3. Juni 2026 um 17:00, Verwaltungsgeb. Mozartstraße Zi.207
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Vorhaben Vaals Grenze - Vortrag Nesseler

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Beratung

Die Nesseler Projektidee GmbH, vertreten durch Herrn Nesseler und Herrn Wens vom Architekturbüro cross architecture, berichtet über das Projekt „Vaals Grenze“ an der Grensstraat, Aachen/Vaals. Es wird eine PowerPoint-Präsentation gezeigt, die einen Überblick über das Vorhaben, den Planungsstand sowie einen zeitlichen Ausblick gibt.

Herr Allemand empfindet die Idee, ein Parkhaus direkt am Eingang zu Vaals zu errichten, als unglücklich und nach seiner Meinung als nicht umsetzbar. Der Platz vor dem Parkhaus sei zudem zu klein geplant. Der Übergang über die Grenze gelinge nicht.

Herr Hucke erkennt in der vorgestellten Planung eine Weiterentwicklung zum Werkstattverfahren. Wichtig zu beachten sei, dass die Vaalser keinen Einzelhandel platzieren wollten. Eine enge Abstimmung müsse grenzüberschreitend eingehalten werden. Das Parkhaus dürfe nicht wie ein klassisches Parkhaus wirken. Der Eingang zu Vaals solle weiterhin offen gestaltet sein. Es solle überlegt werden, ob man nicht mit einem Stellplatznachweis arbeiten könne und das Parkhaus dadurch möglichst klein bleiben könnte. Er bittet um Prüfung der relevanten Aspekte wie z.B. den Versiegelungsgrad und die anschließende Darstellung der Ergebnisse in einer Vorlage. Der Schwerpunkt im Wohnungsbau solle mehr auf Familien als auf Einzelapartments gelegt werden. Dazu fragt er, wie preisgedämpfter und geförderter Wohnraum abgesichert werden solle.

Herr Auler schließt sich Herrn Hucke an. Es sei positiv, dass Gespräche mit den Vaalsern geführt würden. Eine hochwertige Architektur müsse für dieses Vorhaben gesichert sein. Positiv sehe er die Durchlässigkeit der Bebauung. Im Vergleich zwischen dem Ergebnis aus dem Werkstattverfahren zur aktuellen Planung sei nicht viel Bebauung hinzugekommen. Seiner Meinung nach seien durch die drei Hauptnutzer des Projekts – das UKA, die Gewoge und das Studierendenwerk – niedrige Mietpreise gesichert. Diese bräuchten jedoch viele kleine Wohneinheiten, was der Marktnachfrage entspräche. Herr Auler wünscht sich einen modularen Wohnraum, der durch spätere Umgestaltung den Bedürfnissen angepasst werden könnte. Der ÖPNV sei dort gut getaktet. Das Parkhaus solle an den Bedarf angepasst werden, die Stellplätze nach Stellplatzsatzung möglichst klein, jedoch ausreichend geplant werden.

Herr Plum begrüßt das Projekt. Die SPD fordere dort seit 25 Jahren Wohnraum. Im Werkstattverfahren hätten die Vaalser Skepsis wegen des Einzelhandels geäußert. Die Bedenken zur Planung würden jedoch zurückgestellt, wenn die Vaalser nun einverstanden wären. Die Errichtung eines Parkhauses sei nicht favorisiert. Das Umfeld biete sich für Wohnraum jedoch bestens an, unter anderem aufgrund der Nähe zum UKA. Für den dortigen Bedarf und die dort Arbeitenden und Studierenden sei voraussichtlich kleinere Wohneinheiten ausreichend. Es biete sich eine gute Gemengelage. Wichtig sei eine gute Qualität als Grenzübergang. Die Änderungen und Abwägungen zum Werkstattverfahren seien vertretbar.

Herr Wens nimmt zur Quartiersgarage und dem geplanten Einzelhandel Stellung. Diesbezüglich habe man Gespräche mit dem Vaalser Bürgermeister geführt. Das Vorhaben könne durchaus einen positiven Impuls senden, da man in Vaals infolge der teilweise leerstehenden Flächen im Naanhof unzufrieden sei, sodass ein guter Übergang gewünscht werde. Die besondere Lage und die spezifischen Anforderungen seien den Planern bewusst. Die Quartiersgarage sei ein besonderer Hochbau und dürfe nicht nur ein Parkhaus sein. Parkflächen würden jedoch benötigt. Die Stellplatzanzahl müsse die Waage zwischen den autofreien Studierenden und dem Bedarf für Ärzte und den Einzelhandel halten.

Herr Nesseler weist auf die gewohnten Qualitätsstandards seitens des Planungsbüros und seinerseits als Vorhabenträger hin. Weiter weist er auf einen Zielkonflikt hin: Stellplätze müssten nachgewiesen werden, auch wenn für die Bewohner*innen nicht viele benötigt würden. Bezüglich der Wohnungsgrößen würden nur im Einzelfall große Wohnungen benötigt. Die Mehrheit benötige nur kleine Apartments, die auch bezahlbar seien.

Herr Blümer fragt nach der Anzahl der Behindertenparkplätze und bittet den Vorhabenträger um eine Vorstellung in der Kommission „Barrierefreies Bauen“.

Herr Beus sieht deutliche Unterschiede zum Werkstattverfahren. Er betrachtet die Parkhausplanung ebenfalls kritisch, da die geplanten Wohnungen nicht so viele Parkplätze bräuchten. Infolge der großzügigen Garagenplanung und der Einbeziehung der Stellplätze für den Einzelhandel werde eine Mobilitätswende nicht unterstützt. Würde die Anzahl der Stellplätze anhand des Bedarfs für die Wohnungen bemessen, könnten diese ggf. auch unterirdisch untergebracht werden. Zudem gefalle ihm die Errichtung eines Parkhauses als Grenzübergang nicht.

Herr Hucke bittet darum, in künftigen Vorlagen Parameter einzubringen, die im Werkstattverfahren berücksichtigt und gefordert wurden, um die Entwicklung transparent zu machen. Bei der Wohnungsplanung solle auf den Wohnungsmarktbericht eingegangen werden.

Herr Baal empfiehlt, zu einem so frühen Zeitpunkt noch keinen Schwerpunkt auf Parkplätze zu legen. Die Entwicklung vom Werkstattverfahren zum jetzigen Entwurf empfinde er als gelungen und nachvollziehbar. Die Topographie sei anspruchsvoll, dies sei gut in den Entwurf eingeflossen. Der Kubus (Parkhaus) im Schwarzplan wirke nicht unverhältnismäßig. Eine nähere Bewertung sei nur mit mehr Details möglich. Die Standortentwicklung sei insbesondere mit Hinblick auf die Mitarbeitenden zum UKA hin positiv.

Herr Auler betont, dass dort derzeit kein Wohnraum existiere und deshalb jede Entwicklung zunächst positiv sei.

Herr Nesseler betont, dass Investitionen bei der derzeitigen Marktlage risikoreich seien. Entsprechend sei im Vorhinein bei den Kaufinteressenten eine Abfrage erfolgt. Es würden nur Projekte verwirklicht, die auch Abnehmer fänden.

Herr Wens empfindet eine Grenzsituation ohne Einzelhandel als nicht tragfähig. Auch liege in der Errichtung eines Parkhauses kein Widerspruch zur Mobilitätswende.

Frau Brinner hinterfragt, wie sinnvoll ein Nahversorger an dieser Stelle sei. Supermärkte seien in der Nachbarschaft ausreichend vorhanden. An dieser Frage hänge auch, wie viele Stellplätze tatsächlich benötigt würden.

Herr Auler erklärt, hochwertiger Einzelhandel passe in das Konzept, insbesondere wenn die Vaalser kein Problem damit hätten.

Frau Dr. Giesen erklärt, die FDP unterstütze das Vorhaben - auch die Einbettung eines Einzelhandels. Die Errichtung von Stellplätzen sowie die beteiligten Akteure seien begrüßenswert.

Herr Tobollik äußert sich kritisch zur Gebäudehöhe. Er fragt, ob der Bevölkerung vor Ort die Entwürfe gezeigt werden könnten. Dies könne man im Format von Virtual Reality durchführen.

Herr Klingebiel erläutert, dass das Vorhaben von Anwohnenden zunächst grundsätzlich nachteilig wahrgenommen werde, da eine bis dato freie Fläche bebaut werde und sich das Bild wesentlich ändere. Das Vorhaben sei jedoch unterstützenswert.

Für diesen Tagesordnungspunkt liegen noch keine Beratungsergebnisse vor.

Technische Details

Grunddaten

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Ö 5
Sitzung
Sondersitzung des Planungsausschusses
Gremium
Planungsausschuss
Datum
Mi., 03.06.2026
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Status
gemischt