Vorstellung von Frau Vera Schöpfer, Direktorin des NRW Kultursekretariats
E 49/0031/WP19 · Kenntnisnahme
Beratung
Die Vorsitzende, Ratsfrau Dr. Schmeer, begrüßt Frau Schöpfer im Namen des Betriebsausschusses Kultur, Theater und VHS.
Diese berichtet über die Übernahme der Direktionsstelle ihres Vorgängers, Herrn Dr. Esch, zum 01. August 2025.
Zuvor hatte sie u.a. fünf Jahre das Filmhaus Köln geleitet. Dieses fungierte als freies Haus mit städtischer Unterstützung.
Es folgt eine PowerPoint-Präsentation durch Frau Schöpfer, die die Arbeit, Aufgaben und Ziele des NRW Kultursekretariats ausführlich vorstellt.
Eine Kernaufgabe ist die Neuausrichtung des NRW Kultursekretariats. Hier stehe man noch am Beginn eines umfangreichen Prozesses, so Frau Schöpfer.
Frau Perschon-Adamy spricht ihren Dank aus und bezeichnet die Aufgaben des NRW Kultursekretariats als vielfältig. Sie fragt an, inwiefern es sich bei der Einrichtung um eine Behörde handelt.
Das NRW Kultursekretariat ist formal gesehen Teil der kommunalen Familie, erklärt Frau Schöpfer. Aber man versteht sich als Struktur eines Netzwerkes.
Auf die Anfrage von Frau Perschon-Adamy hinsichtlich des organisatorischen Ablaufs von Förderanträgen antwortet Frau Schöpfer, dass die Entscheidung über einen Förderantrag der Jury obliegt. Im Anschluss erfolgt der organisatorische Ablauf über die Verwaltung in der Geschäftsstelle.
Frau Perschon-Adamy wünscht eine Auskunft hinsichtlich des prozentualen Vergleichs zwischen der institutionellen und der freien Kulturförderung.
Hierzu erklärt Frau Schöpfer, dass sie die aktuellen Zahlen in der heutigen Vorstellung nicht präsent hat. Der Bereich der offenen Projektförderungen für die freie Szene macht ihrer Meinung nach den Großteil der Kulturförderung aus. Es gibt jedoch städtebedingte Unterschiede.
Dem Dank seiner Vorrednerin schließt sich Ratsherr Pilgram an. Mit Verweis auf die Webseite des NRW Kultursekretariats hinterfragt er, wie intensiv die Beziehungen zu den einzelnen Kommunen sind. Bei einer von ihm aufgestellten Vergleichsberechnung hat Aachen hier leider - umgerechnet auf den prozentualen Anteil - einen der letzten Plätze belegt.
Frau Schöpfer bestätigt in Bezug auf die letzten Jahre, dass Aachen hier schlecht abgeschnitten hat. Sie verweist auf die Erforderlichkeit eines Erneuerungsprozesses.
Unter Bezugnahme auf die oben erwähnte Anfrage des Ratsherrn Pilgram berichtet Frau Schöpfer über dieinhaltlich enge Zusammenarbeit mit den Kommunen.
Des Weiteren hinterfragt Ratsherr Pilgram die Werbemaßnahmen des NRW Kultursekretariats; insbesondere inwiefern der freien Szene der Mitgliedsstädte die Fördermöglichkeiten bekannt sind.
Frau Schöpfer verweist auf den Newsletter des Kultursekretariates. Es findet ein regelmäßiger Austausch mit den Dezernent*innen der Städte statt, um insbesondere die Kommunikation zu optimieren.
Dem Dank ihrer Vorredner*innen schließt sich Frau Schmitt-Promny an. Als aktuelles Problem bezeichnet sie die Finanzen der Kommunen. Hier wird der Bereich der Kultur oftmals als nicht vorrangiges Thema gesehen.
Sie hinterfragt, wie Kooperationen geschaffen werden können, um z.B. mit einer Ausstellung drei verschiedene Orte zu erreichen. Insbesondere der Schwerpunkt der kulturellen Bildung, wie z.B. Rampenfieber, wird von Frau Schmitt-Promny hervorgehoben.
Mit den Kommunen werden Arbeitsgruppen gebildet, berichtet Frau Schöpfer.
Hinsichtlich der Finanzen hat sie die Erfahrung gemacht, dass Städte mit starken Kulturangeboten in der Nachhaltigkeit und Außenwirkung sehr stark wahrgenommen werden. Dieses Argument spricht für eine Investition in die Kultur.
Inwiefern die Aachener Institutionen bzw. die freie Szene vom NRW Kultursekretariat profitieren wird von der Vorsitzenden, Ratsfrau Dr. Schmeer, hinterfragt.
Frau Schöpfer nennt hier beispielhaft den literarischen Sommer. Auch das Theater Aachen profitiert regelmäßig.
Frau tom Dieck verweist auf einige kleinere Förderungen für die freie Kultur, die über das NRW Kultursekretariat realisiert werden, die in Summe einen erheblichen Anteil ausmachen.
Erläuterungen
Frau Schöpfer wurde eingeladen, die Arbeit des NRW Kultursekretariats vorzustellen.
Weitere Dokumente (1)
Die Dokumente werden direkt vom Ratsinformationssystem der Stadt Aachen abgerufen und nicht von uns gespeichert oder gehostet.
Technische Details
ID: 1025090
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=1025090
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2026-06-24 E 49_0031_WP19 Vorstellung von Frau SAO.pdf
24.6.2026
69.9 KB
Metadaten
- TOP
- Ö 3
- Sitzung
- Sitzung des Betriebsausschusses Kultur, Theater und VHS
- Gremium
- Betriebsausschuss Kultur, Theater und VHS
- Datum
- Di., 14.07.2026
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- E 49 - Kulturbetrieb
- Geändert
- 13.8.2026
- Inhalt abgerufen
- 3. September 2026 um 01:19