Ergänzungsvorlage - AACHEN Kompass I Erprobungsphase: Betrachtungsraum Jülicher Straße / Wurm (3. Fläche – Abschlussbericht)
FB 61/0041/WP19-1 · Entscheidungsvorlage
Ergänzungsvorlage - AACHEN Kompass I Erprobungsphase: Betrachtungsraum Jülicher Straße / Wurm (3. Fläche – Abschlussbericht)
im Ratsinformationssystem anzeigenBeschluss
Beschlussvorschlag
Die Bezirksvertretung Aachen-Mitte empfiehlt dem Planungsausschuss, die Verwaltung damit zu beauftragen, das Szenario 2 „Aachen-Nord: Leben und Arbeiten am Wasser, Wohnen im Grünen“ in den nachgelagerten Arbeitsphasen vertiefend zu bearbeiten.
Der Planungsausschuss beauftragt die Verwaltung, auf Grundlage des Empfehlungsbeschlusses der Bezirksvertretung Aachen-Mitte das Szenario 2 „Aachen-Nord: Leben und Arbeiten am Wasser, Wohnen im Grünen“ in den nachgelagerten Arbeitsphasen vertiefend zu bearbeiten.
Erläuterungen
Nach Auswertung der Ergebnisse des Kompass-Prozesses sowie der Anregungen der beteiligten Fachabteilungen der Stadt Aachen und der Flächeneigentümer empfiehlt die Abteilung Stadtentwicklung (FB 61/300), das zweite Szenario „Aachen-Nord: Leben und Arbeiten am Wasser, Wohnen im Grünen“ vertieft weiterzuverfolgen.
Für die fachliche Bewertung der Szenarien wurden die bestehenden gesamtstädtischen Entwicklungsziele, die Ergebnisse der Beteiligungsformate sowie die räumlichen Potenziale des Fokusraums berücksichtigt. Im Nutzungs- und Vermarktungskonzept „Aachen-Nord. Die zweite Gründung“ (cima 2020) wird der Bereich des Fokusraums als Hybridquartier an der Wurm dargestellt. Es wird vorgeschlagen, die untergenutzten Grundstücke zu einem gemischt genutzten Quartier mit Wohn- und Gewerbeflächen zu entwickeln. Der Standort ergänzt in diesem Konzept den gewerblichen Kernbereich Aachen-Nord. Entsprechend dieser Zielsetzung ist der dritte Erprobungsraum im Flächennutzungsplan AACHEN*2030 als gemischte Baufläche ausgewiesen. Das zweite Kompass-Szenario greift sowohl die Zielvorstellungen der cima-Studie als auch die Darstellungen des Flächennutzungsplans auf und schafft eine räumliche Ordnung der Nutzungsmischung. Die vorgeschlagene Struktur wurde in Abstimmung mit den Fachabteilungen der Stadtverwaltung sowie mit den betroffenen Flächeneigentümern entwickelt. Das Szenario stellt eine realistische Entwicklungsmöglichkeit für den Fokusraum dar.
Im Rahmen der Beteiligungsformate gab es die größte Zustimmung innerhalb der Stadtverwaltung für das zweite Nutzungsszenario aus. Die übrigen Stimmen haben sich gleichmäßig auf das erste und dritte Kompass-Szenario verteilt. Aus der Befragung der Flächeneigentümer lässt sich keine eindeutige Präferenz für oder gegen ein bestimmtes Szenario ableiten, die Haltungen hierzu fallen unterschiedlich aus. Insgesamt wurden sowohl zustimmende als auch kritische Einschätzungen hinsichtlich einer zusätzlichen Wohnnutzung im gewerblich geprägten Fokusraum geäußert.
Der Standort verfügt über eine attraktive Lage mit sehr guter verkehrlicher Anbindung - unter anderem an die Autobahn. Die Aachener Innenstadt befindet sich in der Nähe, der Landschaftsraum entlang der Wurm grenzt unmittelbar an den Fokusraum an. Künftig wird die Radvorrangroute entlang des Gebiets verlaufen. In Verbindung mit dem geplanten Ausbau der Regiotram wird die Standortattraktivität zusätzlich gestärkt.
Es ist darauf hinzuweisen, dass eine Umsetzung des zweiten Szenarios insbesondere im Hinblick auf die Mischung von Wohnen und Gewerbe mit Herausforderungen verbunden ist. Zusätzliche Wohngebäude dürfen bestehende gewerbliche Nutzungen im Gebiet nicht beeinträchtigen. Erste Gespräche mit dem Fachbereich 36 (Immissionsschutz) haben ergeben, dass bei einer ergänzenden Wohnnutzung sowohl potenzielle aktive als auch passive Lärmschutzmaßnahmen geprüft werden müssen. Es wird empfohlen, ein Lärmgutachten zu beauftragen. Dabei ist der ausgelöste Verkehrslärm der Jülicher Straße und des Berliner Rings einzubeziehen. Voraussetzung für eine solche Prüfung ist eine Konkretisierung der zukünftigen Anordnung der Flächennutzungen. Hierbei kann das Kompass-Szenario als Grundlage dienen. Eine grundsätzliche Ablehnung gegenüber einer hinzukommenden Wohnnutzung wurde aus Sicht des Immissionsschutzes im Rahmen des Kompass-Prozesses nicht geäußert. Es wurde geäußert, dass es tragfähiger Lösungen im Detail bedarf.
Das zweite Szenario bietet das Potenzial, eine neue städtebauliche Entwicklung im Fokusraum anzustoßen, die sich positiv auf die Umgebung auswirken. Vor dem Hintergrund des hohen Wohnraumbedarfs eröffnet sich mit dem zweiten Szenario die Möglichkeit, brachliegende und mindergenutzte Flächen sinnvoll zu entwickeln. Im Vergleich zum ersten Szenario ermöglicht das zweite Szenario eine stärkere Öffnung des Fokusraums zum Landschaftsraum der Wurm sowie die Schaffung zusätzlichen Wohnraums. Gegenüber dem dritten Szenario weist es zugleich ein geringeres Konfliktpotenzial zwischen Wohnen und Gewerbe auf. Vor diesem Hintergrund empfiehlt die Fachverwaltung der Abteilung Stadtentwicklung (FB 61/300), das zweite Szenario hinsichtlich seiner Realisierbarkeit vertieft zu prüfen. Es ist darauf hinzuweisen, dass eine Umsetzung gegebenenfalls eine Anpassung des bestehenden Planungsrechts erfordert. Weitere Informationen sind dem Abschlussbericht (Vorlage FB 61/0041/WP19) zu entnehmen.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen:
JA | NEIN | ||
X |
Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Folge-kosten (alt) | Folge-kosten (neu) | |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):
Keine
Klimarelevanz:
Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die
Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)
Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:
gering | mittel | groß | nicht ermittelbar |
Zur Relevanz der Maßnahme für die Klimafolgenanpassung
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
Größenordnung der Effekte
Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.
Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels) |
Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:
vollständig | |||
überwiegend (50% - 99%) | |||
teilweise (1% - 49 %) | |||
nicht | |||
nicht bekannt |
Abstimmungsergebnis
Technische Details
ID: 1024150
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=1024150
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2026-05-18 FB 61_0041_WP19-1 Ergaenzungsvorlage - SAO.pdf
22.5.2026
135.3 KB
Betroffene Straßen
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Metadaten
- TOP
- Ö 11.1
- Sitzung
- Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Mitte
- Gremium
- Bezirksvertretung Aachen-Mitte
- Datum
- Mi., 10.06.2026
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Entscheidungsvorlage
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Entscheidungsvorlage
- Federführend
- FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
- Geändert
- 30.6.2026
- Inhalt abgerufen
- 15. Juli 2026 um 01:21