anlieger*innen vorgesehen sei. Dies sei insbesondere mit Blick auf die Frequentierung am Wochenende kritisch zu beachten. Zudem fragt er nach der Vereinbarkeit neuer Einzelhandelsflächen mit der gegenwärtig eher schwierigen Einzelhandelssituation auf niederländischer Seite.

Herr Neßeler erläutert, dass an dieser Stelle zunächst Wohnraum für Mitarbeitende der Uniklinik Aachen mitgedacht worden sei. Hierbei handele es sich nicht vorrangig um altersgerechtes Wohnen. Zugleich würden auch öffentlich geförderte Wohnungen der gewoge AG entstehen. Es könnten nicht sämtliche Nutzungswünsche vollständig erfüllt werden.

Zur Uniklinik Aachen führt Herr Neßeler aus, dass Gespräche geführt worden seien. Die Uniklinik habe konkrete Vorstellungen geäußert, die in die Planung eingeflossen seien. Hinsichtlich der Stellplätze erläutert er, dass Parkplätze vorgehalten werden müssten. Bei den öffentlich geförderten Wohnungen würden diese voraussichtlich nicht in vollem Umfang benötigt. Daher sei eine Vermietung vorgesehen, sodass die Stellplätze bedarfsgerecht genutzt werden könnten. Die Frage des Einzelhandels müsse zu einem späteren Zeitpunkt weiter konkretisiert werden.

Herr Wens ergänzt, dass Parkraum für den Handel vorgesehen werde. Zum Thema Wegeführung führt er aus, dass diese noch nicht abschließend geplant sei, da weitere Aspekte, unter anderem die Anleiterbarkeit durch die Feuerwehr, noch zu klären seien.

Da keine weiteren Fragen bestehen, schließt der Vorsitzende diesen Tagesordnungspunkt.

Erläuterungen

Die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen beantragt mit dem in der Anlage beigefügten Schreiben vom 13.03.2026 möglichst zeitnah einen Sachstandsbericht zum Thema „Entwicklung des Bauvorhabens Vaals Grenze“ in der Bezirksvertretung Laurensberg zu geben.

In Abstimmung mit Bezirksbürgermeister Gilson ist die Thematik auf die Tagesordnung der Sitzung am 15.04.2026 aufzunehmen. Der Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung (FB 61) wird mündlich berichten.

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Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2026-03-23 BA 5_0008_WP19 Antrag gem. _ 25 abs sao

26.3.2026

148.3 KB

Metadaten

TOP
Ö 5
Sitzung
Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Laurensberg
Gremium
Bezirksvertretung Aachen-Laurensberg
Datum
Mi., 27.05.2026
Uhrzeit
17:30
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
B 5 - Bezirksamt Aachen-Laurensberg
Zusätze
Frau Steffens, FB61, wird mündlich berichten.
Geändert
29.5.2026
Inhalt abgerufen
16. Juli 2026 um 01:22