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Kurzfristige Anpassung der Eintrittspreise von Stadttheater und Musikdirektion Aachen ab der kommenden Spielzeit 2026/27

E 46/47/0009/WP19 · Entscheidungsvorlage

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Die Ausschussvorsitzende Dr. Schmeer eröffnet die Beitragsrunde zum Tagesordnungspunkt.

Ratsherr Backhaus hält die Eintrittspreiserhöhung in moderaten Schritten für verantwortungsvoll und schwer zu umgehen; er könne sie deshalb mittragen.

Frau Perschon-Adamy hat die Preise der Einzeltickets mit den Abonnements verglichen. Sie bewertet das Angebot an Abonnement-Kategorien als vielfältig und flexibel. Die Abonnements böten in verschiedenen Präferenzlagen eine Ersparnismöglichkeit. Deshalb vermisse sie ein stärker sichtbares Marketing in diesem Bereich. Frau Sasserath dankt Frau Perschon-Adamy für diesen Hinweis und erklärt, das Marketing für Abonnements finde für die diversen Zielgruppen bereits statt. Schwerpunktmäßig erfolgen Kampagnen aufgrund der begrenzten Budgets online, deshalb sei möglicherweise weniger im städtischen Raum sichtbar. Sie werde diese Botschaft jedoch gern dem Marketing-Team übermitteln.

Herr Stoddon informiert den Ausschuss, dass er sich der Herausforderungen der Haushaltssperre bewusst sei, jedoch gegen eine Preiserhöhung stimmen werde. Unter den einkommensschwächeren Bürger*innen und im Kontext der Inflation, ließe die Preisanpassung erwarten, dass Kosten gerade im Kulturleben eingespart würden und daher den Zugang erschwerten.


Frau Frankenberger erläutert dagegen die verfügbare große Spanne an Ermäßigungen bei allen Vorführungen des Theaters. Man erhalte in der vorliegenden Anpassung ebenso die Last-Minute-Tickets aufrecht.

Herr Haberland bestätigt, dass auch er nach wie vor Möglichkeiten sehe, für das Theater kostengünstige Eintrittskarten zu erwerben. Er bemerkt zudem, bei anderen Kulturträgern seien Preisanpassungen nicht ungewöhnlich. Das vorgelegte Preiskonzept begreife er als guten Kompromiss.

Ausschussvorsitzende Dr. Schmeer ruft die Betriebsausschussmitglieder zur Abstimmung über die Empfehlung auf.

Beschluss

Betriebsausschuss Kultur, Theater und VHSDer Betriebsausschuss Kultur, Theater und VHS nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis und empfiehlt dem Rat der Stadt Aachen, die geänderten Einzelticketpreise von Stadttheater und Musikdirektion Aachen ab der kommenden Spielzeit 2026/27 gemäß dem hierzu von der Verwaltung vorgelegten Entwurf zu beschließen. Weiterhin empfiehlt der Betriebsausschuss Kultur, Theater und VHS dem Rat der Stadt Aachen, die frühestmögliche Anpassung der Abonnementpreise ab der Spielzeit 2027/28 auf das bisherige Preisnachlassniveau von rd. 30 % im Vergleich zum Einzelticketverkauf ebenfalls entsprechend dem hierzu von der Verwaltung vorgelegten Entwurf zu beschließen.

Beschlussvorschlag

  • Betriebsausschuss Kultur, Theater und VHS
    Der Betriebsausschuss Kultur, Theater und VHS nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis und empfiehlt dem Rat der Stadt Aachen, die geänderten Einzelticketpreise von Stadttheater und Musikdirektion Aachen ab der kommenden Spielzeit 2026/27 gemäß dem hierzu von der Verwaltung vorgelegten Entwurf zu beschließen.
    Weiterhin empfiehlt der Betriebsausschuss Kultur, Theater und VHS dem Rat der Stadt Aachen, die frühestmögliche Anpassung der Abonnementpreise ab der Spielzeit 2027/28 auf das bisherige Preisnachlassniveau von rd. 30 % im Vergleich zum Einzelticketverkauf ebenfalls entsprechend dem hierzu von der Verwaltung vorgelegten Entwurf zu beschließen.
  • Rat der Stadt Aachen
    Der Rat der Stadt Aachen beschließt auf Empfehlung des Betriebsausschusses Kultur, Theater und VHS die ab der Spielzeit 2026/27 geänderten Einzelticketpreise gemäß dem hierzu von der Verwaltung vorgelegten Entwurf.
    Weiterhin beschließt der Rat der Stadt Aachen auf Empfehlung des Betriebsausschusses Kultur, Theater und VHS, die Abonnementpreise ab der Spielzeit 2027/28 ebenfalls entsprechend dem hierzu von der Verwaltung vorgelegten Entwurf anzupassen.

Erläuterungen

Ausgelöst durch die aktuellen finanziellen Entwicklungen im städtischen Haushalt soll bei Stadttheater und Musikdirektion Aachen durch kurz- sowie mittelfristig moderate Erhöhungen der Eintrittspreise die geplante Einnahmesituation in der Erfolgsrechnung ab der kommenden Spielzeit 2026/27 verbessert werden. Die letzte Anpassung der Eintrittspreise erfolgte zu Beginn der in Kürze endenden Spielzeit 2025/26 und zeigte nach bisheriger Einschätzung keine negativen Auswirkungen auf die Besuchszahlen. Sicherlich wurde die letzte Preiserhöhung auch deshalb so gut angenommen, da die Eintrittspreise davor – u.a. auch aufgrund bzw.
als Konsequenz aus der Corona-Pandemie – über einen Zeitraum von sechs Spielzeiten nicht angepasst wurden, sodass sie sich auch nach einer erneuten, diesmal jedoch geringfügigen, Preiserhöhung immer noch auf einem marktüblichen Preisniveau bewegen würden.

Die jetzt geplanten Preisanpassungen beinhalten eine durchschnittliche Erhöhung der Ticketpreise
i.H.v. etwa 1,00 € und bedeuten – abhängig von der jeweiligen Preiskategorie – jeweils einen Mehrpreis beim Einzelticketverkauf zwischen 0,50 € und 2,00 € pro Eintrittskarte. Eine Übersicht der danach für die Spielzeit 2026/27 im Einzelverkauf geltenden Eintrittspreise ist als Anlage zu dieser Beschlussvorlage beigefügt.
Der Nachlass bei den ermäßigten Preisen beträgt dabei wie bisher jeweils rd. 30 %.

Zur Aufrechterhaltung des bisherigen Preisgefüges ist außerdem eine in Relation gesetzte Anhebung der Preise für die Theater- sowie PartnerCard vorgesehen.

Ansonsten soll der Preis für das sog. Last-Minute-Ticket von 17,00 € auf 17,50 € erhöht werden und im Zuge dessen auch – vorbehaltlich der Zustimmung durch den Dienststellenpersonalrat – eine Anpassung der Preise
für Personal- und Steuerkarten auf ein branchenübliches Niveau erfolgen.

Alle weiteren Sonderpreise (Klassenverbandspreis etc.) bleiben hingegen unverändert, sofern sie nicht unmittelbar von den angepassten Normalpreisen abhängen (z.B. Tickets, die mit einer Theater-/PartnerCard gekauft werden und 50 Prozent des Normalpreises kosten).

Ebenfalls unverändert bleibt der Ticketpreis von 8,50 Euro für Kinder, Schüler:innen, Studierende, Auszubildende (bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres) für alle Familienkonzerte sowie für ausgewählte Familienvor-stellungen. Diese Entscheidung soll vor allem finanziell schwächeren Familien und jungen Menschen weiterhin einen Zugang zum Theater ermöglichen, um so auch das Publikum der Zukunft zu sichern.

Da die erneute Preiserhöhung im Zuge der Haushaltskonsolidierung vorgenommen werden soll und
die Haushaltssperre mit Blick auf den erforderlichen, zeitlichen Vorlauf im Abonnementwesen zu einem Zeitpunkt angeordnet wurde, der eine gleichzeitige, kurzfristige Änderung der Abonnementpreise zur Spielzeit 2026/27 unmöglich machte, sollen die Abonnementpreise erst ab der Spielzeit 2027/28 dahingehend angepasst werden, dass sie im Vergleich zu den Einzeltickets wieder das bisherige Preisnachlassniveau von rd. 30 % abbilden.

Darüber hinaus sind auch für die darauffolgenden Spielzeiten 2027/28 und 2028/29 moderate Preissteigerungen im Bereich der Einzelticket- und Abonnementpreise nach gleichem Muster denkbar.

Ziel der Preisanpassungen ist letztlich, einen weiteren Konsolidierungsbeitrag in einer Größenordnung von jährlich etwa 30-40 TEuro zu erreichen (vgl. oben zu den finanziellen Auswirkungen). Die Entwicklung der Besuchszahlen wird dabei weiterhin kontinuierlich im betrieblichen Ablauf analysiert und dem Betriebsausschuss Kultur, Theater und VHS im Rahmen der Quartalsberichte vorgelegt.

Nach § 8 Abs. 4 der Betriebssatzung obliegt dem Betriebsausschuss Kultur, Theater und VHS die Beratung
über die Entgelte vor Beschlussfassung durch den Rat. Die neuen Preise sind den als Anlage beigefügten tabellarischen Übersichten zu entnehmen.

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen:

JA

NEIN

X

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Folge-kosten (alt)

Folge-kosten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

0

0

0

0

0

0

Abschreibungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Weitere Erläuterungen:

Zielsetzung der vorbezeichneten Beschlüsse ist eine Ergebnisverbesserung in der Erfolgsrechnung von Stadttheater und Musikdirektion Aachen durch eine entsprechend erhöhte Einnahmeerwartung von jährlich rd. 30-40 TEuro gegenüber der bisherigen Planung.


Klimarelevanz:

Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die

Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)

Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

X

Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:

gering

mittel

groß

nicht ermittelbar

X

Zur Relevanz der Maßnahme für die Klimafolgenanpassung

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

X

Größenordnung der Effekte

Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.

Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels)

Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels)

Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:

vollständig

überwiegend (50% - 99%)

teilweise (1% - 49 %)

nicht

nicht bekannt

Abstimmungsergebnis

1 Gegenstimme

Weitere Dokumente (2)

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Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2026-06-24 E 46_47_0009_WP19 Kurzfristige Anpassu SAO.pdf

24.6.2026

287.6 KB

Metadaten

TOP
Ö 11
Sitzung
Sitzung des Betriebsausschusses Kultur, Theater und VHS
Gremium
Betriebsausschuss Kultur, Theater und VHS
Datum
Di., 14.07.2026
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
E 46/47 - Stadttheater und Musikdirektion
Geändert
13.8.2026
Inhalt abgerufen
3. September 2026 um 01:19