30. Juni 2026 um 17:00, Aachener Stadtbetrieb
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Bericht über das 1. Quartal 2026 der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Aachener Stadtbetrieb

E 18/0016/WP19 · Kenntnisnahme

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Erläuterungen

  1. Einleitung

Nach § 16 der Betriebssatzung des Aachener Stadtbetriebes hat die Betriebsleitung den Oberbürgermeister, die Stadtkämmerin sowie den Betriebsausschuss vierteljährlich über die Entwicklung der Erträge und Aufwendungen sowie über die Abwicklung des Vermögensplans zu unterrichten. Nach § 7 Abs. 3 der Betriebssatzung sind zudem der Stadtkämmerin alle sonstigen finanzwirtschaftlichen Auskünfte zu erteilen.

Die Gegenüberstellung der Plan- und Ist-Werte der kumulierten Erträge, Aufwendungen und Investitionen des ersten Quartals 2026 sowie ein Forecast für das Jahr 2026 erfolgt in einer tabellarischen Aufstellung.

Zur näheren Erläuterung der Ist-Werte und Plan-Abweichungen wird in diesem Bericht auf die wesentlichen Positionen eingegangen. In diesem Bericht entspricht der Forecast-Wert in allen Positionen dem Planwert des Wirtschaftsplans.

  1. Erträge 1. Quartal 2026
  • Umsatzerlöse (ohne Betriebskostenzuschuss)

Gemessen an der Planvorgabe konnte im ersten Quartal 2026 der erwartete Umsatzerlös nicht erreicht werden. Im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres kann eine Mindereinnahme von 305 T€ verzeichnet werden.

Einen großen Anteil an den Umsatzerlösen tragen die Erlöse aus dem Verkauf von Altpapier. Dieser entspricht ca. 41 % der Erlöse aus Drittgeschäften. Die Preise pro Tonne Altpapier sind im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres minimal um durchschnittlich 2 € gestiegen bei einer konstanten Sammelmenge.

Die Abweichung zum Vorjahreswert und Planwert des ersten Quartals 2026 ist vor allem darin zu begründen, dass das Mitbenutzungsentgelt der Dualen Systeme (92 T€) und die Erlöse der Straßenreinigung

für die Winterdienstpauschale (75 T€) im ersten Quartal 2026 buchhalterisch noch nicht erfasst sind.

Des Weiteren sind die Erlöse der Grünflächenunterhaltung gesunken. Dies erklärt sich dadurch, dass die zuständige Kolonne in dem Förderprojekt „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel - nachhaltige Entwicklung der innerstädtischen Friedhöfe in Aachen“ eingebunden war und die Tätigkeiten für Spiel- und Sportplatz zeitversetzt erledigen wird. Dadurch werden die Erlöse im Laufe des Jahres erzielt.

Die fehlende Verbuchung der Mitbenutzungsentgelte und der Straßenreinigung sind im Wesentlichen die Ursache für die Ausschöpfung des Planwertes von lediglich 70 %.

Die Erlöse sind unterjährig kritisch zu beobachten, da insbesondere die Entwicklung auf dem Papiermarkt einen entscheidenden Einfluss auf die Einhaltung der Planvorgabe hat. Aus heutiger Sicht ist damit zu rechnen, dass der Planwert eingehalten werden kann.

  • Sonstige betriebliche Erträge

Im ersten Quartal des Jahres wurde die Position der sonstigen betrieblichen Erträge im Vergleich zum Planwert um 24 T€ überschritten. Im Vergleich zum Vorjahreswert ist hier eine Mehreinnahme von 218 T€ zu verzeichnen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass bereits im 1. Quartal mehr Fördermittel ausbezahlt wurden als im Vorjahr. Die geringe Abweichung zum Planwert wird sich in den folgenden Quartalen auflösen und der Istwert dem Planwert annähern.

  • Fazit

Insgesamt wurden die Planvorgaben der Erträge des ersten Quartals um ca. 249 T€ unterschritten. Aus heutiger Sicht ist davon auszugehen, dass die Planvorgabe der Erträge insgesamt für das Jahr 2026 eingehalten werden kann. Maßgeblichen Einfluss auf die Planerfüllung haben die Erlöse der Dualen Systeme, die unterjährig schwankenden Marktpreise für das Altpapier und die einkalkulierten Fördermittel. Durch das interne Berichtswesen wird daher die Entwicklung der Erträge permanent verfolgt.

  1. Aufwendungen 1. Quartal 2026
  • Materialaufwand

Der Planwert des ersten Quartals für die Position Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurde um 10 % unterschritten, dies ist darin zu begründen, dass noch nicht alle Gas- und Stromabrechnungen verbucht sind. Es ist davon auszugehen, dass die Verbuchung in den folgenden Monaten erfolgt.

In dieser Position schlagen vornehmlich die Kosten für Kraftstoffe mit rund 386 T€ für das erste Quartal 2026

zu Buche. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich ein Kostenanstieg von 50 T€, der primär auf den Irankonflikt und dem damit einhergehenden Preisanstieg zurückzuführen ist. Aufgrund der derzeitigen politischen Lage ist die zukünftige Entwicklung der Kraftstoffpreise schwer abzuschätzen. Deshalb wird im Halbjahresbericht 2026 die Kostenentwicklung genauer analysiert.

Weitere größere Positionen sind die Aufwendungen für Werkstattmaterialien (184 T€), Bau- und Schüttstoffe (145T€) sowie Pflanzenmaterial und Saatgut (141 T€).

Mit einer Ausschöpfung von 99 % wurde der Planwert des ersten Quartals für die Aufwendungen der bezogenen Fremdleistungen erreicht. Diese beruhen hauptsächlich auf den Gebühren für die thermische Abfallverwertung, welche sich im ersten Quartal auf ca. 2.355 T€ belaufen. Hier sind die Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahreswert geringfügig um 26 T€ gefallen.

Weitere relevante Positionen sind Reparaturaufträge an Fachwerkstätten (654 T€) und vergebene Fremd-leistungen im Bereich Straßenunterhaltung (320 T€) sowie im Bereich Garten- und Landschaftsbau (211T€).

Bei den Fremdleistungen im Bereich Garten- und Landschaftsbau handelt es sich hauptsächlich um Lieferungen von Fallschutzmaterial für Spieleinrichtungen und Baumpflegearbeiten. Insgesamt wurde der Planwert des Quartals für die Fremdleistungen um 38 T€ unterschritten.

Erfahrungsgemäß liegen die Kosten in den folgenden Quartalen höher als im ersten Quartal. Die Ausschöpfung des Planwerts für den Materialaufwand gesamt liegt im ersten Quartal 2026 bei 97 %, was einer Minderausgabe von 172 T€ entspricht. Im Planwert des Quartals ist bereits eine saisonal bedingte Schwankung kalkuliert.

Es ist aus heutiger Sicht davon auszugehen, dass der Planwert des Jahres nicht überschritten wird. Jedoch ist die Entwicklung des Irankriegs für die Preise der Kraftstoffe entscheidend.

  • Personalaufwand

Die Personalkosten des ersten Quartals 2026 entsprechen nahezu dem Planwert. Im Vergleich zum Quartalswert des Vorjahres ist eine Steigerung des Aufwands von 824 T€ gegeben. Diese Steigerung resultiert hauptsächlich aus dem Ergebnis der letzten Tarifverhandlung, wonach die Beschäftigten ab dem 01.04.2025 eine Tarif-erhöhung von 3,0 % erhielten.

  • Abschreibungen

Der Quartalswert von 1.636 T€ für die handelsrechtlichen Abschreibungen beruht auf einer Hochrechnung, da die Veränderungen des Anlagespiegels abschließend im Jahresabschluss gebucht werden und somit erst zu diesem Zeitpunkt die endgültigen Abschreibungsbeträge feststehen. Im Vergleich zum Vorjahreswert kann eine Steigerung des Aufwands um 192 T€ verzeichnet werden. Dies ist vor allem in den gestiegenen Anschaffungs-preisen für Fahrzeuge und Geräte begründet.

  • Zinsaufwand

Der Aufwand für Zinsen und Tilgung des Darlehens der Stadt Aachen an den Aachener Stadtbetrieb wird in der Regel halbjährlich gezahlt. Für das neu aufgenommene Darlehen des Investitionsbedarfs 2023 sind Zinsen und Tilgung jeweils zum 01.03. und 01.09. fällig. Im 1. Quartal betragen die Zinsen 9 T€.

  • Sonstiger betrieblicher Aufwand

Der Planansatz des sonstigen betrieblichen Aufwands wurde für das erste Quartal 2026 zu 74 % ausgeschöpft. Dies bedeutet eine Unterschreitung des Planansatzes um 486 T€. Die relevanten Positionen des sonstigen betrieblichen Aufwands sind die Miet- und Leasingkosten (486 T€), der Verwaltungskostenbeitrag (301 T€),

EDV-Kosten (277 T€) und Instandhaltung der Gebäude (118 T€).

Insgesamt liegen die Aufwendungen des sonstigen betrieblichen Aufwands zum Ende des ersten Quartals unter dem Planwert. Davon ausgehend, dass die Kosten in den folgenden Quartalen deutlich höher liegen, wird der Planwert bis zum Ende des Jahres vermutlich vollständig ausgeschöpft werden.

  • Steueraufwendungen

Diese fallen unterjährig zu verschiedenen Zeitpunkten an. Die bislang verbuchten Steuern belaufen sich auf 36T€ und beruhen hauptsächlich auf der Kfz-Steuer.

  • Fazit

Die Aufwendungen liegen im ersten Quartal 2026 470 T€ unterhalb der Planwerte, welche zu 98 % ausgeschöpft wurden. Im weiteren Verlauf des Jahres ist in einigen Bereichen aufgabenbedingt mit höheren Ausgaben zu rechnen, welche anhand interner monatlicher Berichte permanent verfolgt werden. In den Planwerten des Quartals sind diese saisonalen Schwankungen bereits berücksichtigt worden. Dennoch ist aus heutiger Sicht davon auszugehen, dass die Planvorgabe eingehalten wird. Eine belastbare Prognose wird aber erst nach Abschluss des dritten Quartals möglich sein.

  1. Vermögensplan 1. Quartal 2026

Die Beschaffung von Vermögen unterliegt einer klaren Budget- und Freigabestruktur. Es werden ausschließlich Anschaffungen getätigt, die zur Aufgabenerfüllung oder als Ersatz für Anlagegüter, deren Reparatur nicht mehr wirtschaftlich ist, notwendig sind. Hierzu muss seitens der fachverantwortlichen Abteilung ein genehmigungsfähiger Investitionsantrag gestellt werden.

Die Position „Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen“ bezeichnet hier tatsächliche Rechnungseingänge im ersten Quartal 2026 für Anlagegüter.

Im Laufe der ersten Quartale erfolgt eine Bündelung und Priorisierung der Investitionsmaßnahmen, welche anschließend formal auf den Weg gebracht werden. Je nach Investitionsvolumen oder Spezifikation des Wirtschaftsguts kann der Prozess von Ausschreibung, Submission, Vergabe und Lieferung der Leistung

mehrere Wochen und Monate bis deutlich über ein Jahr hinaus andauern.

Somit ergibt sich eine zeitliche Verschiebung zwischen der Mittelanmeldung und dem tatsächlichen Mittelabruf, die sich aufgrund globaler Lieferschwierigkeiten in diesem Jahr unter Umständen noch verstärkt.

Nach Ende des ersten Quartals beträgt die Investitionsquote 5,8 % (1.152 T€). Dem gegenüber stehen die Abschreibungen mit 1.636 T€ und die Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens mit 38 T€.

Somit ergibt sich im Vermögensplan ein vorläufiger positiver Saldo von 510 T€.

  1. Resümee und Ergebnis zum Ende des 1. Quartals 2026

Die Entwicklung der Erlöse und Aufwendungen des Aachener Stadtbetriebes weisen nach Abschluss des ersten Quartals Abweichungen zu einzelnen Planwerten auf. Die Umsatzerlöse des ersten Quartals fallen geringer aus als erwartet, was hauptsächlich an der noch ausstehenden Verbuchung der Mitbenutzungsentgelte der Dualen Systeme liegt. Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen geringfügig oberhalb des Planwerts. Insgesamt fallen die Erträge im ersten Quartal 248 T€ geringer aus als geplant. Unter Berücksichtigung dessen, dass die Erlöse der Dualen Systeme im laufenden Jahr rückwirkend verbucht werden, ist die Einhaltung des Planwerts der Erträge wahrscheinlich. Die Aufwendungen für das erste Quartal liegen bei 20.983T€, was einer Minderausgabe von 469 T € gegenüber dem Planwert entspricht. Das Ergebnis des ersten Quartals 2026 verzeichnet unter Berücksichtigung des von der Stadt gezahlten Betriebskostenzuschusses von 21.985 T€ ein positives Ergebnis von 2.003 T€. Dies wird sich jedoch im weiteren Verlauf des Jahres in Richtung des Planwertes verändern. Bedingt durch die Haushaltssperre ab dem 20.04.2026 werden alle Aufwendungen einer noch genaueren Prüfung unterzogen. Es gilt, die künftige Entwicklung durchgehend zu beobachten und mit den verfügbaren Ressourcen äußerst sparsam zu wirtschaften. Eine belastbare Prognose zum voraussichtlichen Jahresergebnis wird erst nach dem dritten Quartal möglich sein.

Im Haushaltsplan 2026 wurden Straßensanierungen in Höhe von 1 Mio. € bei der Stadt als Investition im Haushalt aufgenommen. Mit FB 20 besteht ein enger Austausch, wie die Abrechnung gegenüber dem E18 erfolgen soll. Festzuhalten ist, dass es sich um einen ergebnisneutralen Vorgang für den E18 handelt.

Für diesen Tagesordnungspunkt liegen noch keine Beratungsergebnisse vor.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2026-03-11 E 18_0016_WP19 Bericht ueber das 1. sao

26.5.2026

225.2 KB

Metadaten

Status
öffentlich (Vorlage für Öffentlichkeit freigegeben)
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
E 18 - Aachener Stadtbetrieb
Geändert
1.7.2026
Inhalt abgerufen
3. September 2026 um 01:23