Zusammenarbeit zur aktiven Gestaltung des Strukturwandels - Brainergy Park Jülich-Aachen
FB 02/0034/WP19 · Kenntnisnahme
Beratung
Frau Dr. Oidtmann (SPD) übergibt das Wort an Herrn Hissel (Dez VI).
Herr Hissel (Dez VI) führt zu TOP 12 aus, dass in der Stadt Aachen akuter Flächenmangel herrscht. Es konnten dennoch, bspw. in Aachen Rothe Erde, Flächen zur Nutzung gewonnen werden. Das gesteckte Ziel ist es, die internen Kommunikationskooperationen zu stärken, sodass Synergieeffekte zwischen den Projekten besser sichtbar werden und diese aufeinander aufbauen können. Konkret sollen diese Effekte bei dem Projekt Kraftwerk Aachen, dem Gründungs- und Innovationszentrums, sichtbar werden und genutzt werden.
Ferner berichtet Herr Hissel (Dez VI), dass die Brainergy Park Jülich GmbH sich an die Stadt Aachen wandte zwecks möglicher Kooperationen.
Die Vorteile des Standortes seien u.a. die Nähe zum Forschungszentrum Jülich GmbH und die gute infrastrukturelle Anbindung an die Autobahnen.
Die Fördermöglichkeiten des Brainergy Parks seien zu diesem Zeitpunkt nicht planbar, aufgrund der vorläufigen Haushaltssperre. Jedoch werden Stadt Aachen und die StädteRegion Aachen bereits Absichtserklärungen formulieren, welche Rahmenbedingungen enthalten werden. Diese bestehen u.a. daraus, dass es zu einer fairen Last- und Ertragsverteilung kommt und der Haushalt der Stadt Aachen dadurch nicht belastet wird.
Zum jetzigen Zeitpunkt gehe es keinesfalls um Erschließung und den Kauf von Gewerbefläche. Ganz bewusst tätigt man hier keinen finanziellen Aufwand. Dennoch ist es nötig, bereits jetzt schon auf die Zukunft gerichtete und vorausschauende Planung hinsichtlich von künftigen Gewerbeflächen zu unternehmen. Aus diesem Grund werden jetzt schon interne Gespräche geführt und Entscheidungsvorlagen erarbeitet.
Frau Dr. Schmeer (CDU) dankt Herrn Hissel (Dez VI) für den Vortrag. Projekte wie der Brainergy Park und das Kraftwerk Aachen seien zukunftsweisend. Nun sei Eile geboten, damit das Kraftwerk Aachen weiter vorangetrieben werden kann. Des Weiteren gäbe es für Aachen keine andere Möglichkeit, als sich über die Stadtgrenzen hinaus nach Gewerbeflächen umzuschauen. Die faire Last- und Ertragsverteilung ist auch ihr ein Anliegen und dies sei dringend einzuhalten.
Frau Schmitt-Promny (Grüne) sieht die oben genannten Projekte ebenfalls als positiv für die Region und bringt die Anbindung an die Revierbahn West ein.
Frau Dr. Oidtmann (SPD) wünscht gutes Gelingen und unterstützt das Projekt ebenfalls.
Beschluss
Erläuterungen
Der Strukturwandel im Rheinischen Revier stellt Kommunen vor die Aufgabe, neue Perspektiven für wirtschaftliches Wachstum und Beschäftigung zu schaffen. Gleichzeitig verschärft die zunehmende Knappheit verfügbarer Gewerbeflächen die Herausforderungen für die Ansiedlung und Entwicklung von Unternehmen. Vor diesem Hintergrund gewinnt die interkommunale Zusammenarbeit als notwendiger Lösungsansatz zunehmend an Bedeutung. Durch die gemeinsame Betrachtung von Entwicklungs- und Flächenpotenzialen können Synergien genutzt, Ressourcen effizient eingesetzt und die wirtschaftliche Entwicklung der Region nachhaltig gestärkt werden.
In diesem Zusammenhang könnte der Brainergy Park in Jülich eine besondere Chance für eine zukunftsorientierte Gewerbe-, Forschungs- und Innovationsentwicklung bieten. Durch eine stärkere Vernetzung der beiden Forschungsstandorte Aachen und Jülich können zusätzliche Synergien geschaffen und die Wettbewerbsfähigkeit beider Städte sowie der gesamten Region weiter gestärkt werden. Neben den Forschungskooperationen könnte ein wesentlicher Schwerpunkt der zukünftigen Zusammenarbeit auf die Bereitstellung zusätzlicher Flächen für wirtschaftliche Nutzungen gelegt werden. Gewerbeflächen, die in Aachen fehlen, wären im Brainergy Park verfügbar. Die entstehenden Flächenpotentiale könnten in einer strukturellen Zusammenarbeit sinnvoll und synergetisch verknüpft werden mit den Gründungspotentialen, die mit dem Strukturwandelprojekt „Kraftwerk Aachen“ genutzt werden sollen. Hierzu sind konkretisierende Gespräche zwischen der den aktuellen Trägern des Brainergy Parks, der Stadt Jülich, der Landgemeinde Titz, der Gemeinde Niederzier sowie der AGIT, dem Kreis Düren, der Städteregion Aachen und der Stadt Aachen vorgesehen, um gemeinsame Entwicklungsperspektiven auszuloten.
Der beigefügte Letter of Intent (Anlage 1) dokumentiert den gemeinsamen Willen der beteiligten Partner*innen, die Entwicklung des Brainergy Parks aktiv voranzutreiben und die interkommunale Zusammenarbeit im Sinne einer abgestimmten regionalen Entwicklung weiter auszubauen.
Eine Umsetzung stünde vor dem Hintergrund der aktuellen Haushaltslagen ausdrücklich unter Finanzierungsvorbehalt.
Abstimmungsergebnis
Weitere Dokumente (1)
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Technische Details
ID: 1024523
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=1024523
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2026-06-05 FB 02_0034_WP19 Zusammenarbeit zur a SAO.pdf
12.6.2026
399.2 KB
Metadaten
- TOP
- Ö 12
- Sitzung
- Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Wirtschaft, Wissenschaft und Regionalentwicklung
- Gremium
- Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft, Wissenschaft und Regionalentwicklung
- Datum
- Mi., 24.06.2026
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- FB 02 - Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa
- Geändert
- 26.6.2026
- Inhalt abgerufen
- 31. August 2026 um 01:23