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Auszubildendenwerk Aachen; hier: Aktueller Stand

FB 02/0036/WP19 · Kenntnisnahme

Auszubildendenwerk Aachen; hier: Aktueller Stand

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Frau Dr. Oidtmann (SPD) dankt den Herren Woelk (DGB), Ivens (IHK) und Ant (AWO) für deren Erscheinen und die ergänzenden Anlagen. Der Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft, Wissenschaft und Regionalentwicklung stehe eng an der Seite des Projektes.

Herr Krott (SPD) dankt den Vortragenden. Das Azubiwerk sei ein erfreuliches und wichtiges Signal für alle Auszubildenden. Das Projekt findet bei der SPD- Fraktion die verdiente Aufmerksamkeit und Unterstützung, im Rahmen der vorläufigen Haushaltssperre.

Der Fragesteller möchte wissen, ob der DGB und die IHK die Mieter suchen.

Herr Ivens (IHK) sagt, dass dies einmalig der Fall war, künftig aber nicht mehr. Man sehe sich in der Rolle, einen Dialog zu schaffen zwischen Mieter und Vermieter. Eine erstmalige, vier Wochen andauernde Suche, nach Mietern brachte bereits 200 Bewerbungen als Ergebnis.

Frau Dr. Schmeer (CDU) dankt den Vortragenden und lobt das Projekt, weil es für fertige Azubis einen sogenannten Klebeeffekt aufweist.

Ferner möchte Sie wissen, ob das angemietete Ladenlokal als Vereinsheim genutzt wird, oder werden soll.

Die Vortragenden verneinen dies. Dort soll niederschwellige Sozialarbeit angeboten werden und die IHK soll dort ebenfalls vertreten sein.

Frau Dr. Schmeer (CDU) äußert Skepsis, aufgrund der vorläufigen Haushaltssperre, bzgl. des personellen Stellenaufwuchs und stellt die Frage, ob dieser überhaupt leistbar sei für den Verein und welche konkreten Aufgaben dort verankert seien.

Herr Woelk (DGB) teilt daraufhin mit, dass die Stelle in der Vorlage beschrieben sei und dort nachzuvollziehen ist. Der Vorstand habe diese Aufgaben bisher zusätzlich gemacht. U.a. soll die geschaffene Stelle Kommunikation zu den Betrieben aufrecht halten, um so ggf. neue Flächen zu finden. Des Weiteren soll Vereinspflege betrieben werden, Öffentlichkeitsarbeit, Mittelakquise und Mittelnachweisverwendung stattfinden. Die personelle Struktur sei deshalb nötig, da es durch Urlaub, Krankheit, etc. stets zu einem personellen Wegfall kommen könne.

Herr Ivens (IHK) ergänzt, dass dieses Projekt bis dato nur funktioniere, weil bisher eigene Mittel verwendet worden sind und Herzblut der beteiligten Institutionen mit einfloss. Dies sei allerdings künftig nicht mehr stemmbar, schließlich gäbe es ja auch ein Studierendenwerk.

Herr Tobollik (AfD) teilt Frau. Dr. Schmeers Bedenken bzgl. der vorläufigen Haushaltssperre. Ferner sei das Thema Ausbildung doch schwerpunktmäßig bei den Unternehmen zu verorten, warum soll sich die Stadt Aachen hier so sehr beteiligen. Die Ausbildungsunternehmen können doch einen Mietzuschuss direkt an die Auszubildenden weitergeben. Außerdem möchte er wissen, warum das Projekt, neben der Berufsschule, einen Staatskundeunterricht anbieten müsse.

Herr Ivens (IHK) teilt mit, dass das Azubiwerk keinen Unterricht in dieser Form anbieten möchte, viel mehr soll es sich um die Weitergabe von Erfahrungen handeln. Die Schwierigkeit bei dem o.g. Mietzuschuss seien folgende: Durch den Auszug von Zuhause, in jungen Lebensjahren, kann ggf. Einsamkeit bei den Auszubildenden entstehen. Mit dem Wohnangebot möchte man diesem entgegenwirken und ein niederschwelliges Netzwerk bieten i.F.v. Beratungen und Kontakten.

Frau Schmitt-Promny (Grüne) schließt sich den Ausführungen der CDU-Fraktion bzgl. der vorläufigen Haushaltssperre an. Sie betont ferner die Wichtigkeit der politischen Bildung und lobt das Projekt. Jedoch möchte Sie wissen, warum die Stadt Aachen hierfür 50.000 € bereitstellen soll, in Anbetracht der finanziellen Lage.

Herr Ivens (IHK) teilt mit, dass man einen schnellen und frühen finanziellen Startpunkt benötige, um in dem Projekt Fahrt aufzunehmen.

Frau Dr. Oidtmann dankt für das große Interesse an dem TOP und die wichtigen Fragen, erinnert jedoch, dass es vorerst nur um eine Kenntnisnahme ginge.

Frau Dr. Michulitz (Grüne) dankt den Vortragenden und schlägt vor ggf. institutionelle Redundanzen zu finden. Weiter sei es in Betracht zu ziehen, größeren Unternehmen im Austausch für höhere finanzielle Beiträge im Gegenzug festen Wohnraum für die Azubis zuzuschreiben. Dies sei wahrscheinlicher, als dass die Stadt finanziell dafür aufkommt. Die Stadt sei nicht in der finanziellen Position. Frau Schmitt-Promny (Grüne) teilt mit, dass Kitas in der Stadt Aachen und der StädteRegion bereits erfolgreich mit Unternehmen kooperieren. Des Weiteren gipfelt anfängliches Ehrenamt oftmals in festen Projekten und führte so schon zu erfolgreicher Gründung von Kitas.

Herr Michele (Volt) möchte wissen, warum Fördermitglieder, wie z.B. die Sparkasse oder Stiftungen bisher nicht angefragt worden seien.

Herr Ivens (IHK) führt hierzu aus, dass bisher kein Verein gegründet worden ist und aus diesem Grunde bisher keine Spendenquittungen ausgestellt werden können. Die Bereitschaft sei grundsätzlich vorhanden, die Rechtsfähigkeit fehle.

In Münster und München bspw. sei die Bereitschaft der Unternehmen mehr zu zahlen da, dort haben die Azubiwerke jedoch Anteile am Eigentumsrecht von Immobilien. Dies sei in Aachen aber nicht der Fall.

Herr Woelk (DGB) ergänzt, dass der DGB und das Ehrenamt seine Grenzen haben. Es braucht von Anfang an Professionalität, was das Ehrenamt alleine nicht abdecken könne. Man möchte eine durchgehende Erreichbarkeit für Rückmeldungen sicherstellen. Die oberste Priorität seien die Auszubildenden. Diese müssen gewonnen und gehalten werden. Hierfür möchte man Strukturen schaffen um keine Jugendlichen zu verlieren, hierfür wünscht man sich die Stadt als wichtigen und verlässlichen Partner.

Die Vortragenden danken der Verwaltung ausdrücklich bis hierhin für eine konstruktive Begleitung des Projekts.

Ohne die Mitwirkung von Herrn Begaß (FB 02) und Herrn Hissel (Dez VI) wäre man nicht an dem bisherigen Punkt angelangt.

Frau Dr. Oidtmann (SPD) dankt den Vortragenden erneut und stellt fest, dass es zu diesem TOP noch viele Fragen und sehr viel Interesse gäbe. Die Stadt Aachen habe als einer der größten Arbeitgeber der Stadt ebenfalls eine Verantwortung diesbezüglich. Um ein Gelingen des Projektes zu gewährleisten, sollte dies seitens der Stadt weiterhin betreut werden.

Beschluss

Der Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft, Wissenschaft und Regionalentwicklung nimmt den aktuellen Sachstand und die Ausführungen, bzgl. des Auszubildendenwerks Aachen, einstimmig zur Kenntnis.

Erläuterungen

Die Umsetzung des Auszubildendenwerks Aachen ist im Berichtszeitraum weiter vorangeschritten. Ein wesentlicher Meilenstein konnte mit der erfolgreichen Vermittlung von Wohnraum für Auszubil-dende erreicht werden. Gemeinsam mit der gewoge AG wurden mittlerweile für 46 Auszubildende Mietverträge für Wohnungen im Neubauprojekt an der Burtscheider Brücke abgeschlossen. Damit konnte ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Wohnsituation von Auszubildenden in Aachen geleistet werden.

Ein weiterer wichtiger Schritt wurde durch die AWO Aachen-Stadt vollzogen. Mit der Anmietung eines Ladenlokals an der Burtscheider Brücke wurde eine erste Anlaufstelle im unmittelbaren Umfeld des Neubauprojekts geschaffen. Die Räumlichkeiten sollen künftig für Beratungs-, Begegnungs- und

Vernetzungsangebote genutzt werden und bilden damit einen wichtigen Baustein für die weitere Ent-wicklung des Auszubildendenwerks Aachen.

Parallel hierzu wurden die Vorbereitungen zur Gründung des Auszubildendenwerks Aachen weiter intensiviert. Die Initiatorinnen und Initiatoren (AWO Kreisverband Aachen-Stadt e.V., Industrie- und Handelskammer Aachen, Handwerkskammer Aachen, Deutscher Gewerkschaftsbund Region NRW Süd-West, Mieterschutzverein e.V. Aachen und Umgebung) haben auf Grundlage der bisherigen Konzeptentwicklung die organisatorischen und inhaltlichen Rahmenbedingungen für die beabsichtigte Vereinsgründung konkretisiert.

Das Konzept wird in der Sitzung von Vertreterinnen und Vertretern der Initiatorinnen und Initiatoren erläutert.

Abstimmungsergebnis

Einstimmig, 0 Gegenstimmen, 0 Enthaltungen

Weitere Dokumente (2)

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Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2026-06-09 FB 02_0036_WP19 Auszubildendenwerk A SAO.pdf

10.6.2026

359.0 KB

Metadaten

TOP
Ö 7
Sitzung
Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Wirtschaft, Wissenschaft und Regionalentwicklung
Gremium
Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft, Wissenschaft und Regionalentwicklung
Datum
Mi., 24.06.2026
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 02 - Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa
Geändert
11.8.2026
Inhalt abgerufen
31. August 2026 um 01:23